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Rezensionen zu
Eine Liebe in Neapel

Heddi Goodrich

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eine Liebeserklärung an Neapel

Von: Alice

16.09.2020

Die Liebesgeschichte rückt angesichts der gelungenen Beschreibung der Handlungsorte fast schon ein wenig in den Hintergrund. Die Autorin erschafft ein so lebendiges Bild vom pulsierenden Neapel, dass man einerseits das Gefühl hat, gemeinsam mit Heddi durch das Spanische Viertel zu schlendern, andererseits gern sofort den nächsten Flug zu buchen würde um diese widersprüchliche Stadt im Schatten des stets präsenten Vulkans mit eigenen Augen zu sehen. Obwohl durch den Mailverkehr aus der "Jetzt-Zeit" recht schnell klar ist, dass Pietro und Heddi keine Beziehung mehr haben, hofft man trotzdem bis zum Schluss, dass es doch noch ein Happy End geben möge.

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Klappentext: "Neapel in den 90er-Jahren: Die amerikanische Studentin Heddi lebt in einer WG im quirligen Spanischen Viertel. Unten in den engen Gassen ist es selbst im Sommer dunkel, oben glüht die Sonne in die Wohnungen, und der Vulkan wacht über die Stadt. Heddi fühlt sich frei, und ihre Freunde geben ihr die Geborgenheit einer Familie, die sie nie hatte. Eines Tages trifft sie den Geologiestudenten Pietro, ohne große Erklärung überreicht er ihr ein Mixtape mit Liebesliedern. Es ist der Beginn einer großen Liebe. Unerwartet, intensiv und verwirrend. Heddi und Pietro verstehen sich wortlos, und sie sind sich sicher: Ihre Gefühle werden alle Widerstände überwinden." Kurzbewertung: Erhalten von: Bloggerportal (Werbung, wegen Rezensionsexemplar) Genre: Roman Seiten: 543 Titel: 5/5 Cover: 5/5 Inhalt: 4/5 Schreibstil: 4/5 Charaktere: 4,5/5 * * Normalerweise vergebe ich keine Punkte für Geschichten, welche auf einer wahren Begebenheit basieren, weil ich das irgendwie unpassend finde reale Personen zu bewerten, aber da in der Vorbemerkung geschrieben steht, dass es sich um ein fiktives Werk handelt und die Personen und Ereignisse frei erfunden sind, habe ich mich doch dazu entschlossen Punkte zu verteilen. Die Vorbemerkung lässt mich dennoch reichlich fragend zurück, da reichlich Überschneidungen zwischen dem Leben der Autorin und dem Roman bestehen und ich mich frage, ob es nun wirklich alles fiktiv ist oder nicht. Ich habe die Geschichte zwischen Pietro und Heddi jedenfalls genossen, ganz egal ob echt oder nicht. Es hätte mich mit dem Hintergedanken der Echtheit vermutlich noch mehr berührt und mitgenommen, aber auch so war das Buch sehr bewegend für mich. Da ich selbst ein Jahr in Italien gelebt habe, verbinde ich sehr viel mit diesem Land, der italienischen Kultur, den Menschen und der Sprache. Es war spannend mehr über das Leben in Neapel zu erfahren. Ich mochte eigentlich fast alle Charaktere, sie wirken sehr authentisch und jeder auf die eigene Art und Weise sympathisch. Die Taten von manchen Personen habe ich zwar nicht nachvollziehen können und vor allem die Beziehung zwischen Heddi und Pietros Bruder habe ich nicht ganz verstanden, aber alles in allem mochte ich die Charaktere. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, ich mochte die Denk- und Erzählweise der Hauptperson Heddi. Nervig fand ich jedoch, dass so oft erwähnt wurde, wenn Pietro sich eine Zigarette angesteckt hat. Als absoluter Nicht-Raucher war das einfach total überflüssig. Teilweise hat er sich seitenlang auf jeder neuen Seite eine neue Zigarette angezündet - Das Rauchen mag auch mit Thema bei Heddi und Pietro gewesen sein, hätte meiner Meinung nach aber auch dezenter sein dürfen. Ansonsten war der Schreibstil flüssig und angenehm zu lesen, weshalb ich nun auch viele schöne Zitate für euch habe: - "Jedes Fitzelchen Leichtigkeit, das ich bis dahin hatte aufbringen können, war auf der Stelle flöten, und auf einmal hörte ich sie nicht mehr, alle die fröhlichen Stimmen ringsum, denn ich saß nicht mehr mit meinen Freunden am Tisch, sondern lebte mit Pietro in einer tiefen, glasklaren Welt wie am Grunde des Meeres, wo nur Stelle herrschte, eine Stille, die im verlangsamten und unaufhörlichen Rhythmus der Wellen in deinen Ohren pulsiert." (S. 55) - "Er war ein Geschenk, das ich niemals auspacken würde." (S. 60-61) - "Ich begriff, dass es ebenso ein Privileg war, unter seiner Abwesenheit zu leiden, wie ihn zu lieben." (S. 138) - "(...) all die Orte, denen es schwerfiel, uns gehen zu lassen." (S. 228) - "Das Wasser war ein Kaleidoskop aus Blau- und Grüntönen, die um uns herum schillerten und funkelten, wenn wir uns bewegten." (S. 247) - "Warum sprach er eigentlich von uns immer nur in der Zukunftsform? Doch dieses Vergehens machte auch ich mich schuldig, denn all unsere Pläne, all unsere Träume waren so lebenswichtig geworden wie die Luft selbst, in der wir diese Luftschlösser bauten." (S. 279) - "Mir kam der Gedanke, dass das Schlimme, vor dem wir uns am meisten fürchten, paradoxerweise auch das ist, von dem wir uns in unseren tiefsten Inneren wünschen, dass es passiert. Es war so, als ob der primitivste und unsäglichste Teil von uns - vielleicht die Amygdala, jene impulsive und präverbale Mandel in den Tiefen unseres Gehirns - versuchte, das Unheil vorwegzunehmen, indem es sagte: Na los, mach's, dann hast du's hinter dir." (S. 370-371) - "Ich hab das Gefühl ... zu ertrinken. Aber hier ist gar kein Meer." (S. 434) - "Ich wollte wissen, wie stark sein Schmerz war, ihn zu meinen machen und Pietro dadurch von ihm zu befreien." (S. 437) - "Ich hatte begriffen, dass das eigentliche Leid nicht darin bestand, einen geliebten Menschen fern zu sein, sondern umgekehrt ganz nah, fast zum Greifen nah, und ihn doch nicht erreichen zu können." (S. 444) - "Die eigentliche Gefahr bestand im Stillstand." (S. 523)

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Erster Satz: Ich weiß, es wäre dir lieber, ich wäre tot. Miene Meinung Die Romanze von Heddi und Pietro konnte mich gut unterhalten. Das Setting reflektiert das Studentenleben in Neapel. Heddi hat sich schon sehr früh von ihren geschiedenen Eltern abgenabelt. In der WG fühlt sie sich wohl und angenommen. Ich hatte beim Lesen stets das Gefühl, an den gemeinsamen Mahlzeiten teilzunehmen. Das spanische Viertel ständig vor Augen, konnte ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, so dicht mit Menschen zusammen zu wohnen. Damit meine ich nicht die WG! Vielmehr die gesamte Nachbarschaft. Quartiere Spagnoli genießt einen schlechten Ruf. Das stellt für Heddi und ihre Mitbewohner kein Problem dar. Lässt es sich doch so viel besser feiern. Als Heddi bei einer Party in der WG Pietro kennenlernt, sprühen die Funken. Schon bald werden die Beiden unzertrennlich. Ihre Ausflüge haben mir Neapel ein ganzes Stück näher gebracht. Den Vulkan Vesuv stets vor Augen, hat Heddi schon auch mal Alpträume. Im Grunde genommen befindet Neapel sich auf einem Pulverfass, auch wenn derzeit die Prognosen keinen Vulkanausbruch voraussagen. Die Geschichte kommt ruhig daher. Besonders gut haben mir die Mails gefallen, die Heddi und Pietro sich geschrieben haben. Gleich zu Beginn klingt die Mail von Pietro wie ein endgültiger Abschied. Heddis Gedankengänge konnte ich des öfteren nicht nachvollziehen. Die junge Frau kommt zuweilen sehr egoistisch rüber. Pietro macht einen sehr sympathischen Eindruck. Dennoch konnte ich sein Verhalten nicht verstehen. Er hätte viel besser zu Heddi halten müssen, die von seiner Mutter rigeros abgelehnt wird. Die Autorin trägt den gleichen Namen wie ihre Hauptprotagonistin. Es sei dahingestellt, ob es sich hier um ihre eigene Geschichte handelt. Der Schreibstil liest sich wie Butter. Den Mails entnimmt man, dass sich Heddi nun in Neuseeland befindet. Die Autorin übrigens auch. Zufall? Aus der Sicht von Heddi wird der Leser in das pulsierende Neapel entführt. Ob die Häuserschluchten im Spanischen Viertel oder die Phlegräischen Felder um den Vulkan, alles wird mit sehr viel Herzblut beschrieben. Die Gefühle zwischen Heddi und Pietro sind zwischen den Zeilen spürbar. Ich war wirklich sehr neugierig, ob und wie sie endet. Ich habe mich wirklich gut unterhalten gefühlt. Dennoch wurde die Geschichte, (für meinen Geschmack), zu sehr in die Länge gezogen. Es wiederholt sich vieles ständig. Die gemeinsamen Mahlzeiten, Partys in denen viel getrunken und gekifft wird, usw. Fazit Eine große Liebe in Neapel hat mir entspannte Lesestunden beschert. Das Setting reflektiert das Studentenleben in Neapel. Die Landschaftsbeschreibungen sind wunderschön. Die Geschichte lebt von Heddis Authentizität. Leider wurde sie, (für meinen Geschmack), unnötig in die Länge gezogen. Knappe 4 Sterne von mir, und trotz Kritikpunkt eine Empfehlung. Viel Gefühl und wunderbare Landschaftsbeschreibungen sprechen dafür. Danke Heddi Goodrich.

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Italienische Liebe

Von: MiWe

08.06.2020

Fesselnd geschriebener Liebesroman, faszinierende Sprache, detaillierte Einblicke in Neapel und in das Leben der Studenten... Allerdings verliert sich die Autorin an manchen Stellen in Details, welche für den Handlungsstrang nicht wirklich von Bedeutung sind. Trotz allem habe ich das Buch gerne gelesen und kann es empfehlen.

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Eine Liebe in Neapel erzählt nicht nur die intensive Liebesgeschichte von Heddi und Pietro, sondern ist vor allem auch eine Liebeserklärung an die italienische Stadt Neapel. Neapel wird so detailliert beschrieben, dass man beim Lesen komplett abschalten kann und es sich so anfühlt, als ob man selbst durch die Straßen Neapels wandern würde. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, in dem eine Stadt so anschaulich beschrieben wird. Man kann sich einfach alles bildlich vorstellen. Ebenso anschaulich wird die italienische Kultur beschrieben. Heddi Goodrich kommt nämlich auf verschiedene Traditionen, Akzente und die Unterschiede zwischen den verschiedenen Orten Italiens zu sprechen. Das lässt einen komplett in der Geschichte verloren gehen, die sehr gut durchdacht ist. Die Charaktere werden mit genauso viel Liebe beschrieben, wobei ich aber zugeben muss, dass ich hier keine Lieblingsperson finden konnte, weil jeder eine Eigenschaft besitzt, die ihn mir etwas unsympathisch macht. Dafür finde ich es toll, dass sich die Autorin auch für die Nebenfiguren viel Zeit nimmt und diesen genauso viel Aufmerksamkeit wie den Hauptpersonen schenkt. Die Geschichte wird aus der Sicht von Heddi beschrieben und man erhält einen guten Einblick in ihr Innenleben. Auf jeden Fall konnte ich ihre Gedanken und Entscheidungen nachvollziehen. Manchmal wirkt sie auf mich aber etwas egoistisch und Pietro und seiner Familie gegenüber unsensibel, weshalb ich nicht ganz mit ihr warm werden konnte. Pietro ist ebenfalls nicht perfekt. Es ist zwar süß zu sehen, wie sehr er Heddi liebt und man spürt das auch auf jeder Seite, aber er hängt dennoch an den Wünschen seiner Familie, die von Heddi nur wenig begeistert sind. Dieser Konflikt wird sehr gut dargestellt und ist einer der Punkte, die ich an dem Buch am Interessantesten finde. Es geht hier nämlich nicht nur darum, dass Pietros Mutter Heddi nicht mag, sondern auch um die Entscheidung zwischen einem modernen unabhängigen Leben und der Rückkehr in alte Gewohnheiten ohne Fortschritt. Die Liebesgeschichte von Pietro und Heddi gerät bei den tollen Beschreibungen Neapels fast in den Hintergrund, wird aber spannend erzählt. Vor allem, weil die Kapitel immer mit E-Mails aus der späteren Zeit enden, die zeigen, dass es leider kein Happy-End für die beiden gibt - auch wenn man dennoch darauf hofft. Anfangs entwickelt sich alles sehr plötzlich und man versteht ehrlich gesagt nicht so ganz, warum sich Heddi und Pietro so plötzlich ineinander verlieben. Dafür wird das später ausgeglichen, weil die Liebe zwischen beiden dann mit umso mehr Gefühl und Intensivität beschrieben wird. Intensiv - das ist das Wort, dass die Beziehung am besten beschreibt. Und auch Grund dafür, dass es später schmerzt vom Zerfall der Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft zu lesen, obwohl die Liebe nie verschwindet. Die beiden begreifen später nur, dass die äußeren Umstände und unterschiedlichen Lebensvorstellungen es ihnen nicht leicht machen. Dafür behält die Geschichte aber durchgehend ihre Ernsthaftigkeit, was die Liebe angeht und verliert sich nicht in Naivität, wie es bei anderen Liebesgeschichten über junge Studenten oft der Fall ist. Eine Liebe in Neapel überzeugt vor allem durch die bildhaften Beschreibungen der Stadt und intensiven Gefühle, die geschildert werden und beim Leser ankommen. Dabei kann man über ein paar Charakterschwächen hinwegsehen. Fazit: Nicht nur eine intensive und herzergreifende Liebesgeschichte, sondern auch eine Liebeserklärung an die Stadt Neapel und italienische Kultur.

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Roman nach wahrer Begebenheit

Von: Leseratte

19.03.2020

Die Autorin, die ihre eigene (Liebes)Geschichte erzählt, spielt gekonnt mit Vergangenheit und Gegenwart. Teils ist der Schreibstil in langen Sätzen gehalten, an die man sich aber schnell gewöhnt. Ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.

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Wunderbares, aufregendes Neapel

Von: Juliane

07.03.2020

Der Roman „Eine Liebe in Neapel“ lässt mich etwas unentschlossen zurück. Die Schilderungen der Stadt, das quirlige, schmutzige, aufregende Neapel begeistern mich. Am liebsten würde ich mich sofort in diese zerrissene und darum umso anziehendere Stadt stürzen, sie mit allen Sinnen aufsaugen. Die Liebe zwischen Heddi und Pietro steht hier etwas zurück und kann mich nicht so wirklich fesseln. Schade, denn die Protagonisten sind durchaus vielschichtig, der Schreibstil gefällt mir ebenfalls. Für mich eine wunderbare Liebesgeschichte zur Stadt am Vesuv und unbedingt empfehlenswert für alle Fans von Bella Italia.

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Schwerer Stil, aber schöne Geschichte

Von: Susanne Weinsanto

23.02.2020

Mir fiel es etwas schwer, das Buch zu lesen, was aber nicht an der Geschichte selbst lag, die eine wunderschöne Geschichte ist. Wer kennt es nicht, dass man seinem Schwarm oder seiner Freundin eine Kassette/CD oder ähnliches mit Liedern aufnimmt.... Die Geschichte ist gut, und die Handlung und die Geschehnisse sind nachvollziehbar. Einen Stern ziehe ich ab wegen dem Stil....denn dieser erinnerte mich zu sehr an die sogenannten "Liebes-Groschen-Romane" vom Kiosk....

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