Leserstimmen zu
Der Orden des geheimen Baumes - Die Magierin

Samantha Shannon

Königin von Inys (1)

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In Seiiki werden Drachen wie Götter verehrt und es gibt keine größere Ehre, als zur Drachenreiterin ernannt zu werden. Genau dafür hat Tané hart trainiert. Doch ausgerechnet am Abend vor der großen Zeremonie stößt Sie auf einen Schiffbrüchigen, der ihre Welt auf den Kopf stellt! Im westlichen Königreich Inys dagegen gelten Drachen als das Böse. Hier herrscht Königin Sabran Berethnet. Ihre Blutlinie sorgt seit Jahrhunderten dafür, dass die Menschen in Sicherheit vor den Drachen sind. Doch genau das möchte jemand verhindern. Nur dank ihre Zofe Ead, die die Attentate an der Königin verhindert, ist Sabran ist noch am Leben. Allerdings hütet auch Ead ein Geheimnis, dass niemand am Hofe erfahren darf... "The Priory of the Orange Tree" - kaum einer Übersetzung habe ich so entgegen gefiebert, wie dieser. Und das Warten hat sich gelohnt! Definitiv! Die Geschichte wartet mit starken Frauenfiguren auf, mit Diversität und gleichgeschechtlicher Liebe, die so selbstverständlich erscheint, dass man sich fragt, warum wir in so modernen Zeiten nicht ebenfalls diese Selbstverständlichkeit leben können wie in dieser Geschichte. Auch das eine Liebesgeschichte eingesponnen wurde, hat mich diesmal nicht genervt. Den diese ist so feinfühlig, dass Sie die Buchfiguren realer macht ohne jedoch die ganze Aufmerksamkeit für sich zu beanspruchen. Zugegeben, anfangs war ich etwas überfordert mit den vielen Namen und habe mir stellenweise Markierungen gemacht, nur um dann auf den letzten Seiten des eBooks feststellen zu dürfen, dass es hier ein Namenregister nebst einem Glossar und einer Zeittafel gibt. Das Namensregister und Glossar nebs Zeittafel hätte definitiv am Anfang zu finden sein müssen, da kaum einer zu Anfang die letzten Seiten eines Buches blättert. Dann möchte ich mich noch zu einem Kritikpunkt äußern, der nach Bekanntgabe der Veröffentlichung ins Deutsche viele Leser*innen verärgert hat. Richtig, die Rede ist von der Aufteilung in zwei Bände wo das Original am Stück erschienen ist. Ich persönlich finde es dagegen eine schicke Lösung. Aus vielerlei Gründen! Ich lese gerne dicke Bücher und weiß daher auch, dass diese beim Lesen sehr unhandlich sind! Dann kommt noch der optische Aspekt hinzu. Beide Bände gibt es als Hardcover - die Optik wird also auch nicht durch Leserillen "zerstört". Zu dem Argument, dass es günstiger gewesen wäre, nur einen Band zu kaufen - nicht unbedingt! Denkt doch mal an den "Herr der Ringe"-Band, der alle drei Teile enthält. Das Buch ist auch nicht günstiger, nur weil es "am Stück" ist. Last but not least: Meine aktuellen Bücher begleiten mich auch auf den Weg zur Arbeit - außer es handelt sich um dicke Wälzer. Die können nur zu Hause gelesen werden. Und dann brauche ich aber trotzdem ein Buch für unterwegs. Und parallel lesen ist nicht meins. Ein Dilemma, dass mir durch die Buchteilung erspart geblieben ist. Ein Tipp, wenn ihr das Buch lesen wollt (und was ich euch wirklich sehr ans Herz lege): Besorgt euch gleich Band 2. Glaubt mir, ihr werdet SOFORT weiterlesen wollen!

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Ich habe schon einige Rezensionen zu diesem Buch gelesen und nicht alle waren gut. Darum waren meine Erwartungen nicht sehr hoch, ich hatte sogar Zweifel, ob es sich lohnt das Buch überhaupt zu beginnen. Anfangs tat ich mich auch recht schwer, in die Geschichte reinzukommen und es gibt sicher kleine Schwächen. Insgesamt bin ich jedoch sehr positiv überrascht und freue mich, dass ich direkt mit Band 2 weiterlesen kann. Was erwartet euch? Zunächst ein großer Weltenaufbau, den ich für meinen Teil etwas undurchsichtig finde. Darum störe ich mich auch ein wenig daran, dass die Kapitel nach den Gegenden dieser Welt benannt sind - ich bin einfach eine geografische Niete. Mein Herz hängt an den Protagonisten, besonders an Ead, welche vom Orden geschickt wurde um der Königin Sabran zu dienen. Weiter folgt das Buch noch den Handlungssträngen von Loth, Tané und Niclays. Das machte es mir etwas schwer, mich richtig auf die Protas einzulassen, mehr Focus hätte mir hier gut getan. Gerade Tané hätte vielleicht mehr Aufmerksamkeit in einem eigenen Abschnitt zukommen dürfen. Die Story dreht sich um die Magie des Feuers, der Luft und der Sterne und um die dazugehörigen Drachen. Der namenlose Eine regt sich und seine Kinder verbreiten erneut Angst und Schrecken. Es gilt ihn mit allen Mitteln aufzuhalten. Die Menschen haben dabei mächtige Verbündete in den Drachen der Lüfte und des Wassers, doch wird das reichen? Die Menschheit ist geteilt, einige verehren die Drachen, andere verabscheuen sie. Um Königin Sabran werden politische Intrigen geschmiedet... Es ist recht komplex und ich frage mich, wie die Autorin diese Dilogie zu Ende bringen wird. Ich bin jedenfalls sehr angetan, ein oder zwei kleine Widersprüchlichkeiten gibt es und den langen Anhang mit Glossar und Zeittafel braucht es in meinen Augen nicht. Ansonsten kann man nach einer Weile "warmlesen" sich gut hineinversenken und es entsteht eine fantastische Welt im Kopf des Lesers. Das ist es doch, was zählt.

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Leider zu langatmig

Von: Traumweltenmalerei

04.02.2021

Das Buch lässt sich an sich flüssig lesen, aber ich musste die ersten 50 Seiten zweimal lesen um zu verstehen was überhaupt los ist. Bis ich dann vollständig in die Geschichte gefunden habe, hatte ich bereits 1/3 des Buches gelesen. Leider hatte ich das Gefühl, dass sowohl Charaktere als auch Handlungen so lieblos hingeschrieben waren, dass ich mich bis zum Ende durch das Buch gequält habe. Die Geschichte ist sehr komplex und die Idee an sich hat mir sehr gut gefallen. Jedoch empfand ich die Geschehenisse und den Storyverlauf ziemlich fad. Spannung und Tiefe blieben komplett aus und selbst einschneidende Szenen waren eher oberflächlich verpackt. Ich wollte das Buch wirklich mögen, aber der wirre Stil hat es mir nicht gerade leicht gemacht. Das einzige was mich an diesem Buch überzeugt hat, ist das schöne Cover.

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In ihrem epischen Fantasy-Roman „Der Orden des geheimen Baumes“ hebt Samantha Shannon das Genre auf die nächste Stufe. Mächtige Frauen lenken und beeinflussen das Schicksal ihrer Welt, ob als Königin, Magierin oder Drachenreiterin. Doch die Welt ist geteilt: Während im Westen alle Drachen als absolut böse verdammt werden, werden diese im Osten als göttergleiche Wesen verehrt. Trotz dieser gegensätzlichen Weltanschauungen müssen die Menschen des Ostens und des Westens zusammenarbeiten, als ein riesiger bösartiger Drache aus der Vergangenheit wieder aufersteht. Drei starke Frauen nehmen die Herausforderung an, die Bewohner beider Reiche zu vereinen, um die Menschheit zu retten …(Klappentext) Die Autorin entführt den Leser in eine wirklich faszinierende High Fantasy Welt, hier findet man Drachen, Könige/innen, Magie, magische Kreaturen und Piraten. Ich finde die Mischung sehr opulent aufgebaut, denn dieses Seitenstarke Buch hat es in sich. Zu Anfang fühlte ich mich wirklich erschlagen, denn man wird in die Geschichte hineingesogen und findet sich nicht direkt zurecht. Aber es gab dazu auch ein Glossar und das hat mir sehr geholfen. Persönlich fand ich die Geschichte gut erzählt, so wie ein Hörbuch, denn ich konnte jedem einzelnen Handlungsstrang gut folgen, ohne dabei die anderen zu verlieren. Wobei man auch nicht außer Acht lassen sollte, dass es nicht wenig Erzählperspektiven gibt. Mir hat es gut gefallen, denn zum Schluss hin kommt man mit allen auf ein Ende, welches direkt offenbleibt. Man muss halt schon die epischen Sachen mögen, ich habe viele Rezensionen gelesen, die das Buch doch sehr zerrissen haben, dass kann ich nicht ganz verstehen. Es gab ein paar Stellen, da zog es sich, aber ansonsten gefiel es mir wirklich sehr gut. Vielen Dank an das #RandomBloggerportal und den #PenhaligonVerlag für das Rezensionsexemplar.

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Eine Magierin, eine Königin und ein Anwärterin. Drei starke und mächtige Frauen gehen ihrem Schicksal nach. In einem Land was gespalten ist und dem eine Bedrohung in Form von Drachen gegenübersteht. Jeden von den Frauen hat ihre eigene Aufgabe und versucht auf ihre Art und Weise die Welt zu retten. Mir fällt es ziemlich schwer meine Gedanken zu dem Buch in Worte zu fassen, denn am Anfang fand ich den Schreibstil ziemlich schwierig, da es eine sehr altertümliche Sprache ist, die da verwendet wird. Es ist wirklich gewöhnungsbedürftig. Mir viel es auch schwer mich in die Protagonisten hineinzuversetzen, wobei ich dann nach mehreren Kapiteln einige Charaktere immer mehr mochte, Zum Beispiel Ead, die Magierin und Kammerfrau von Sabran, der Königin. Die Beziehung der beiden gefällt mir auch total, da man eine wahnsinnige Entwicklung mit erlebt. Auch Tane´ ist eine sehr interessante Protagonistin, der eine wichtige Prüfung bevorsteht und auch der Verlauf ihrer Geschichte ist einzigartig und auch echt schön, da sie im Osten lebt, wo die Drachen verehrt werden. Als ich mich dann an den Erzählstil gewöhnt habe und die Protagonisten mir immer sympathischer wurden, hat mich die Geschichte richtig gefesselt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand und es hat sich wirklich schnell gelesen. Das Einzige was mich ein bisschen stört sind die Namen, da sie wirklich ungewöhnlich und fast unmöglich auszusprechen sind. An einige gewöhnt man sich doch an andere wiederum nicht. Ich finde es außergewöhnlich, wie die Autorin alles beschreibt und ganz generell, finde ich es Wahnsinn, wie sie eine komplett neue Welt erschaffen hat, die pures high Fantasy ist.

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Der Schreibstil ist sanft, wunderbar zu lesen und beschreibt ein Leben, das mich sehr an den alten asiatischen Lebensstil erinnerte. Ich habe eine Weile gebraucht, um mich an den sehr opulenten Schreibstil der Autorin zu gewöhnen und mich auf die Geschichte einzulassen. Aber nach der ersten Hälfte des Buches wurde die Geschichte vom Tempo her schneller, es passierte viel Action und ich wurde in ein Spiel aus Hass, Verrat und Intrigen verwickelt. Die Story endet mit einem Cliffhanger während einer Szene, die sicherstellt, dass mach auch das zweite Buch lesen möchte. Die Handlung selbst ist in verschiedene Handlungsstränge unterteilt, die dem Leser in unterschiedlichen Kapiteln nahegebracht werden. Der Roman springt zwischen der Vergangenheit und Gegenwart der Geschichte hin und her, und es ist klar, dass sie irgendwann im zweiten Buch zusammenkommen werden, um diese zu beenden. Eine nette Taktik, um dem Leser zu zeigen, wie alles zu einem bestimmten Punkt im Roman kam und wie alles begann. Es gibt viele Figuren in diesem Buch, mit denen man sich als Leser auseinandersetzen muss. Sie sind auf unterschiedliche Art alle miteinander verbunden. Ead ist die Hauptfigur, die auffällt. Nicht nur, weil sie als Fremde ein Leben an einem Ort führt, an dem sie nicht sein will und wo sie nur wegen der Pflicht ist, zu der sie sich verpflichtet fühlt. Aber auch, weil sie an eine Religion glaubt, die im Palast verboten ist. Um ihr Geheimnis zu wahren, muss sie ihre magischen Fähigkeiten verbergen und alles tun, um in Sicherheit und am Leben zu bleiben. Die Art und Weise, wie die Autorin ihren Konflikt zeigt, wie sie ihren Job macht und wie sie ihre Welt sieht, wird dem Leser auf wunderbare Weise nahegebracht. Gut, ich bin jetzt nicht so begeistert von diesem Buch wie alle anderen Leser. Und während einiger Kapitel fragte ich mich, warum sie so lang sein mussten. Aber am Ende kann ich sagen, dass es sogar mir Spaß gemacht hat, es zu lesen und ich hoffe, dass das zweite Buch so unterhaltsam sein wird wie das Erste.

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Meine Meinung: Leider gefällt einem ja nicht jedes Buch, welches man liest. Mir erging es so bei "Der Orden des geheimen Baumes" von Samantha Shannon. Was mich neugierig auf das Buch machte war zum einem das tolle Cover, aber vor allem der Klappentext, der eine spannende, magische Geschichte versprach mit Drachen, Drachenreiter, Königin, Magier, einfach allem was mein Fantasyherz liebt. Der Einstieg in die Geschichte bereitete mir jedoch bereits Probleme. Es gab eine gewaltige Menge an Charakteren, die allesamt eine wichtige Rolle inne zu haben scheinen. Ich konnte mir aber bis auf zwei Charaktere einfach keinen merken. Diese beiden waren diejenigen, welche besondere Charakterzüge vorweisen konnten. Die weiteren Charaktere waren sich alle zu ähnlich um sie auseinander halten zu können und verschwammen somit zu einer gewissen “Einheit”. Dementsprechend habe ich mich beim Lesen wirklich schwer getan und auch dadurch relativ schnell den Faden verloren. Auch gab es zudem einige Sprünge innerhalb der Kapitel denen ich nicht folgen konnte. Dabei wechselten unterschiedliche Charaktere sich ab und erzählten aus ihrer Sicht die Geschehnisse. Normalerweise für mich kein Problem, aber dadurch, dass ich schon Probleme beim Unterscheiden der Charakteren hatte, fiel mir dies auch hier schwerer. Die einzelnen Kapitel waren in Richtungsweisungen (Himmelsrichtungen) untergliedert und nicht in Charakteren, welche aktuell ihre Sichtweise schildern. Letzteres hätte mir vielleicht mehr geholfen. Auch im Punkto Spannung wurde ich enttäuscht. Es gab lediglich zwei Passagen in denen es richtig spannend wurde. Diese zwei waren auch der ausschlaggebende Grund, warum ich überhaupt soweit gelesen habe. Sehr wahrscheinlich hätte ich das Buch sonst schon eher abgebrochen. Doch schlussendlich blieb es bei diesen beiden Textstellen und die restliche Geschichte bestand überwiegend aus Beschreibungen und Dialoge, welche mir jedoch nicht sonderlich wichtig erschienen und die Geschichte unnötig in die Länge zogen. Mein Fazit: Ich habe insgesamt knapp 250 Seiten gelesen, immer wieder gehofft, dass es spannender wird, aber vor allem einfacher zu verfolgen, Erklärungen folgen, aber dem war leider für mich nicht so. Schlussendlich habe ich das Buch abgebrochen.

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INHALT Im Reich der Seiiki hofft die junge Tané darauf, eine Drachenreiterin zu werden. Im Osten der Welt sind Drachen geehrte Wesen, die als Götter verehrt werden. Tané stünden als Drachenreiterin sämtliche Türen offen. Als sie einem Schiffbrüchigen hilft und ihn nicht, wie es das Gesetz vorsieht, der Obrigkeit übergibt, setzt sie alles, wofür sie ihr ganzes Leben lang gekämpft hat, aufs Spiel. Im Westen herrscht Königin Sabran Berethnet über das Königreich Inys. Dort herrscht die Überzeugung, dass Drachen das Böse sind. Seit tausend Jahren stellt das Haus Berethnet die Königin in Inys und der Glaube, dass die Drachen zurückkehren werden, wenn dieses Haus fällt, ist weit verbreitet. Sabran hat noch keine Erbin und ahnt nicht, in welch ständiger Gefahr sie schwebt. Nur ihre Kammerzofe Ead verdankt sie es, dass sie überhaupt noch lebt, denn diese hegt ein Geheimnis. Und dann geschieht das unfassbare: ein uralter Drache erwacht aus seinem tausendjährigen Schlaf und hat nur ein Ziel: die Vernichtung der Menschheit. Im englischsprachigen Raum ist „Der Orden des geheimen Baumes“ von Samantha Shannon durch die Decke gegangen. Als ich gesehen habe, dass die Übersetzung erscheint, wollte ich unbedingt dieses Buch lesen. Vor allem, weil ich Geschichten rund um Drachen absolut liebe und kaum genug davon kriegen kann. Dass es hauptsächlich um starke weibliche Charaktere geht, hat mich auch sehr angesprochen. Ich wollte einfach ein geniales Fantasy Epos, das zeigt, dass es auch wahre weibliche Helden gibt. Was ich aber direkt vorab sagen muss: im englischsprachigen Original ist dieses Buch ein Einzelband. Für die deutsche Übersetzung wurde entschieden, die Geschichte in zwei Teilen zu erzählen. Ich kann diese Entscheidung teilweise nachvollziehen, teilweise aber auch nicht. Was für Auswirkungen auf die Handlung diese Entscheidung hat, versuche ich euch in meiner Rezension etwas zu verdeutlichen. Der Beginn des Buches ist sehr ruhig. Man merkt, dass alles erst einmal im Aufbau ist. Wir lernen die Charaktere nach und nach kennen. Zunächst geht es um Tané die in Seiiki lebt und eine einflussreiche Drachenreiterin werden möchte. Ihre Chancen stehen sehr gut, denn sie hat nie etwas anderes getan, als sich darauf vorzubereiten, von einem Drachen erwählt zu werden. Für sie gibt es keine größere Ehre. Doch leider scheint es das Schicksal nicht gut mit ihr zu meinen, denn in der Nacht vor der großen Entscheidung, trifft Tané auf einen Schiffbrüchigen. Eigentlich ist Seiiki von Fremdlingen abgeschottet. Niemand kommt einfach so in diese Stadt. Und eigentlich sollte Tané den Fremden sofort melden. Doch das tut sie nicht. Sie hilft, ihn zu verstecken. Eine Entscheidung, die sie versucht zu verdrängen. Wenn es herauskommen würde, hätte es schreckliche Konsequenzen für die junge Frau. Auf der anderen Seite der Welt herrscht Königin Sabran über Inys. Ihr Haus herrscht seit tausend Jahren in diesem Land und die Bevölkerung glaubt fest daran, dass allein das Haus Berethnet sie vor den Drachen beschützen kann. Denn gibt es keine neue Erbin, werden die bösen Tiere erwachen und die Welt in Schutt und Asche legen. Sabran jedoch hat es überhaupt nicht eilig zu heiraten oder Kinder zu bekommen. Doch ihre Berater drängen sie, endlich eine Entscheidung zu treffen, denn es scheint so, als würde der Schutz ihres Namens sie bald nicht mehr beschützen können, denn uralte Drachen beginnen langsam aus dem Schlaf zu erwachen. Wovon Sabran aber nichts ahnt ist, dass längst Attentäter versuchen, sie zu töten und somit den Schutz der Berethnets zu vernichten. Allein ihre Zofe Ead ist es, die Sabrans Leben beschützt. Denn Ead ist in Wirklichkeit eine Magierin vom Orden des geheimen Baumes. Ihr Auftrag besteht darin, die Königin zu beschützen. Sie hat alle Hände voll zu tun die Attentäter zu stellen und gleichzeitig herauszufinden wer Sabran nach dem Leben trachtet. Allein diese Verstrickungen, Irrungen, Wirrungen und unterschiedlichen Überzeugungen haben die Geschichte für mich sehr spannend gemacht. Am Anfang ist alles noch recht langsam und ruhig. Nach und nach werden die Charaktere eingeführt, man bekommt ein Gefühl für die Welt und die Anschauungen der einzelnen Personen. Dennoch bleibt vieles noch im Dunkeln und um einiges ranken sich etliche Rätsel und Geheimnisse. Vor allem Ead hat dadurch mein Interesse geweckt. Ihr geheimer Orden, das Leben dort und ihre Magie, die sie beherrschen kann, sind sehr spannend. Leider kommen die Informationen über Ead und ihr Land sehr spät in der Geschichte. Ich hätte gerne viel früher etwas über sie erfahren. Ihr Erzählstrang war für mich im ganzen Buch am spannendsten. Das Leben bei Hof fällt ihr recht schwer, sie vermisst ihr altes Leben, will aber ihre Aufgabe nicht vernachlässigen, gut auf Sabran acht zu geben. Gleichzeitig steigt sie in der Gunst der Königin und je näher sich die beiden kommen, desto enger wird ihre Beziehung. Gerade das hat mir besonders gut gefallen und Samantha Shannon hat toll beschrieben, wie die beiden Frauen sich annähern. Sie hat mir wunderbar deutlich machen können, was die beiden verbindet und wieso sie sich so gut leiden können. In meinen Augen kam Tanés Handlungsstrang in diesem Teil der Geschichte viel zu kurz. Es wird wenig erklärt, viel einfach nur als gegeben dargestellt und sie selbst wird kaum beleuchtet. Hier hat mir eindeutig die Bindung zum Charakter gefehlt. Ich konnte sie nicht wirklich verstehen, ihre Handlungen nur schlecht nachvollziehen und habe deshalb auch nicht richtig mit ihr mit fiebern können. Samantha Shannon hat es mit Tané nicht geschafft, mich richtig zu überzeugen. Allerdings rechne ich fest damit, dass ihr Handlungsstrang im zweiten Teil der Geschichte viel deutlicher und klarer hervorsticht und eventuell schafft es Tané dann, mir sympathisch zu werden. Grundsätzlich muss ich sagen, dass der Schreibstil wirklich toll ist und auch der Ideenreichtum der Autorin ist grandios. Die Handlung ist innovativ, neu und ganz anders, als erwartet. Ich mochte es, wohin die Geschichte sich entwickelt hat und bin auch weiterhin gespannt, wie sich das Ende gestalten wird. Samantha Shannon hat sehr vieles angeteasert und ins Rollen gebracht. Ich kann überhaupt nicht voraussehen, wohin sich das Blatt wenden wird und das finde ich absolut genial. Leider und das ist wirklich ein großes Leider, hat die Geschichte durch die Aufteilung im Deutschen, sehr gelitten. Die Anlaufzeit ist viel zu lange, es kommt erst in den letzten 150 Seiten so richtig Spannung auf. Da die Geschichte ja eigentlich zusammenhängend ist, wäre dieses Problem nicht weiter schlimm, denn am Ende von „Die Magierin“ befinden wir uns in der Mitte der Geschichte. Also eigentlich mitten im Geschehen. So jedoch war es ein ganzes Buch, das keinen richtigen Spannungsbogen hatte, denn es bestand hauptsächlich aus einer großen Einführung der Charaktere mit einem letzten spannenden Teil, der für ein Buch, viel zu spät kam. Und hier ist eben die Schwierigkeit: wie soll ich ein Buch ordentlich bewerten, das eigentlich noch gar nicht zu Ende ist. Die Geschichte war nicht dazu ausgelegt, aufgeteilt zu werden. Es hätte zusammenhängend sein sollen, damit wirklich alles richtig Sinn macht. So jedoch war dieser erste Teil von Längen durchzogen, die man vielleicht nicht als solche empfunden hätte, wenn das Buch als Ganzes geblieben worden wäre. Ich musste mir immer wieder vor Augen führen, dass die Handlung am Ende des Buches eben noch nicht zu Ende war und dass noch ein mindestens genauso dickes weiteres Buch fehlt. Das hat es mir irgendwann sehr schwer gemacht, weil ich die Geschichte eigentlich mochte, es aber teilweise doch anstrengend fand. Es sollte nicht so sein, dass ich mir als Leserin immer wieder vor Augen führen muss, dass das Buch noch nicht zu Ende ist und dass der Anfang nur deshalb so lang und ausführlich ist, weil noch mindestens weitere 500 Seiten der Geschichte fehlen. Deshalb sehe ich die Entscheidung des Verlagshauses doch etwas kritisch, ein solches Buch aufzuteilen. Es gibt durchaus Bücher, die um die 1000 Seiten umfassen und sehr gut verkauft wurden. „Der Orden des geheimen Baumes“ hätte in meinen Augen zusammen bleiben müssen, um dem gerecht zu werden was es ist. So sehe ich leider das Problem, dass viele Leser*innen nach dem ersten Teil aussteigen, weil die Handlung als langweilig und langatmig empfunden wurde, obwohl der spannende Teil noch gar nicht angefangen hat. FAZIT Die Zweiteilung hat dieser Geschichte leider gar nicht gut getan. Durch die lange Anlaufzeit und die genaue Darstellung der Situation der einzelnen Charaktere ist die Spannung in diesem ersten Buch viel zu kurz gekommen. Als Leserin musste ich mir immer wieder vor Augen führen, dass dieses Buch eigentlich ein Einzelband ist und deshalb die Spannung momentan noch etwas leiden musste. Der Schreibstil ist wirklich toll und die Ideen der Autorin grandios. Auch wenn die Spannung leiden musste, habe ich die Geschichte gerne gelesen und bin umso gespannter darauf, wie es im nächsten Teil weitergeht. Wenn ihr Interesse an dieser Geschichte habt, müsst ihr wirklich Durchhaltevermögen beweisen, denn der erste Teil verlangt euch doch einiges ab.

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