Leserstimmen zu
INSEL

Ragnar Jónasson

Die HULDA Trilogie (2)

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Sie erzählt gerne Geschichten. Sie schmückt sie aus und füllt die Lücken, bis sie sicher ist, sie auf die spannendste Weise erzählen zu können. Immer wenn sie das abgelegene Sommerhaus ihrer Familie besucht, erzählt sie eine bestimmte Geschichte. Einst soll einer ihrer Vorfahren in der Nähe gelebt haben, der vor vielen Jahren als Hexer au dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Und manchmal, wenn man nachts wachliegt und nicht schlafen kann, soll man ihn noch hören können. Niemals würde sie eine Nacht allein im Sommerhaus verbringen. Auch dieses Mal ist sie nicht allein dorthin gefahren. Niemand weiß, dass sie dort sind. Es soll ihr Geheimnis sein; doch dieses Geheimnis fordert seinen Preis. »Sie durchquerten die Hochmoore, eine baumlose Landschaft, die sich karg und unheilvoll leer in der Dämmerung vor ihnen erstreckte, und fuhren entlang des größten Fjords, des Ísafjarðardjúp, zur Küste hinunter.« Dagur muss mit ansehen, wie sein Vater noch im Schlafanzug aus dem Haus geführt und verhaftet wird. Er will es verhindert, wehrt sich, doch er kann es nicht verhindern. Er weiß, dass in diesem Moment seine Familie kaputtgeht. »Der Frieden war gestört worden, in der Nachbarschaft und in seiner Familie. Niemand, der es mit angesehen hatte, würde jemals den Anblick vergessen, wie Veturliði in der Dämmerung nur mit einem Schlafanzug bekleidet, von der Polizei aus seinem Haus gezerrt worden war, während sein Sohn Zeter und Mordio geschrien hatte.« Dem zweiten Teil der ›Hulda‹-Trilogie gelingt es mühelos, an die Qualität des ersten Bandes, ›Dunkel‹, anzuknüpfen. Zwar baut er nicht auf den Geschehnissen des ersten Bandes auf, da die Bände achronologisch angeordnet sind, doch zeigt er für manches darin einen Teil der Vorgeschichte. Im zweiten Band ist Hulda jünger, der Ruhestand noch in der Ferne und ihr Wunsch nach einem Karrieresprung groß. Ragnar Jónasson ist ein Meister der leisen und unaufdringlichen Spannung. Die Atmosphäre ist dicht, die Stimmung düster und geheimnisumwoben. ›Insel‹ braucht keinen möglichst bestialischen oder blutigen Mord – vielmehr leben die Fälle von Geheimnissen, menschlichen Bindungen und Nöten. Viele scheinen etwas zu verheimlichen zu haben, alte Probleme schwelen noch unter der Oberfläche. Nachdem ›Dunkel‹ und ›Insel‹ bereits überzeugen konnten, bleibt nur noch, auf den dritten Band der Trilogie – ›Nebel‹ – zu warten. Eins ist auch hier sicher: Es wird spannend werden.

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Nachdem ich endlich „Dunkel“ gelesen hatte und ganz begeistert von diesem Thriller war, wo die 64jährige isländische Kommissarin Hulda Hermannsdóttir in Reykjavík ihren Dienst verrichtete, konnte ich gar nicht schnell genug die „Vorgängergeschichte“ mit dem Titel „Insel“ lesen, wo man einen  Zeitsprung rückwärts macht und Hulda 50 Jahre alt ist und man das Jahr 1997 schreibt. Welche Kriminalhandlung im Buch vorkommt, erspare ich mir hier, steht doch genug zum "Aufwämen" auf der Coverrückseite. Ganz so spannend wie DUNKEL fand ich dies zwar Buch nicht, zumal ich recht bald eine Ahnung hatte, wer der eigentliche Täter von 1987 war. Auch dass die polizeilichen Ermittlungen im ersten Fall hier so oberflächlich verliefen und dann so schnell ad acta gelegt wurden, erstaunte mich etwas, aber dies nur am Rande, denn wer DUNKEL gelesen hat, kommt an INSEL nicht vorbei, weswegen ich mich schon auf Band drei freue!

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Hulda wurde vor 10 Jahren bei einer Beförderung übergangen. Zehn Jahre später ist sie eine angesehene Kommissarin bei der Polizei in Reykjavík und wird zu einer abgelegenen Insel geschickt. Dieser Fall erinnert stark an den damaligen, da es kaum Mordfälle in Island gibt. Zudem ist es wieder genau dieselbe Freundesgruppe wie damals. Daher muss Hulda die Ermittlungen in der Vergangenheit noch einmal hinterfragen und die jetzigen Indizien, wer der Mörder sein kann und ob sie vor 10 Jahren nicht falsch lagen mit dem Mörder... Eigene Meinung Dieses Buch war in letzter Zeit quasi überall und jeder hat gut über dieses Buch gesprochen. Daher wollte ich mir ein eigenes Urteil machen, was denn so besonders hierbei ist, dass jeder begeistert ist. Die Einführung in das Buch verhilft auch Lesern, die den ersten Band "DUNKEL" nicht kennen und gibt einen groben Einblick über den Schreibstil des Autors. Man lernt nach und nach die vier Freunde Klara, Benni, Dagur und Alexandra kennen, die sich über die Jahre aus den Augen verloren haben. Das Buch wird in verschiedenen Perspektiven erzählt, was eine größere Spannung aufbaut, wer der Mörder im Jetzt ist. Die Spannung bleibt die ganze Zeit aufrecht, weshalb man ständig nachdenkt, wer auf der verlassenen Insel jemanden unbemerkt umbringen kann und es muss quasi einer der vier Freunde sein. Da sich die üblichen drei schützen, ist man gespannt, wer der Täter war. Nun freue ich mich darauf die anderen beiden Bücher zu erkunden.

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Handlung: Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, ist auf dem Höhepunkt ihrer Karriere und wird zu einer abgelegenen Insel geschickt, auf der eine junge Frau tragischerweise durch einen Unfall ums Leben gekommen ist. Oder war es gar kein Unfall? Was ist dort in diesem Haus geschehen, das von der Bevölkerung als das isolierteste Haus Islands bezeichnet wird? Huldas Ermittlungen kreuzen Vergangenheit und Gegenwart - und plötzlich ist sie einem Mörder auf der Spur, der möglicherweise nicht nur ein Leben auf dem Gewissen hat...   Meine Meinung: Das Cover passt sehr gut zum ersten Band. Ich mag vor allem die schlichte Gestaltung. Das Buch hat kurze Kapitel und einen angenehmen, spannenden Schreibstil. Ich wollte beim Lesen immer wissen wie es weitergeht. Hulda mochte ich auch sehr gerne, mehr sogar noch als im ersten Band. In diesem Buch war sie mir sympathischer, eventuell auch weil die Triologie rückwärts spielt und sie somit jünger ist als im ersten Band. Dadurch konnte ich mich besser mit ihr identifizieren. Der Thriller war gut durchdacht und bis zum Ende hin war alles sehr logisch. Die Natur Islands wird total schön beschrieben. Durch die Bücher möchte ich jetzt noch mehr nach Island.    Fazit: Das Buch hat mich wie auch schon der Vorgängerband überzeugt und ich freue mich schon auf den dritten Band. Es ist wirklich sehr spannend, auch aufgrund der teils nüchternen Betrachtungen des Autors. Ich kann es wirklich empfehlen. Es bekommt von mir 5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐  

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nach Teil 1 musste ich natürlich Teil 2 lesen, das war klar. Und soviel sei verraten. Nach Teil 2 warte ich jetzt schon auf den dritten Teil. Dieser Teil ist wieder spannend bis in die Haarspitzen. Der Schreibstil ist fesselnd, einnehmend, leicht zu lesen und kommt ohne Detailverliebtheit aus. Auch hier kann man, wie schon bei dem Vorgänger einfach nicht aufhören zu lesen.Die Nüchternheit des Autors der setzt der ganzen Spannung irgendwie noch die Krone auf. Ein klasse Zusammenspiel aller genannten Komponenten. Ich muss sagen, das ich vllt. gern was neues über Hulda und ihre Vergangenheit erfahren hätte aber das ist mir keinen Punktabzug wert. Man kann alle bisher erschienen Teile unabhängig von einander lesen, denn jedes Buch ist in sich abgeschlossen. Ob ich es empfehlen würde. Klares: Nein.

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Nach “Dunkel” ist “Insel” der zweite Teil von Ragnar Jónassons Trilogie um seine, wie könnte es auch anders sein, herrlich schwermütige isländische Kommissarin Hulda Hermannsdóttir. Dieses Mal entführt uns der Autor in die wilde Schönheit eines rauhen Eilands, wo er von atemberaubenden Klippen, wilder See und dampfenden heißen Quellen erzählt. Sein Krimi entrollt sich währenddessen auf zwei Zeitebenen, 1987 und zehn Jahre später. Im Mittelpunkt steht die melancholische Kommissarin Hulda, die zwar mit viel Hartnäckigkeit so manchen aussichtslosen Fall knackt, aber auf der Karriereleiter immer wieder von ihren Kollegen ausgebremst wird. Nebenbei sucht sie ihren unbekannten amerikanischen Vater, was sich allerdings als gar nicht so einfach erweist. Ragnar Jónasson schildert seine durchaus spannende Geschichte sehr nüchtern und in einer bedrückenden Atmosphäre, der man sich nur schwer entziehen kann. Sehr einfühlsam gelesen von Katja Bürkle.

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Nach dem spektakulären Ende von „Dunkel“, dem ersten Teil der Hulda-Reihe von Ragnar Jónasson, konnte ich das Erscheinen von „Insel“ kaum erwarten. Dabei hat mich kein Cliffhänger in Atem gehalten, denn diese Trilogie ist anders. Die Besonderheit liegt darin, dass die Geschichte aus chronologischer Perspektive rückwärts erzählt wird oder kurz gesagt: Sie beginnt mit dem Ende. „Insel“ bildet den Mittelteil der Trilogie und zeigt uns die weibliche Kommissarin und Namensgeberin Hulda kurz vor ihrem 50. Geburtstag. Wir erinnern uns, in „Dunkel“ stand sie kurz vor ihrem Ruhestand. Hulda ist allein. Ohne Familie und Freunde stürzt sie sich in die Arbeit. Und in der ist sie gut. Richtig gut. Worauf ich mich eigentlich gefreut hatte, weil es sich in Teil I andeutete, waren die Schwierigkeiten, mit denen sie als Frau in diesem von Männern dominierten Beruf zu kämpfen hat. Leider kratzt der Autor diesbezüglich nur an der Oberfläche. Aber den Kriminalfall empfand ich viel spannender als in „Dunkel“. Vielleicht, weil Huldas Geschichte dieses Mal mehr in den Hintergrund rückt und der Ermittlung die Bühne überlässt. Mir kommen auch die Nebencharaktere, die während der Ermittlung auftauchen, noch besser und authentischer ausgearbeitet vor. Ihre Hintergründe, die inneren Kämpfe, die sie austragen, werden einfühlsam vermittelt. Im ersten Band erfuhren wir ja eher viel über die Protagonistin, insbesondere von ihrer schwierigen Vergangenheit. Was mich diesbezüglich jedoch etwas gestört hat, war die ständige Betonung ihrer Armut. Sowohl als Kind als auch als Witwe. Dem Schreibstil von Ragnar Jónasson war ich schon in Teil I hoffnungslos verfallen. Er fesselt mich von der ersten Seite an. Ich habe jede freie Minute der letzten beiden Tage damit verbracht, den Krimi weiterzulesen. Nehmt euch also unbedingt genügend Zeit für die Lektüre, denn wenn ihr erstmal angefangen habt, wird euch die Geschichte nicht mehr loslassen. Allerdings sei gleichzeitig erwähnt, dass der Spannungsbogen zwar für meinen Geschmack exzellent gesetzt ist, er sich aber langsam aufbaut. Wer also Action und anatomisch korrekte Leichenbeschreibungen erwartet, ist hier definitiv falsch. Was mich außerdem noch an den Büchern von Ragnar Johansson begeistert, ist die düstere Atmosphäre und Stimmung, die er nur über die Beschreibung der kargen Landschaft zu erzeugen vermag. Und wer schon einmal auf Island war, weiß, dass er damit voll ins Schwarze trifft. Ich liebe es, wenn Kriminalromane so geschrieben sind, dass man selbst miträtseln kann. Ragnar Jónasson flüstert dem Leser zwischen den Zeilen zu, wie es gewesen sein muss, nicht anders gewesen sein kann. Doch wer ihn kennt, weiß, dass er es einem nicht so einfach macht. Selten wurde ich so klar hinters Licht geführt, während ich mir sicher war, den Täter bereits nach den ersten Seiten zu kennen und die Geschichte durchschaut zu haben. Fazit Eine ganz besondere Trilogie, mit einem spannenden zweiten Kriminalfall vor einer gleichermaßen düsteren wie atemberaubenden Kulisse und einer authentischen Kommissarin, die eine sehr komplexe eigene Geschichte mitbringt. Mich hat dabei insbesondere fasziniert, dass wir den weiteren Lebensweg von Hulda schon kennen und vielmehr gespannt auf ihre Vergangenheit sein dürfen. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf die „junge“ Hulda in „Nebel“! Auch wenn die einzelnen Bände in sich abgeschlossene Kriminalfälle behandeln, würde ich nicht empfehlen, sie einzeln zu lesen. Euch entgeht damit echtes Lesevergnügen.

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Hulda ist auf dem Höhepunkt ihrer Polizeikarriere in Reykjavik und wird zu einem Fall auf eine abgelegene Insel gerufen. Dort verbringen vier Freunde ein Wochenende auf einer abgelegenen Jagdhütte doch nur drei der Freunde überleben. Huldas Ermittlungen führen sie tief in die Vergangenheit denn vor Jahren gab es schon einmal einen grauenhaften Mord in dieser Hütte. Wie hängen die beiden Verbrechen zusammen? Durch den Auftritt von Hulda nimmt die Geschichte dann richtig an Fahrt auf und es gibt deutlich mehr Spannung als im ersten Teil. Wir erfahren wieder einiges aus Ihrem Privatleben was mir auch bei Dunkel schon gut gefallen hat und lernen die Ermittlerin noch besser kennen. Diese Charakterentwicklung und wie sich Hulda durchs Leben kämpfen muss ist eine der größten Stärken des Buches. Komme ich zu den Charakteren, hier dachte ich man bekommt einen genaueren Einblick in Huldas Leben, was geschah und was nicht, aber auch hier, wird alles nur angerissen und der Autor spannt uns damit sehr auf die Folter. Ich erhoffe mir auch hier, die ganzen Hintergründe endlich zu erfahren. Es wird auch hier nur kurz angerissen, was mit Jon und Dimma passierte. Klar, hier kann man sich einiges zusammenreimen, aber ich hätte da ein klein wenig mehr Tiefe mir gewünscht. Dann hätten wir noch den übereifrigen Polizisten, der mit dem Fall vor 25 Jahren weit die Karriereleiter erklommen hat. Ein sehr unangenehmer Charakter. Ich mochte ihn überhaupt nicht. Der Aufbau umfasst einen Prolog, einen Teil I, der im Jahr 1987 spielt und den Hauptteil, Teil II, der zehn Jahre später, 1997, stattfindet. Ein kurzer Epilog ergänzt fehlende Details. In Teil I untersucht Kommissar Lýður, später Huldas Vorgesetzter, einen Mordfall. In Teil II ermittelt Hulda. In einigen Kapiteln steht, abwechselnd mit Hulda, auch jeweils eine Person des Freundeskreises, um den es bei den Ereignissen auf der Insel geht, im Mittelpunkt: Dagur, Klara, Benedikt, Alexandra. So erhält man beim Lesen unterschiedliche, zusätzliche Informationen, die Hulda nicht wissen kann und dies sorgt gekonnt für ein sehr packendes Lesevergnügen, realistisch und nachvollziehbar. Dieser zweite Band der Hidden Iceland Trilogie beginnt die Lücke zu schließen, zwischen dem ersten Band, der im Zeitablauf der letzte ist, und dem noch nicht erschienenen dritten Band, der am weitesten in die Vergangenheit zurückreicht. Ragnar Jonasson hat einen tollen Schreibstil. Er schafft es die richtige Balance zwischen den ruhigeren Kapiteln der Charakterentwicklung und den spannenden Teilen der Geschichte zu finden so das ein konstanter Spannungsbogen bis zum Ende entsteht. Gerade der Epilog hat mir wie schon bei Dunkel wieder sehr gut gefallen da hier nochmal mit einigen Überraschungen aufgewartet wird und mit dem Wissen aus Dunkel lässt der letzte Satz den Leser mit einem unguten Gefühl zurück. Ragnar Jónasson liefert mit dem zweiten Band seiner Trilogie eine solide und spannende Geschichte, die ihrem Genre voll und ganz gerecht wird. Ein absolut stimmungsvoller und bildgewaltiger Island-Thriller mit einer starken Frau als Ermittlerin und vielen glaubwürdigen Nebencharakteren!

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