Rezensionen zu
Fuchs 8

George Saunders

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Fuchs8

Von: Paradiesvogel49

21.01.2020

Eine wunderschöne Geschichte man kann sich in dem Buch herrlich verlieren beim Lesen Eine Geschichte aus sicht ,vorsicht Spoiler, des Fuchses ist einfach hinreissent schön und gleichzeitig auch sehr Traurig, ein paar Tränen sind gelaufen. Dieses Buch sollten ganz viele Menschen Lesen und Kindern vorgelesen werden.

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George Saunders gewann den Man Booker Price 2017 mit seinem Roman „Lincoln im Bardo“. Der Roman hat mir so gar nicht gefallen. Deswegen hätte ich sicher auch kein Buch mehr von Saunders angerührt. Doch dann schwärmte Thea Dorn im letzten Literarischen Quartett von Fuchs 8. In der Tat habe ich mich sehr über dieses schmale Büchlein amüsiert, was aber sicher auch der gelungenen Übersetzung von Frank Heibert mit zu verdanken ist. Denn er hat die amerikanische Fux-Sprache in eine deutsche Fux-Sprache übertragen, die wirklich hinreißend ist. Fuchs 8 hat nämlich die Menschensprache gelernt. Er hat sie sich selbst beigebracht, indem er vorm Fenster von Menschenhäusern lauschte. Da er offenbar immer abends in der Dämmerung vor Kinderzimmern lauschte, hat er vor allem aus Kindergeschichten und Märchen gelernt. Er sieht dann auch, wie die Menschin Gutenachtküsschen verteilt und denkt sich, dass es also auch viel Liebe unter den Menschen gibt. Alles ändert sich, als im Fuchsgebiet „Elkawes“ anfahren und immer mehr Bäume bis zum Kahlschlag verschwinden. Das Fuchsgebiet ist Bauland geworden. Die Menschen bauen eine „Mool“, ein „Zenter“, wie Fuchs 8 bald erlauscht. Die Füchse leiden von nun an Hunger und Durst, werden immer schwächer. Fuchs 8, der große Tagträumer, bietet sich an, das „Zenter“ zu erkunden auf der Suche nach einem neuen Lebensraum. So landen er und sein Kumpel Fux 7 im Einkaufszentrum. Zunächst scheint alles gut zu laufen, es gibt künstliche Bäche und geschützte Stellen, sogar an Nahrung scheint es nicht zu mangeln. Doch auf dem Rückweg läuft alles aus dem Ruder und Fuchs 8 beginnt an der Liebenswürdigkeit der Menschen bitter zu zweifeln … „Warum hat der Schöpfer so ein krosen Feler gemacht, das die Kruppe, die so vil kann, so böse is?“ Ein schmales Bändchen, mehr ist es nicht, aber dennoch ein kostbares Büchlein. Eine sprachliche Extratour mit übersetzerischer Glanzleistung. Die zarten Illustrationen sind von Chelsea Cardinal.

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So ganz anders

Von: Beate Schak

19.01.2020

Der Text auf dem Buchcover machte mich neugierig, aber ich hatte mir etwas komplett anderes erwartet. Das Buch schreibt der Fuks und zwar genau so, wie er die Menschensprache hört. Auch der Satzbau erinnert sehr an Gespräche auf der Straße. Die nicht vorhandene Rechtschreibung erfordert eine gewisse Zeit der Eingewöhnung, läßt sich dann aber gut lesen. Mich hat es trotzdem nach kurzer Zeit sehr genervt. Zum Beispiel: "Er so: ich ge mit dir, Fuks 8. Ich so: Alter" nach einer Seite mit solchen Dialogen hatte ich keine große Lust mehr weiter zu lesen. Hab es dann aber doch zu Ende gelesen - es ist ja nicht so dick. Im Inhalt des Buches geht es um Menschlichkeit, um die Auswirkung des menschlichen Handelns auf andere und auch die Umwelt und welche Auswirkung auf andere die Handlung haben kann. Das ist ein schöner Ansatz, nur sehr seltsam verpackt. Mir ist auch nicht klar, für welche Altersgruppe dieses Buch gedacht ist, als Fabel für Kinder - vielleicht für Altere, die an dieser Sprache ihre Freude haben, oder für Erwachsene. Mich hat das Buch etwas zwiespältig zurückgelassen, deshalb nur 3 Sterne.

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Ein Thema zum Nachdenken

Von: Dias89

19.01.2020

Das Buch "Fuchs 8" behandelt ein wichtiges Thema. Dass eine Rasse, der Mensch, wie wir, nett wirken kann, aber es im Grunde nicht ist. Und was wir mit der Umwelt machen, sie zerstören und manche sich daraus sogar einen Scherz erlauben,weil ihnen das Leben, was sie damit zu zerstört haben, egal ist. Fuchs 8 war zu Anfang der Geschichte begeistert von den Menschen, bis diese seine Heimat zerstörten und seinen besten Freund umbrachten. Ein Buch, das zum Nachdenken anregen soll. Trotzdem muss ich auf die drei Sterne bestehen, weil es wirklich schwierig zu lesen war mit diesen absichtlichen Rechtschreibfehlern und, dass das Thema für Kinder schwer zu verstehen ist. Ich habe das Buch mit meiner 6-Jährigen Tochter zusammen gelesen und sie hatte zum Teil null Konzentration. Würde das Buch eher in die Altersgruppe der 9- bzw. 10-Jährigen stecken. Vielleicht kann man in dem Alter schon mehr mit der Thematik anfangen. Und natürlich ist das Buch auch was für Erwachsene. Besonders diese brauchen immer wieder Themen zum Nachdenken, weil es die Erwachsenen sind, die Fehler machen und so ihrer nächsten Generation schlechte Vorbilder sind, die dann zu solchen Personen wie im Buch werden. Alles in einem ein tolles Buch.

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Ihr Lieben, heute möchte ich euch ein ganz be­son­de­res Buch vor­stellen, was ich vor ei­ni­ger Zeit in einer Buch­hand­lung in der eng­li­schen Ori­gi­nal­aus­gabe ent­deckt habe. Ehr­lich ge­sagt konnte ich gar nicht anders, als mir das Buch ge­nauer an­zu­se­hen, weil das Cover so wun­der­schön ist. Ge­kauft habe ich es mir in der eng­li­schen Aus­ga­be nicht, nach­dem ich einen Blick ins Inne­re ge­wor­fen habe und dach­te, das Buch wäre in einem be­stimm­ten Dia­lekt ge­schrie­ben, den ich nicht ver­ste­he. Nun ist Fuchs 8 Ende Okto­ber im Luch­ter­hand Li­tera­tur­ver­lag er­schie­nen und ich habe mich an die Ge­schich­te ge­wagt. Viel Spaß mit der Buch­be­spre­chung. Was ist also dieser komi­sche Dia­lekt, den ich in der Ein­lei­tung er­wähnt ha­be? Es ist die mensch­li­che Spra­che, so wie Fuchs 8 sie ge­lernt hat. Näm­lich ein­fach nur durchs Zu­hö­ren und ohne zu wissen, wie man sie rich­tig schreibt. Er ist quasi Auto­di­dakt. Allein durch dieses Stil­mittel wird eine Un­schuld her­vor­ge­ru­fen, wie ich sie noch nie in einem Buch ge­le­sen habe. Doch Fuchs 8 ist nicht nur un­schul­dig, son­dern auch ur­ko­misch. Man muss ein­fach grin­sen, wenn man liest, was Fuchs 8 dem Leser alles er­zählt. Es ist herr­lich char­mant. Ein­mal in dem Er­zähl­stil des Fuchses an­ge­kommen, ist es leicht, der Ge­schich­te zu fol­gen. Ich hatte eine Zeit­ lang die Be­fürch­tung, der Aus­druck würde mich ner­ven. Das tat er aber zu kei­nem Zeit­punkt. Es war ein­fach stimmig. Es macht gro­ßen Spaß zu le­sen, wie sich die Ge­schich­te rund um Fuchs 8 ent­fal­tet. Die­se be­ginnt bei­spiels­wei­se mit dem All­tag der Füchse und wie­so die Füchse ihre Beu­te­tie­re immer fair be­handeln. Aber auch wa­rum Füchse und die meis­ten ande­ren Tiere sehr glück­lich mit ihrem Le­ben und dem, was sie ha­ben, sind. Ich mochte den Fuchs sehr gerne. Als Er­zäh­ler ist er sehr opti­mis­tisch und ver­leiht der Ge­schich­te Herz, wäh­rend er den Leser zum Nach­den­ken anregt. Die Botschaft des Buches geht dem Leser sehr nahe. Nach­dem der Leser den Fuchs kennen­ge­lernt und lieb­ge­wonnen hat, macht die Ge­schich­te eine schar­fe Wen­dung und man er­fährt, wie­so er seine Ge­schich­te über­haupt er­zählt. Was Fuchs 8 errei­chen möch­te, ist herz­zerrei­ßend und tief­grün­dig. Es geht um die Fra­ge, wes­halb Men­schen, die so viel Po­ten­zial und Mög­lich­kei­ten ha­ben, grau­sam zu­einan­der und zu Lebe­wesen sind. Wie ich das Buch ein­ord­nen soll, weiß ich je­doch nicht. Trotz der zahl­rei­chen wun­der­schö­nen Zeich­nun­gen im Buch ist es mei­ner Mei­nung nach eher ein Buch für Er­wachse­ne, auch wenn ich glau­be, dass man das Buch auch Kin­dern vor­le­sen kann. Die­se Ge­schich­te hat etwas Fa­bel­haf­tes an sich, ist rea­lis­tisch, ver­träumt und auch komplex. Für mich ist die­ses klei­ne Büch­lein ein ab­solu­tes High­light im Re­gal, das ich wärmstens empfeh­len kann.

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Beschreibung: Fuchs 8 war stets unbeschwert, liebte die Menschen und wollte von ihnen lernen. So lernte er ihre Sprache, lernte sie kennen und wurde von seinem Rudel dafür ausgelacht. Doch dann kommt der Tag, an dem der Bau eines Einkaufszentrums seine Heimat zerstört. Auf der Suche nach Hilfe begibt er sich zu den Menschen, die doch immer so gut, so mächtig, erscheinen und möchte seine Familie vor dem drohenden Untergang bewahren. Meinung: Eigentlich müsste das Buch "Fuks 8" heißen, denn der Fuks, der kann zwar die Sprache der Menschen, denn sonst könnte er seine Geschichte erst gar nicht nieder schreiben, doch der Fuks kann diese Sprache nur so, wie er sie gelernt hat, nämlich wie er sie hörte. Da ich mich jedoch schon beim Lesen der kurzen Lektüre von 56 Seiten schwer tat mit der Art, zumindest bis ich einmal drin war, möchte ich euch die Rezension in richtiger Form präsentieren. Dieses Buch ist einfach ein kleines Meisterwerk. Mir standen buchstäblich die Tränen in den Augen. Es ist als Brief an die Menschheit verfasst und erzählt von den Geschehnissen kurz vor dem Bau des Zentrums sowie der Zeit danach. Wie der Fuchs zu dem wurde, wer er war. Ich weiß gar nicht, was ich groß erzählen soll um nicht zu viel zu verraten. Es hat mich sehr bewegt, da der Fuchs zwar die Sprache der Menschen beherrscht, sie für ihre Größe bewundert, aber einfach nicht verstehen kann, wie sie handeln. Dieses Geschichte ist für mich ein Appell an die Menschlichkeit. Es führt gekonnt vor Augen, dass wir unser Handeln besser überdenken sollten; über den Tellerrand schauen, denn wir sind nicht allein auf dieser Welt. Mehr möchte ich gar nicht mehr dazu sagen. Lest dieses Buch, lasst es wirken und vergesst es nicht, denn aus meiner Sicht ist dies ein sehr wichtiges Buch. Grausam und doch herzergreifend.  Fazit: Eine gekonnte Darstellung über das Leben als Fuchs, der unser menschliches Handeln wohl bewundert, aber nicht verstehen kann. 

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Dieses Buch hat es geschafft, mir mit wenigen Worten das Herz zu brechen. Ganz unbekümmert beginnt die Geschichte über Fuchs 8, sein Rudel und den Menschen, die er so faszinierend findet, dass er ihre Sprache erlernt. Als der heimische Wald jedoch eines Tages einem Einkaufszentrum weichen muss, lernt unser tierischer Protagonist, dass nicht alle Menschen Gutes im Schilde führen. Das Buch wurde als Fuchs 8s Brief an die Menschheit verfasst, in dem er seine Geschichte erzählt, aber auch einiges an Fragen stellt. Der Brief beinhaltet dabei eine abgewandelte Theodiezee-Frage an das menschliche Wesen. Wie kann etwas so wundervolles, dermaßen mächtiges gleichzeitig grausam und ungerecht sein? Die Seiten sind gefüllt mit Unverständnis und Schmerz und werden wohl selbst dem abgebrühtesten Leser nahe gehen. Es fällt schwer, etwas über dieses dünne Büchlein zu sagen, ohne zu viel zu verraten, aber mir sind selten Worte so nahe gegangen wie hier. Es ist dabei vor allem die Unschuld des Protagonisten und die beschriebene Desillusionierung, die das Lesen an vielen Stellen unbequem werden lassen. Unbequem, aber eben auch unfassbar gut.

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