Leserstimmen zu
Fuchs 8

George Saunders

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George Saunders' „Fuchs 8“ hätte mich schon bei der grausamsten Erfahrung von Fuchs 7 und Fuchs 8 eigentlich verloren, doch ich weiß leider auch, dass Menschen zu dieser irrationalen Grausamkeit fähig sind. Verloren hat mich „Fuchs 8“ dann jedoch mit dem Ende. Fuchs 8 rät in seinem Brief, wir Menschen sollten ein bisschen netter sein …? Ein bisschen netter? Verständnis für dieses verharmlosend wirkende Ende habe ich keines. Es stimmt mich zu traurig, dass Fuchs 8, der unsere Sprache und zu schreiben gelernt hat und vor allem mit uns kommunizieren möchte, nicht zugestanden wird, etwas zu bewirken. An dieser Stelle hätte mir eine fiktivere Umsetzung also mehr zugesagt.

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Zu kurzweilige Lektüre

Von: Titzy

25.01.2020

Das Buch "Fuchs 8" hat man innerhalb weniger Stunden durchgelesen. Es geht im Kern um einen Fuchs, der über seine zumeist Negativerlebnisse in der "Mänschenwelt" erzählt. Dabei berichtet das Tier in der Ich-Perspektive, wobei es anfangs erklärt, wie es sich die Sprache der Menschen aneignen konnte. Anschließend werden verschiedene Episoden in menschenähnlichem Deutsch und einer Orthografie nach dem Motto "Schreibe wie du sprichst" wiedergegeben. Wenn man sich als Leser erst einmal in die seltsame, fehlerhafte Sprache und falsche Schreibweise - Achtung Wortspiel - hineingefuchst hat, liest sich das Buch hinreichend akzeptabel. Als Feierabendlektüre zum Abschalten eignet sich das Buch aber trotzdem nicht. Ich benötige dafür eine Welt, in die ich eintauchen, in der ich mich verlieren kann und alles Drumherum vergesse. Hier aber ist man ständig bemüht, zu erkennen, was der Fuchs eigentlich sagen will. Vor allem die fehlerhafte Grammatik sorgt permanent dafür, dass man sich auf die Aussprache bzw. auf das Lesen selbst konzentriert und den Inhalt dabei ausblendet. Manchmal hatte ich - weil ich rätseln musste, was mir der Fuchs eigentlich sagen will - vergessen, was davor geschrieben wurde. Ich konnte mich nicht wirklich "fallen" lassen beim Lesen und abtauchen in die Welt. Sie blieb mir fremd, obwohl die Inhalte eigentlich wenig Tiefgründigkeit besitzen. Es geht zum Beispiel darum - Vorsicht Spoiler! - wie ein Freund des Fuchses durch Menschen umkommt. Das bleibt aber inhaltlich einerseits so einfach und platt, dass es wenig Freude macht, weiterzulesen. Andererseits ist die sprachliche Vermittlung aber wiederum so umständlich, dass man rätseln muss. Ich habe mich beim Lesen auch dauernd gefragt: Für wen ist diese Lektüre eigentlich geeignet? Wenn es ein Buch für Kinder sein soll, kann ich als Deutschlehrerin nur jedem Elternteil davon abraten, das Buch seinem Kind vorzulesen. Die fehlerhafte Grammatik (sein statt seinen) oder die falsche Syntax (Nebensätze mit "weil" verkehrt benutzt, ähnlich wie im Englischen) könnte das Kind als Vorlage nehmen, selbst so zu sprechen. Es sei denn man reflektiert mit dem Nachwuchs darüber, was der Fuchs hier falsch macht. Aber ich glaube kaum, dass man als Elternteil Lust dazu verspürt. Ein Kind das selbst lesen zu lassen, halte ich aufgrund der falschen Orthografie (z.B. "oich" im Bereich der Rechtschreibung, "sein" statt seinen im Bereich der Grammatik) für sehr problematisch, vor allem dann, wenn das Kind gerade erst das Schreiben erlernt. Derartige Fehler richtig zu deuten, schafft ein Kind im Grundschulalter sicherlich noch nicht so gut. Zudem sind im Wortschatz des Fuchses Wörter enthalten wie "Sch...e" oder "Ey Alter", was nichts im kindlichen Sprachgebrauch zu suchen hat. Eine Lektüre für Erwachsene? Wohl kaum. Der Inhalt ist so banal, dass er jeglicher Tiefgründigkeit und jeglichem Anspruch an eine niveauvolle Lektüre entbehrt. Das, was die Menschen den Füchsen oder der Umwelt antun, mag inhaltlich für die Vermittlung an kleinere Kinder reichen, ist aber nicht dafür gedacht, Erwachsene angemessen zu unterhalten. Zwei Sterne vergebe ich lediglich für die liebevollen Zeichnungen sowie für die kreative Idee, die Probleme der modernen Zeit aus der Sicht eines Fuchses zu schildern. Für mehr reicht "Fuchs 8" aber leider nicht.

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Ein Brief

Von: Sandra Möller

22.01.2020

Fuchs 8 ist ein überschaubares Bändchen mit gerade mal 43 Seiten Text. Eine „Lebensgeschichte“ als Brief.... sehr amerikanisch. Schnell gelesen und doch anstrengend, da mit Absicht die Rechtschreibung außer Kraft gesetzt wurde. Gibt es ein „Happy End“? .... Das liegt an uns und unserem Umgang mit der Natur.

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