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Rezensionen zu
Blutnebel

Thomas Enger, Jørn Lier Horst

Alexander Blix und Emma Ramm (2)

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€ 11,00 [D] inkl. MwSt. | € 11,40 [A] | CHF 16,90* (* empf. VK-Preis)

Die Kapitel sind relativ kurz, sodass gleich in den ersten Seiten schnell eine Spannung für das Buch aufgebaut wird. Es gibt viele Fragen für die Journalistin Emma Ramm und die Polizei bezüglich des Bombentats an Silvester. Diese Unwissenheit erzeugt eine zusätzliche Spannung für die Beweggründe des Bombenlegers und die Geschichte selbst sowie Neugierde. Mir hat besonders die Beziehung zwischen dem Polizisten Alexander Blix und Emma Ramm gefallen, da er fast so etwas wie väterliche Gefühle für sie hegt und sich viel um sie sorgt. Da fehlt mir leider das Vorwissen aus dem ersten Band für eine umfangreichere Erkenntnis über deren Verhältnis. Empfehlenswert ist bei der Reihe wirklich, dass man sie nach der Reihenfolge liest und nicht wie ich beim zweiten Teil einfach anfängt. Das ganze Buch über gibt es eine relativ düstere Stimmung wegen des Anschlags am Rathauskai und dem Cold Case zu dem Fall Patricia. Leider hat das Buch für mich nicht ganz stimmig gewirkt, da die Spannung zwar vorhanden war, aber die Suche nach dem Bombenleger und die Auflösung mich nicht befriedigt hat. Es ist für mich zwar sehr überraschend gewesen, aber mir hat ein wenig die Zusammenhänge gefehlt. Das kann am fehlenden Wissen zu Blutzahl liegen.

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Terroralarm in Oslo. In der Silvesternacht ist am Rathauskai eine Mülleimerbombe hochgegangen. Viele Menschen wurden verletzt und es gibt auch einige Tote. Kommissar Alexander Blix zieht ein Opfer aus dem Wasser. Dieses Opfer ist keine Unbekannte für ihn. Es handelt sich um Ruth-Kristine Smeplass, die Mutter der vor zehn Jahren gekidnappten Patricia. Blix ermittelte damals in dem Fall, doch seine Ermittlungen blieben erfolglos. Er spürt durch den Bombenanschlag eine neue Spur und fängt die Ermittlungen wieder hervorzuziehen. Zusammen mit Emma Ramm deckt er wieder ein Verbrechen auf. "Blutnebel" ist der zweite Band mit Kommissar Alexander Blix und Journalistin Emma Ramm. Er lässt sich unabhängig vom ersten Band lesen, doch ich empfehle zuerst den ersten Band zu lesen, da dieser hauptsächlich Emmas Psyche prägt. Sehr gut gefallen haben mir wieder die unterschiedlichen Handlungsstränge und Perspektiven der einzelen Protagonisten, die hier und da auf einander treffen. Das hat bei mir für Abwechslung und Steigerung der Spannung gesorgt, da ich immer wissen wollte was als Nächstes passiert. Wenn man die beiden Bände miteinander vergleicht, finde ich, dass Band 2 das komplette Gegenteil zu Band 1 ist. Während Band 1 sehr temporeich und von Hochspannung geprägt war, steht hier in Band 2 die Ermittlungsarbeit des Cold Case "Patricia" im Vordergrund. Die Ermittlungsarbeit war sehr interessant und spannend. Stück für Stück werden die einzelnen Puzzleteile zusammengesetzt bis ein klares Bild entsteht. Als Leser kann man dem sehr gut folgen und wird eingeladen mitzurätseln. Die Charaktere Blix und Emma werden wieder weiterentwickelt und bekommen noch mehr Tiefe. Man bekommt ihre privaten Probleme und bei Emma ihre angeschlagene Psyche zu spüren, was beide Charaktere lebendig, natürlich aber auch sympathisch macht. Mit dem angenehmen und flüssigen Schreibstil und den Beschreibungen hat das Autorenteam eine tolle düstere Atmosphäre geschaffen. Mein Fazit: Wieder ein sehr gelungener Band des Autorenteams. Düstere Atmosphäre, ein ungeklärter Cold Case und lebendige Charaktere. Eine sehr interessante Ermittlungsarbeit macht es spannend und sehr lesenswert.

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Achtung Spoiler: Die Handlung beginnt mit einem Knall. Was anfangs nicht so ganz verwunderlich ist, denn es ist Silvester und aus diesem Grunde haben sich am Rathauskai im Osloer Hafengebiet viele Menschen versammelt – genau wie die Journalistin Emma Ramm – um das neue Jahr zu begrüßen. Eine gewaltige Explosion erschüttert das umliegende Gebiet. Um Emma herum herrscht Chaos. Als sie sich selbst einigermaßen wieder gefangen hat, taumelt sie durch die Menge und entdeckt dabei einen Toten, den sie sehr gut kennt und der eigentlich gar nicht hier kein konnte.. Kommissar Blix und seine Kollegin Kovic sind schnell am Unglücksort, wobei Blix einen im Wasser treibenden leblosen Menschen entdeckt. Ohne lange nachzudenken, springt er ins eiskalte Hafenbecken. Unter großen Mühen und nur mit Hilfe seiner Kollegin kann er den Körper einer Frau ans Ufer ziehen... Im Verlauf stellt sich heraus, wer die Frau ist. Bei dem Namen fangen beim Kommissar alle „Erinnerungsglocken“ an zu klingen, denn sie ist die Mutter von Patricia, dem kleinen Mädchen, das man vor vielen Jahren entführt hatte und bis heute als vermisst gilt und zu einem ungelösten Kriminalfall gehört, der Blix über die ganze Zeit hinweg, nicht losgelassen hat… Spoiler Ende Warum und wieso Kommissar Blix und Emma Ramm diesen „alten Fall“ nun erneut durchleuchten, erzähle ich hier sicherlich nicht, denn dieser Thriller ist so wendungsreich und setzt sich aus vielen unterschiedlichen Hinweisen und mitwirkenden Figuren zusammen, dass ich nur jedem empfehlen kann, diesen fesselnden Page-Turner selbst zu genießen!

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Die zweite Zusammenarbeit der norwegischen Bestsellerautoren Thomas Enger und Jørn Lier Horst beginnt mit einem Knalleffekt – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Pünktlich zum Jahreswechsel erschüttert nämlich in der Silvesternacht eine heftige Explosion den Osloer Hafen, die mehrere Menschen das Leben kostet und viele weitere zum Teil schwer verletzt. Unmittelbar bei dem schrecklichen Ereignis vor Ort ist zufällig auch Kriminalkommissar Alexander Blix, eine der beiden Hauptfiguren der Krimi-Trilogie, die mit „Blutzahl“ ihren Anfang nahm und nun mit „Blutnebel“ fortgeführt wird. Der erschütternde Anschlag in Norwegens Hauptstadt führt Blix erneut mit Emma Ramm zusammen, die sich dank der gemeinsamen Ermittlungen im Vorgängerband inzwischen von der Klatsch-Bloggerin zur Kriminalreporterin hochgearbeitet hat. Allerdings hat das Wiedersehen des erfahrenen Polizisten mit der jungen Journalistin auch einen traurigen Hintergrund, denn eines der Todesopfer der Explosion ist ausgerechnet Emmas Freund Kaspar. Terroralarm in der norwegischen Hauptstadt Aus unterschiedlichen Motiven kommt es folglich also zu einer weiteren Zusammenarbeit der beiden, wobei der feige Anschlag für Blix noch ein weiteres Mysterium aufwirft, denn unter den Verletzten ist auch Ruth-Kristine Smeplass, die der Ermittler von einem zehn Jahre zurückliegenden Fall kennt. Damals wurde die zweijährige Tochter der Frau entführt und das Verschwinden Patricias konnte trotz intensiver Bemühungen bis dato nicht aufgeklärt werden. War Smeplass nur ein Zufallsopfer des Anschlags, oder sorgt ihre Verwicklung nun möglicherweise nach all den Jahren für neue Impulse im „Cold Case Patricia“? Der zweite Fall für Kommissar Blix und Journalistin Ramm Es geht also gleich zu Beginn von „Blutnebel“ ordentlich zur Sache und auch im Folgenden sorgen die wieder kurz gehaltenen Kapitel für ein recht hohes Erzähltempo. Das Zusammenspiel von Alexander Blix und Emma Ramm erweist sich erneut als gelungener Kniff, denn der Ermittler und die Journalistin setzen in ihren Nachforschungen mitunter nicht nur verschiedene Schwerpunkte, sondern bedienen sich auch unterschiedlicher Methoden – während Blix als Kommissar an bestimmte Regeln gebunden ist, startet Emma gerne den ein oder anderen (auch schon mal etwas leichtsinnigen) Alleingang. Menschlich ergänzen sich die beiden ebenfalls gut, was auch auf eine tiefergehende Verbindung zurückzuführen ist, die in einem prägenden gemeinsamen Ereignis in der Vergangenheit verwurzelt ist, als der damals noch unerfahrene Polizist die junge Emma aus den Fängen ihres gewalttätigen Vaters befreite. Mittlerweile fungiert Alexander Blix für Ramm wie eine Art Vaterfigur, wodurch die Zusammenarbeit von Kriminalpolizei und Presse in diesem Fall zur Abwechslung mal nicht von rivalisierenden Machtspielen geprägt ist, sondern häufig vielmehr von gegenseitiger Unterstützung – zumindest was die beiden Hauptfiguren betrifft. Routiniert erzählter und clever konstruierter Norwegen-Krimi Wie schon beim Vorgänger merkt man auch bei „Blutnebel“, dass hier mit Thomas Enger und Jørn Lier Horst zwei „alte Hasen“ am Werk waren, die mit der Erfahrung ihrer bisherigen Romane (u.a. Engers Reihe über den Journalisten Henning Juul und Lier Horsts Bestsellerserie um Ermittler William Wisting) einfach wissen, wie man eine spannende Geschichte erzählt und einen spannenden Fall konstruiert. Langeweile kommt zu keiner Zeit auf, der Schreibstil ist professionell, das Verhältnis zwischen polizeilicher bzw. journalistischer Ermittlungsarbeit und privaten Einblicken in das Leben der Charaktere ist gut abgestimmt und die Atmosphäre dicht und intensiv. Der Fall ist dabei so komplex und raffiniert aufgezogen, dass wohl selbst routinierte Krimileser:innen und Hobby-Spürnasen kaum die Auflösung erraten werden, ohne dass diese jedoch fern jeder Realität wirkt. Insgesamt macht das Duo Enger/Lier Horst hier also wieder vieles richtig und liefert einen sehr guten Norwegen-Krimi ab, der vielleicht nicht wirklich Außergewöhnliches bietet bzw. das Genre neu erfindet, aber die bekannten Komponenten dennoch zu einer packenden und gut funktionierenden Geschichte verarbeitet – und das mit zwei sympathischen Figuren in den Hauptrollen.

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Nachdem ich den ersten Band mit dem Titel „Blutnebel“ im November gelesen habe und mich das Autorenduo überzeugen konnte, wartete ich lange auf diesen zweiten Band. Im zweiten Band erschüttert eine Explosion den Hafen in Oslo. Bei diesem Anschlag kommen vier Menschen ums Leben, eine Frau namens Ruth-Kristine Smeplass kommt knapp mit dem Leben davon. Diese Frau ist keine Unbekannte, denn Kommissar Alexander Blix kennt die Frau aus einem alten Cold Case. Damals verschwand die zweijährige Patricia und Ruth war die Mutter der Verschwundeten. Somit wird ein alter Fall wieder aufgenommen, der tief in die Vergangenheit reicht. Zur Hilfe für die Ermittlungen nimmt Blix die Journalistin Emma Ramm hinzu. Der zweite Band fängt im Vergleich zum ersten Band recht schnell vom Tempo her an. Der Anschlag erschüttert Oslo und es gibt viele Fragen, die beantwortet werden müssen. Somit kam schon am Anfang eine gute Spannung auf, wodurch ich sehr früh durch den Plot gefesselt worden bin. Im Vergleich zum ersten Band sehe ich hier eine enorme Steigerung! Der sympathische Eindruck der beiden Protagonisten Emma Ramm und Alexander Blix hatte ich auch im zweiten Band . Auch hier rücken die privaten Probleme der Ermittler in den Vordergrund. Besonders der psychische Zustand von Emma wurde durch die beiden Autoren sehr interessant präsentiert. Dadurch sieht man bei Emma eine starke Entwicklung in ihren Handlungszügen. So durfte ich die beiden Ermittler noch näher kennenlernen, wodurch sie mir immer mehr ans Herz gewachsen sind. Dennoch fiel mir auf, dass teilweise zum Schluss des Buches, der Fokus auf eher auf einer weiteren Ermittlerperson lag, als auf den Beiden. So hatte ich das Gefühl, dass ich die Beiden an manchen Stellen bzw. Kapiteln aus den Augen verloren habe. Von der Handlung her kann man sagen, dass hier eine recht düstere Grundstimmung entworfen wird. Nie hätte ich gedacht, dass in so einer schönen Stadt wie Oslo so eine düstere Atmosphäre herrschen kann. Des Weiteren werde ich jetzt ein Bezug zum Ende des Buches ziehen. Hier finde ich, dass das Ende des Thrillers von der Intensität her in keiner Weise, zum Anfang des Buches passte. Folglich war ich ein bisschen enttäuscht vom Ende, da ich mir hinter dem Anschlag was viel größeres erwartet habe. Natürlich lässt sich der zweite Band unabhängig vom ersten Band lesen. Dennoch empfehle ich Ihnen, den ersten Band zu lesen, damit man die Entwicklung und die beiden Protagonisten hier besser verstehen kann. Zum Schluss kann ich zusammenfassend sagen, dass ich hinsichtlich des Anfangs des Buches sowie der Charaktere eine enorme Steigerung zum ersten Band sehe. Dennoch muss ich persönlich die Auflösung, also das allgemeine Ende, kritisieren, da es mir einfach nicht gefallen hat. Und da im Oktober schon der dritte Band erscheinen wird, freue ich mich auf ein Wiedersehen mit Emma und Alexander!

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Eine Explosion erschüttert den Hafen von Oslo und kostet vier Menschen das Leben. Zahlreiche andere kommen mit leichten Verletzungen oder dem Schrecken davon. Darunter auch Ruth-Kristine Smeplass. Kommissar Alexander Blix kennt die Frau, da seinerzeit ihre Tochter Patricia verschwunden ist. Von der Zweijährigen fehlt bis heute jede Spur. Hat die Explosion im Hafen etwas mit dem alten Fall zu tun? Alexander Blix nimmt die Ermittlungen auf und zieht dabei auch die Journalistin Emma Ramm hinzu. Recht bald finden die beiden heraus, dass die Suche nach den Hintergründen der Detonation weit in die Vergangenheit reicht und ein finsteres Geheimnis offenbart. Kritik: Thomas Enger und Jørn Lier Horst sind jeder für sich bereits sehr erfolgreiche Schriftsteller. Ihr erster gemeinsamer Roman „Blutzahl“, mit dem Alexander Blix und Emma Ramms das Licht der literarischen Welt erblickten, war sicherlich nicht schlecht, ließ aber noch ein wenig Luft nach oben. Jetzt legen die beiden mit „Blutnebel“ den zweiten Roman um das sympathische Duo aus Kommissar und Journalistin vor. Die Unterschiede zum ersten Band sind schon recht deutlich. Wo „Blutzahl“ einige Seiten brauchte, geht dieser Roman sofort in die vollen. Bedingt durch den starken und spannenden Auftakt, ist der Leser von der ersten Seite in der Geschichte drin. Dadurch baut sich gleich eine ungeheure Spannung auf, die sich kontinuierlich steigert und die große Erwartungen, auch hinsichtlich des Endes weckt. Dies ist allerdings nicht so, wie man es vermuten mag. Sicher wird es den einen oder anderen Leser geben, der mit der von Thomas Enger und Jørn Lier Horst erdachten Auflösung nicht zufrieden ist, doch das Ende in „Blutnebel“ ergibt sich schlüssig aus der Handlung. Auch wenn es sicher nicht so groß und spektakulär ist, wie man angesichts der vorangegangenen rund 480 Seiten zunächst dachte. Dafür können die versierten Autoren wieder mit ihren beiden Protagonisten punkten. Das Wiederlesen mit Alexander Blix und Emma Ramms birgt für den Leser einige Wendungen und neue Gesichtspunkte. Insbesondere wenn es um Emma geht. Daher ist es sicher hilfreich, den ersten Band zu kennen, wirklich erforderlich ist es jedoch nicht, da auch so alle Informationen vermittelt werden, die man braucht, um der Handlung adäquat folgen zu können. Stilistisch bleiben sich die beiden Schriftsteller ebenfalls treu. Kurze, temporeiche Kapitel amerikanischer Prägung sorgen diesmal für ein rasantes Tempo, bei dem aber die Tiefe eines nordischen Krimis nicht auf der Strecke bleibt. Die Tätigkeiten, sowohl von Blix als auch von Emma, wurden von den beiden Schöpfern gut eingefangen und plausibel in den Plot eingebaut. Mein Fazit: Thomas Enger und Jørn Lier Horst legen mit „Blutnebel“ einen guten zweiten Band um ihr Cold-Case-Duo Alexander Blix und Emma Ramms vor. Ob der Roman aus der Flut von Cold Case-Geschichten wirklich herausragt, muss jeder Leser für sich entscheiden. Für den Krimi sprechen der flott zu lesende Schreibstil der beiden Autoren und die überaus authentischen und sympathischen Hauptfiguren, die einem schon ans Herz wachsen. Wer diesen Thriller gelesen hat, wird sich definitiv auf den dritten Roman mit den beiden Protagonisten freuen.

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Erneut trägt die Zusammenarbeit zwischen Thomas Enger (Henning Juul-Reihe) und Jørn Lier Horst (William Wisting-Reihe) Früchte. ”Blutnebel” ist der gelungene Band 2 mit mit Polizist Alexander Blix und Journalistin Emma Ramm. Die beiden verbindet eine Geschichte, die hier allerdings kaum mehr thematisiert wird. Die Bände sind gut unabhängig voneinander zu lesen, Wer speziell viel zu den beiden Protagonisten erfahren will, sollte “Blutzahl” zuerst lesen. Die Fortsetzung zeichnet sich erneut durch eine wohldurchdachte Krimi-Handlung und mehrere Erzählstränge aus, die am Ende alle zusammenfinden. Ein bisschen Action und den erwartbaren Showdown am Schluss gibt es auch. Blix hat es diesmal mit einem Attentat zu tun, das ihn letztlich auch zu einem Cold Case bringt und entscheidende Hinweise zur Klärung liefert. Die Stärke von “Blutnebel” ist für mich auch, dass Ramm und (vor allem) Blix hier weniger persönlich involviert sind als im Vorgängerband. Das ermöglicht einen stärkeren Fokus auf die Ermittlerarbeit. Zudem profitiert die Geschichte davon, dass weniger Privates geklärt werden muss, weil das meiste davon schon in “Blutzahl” eingeflossen ist. Ein Oslo-Thriller für alle Fans der skandinavischen Spannungsliteratur, so gekonnt aufgebaut wie ein Verhör durch Alexander Blix. Und wer nicht genug bekommen kann: Band 3, “Bluttat” soll im Oktober 2021 erscheinen.

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Oslo steht unter Schock, als bei einer Bombenexplosion im Hafen mehrere Menschen umkommen. Schnell steht fest, dass es sich um einen Terroranschlag handelt, sodass Ermittler Alexander Blix auf den Fall angesetzt wird. Dabei begegnet er einer Frau, die nur knapp überlebt hat – und die er noch aus einem früheren Entführungsfall kennt, der nie gelöst werden konnte. Da er alleine nicht weiterkommt, bittet er erneut die Journalistin Emma Ramm um Hilfe, und gemeinsam decken sie ein unglaubliches Verbrechen auf… Mit „Blutnebel“ hat das Autorenduo Thomas Enger und Jorn Lier Horst bereits seinen zweiten Roman um das ungleiche Duo aus Polizist Alexander Blix und Journalistin Emma Ramm geschrieben und ist dabei wieder in die norwegische Metropole Oslo eingetaucht. Schon gleich zu Beginn erschüttert der Bombenanschlag am Hafen der Hauptstadt im wahrsten Sinne des Wortes die Bevölkerung. Hier wird gleich die Stimmung für den gesamten Roman vorgegeben, die sehr düster und markant ausgefallen ist. Das schockierende Ereignis ist ein guter Startpunkt, doch auch danach entwickelt sich die Handlung sehr gekonnt weiter. Besonders die Verknüpfung zu dem bislang ungelösten Entführungsfall eines kleinen Mädchens ist sehr gelungen aufbereitet. Natürlich ist dem Leser schnell klar, dass ein Zusammenhang zwischen der Vergangenheit und den aktuellen Ereignissen bestehen muss, doch das ist sehr trickreich geraten und verbindet sich im Laufe der Zeit immer enger. Der Plot ist gekonnt zusammengefügt und wartet mit einigen Überraschungen auf – ganz besonders am Ende, als eine unerwartete Wendung ein ganz anderes Licht auf die Ereignisse wirft. Das wirkt dann ruhiger und zurückgenommener als der spektakuläre Beginn, ist aber genau deswegen so gelungen und überraschend. Im Laufe der Zeit kommt man den Figuren noch deutlich näher als im ersten Band, besonders Emma Ramm und ihre psychischen Probleme bekommen mehr Hintergrund und Substanz, sodass die Figur deutlich klarer umrissen wird. Durchaus feinfühlig geschildert gefällt mir dieser Teil der Geschichte ebenfalls sehr gut, insbesondere weil auch die Beziehung zu Alexander dadurch belastet wird. Doch auch andere Figuren erhalten ihren Moment im Rampenlicht und bekommen so die Aufmerksamkeit gewidmet, dass man mit ihnen mitfiebern kann. Hinzu kommt die gelungene Verwendung der Sprache, die mit ihren atmosphärischen Beschreibungen und dichten Stimmungen die Wirkung der Handlung unterstützt. „Blutnebel“ stellt die aus dem ersten Teil bekannten Figuren noch einmal intensiver dar und verleiht ihnen mehr Tiefe, was sehr gut zu der düsteren und bedrohlichen Stimmung passt und diese gelungen ergänzt. Die sehr markante Eingangsszene, die Verbindung mit einem ungelösten Fall aus der Vergangenheit und ein spannender Verlauf sorgen für einen abwechslungsreichen und durchgängig interessanten Verlauf. Ein Band der Reihe, der mir wieder äußerst gut gefallen hat.

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