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Rezensionen zu
Sanctuary

V. V. James

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Ich weiß nicht, warum, aber mit einer Kleinstadt voller Intrigen und einer stadtbekannten Hexe hab ich mir irgendwie etwas skurril witziges erwartet - dabei taucht man hier immer mehr in bittere Wahrheiten ein, sobald man hinter die schönen Fassade blickt und die bunt schillernde Seifenblase der Kleinstadt-Idylle beginnt zu platzen. Der Tod des beliebten Footballstars Daniel Whitman scheint kein Unfall gewesen zu sein, da seine Ex-Freundin, die Tochter der stadtbekannten Hexe Sarah, kurz vor seinem Tod mit ihm in Streit geriet. Das ganze Szenario scheint anfangs gar nicht so viel herzugeben, aber es fesselt von Anfang an und entwickelt eine Sogwirkung, die mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen ließ! Das ganze spielt ja in unserer Welt, mit der Variante, dass nach der Hexenverfolgung der frühen Neuzeit eine Wende eintrat und die Hexen nach und nach von der Gesellschaft akzeptiert wurden, allerdings mit gesetzlichen Regelungen. Sie dürfen ihrem Handwerk nachgehen und Magie einsetzen, jedoch - natürlich - nur im positiven Sinn. Sarah Fenn ist die einzige Hexe in Sanctuary und hat einen kleinen Laden, der auch sehr gerne besucht wird. Sie wirkt auf mich sehr liebenswürdig und hilft mit ihren Zaubern gerne allen, die sie um Rat bitten. "Die moderne Gesellschaft glaubt, sie habe bessere Möglichkeiten als die Zauberei gefunden, um uns den Weg durchs Leben zu erleichtern: Medikamente gegen die Trauer, Apps für die Liebe, Versicherungen gegen Krankheit, Lotterien für den Wohlstand." Zitat Seite 39 Dass ihre 17jährige Tochter Harper keine Magie in sich trägt hat sie sehr erschüttert, doch sie arrangieren sich damit. Deshalb ist es auch für Sarah unmöglich zu glauben, ihre Tochter hätte etwas mit dem Tod von Daniel zu tun, bei dem anscheinend nicht alles mit rechten Dingen zuging. Als sich plötzlich ein Zeuge meldet, der Harper sehr belastet, ziehen die Gerüchte ihre Kreise und es beginnt eine Hexenjagd, die mit Angst, Verzweiflung und Trauer geschürt wird. Wie sehr manche hier von Hass getrieben werden und welche Konsequenzen sich daraus ergeben ist wirklich unglaublich und hat mich immer tiefer in diesen Sumpf der hinterhältigen Verleumdungen gezogen. Ein sehr anschauliches Beispiel, wie ein Verdacht sich plötzlich verselbständigt und immer weitere Kreise zieht und die ganzen Einwohner der kleinen Stadt in einen mörderischen Mob verwandelt. Was hinter den ganzen Ereignissen steckt wird nach und nach aufgedeckt und hat eine sehr bittere Ursache, die mich an eine bekannte Serie erinnert hat. Ich möchte sie jetzt nicht nennen, da das wahrscheinlich spoilern würde, aber das ganze enthält wichtige Themen, die leider immer noch viel zu oft unter den Teppich gekehrt werden. Man erfährt jeden Schachzug aus erster Hand, da die Kapitel aus der Sichtweise der verschiedenen Personen erzählt werden, hauptsächlich von Sarah, Maggie und Abigail. Sarah steht jedenfalls sehr alleine da, denn selbst ihre Freundinnen aus ihrem Hexenzirkel ziehen sich von ihr zurück - nur die Polizistin Maggie, die zu den Ermittlungen hinzu gezogen wurde, ist von der Unschuld ihrer Tochter überzeugt. Was immer dringender wird zu beweisen, denn obwohl es im Staate Connecticut keine Todesstrafe mehr gibt, gilt als einzige Ausnahme eine schadenswirksame Ausübung der Magie. "Magie ist ein Austausch. Etwas wird gegeben, etwas wird genommen, ..." Zitat Seite 90 Viele der zwischenmenschlichen Aspekte sind hier deutlich zutage getreten was Vertrauen und Freundschaften betreffen. Vor allem auch der Glaube vieler Eltern, ihre Kinder in- und auswendig zu kennen, doch das tut man nie ... eigentlich kann man froh sein, wenn man sich selbst durchschaut, denn meist in man nicht mal zu sich selber ehrlich. Aber auch Vorurteile sind hier natürlich ein wichtiger Bestandteil, denn selbst Maggie, die hinter der Hexe und ihrer Tochter steht und sie zu schützen versucht, glaubt eine listige Frage auf die "Listigkeit der Hexen" zurückzuführen. Ich denke mal, listig kann so ziemlich jeder Mensch sein ... aber daran sieht man, wie sehr solche Denkweisen prägen, die die Generationen überdauern. Den Aufbau fand ich, wie gesagt, äußerst spannend, denn es tut sich immer wieder neues auf und man weiß nicht, wohin die nächsten Erkenntnisse führen werden. Aber auch die modellierte Welt der Gesellschaft, in der die Hexen hier Tür an Tür mit den anderen wohnen, ist gut und glaubwürdig konstruiert. Es gibt eine Organisation, die sich um Hexen-Belange kümmert, Hexen, die sich auch in Ermittlungen einbringen dürfen und einige Einblicke in die Zauber und Rituale, die ausgeübt werden. Die Autorin weist im Anhang darauf hin, dass sie dabei auf verschiedene historische Quellen zurückgegriffen hat und alle Praktiken fiktiv und keiner magischen Bewegung zuzuordnen sind. Der Schluss war auch nochmal überraschend und hat das ganze für mich perfekt abgerundet!

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ganz tolles Buch

Von: Suse

11.08.2020

Als Daniel Whitman, der gefeierte Footballstar der Sanctuary Highschool, auf einer Party unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, ist die ganze Stadt in Aufruhr. Auf den ersten Blick deutet alles auf einen tragischen Unfall hin, doch jeder in Sanctuary weiß, dass Dans Ex-Freundin Harper die Tochter einer stadtbekannten Hexe ist. Ist Harper, die mehr als einen Grund hatte, wütend auf Dan zu sein, möglicherweise selbst eine Hexe? Hat sie ihn gar durch den Einsatz von Magie getötet? Als Harper schwere Anschuldigungen gegen Dan vorbringt und die Polizei in diesem Fall zu ermitteln beginnt, steht Sanctuary kurz vor einer neuen Hexenjagd ... Die Autorin: studierte Geschichte und Englisch am Merton College in Oxford, wo Tolkien einst Professor war. In Rom promovierte sie im Vatikanischen Geheimarchiv und verbrachte dann als Journalistin einige Jahre in Tokio, wo sie Japanisch lernte. Zurück in Großbritannien arbeitete sie als Produzentin für Channel 4 News und führte Regie für BBC-Dokumentationen. Ihr Leben ist voller Abenteuer und hat sie auf Reisen in die ganze Welt geführt. Sie lebt in Londons Notting Hill und widmet sich ganz dem Schreiben. Meine Meinung: Ich habe es ja nicht so mit Hexen und dennoch hat mich dieses Buch unglaublich angesprochen. Aufmerksam bin ich darauf durch das Cover geworden, denn ich muss wirklich hervorheben, das es sehr gelungen ist. Auch die Beschreibung einer Kleinstadt mit Intrigen und Machenschaften hat dann den Grund zum lesen gegeben. Ich mochte den Schreibstil der Autorin sehr gerne lesen. Er ist flüssig und leicht zu lesen. Das ist auf keinen Fall ein Minus, denn ich mag leichte Schreibstile sehr. Auch der Aufbau jedes einzelnen Charakters hat mir super gefallen. Ich hatte ein Bild der Personen und unserer Kleinstadt. So was mag ich immer sehr gerne. Die Geschichte war von der ersten Seite an spannend. Ich kam super gut rein und habe das Buch fast an 2 Tage verschlungen. Das Thema Hexen hat mich hier überhaupt nicht gestört, weil es für mich nicht im Mittelpunkt stand. Der Verlauf der Geschichte lässt den Leser rätseln, was nun wirklich passiert ist. Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Es macht so Spaß der Geschichte zu folgen und hinter all diese kleinen Geheimnisse zu kommen. Tolles Buch und verdient so gelobt.

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Inhalt: Daniel Whitman ist der gefeierte Footballstar der Sanctuary Highschool. Bei einer Party kommt er unter mysteriösen Umständen ums Leben. War es ein unglücklicher Unfall? Oder war es Mord, womöglich sogar durch Magie begangen? Daniels Exfreundin Harper, die mehr als einen Grund hatte, ihn zu hassen, ist die Tochter der einzigen (?) Hexe in Sanctuary. Als die Polizei Ermittlungen einleitet, steht Sanctuary kurz vor einer Hexenjagd ... Meinung: Ich bin durch das ungewöhnliche Cover auf dieses Buch aufmerksam geworden. Die unscharfe Umgebung und die Stadt in einer Kugel haben mich neugierig gemacht. Unfall/Mord, Magie, Hexen und Polizeiermittlungen? Super! Im Grunde genommen, war es ein tolles Buch. Die Geschichte an sich war interessant und meistens auch spannend. Kaum glaubte man, dass etwas geklärt wäre, kam es doch wieder anders. Es zeigt das typische amerikanische Kleinstadtleben, das man auch aus dem Fernsehen kennt (zb Desperate Housewifes) inklusive Intrigen und Skandalen. Das Buch ist durchgehend in der Ich-Form geschrieben, allerdings durch sehr viele Perspektiven. So haben wir zb die Perspektive der verzweifelten Mutter von Daniel, Sarah - die Mutter von Harper, Harper selbst, die Ermittlerin, die auf den Fall angesetzt wurde und noch einige mehr. Die Kapitel sind jeweils sehr kurz gehalten. Sie sind dadurch und durch den guten Schreibstil gut und schnell zu lesen. Leider leidet aber die Verbindung zu den Charakteren darunter. Da man ständig die Sicht von jemand anderem liest, kann man sich in niemanden richtig hineinversetzen oder eine Bindung zu jemandem aufbauen. Gerade liest man die Sicht von Person A und gleich danach von Person B, die beide komplett unterschiedlich sind. Das Ganze macht das Buch sehr abwechslungsreich, aber auch etwas mühsam. Fazit: Die Bewertung fällt mir ziemlich schwer. Normalerweise vergebe ich keine halben Sterne. Aber das Buch ist kein 3 Sterne Buch, dafür ist es zu gut, aber 4 Sterne sind wiederum zuviel. Also bleibt mir nichts anderes übrig: 3,5 Sterne von mir.

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Mit „Sanctuary“ hat V.V. James einen spannenden Einzelband erschaffen, die vor allem durch eine düstere Atmosphäre und einen gelungenen Mix aus Lügen, Intrigen und jeder Menge Geheimnisse zu gefallen weiß. Die Autorin entführt den Leser in eine idyllische Kleinstadt, in der eine regelrechte Hetzjagd beginnt. V.V. James zeichnet in "Sanctuary" das Bild einer einladenden Kleinstadt. Doch hinter der Fassade der unschuldigen Kleinstadtidylle lauert das Böse. Auf einer Party geschieht das Unfassbare: Der beliebte Footballstar Daniel Whitman der Sanctuary High School stirbt vor aller Augen. War es ein Unfall, oder steckt doch etwas ganz anderes dahinter? Hatte Whitman sich nicht gerade von seiner Freundin Harper Fenn getrennt, die von einer Hexe abstammt? Gerüchte werden laut und schon bald entsteht eine gefährliche Hetzjagd. Freunde werden zu Feinden, spinnen Intrigen und entlarven die dunkelsten Geheimnisse ihrer Mitmenschen. Eine dunkle Zeit bricht an und hinter allem steht die drängende Frage: Hat Harper Fenn ihren Exfreund ermordet? "Und dann blicke ich endlich in meine Schale ohne Grund und stelle die Frage: Wer hat Daniel Whitman in der Sailaway Villa getötet? (…) Doch ich höre nichts, ich fühle nichts." Zitat aus "Sanctuary" von V. V. James, Seite 144. Die düstere Atmosphäre voller unterschwelliger Gefahr zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. V.V James setzt gekonnt auf einen Mix aus ruhigen und spannenden Passagen. Die Autorin enthüllt nur langsam, Stück für Stück, die komplexe Hintergrundgeschichte und die Motive der Charaktere. Nach und nach wird jedes dunkle Geheimnis enthüllt. Die Autorin versteht es meisterhaft, den Leser immer wieder auf die falsche Fährte zu locken. Auf diese Weise steigt die Spannungskurve immer wieder an und fesselt den Leser bis zur letzten Seite. "Ich bin fast bei Fenns Laden angekommen, als das kleine Haus explodiert. Zumindest klingt es so. Ich renne los." Zitat aus "Sanctuary" von V. V. James, Seite 145. "Sanctuary" von V.V. James überzeugt mit unvorhersehbaren Wendungen und einem Netz aus Lügen und Intrigen. Die Autorin kombiniert eine soapähnliche Geschichte, die an Desperate Housewives erinnert, mit einer spannenden Hetzjagd. V.V. James baut geschickt Spannung auf, ohne das Thema Hexen und Zauberei zu sehr in den Fokus zu stellen. Von mir gibt es für diesen lesenswerten Einzelband 4 Sterne.

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Bei einer Highschoolparty in dem kleinen Ort Sanctuary kommt der allseits beliebte Daniel Whitman unter ungeklärten Umständen ums Leben. Bei einem Sturz aus dem ersten Stock starb er und was zunächst noch wie ein Unfall erscheint, nimmt schnell eine Wendung. Denn seine Ex-Freundin Harper, die Tochter der einzigen Hexe Sanctuarys, die auch bei der Party war, soll ihn angeblich mit Magie zum Stürzen gebracht haben. Detective Maggie Knight begibt sich nach Sanctuary und je tiefer sie gräbt, desto mehr Geheimnisse der Bewohner fördert sie zu Tage. Und die Bewohner? Beginnen mit ihrer eigenen Hexenjagd. Meine Meinung Dieses Cover zog meinen Blick magisch an, denn ich finde es richtig gut gelungen und mal was anderes. Es passt auf jeden Fall sehr gut zur Geschichte, in die ich dann auch ziemlich schnell einsteigen konnte. Schon auf den ersten Seiten schafft es V. V. James mich mit ihrem klaren, schnörkellosen Scheibstil einzufangen. Dabei lässt sie mit wenigen Worten die Charaktere, aber auch den kleinen Ort Sanctuary lebendig werden. Gerade Sanctuary hat mir richtig gut gefallen, denn das Kleinstadtflair, das man hier erlebt, hat die Autorin so gut dargestellt, dass man schon fast glauben kann, dass es diesen Ort wirklich gibt. In Sanctuary hat so gut wie jeder seine Geheimnisse und niemand ist das, was er nach aussen zu sein scheint. Das Tüpfelchen auf dem I ist hier dann auch noch, dass es in Sanctuary eine Hexe gibt. Magie ist also ebenfalls kein Fremdwort für die Menschen in dieser Geschichte. Diese Mischung ist gelungen und macht aus einem herkömmlichen Thriller etwas ganz besonderes. Durch wechselnde Perspektiven zwischen der Mutter des Opfers, Abigail, der Hexe des Ortes, Sarah und der Polizistin Maggie bekommt man so nach und nach immer mehr Feinheiten über das Leben in Santuary präsentiert und man kann selbst immer wieder mit überlegen, was denn nun wirklich hinter dem Mord stecken kann. Mit all den kleinen Lügen und Intriegen bauscht sich die Stimmung in Sanctuary immer mehr auf und gerade das Verhalten der Menschen wird hier mehr als glaubhaft wiedergespiegelt. Dieser Aufbau ist so realistisch, auch wenn hier durch die Hexe Sarah Magie mit einbezogen wird, dass man einfach nachvollziehen kann, wie es zu der Hexenjagd kommt. Menschen lieben Sensationen, bauschen sich regelrecht daran auf und verurteilen oftmals zu schnell. Chapeau an die Autorin, die hier der Gesellschaft ziemlich deutlich zeigt, wie sie nur allzu oft handeln. Neben all dem sorgen dann noch einige Überraschungen und Wendungen für weitere Spannung und ließen mich das Buch erst aus der Hand legen, nachdem ich es beendet habe. Das Ende hat es dann auch noch einmal in sich und hat mich irgendwie sogar zufrieden zurückgelassen. Die Charaktere der Geschichte sind so unheimlich lebendig gezeichnet, dass man sie alle vor sich sehen konnte. Man erlebt, wie aus Freundschaft Feindschaft wird, wie man durch geschickte Intrigen regelrechte Fallen auslegen kann und wie die Menschen einfach so ticken. Ich möchte hier gar nicht auf die einzelnen Personen eingehen, denn diese sollte man unbedingt selbst kennenlernen. Absolut authentisch und trotz des Fantasyanteils realistisch gezeichnete Figuren haben mich durchweg überzeugt. Mein Fazit Sanctuary ist ein spannender Pageturner, der mich völlig überzeugen konnte und definitiv ein Highlight ist. Gerade durch diesen sehr realistischen Aufbau und dem Spiegel den die Autorin der Gesellschaft vorhält, konnte mich die Geschichte packen. Klug konstruiert, absolut authentisch und unheimlich spannend! Unbedingt lesen!

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Inhalt: Als der beliebte Schüler und Footballstar Daniel Whitman auf einer Party unter mysteriösen Umständen stirbt, glaubt man noch an einen Unfall. Doch dann taucht da dieses Video auf und Harper Fenn, die Tochter der Stadthexe Sarah Fenn, erhebt schwere Vorwürfe gegenüber dem Toten. Und plötzlich ist nichts mehr so wie es war. Meine Meinung: Das Cover finde ich genial. Die kleine Stadt inmitten einer Kuppel deutet schon irgendwie daraufhin, dass in Sanctuary jeder jeden kennt. Nichts bleibt verborgen. Und genau das Gefühl wird auch immer wieder beim lesen übermittelt. Ich habe oft an Desperate Housewifes denken müssen, gerade im Bezug auf den Hinweis auf dem Buchdeckel hinten. Der Schreibstil war mitreißend, bedrückend, zum Teil verzweifelt und jederzeit greifbar. Die Emotionen sind nur so hinüber gesprungen. Das Buch wird aus vier Perspektiven gelesen. Einmal aus der Sicht von Sarah Fenn, der Stadthexe, die im Verlauf der Geschichte immer verzweifelter wird. Sie versucht die Situation zu retten. Dann ist da Abigail, Sarahs Freundin, ein Teil des Zirkels und die Mutter des verstorbenen Dan Whitman. Oh ich muss gestehen, ich habe diese Frau gehasst und verachtet. Sie treibt die Menschen zu Taten die nicht hätten sein müssen auch wenn sie absolut in die Story gepasst haben. Dann haben wir noch Harper Fenn, Sarahs Tochter und Verdächtige. Ich mochte Harper schon sehr gerne, doch ich wurde das Gefühl nicht los das sie nicht ehrlich ist. Auch hat es mich genervt das sie ständig weg gelaufen ist. Und zum Schluss ist da noch Maggie, die in der Sache ermitteln soll. Na ja, eigentlich soll sie nur bestätigen das es ein Unfall war und die Sache somit schnell beenden. Doch es kommt alles anders. Und ehe sie es sich versieht wird aus den Ermittlungen ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Handlung selbst ist wirklich sehr spannend geschrieben. Die Atmosphäre grandios zum greifen. Ich wurde nur so mitgerissen. Ich wollte ja nun auch unbedingt wissen was passiert ist und was aus Sarah und Harper wird. Ich könnte mir gut vorstellen irgendwann mal eine Fortsetzung zu lesen. Aber ob so etwas geplant ist, das weiß ich nicht,. Mir hat die Geschichte auf jeden Fall sehr gut gefallen. Auch das hier Hexen in einer Gesellschaft leben dürfen und ihrem Handwerk nachgehen dürfen, wenn auch nur unter bestimmten Auflagen, fand ich einfach genial. Und es wurde auch total stimmig mit eingebaut. Auf alle Fragen kommen auch Antworten. Sodass man quasi wunschlos Glücklich aus der Geschichte auftauchen kann, Fazit: Mit Sanctuary wurde ich sehr gut unterhalten und hatte eine Menge Spaß am lesen, auch wenn mir nich alle Charaktere sympathisch waren. Mir hat das Buch richtig gut gefallen, daher kann ich es nur empfehlen und gebe fünf Sterne.

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Sanctuary ist mir direkt in der Verlagsvorschau ins Auge gestochen. Mir gefällt das Cover sehr und auch die Kurzbeschreibung fand ich interessant. Und zum Glück konnte mich auch der Inhalt total überzeugen. Sanctuary ist ein beschauliches kleines Städtchen, wo jeder jeden kennt und scheinbar alles perfekt ist. Sarah, die einzige Hexe der Stadt, wird mit ihrem kleinen Laden geachtet und ist beliebt. Die Freundinnen Sarah, Abigail, Bridget und Julia sitzen gerade bei einem Gläschen Wein zusammen, als die schlimme Nachricht sie erreicht. Daniel, Abigails Sohn, ist auf einer Party ums Leben gekommen. Zunächst wird ein Unfall vermutet, doch schnell kommen Gerüchte auf, dass es sich um Hexenwerk handelt und Harper, Sarahs Tochter, Daniel umgebracht haben könnte. Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln abwechselnd aus der Sicht von Sarah, Abigail und Maggie, der zuständigen Ermittlerin, erzählt. Dadurch ist das Erzähltempo recht hoch, die Seiten rauschen dahin und die Spannung ist immer vorhanden. Ich hatte während des Lesens so einige Theorien und habe sie ständig wieder über den Haufen geworfen, weil plötzlich Neues offenbart wurde und man dadurch als Leser wieder in eine andere Richtung gelenkt wurde. Mir hat es echt Spaß gemacht, mitzurätseln. Außerdem war es interessant zu lesen, wie schnell aus Freundschaft Feindschaft wird, wie die Menschen sich von Gerüchten und Lügen beeinflussen lassen und das sie nicht mal davor zurückschrecken, jemandem zu schaden, nur um damit ihren Standpunkt zu untermauern. Das Thema Hexerei fügt sich gut in die Geschichte ein, ohne zu sehr im Vordergrund zu stehen. Es handelt sich hier vorrangig um einen Krimi und nicht um eine Fantasy-Geschichte. Die Auflösung des Falles fand ich richtig klasse und sehr gelungen. Für mich ein rundum gelungenes Krimierlebnis.

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Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, seit ich das Cover gesehen habe - ich musste unweigerlich ein bisschen an Stephen Kings "Under the dome" denken. Man kann es auf zweierlei Weise sehen, zum einen als der Blick einer Hexe in eine Kugel und zum anderen tatsächlich Sanctuary als von innen und außen abgeriegelte Stadt/Handlungsort. Ich wusste schon nach den ersten Seiten, dass ich dieses Buch lieben würde. Der Schreibstil ist egal, was auf den Seiten erzählt wird und es geht oft um das Leid diverser Menschen, einfach nur wundervoll. Sehr detailliert, bildreich und irgendwie auch unschnörkelig und straight - fließend und kurzweilig. V.V. James schafft es einen schnell in den Bann zu ziehen mit ihrer Geschichte, die auf so vielen verschiedenen Ebenen und aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Während des Lesens habe ich des öfteren an Joel Dickers "Das Verschwinden der Stephanie Mailer" denken müssen, weil das ebenso tiefgründig und vielschichtig ist. Am Anfang des Buches haben wir ein Personenverzeichnis mit den wichtigsten Charakteren, die in vier Gruppen unterteilt werden: der Zirkel, die Kinder, die Partner und die Polizisten. Am Anfang wirklich sehr wertvoll um die Übersicht zu behalten, je weiter alles aber wächst, umso besser behält man sich dann die Namen der Protagonisten. Die Personen sind genauso vielschichtig wie die ganze Handlung der Geschichte. Man blickt immer erst nachher hinter die Fassade eines Menschen und sieht erst in den Zeiten der Not, wer Freund ist und wer Feind, oder zu was der Mensch an und für sich fähig ist. Was den Roman ebenfalls absolut kurzweilig gestaltet, ist der Perspektivwechsel. Hat man oft die Sichtweise von zwei Personen, kommen wir hier auf vier: Sarah, die Hexe von Sanctuary, Harper, ihre Tochter, Abigail Daniels Mutter und Maggie, die Polizistin, die den Fall aufklären soll. Das macht es sehr spannend und wirklich kurzweilig, zudem gibt es Zeitungsberichte, Emails oder auch Abschriften der Vernehmungsprotokolle zu lesen. Für mich bisher das beste Buch, was ich dieses Jahr gelesen habe. Eine wirklich interessante Geschichte, die immer dichter wird und sich von anfänglichen Zweifeln bis hin zu einer wahren Hexenjagd entwickelt - und immer wieder mit neuen Ergebnissen aufwartet. Tolle Charaktere, eine wirklich spannende Handlung und ein Ende, dass ich so niemals vorausgesehen hätte. "Sanctuary - Sind wir nicht alle ein bisschen böse?" ist ein wirklich tolles Buch für Freunde von dramatischen Familiengeschichten, Hexenromanen und Fantasy von besonderer sehr realitätsnaher Art - absolute Leseempfehlung!

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