Leserstimmen zu
Seelentot

Anna Simons

Die Gefängnisärztin-Reihe (2)

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spannendere Fortsetzung

Von: Claudias Bücherregal

15.02.2020

Eva arbeitet erst seit Kurzem als Gefängnisärztin in der JVA München. Als dort ein Inhaftierter tot aufgefunden wird, erwarten alle von ihr, dass sie sofort den Totenschein ausstellt und den Tod als Suizid klassifiziert. Doch Eva hat Zweifel daran und holt mit Hauptkommissar Brüggemann die Kripo in Haus, wodurch sie sich weder bei der Gefängnisleitung noch bei den Wärtern beliebt macht. Das bekommt sie schnell zu spüren, als sie einen Trauerflor in ihrer Post findet und Dateien mit ihren Nachforschungen von ihrem Computer gelöscht werden. Auch Brüggemann ist der Meinung, dass Eva in unmittelbarer Gefahr schweben könne, aber noch gibt es keine Anhaltspunkte auf den Täter. Eins ist jedoch klar, Eva wird an dem Fall dranbleiben. Nach „Verborgen“ ist Seelentot der zweite Roman um die Gefängnisärztin Eva. Ich finde immer noch, dass es eine spannende Wahl für eine Protagonistin ist, da man selbst normalerweise keine Eindrücke von so einem Beruf erhält und man als Hauptfigur eine Person präsentiert bekommt, deren Berufsstand noch nicht als literarische Figur ausgelutscht ist. Anna Simons, alias Anna Schneider, ist es meiner Meinung nach gelungen, noch eine Schippe draufzulegen. Ich fand das Buch spannender als seinen Vorgänger und hatte lange Zeit keine Ahnung bezüglich tatsächlichen Tathergangs, evtl. Täter und Motiv. Obwohl vieles so lange im Unklarem blieb, ist die Aufklärung schlüssig und stimmig. Der Schreibstil ist angenehm und der Roman lasst sich gut lesen. Teilweise fand ich ihn noch etwas langatmig und manchmal nervte auch Evas Naivität á la „Ich sollte lieber den Kommissar anrufen … aber mache es aus diesen und jenen Gründen doch nicht“ etwas. Das musste natürlich so sein, um die Geschichte entsprechend entwickeln zu können, aber entspricht halt sehr diesen Szenen in Horrorfilmen, wo man den Figuren zurufen möchte „geh nicht alleine in den dunklen Wald“ oder „euch zu trennen ist keine gute Idee, lasst das lieber“. Fazit: Aufgrund des spannenden Falls und dass es der Autorin gelungen ist, mich lange im Dunkeln zu lassen, gebe ich trotz kleiner Kritikpunkte 4,5 Sterne. Da ich dem letzten Roman bereits 4 Sterne gegeben habe und mich die Fortsetzung definitiv mehr begeistern konnte, runde ich auf knappe 5 Sterne auf.

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Ein Notfall lässt die Gefängnisärztin in der JVA-München schnell handeln und damit der Morgen auch weiterhin turbulent bleibt, wird sie danach noch direkt zu einem Suizid gerufen. Ein Inhaftierter hat sich erhängt, aber als Eva den Raum betritt, schleichen sich immer mehr Zweifel an dem Geschehen ein und sie glaubt nicht an den Tathergang. Ein Mann, der kurz vor der Entlassung steht, dazu ein ruhiger und bedachter Inhaftierter war, soll sich umgebracht haben. Hier stimmt für Eva etwas nicht und sie informiert die Polizei, allein dafür macht sie sich unter den Kollegen keine Freunde und weckt eher Unverständnis ihr gegenüber. Selbst der hochgeschätzte Hauptkommissar Lars Brüggemann ist sich nicht sicher, was er hier ermitteln soll. So fühlt sich Eva allein, aber sie will die Wand aus Schweigen in den eigenen Reihen brechen und ermittelt. Selbst Drohungen und gelöschte Computerdateien halten sie nicht auf, sondern zeigen ihr nur, hier stimmt was nicht. Also war es ein Mord? Kann Eva den Schuldigen finden? Und wird Lars, sie dabei unterstützten? Hier ist also der zweite Teil für die Gefängnisärztin Eva Hanssen und da sie mir schon im ersten Teil so gut gefallen hat, musste ich auch ihren neusten Fall lesen. Ich persönlich finde ja die Grundidee einer Ärztin im Gefängnis schon spannend, immerhin hat sie es mit unterschiedlichen Lebensgeschichten zu tun und Menschenschläge. Harte Jungs, böse Jungs, hilflose, unheimliche oder auch Unschuldige. Das ist doch schon eine Herausforderung und dann stolpert sie auch immer noch in Ermittlungsfälle und lässt sich hier nicht von der Suche nach der Wahrheit abbringen. Eine starke Frau, starke Idee und ob ich den zweiten Teil auch stark finde, erzähle ich euch nun. Evas letztes aufreibendes Abenteuer liegt noch gar nicht so lange zurück und steckt ihr immer noch etwas in den Knochen, aber sie hat auch den Willen sich nicht kleinkriegen zu lassen und stellt sich ihrem Alltag und vor allem ihren Job. Tja und dieser Morgen hat es in sich, ein Notfall hält sie auf Trab und dann kommt schon der nächste Ruf. Harald Winkler wird im Gemeinschaftsbad erhängt aufgefunden. Für alle ist es eindeutig, hier handelt es sich ganz klar um Selbstmord. Nur Eva hat erhebliche Zweifel, sie kann es zwar nicht konkret formulieren, aber ihr Gefühl sagt ihr, hier stimmt ganz erheblich etwas nicht. Somit tätigt sie im Alleingang einen Anruf bei der Polizei und freut sich, Lars Brüggemann wiederzusehen. Allerdings hat ihr Handeln weder der Gefängnisleitung noch dem Wachpersonal gefallen, somit sind sie nicht wirklich an einer Aufklärung interessiert und hüllen sich in Schweigen. Die Überwachungskameras funktionieren nicht und keiner weder Wärter und Mitgefangener möchte etwas mitbekommen haben. Die Ermittlungen sind somit schwierig und alles deutet wirklich auf Selbstmord hin und Evas Überzeugung fängt zu bröckeln an. Hat sie sich vertan, steckt sie noch zu sehr in dem vergangen erlebten fest, oder möchte man ihr das alles nur einreden. Eva bekommt immer mehr den Eindruck, das hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Die Autorin schafft mit ihrem zweiten Streich einen genauso starken Fall, wie mit ihrem Ersten. Der Spannungsbogen ist hoch, die Verwicklungen nicht direkt erkennbar und das Privatleben von Eva immer noch sehr interessant. Somit finde ich die Mischung wieder sehr gelungen und ich fand es auch klasse, das wir hier mehr Gefängnisleben und hinter die Fassade geschaut haben. Es war ein wildes Raten welche Geschäfte dahinter stecken, welche Wachen vielleicht korrupt sind und wer Eva was Böses möchte. Dazu kamen die unterschiedlichsten Gefangenen und ihre Geschichten, da lief schon einmal ein Schauer über den Rücken. Deshalb war es nicht einfach, die Fäden zu erkennen und diesen zu folgen. Zwischen drin durften wir immer den Ermittlern über die Schulter schauen, waren somit immer im Bilde und doch zeitweise nicht schlauer. Übrigens waren die Missverständnisse von Eva und Lars herrlich eingeflochten und ein typischen Mann-Frau-Verhalten. Seelentot ist ein perfekt gewählter Titel und bringt unserer Hauptprotagonisten an ihre Grenzen. Ihre Alleingänge bringen sie immer in Teufelsküche und irgendwann wird Kommissar Brüggemann nicht pünktlich erscheinen. Denn hier lauert noch etwas anderes, was Anna Simons mit einfliessen lässt, eine Bedrohung die sich noch aufbaut und Schlimmes ahnen lässt. Für Eva steht noch etwas bevor und wie sie sich dem stellt, müssen wir wohl oder übel noch abwarten. Diese Reihe ist wirklich etwas anderes und ich finde diesen Blick mal nicht von den Ermittlern erfrischend gut. Seelentot ist ein starker zweiter Fall, spannend, verwinkelt und mit sympathischen Figuren. Gelungene Krimiunterhaltung und ein tolles Lesevergnügen hat man hier auf jeden Fall.

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Inhalt: Eigentlich soll Gefängnisärztin nur einen Totenschein ausstellen. Auf den ersten Blick ganz klar – der Gefangene hat sich erhängt, Selbstmord. Doch Eva zweifelt daran, denn der Mann war kurz vor seiner Entlassung außerdem stört sie irgendwas an diesem Tatort. Eva wendet sich an Hauptkommissar Lars Brüggemann und gemeinsam gehen die Ermittlungen los. Doch Eva steht nun im Visier und bekommt Drohungen in Form eines Trauerflors. Was soll hier verborgen bleiben? Meine Meinung: Da ich den ersten Band "Verborgen" von Anna Simons schon mit Begeisterung gelesen habe, musste ich natürlich auch "Seelentot" unbedingt lesen. Denn schon allein die Location des Gefängnisses gefällt mir richtig gut. Endlich mal was anderes, das gefällt mir. Unsere Gefängnisärztin Eva hat sich gerade von ihrem schlimmen Ereignis aus Band 1 erholt, schon rennt sie wieder in etwas hinein. Eva ist eine taffe und selbstbewusste Frau. Sie lässt sich nicht einschüchtern und bleibt sich treu. Diese Eigenschaften gefallen mir anders könnte sie wohl kaum im Gefängnis bestehen. Denn hier hat sie schließlich mit Kriminellen zu tun und die sind nicht immer zugänglich. Obwohl alles für einen Selbstmord spricht, hat Eva ein komisches Gefühl, irgendwas stimmt nicht und sie ruft Hauptkommissar Lars Brüggemann und seine Kollegin. Das gefällt natürlich nicht allen und schon ist Eva wieder auf der schwarzen Liste. Anna Simons schafft es von Anfang an Spannung in die Geschichte zu bringen. Die Atmosphäre des Gefängnisses trägt dazu bei. Dieses ist so detailliert beschrieben, dass man das Gefühlt hat, neben Eva zu stehen und dabei zu sein. Genauso ausgezeichnet sind die Figuren im Buch, Charakterstark und keinesfalls langweilig. Anna Simons weiß genau, wie sie den Leser ans Buch bindet. Die Drohungen die Eva zwischendurch bekommt, lassen den Nervenkitzel nochmal steigen. Es hat lange gedauert bis ich geahnt habe, wo das ganze hinführt. Was ich persönlich ein wenig schade fand, dass sich Eva nicht Lars Brüggemann anvertraut. Die Bände sind in sich abgeschlossen, jedoch würde ich raten beim ersten anzufangen. Denn das Privatleben der Gefängnisärztin geht natürlich weiter. Sie ist nicht nur Ärztin für Kriminelle, sondern auch Freundin und Frau. Daher erleben wir einige Szenen mit ihrer besten Freundin, die Probleme hat und auch das Eva selber mal ein Date hat. Diese Buchserie könnte ich mir gut als Serienstaffel vorstellen. Der erste Band konnte mich schon begeistern doch mit dem zweiten Band hat sich die Autorin nochmal übertroffen. Schon jetzt freue ich mich auf weitere Teile der Gefängnisärztin. Fazit: "Seelentot" – der zweite Band der Gefängnisärztin konnte mich noch mehr mitreißen als der erste. Eine Buchreihe die spannend, starke Charaktere und durch das Gefängnis eine besondere Location bietet. Bitte mehr davon.

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Meine Rezension zu „Seelentot“ von Anna Simons aus dem Penguin Verlag Ein scheinbarer Selbstmord rückt in den Mittelpunkt von Gefängnisärztin Eva Hanssen ( für alle die Teil 1 kennen und sich wundern, der Name musste rechtlich geändert werden). Doch ihre Zweifel ruft Kommissar Lars Brüggemann und seine Kollegin Alex Jovic auf den Plan. Sehr zum Missfallen der Gefängnisleitung, die klar und deutlich zeigt, wie sie du der Sache steht. Doch was ist wirklich in jenen Morgenstunden passiert? Alle schweigen, den die Angst geht um. Jaaaa Teil 2 heiß ersehnt, und doch nicht gleich gestartet, warum eigentlich nicht? Lach 😆 War Teil 1 „Verborgen“ (Rezension auch hier auf meiner Seite zu finden) schon gut gemacht, fordert dich Teil 2 auch gleich nochmal heraus. Das Buch fast in einem durch gesuchtet, bangst du mit. An einigen Stellen hälst du den Atem an, an anderen stehen dir die Nackenhaare zu Berge und an so man einer Stelle denkst du nicht nur... sondern klatscht dir die Hand vor die Stirn 🤦🏼‍♀️. Anna Simons schafft es, durch ihren klaren und strukturierten Schreibstil, dich mit zu nehmen und dein Kopfkino laufen zu lassen. Mag jemand ne Eintrittskarte 🎟 haben? Eva Hanssen ist eine, wie ich finde sehr sympathische Rolle. Aber manchmal könnte auch ich sie übers Knie legen, zuweilen doch eher lebensmüde die Frau. Aber auch die beiden Kommissare werden dir immer sympathischer, Brüggemann, der kein Fettnäpfchen auslässt und durch seine manchmal etwas unkontrollierten Gefühlsausbrüche eher alles schlimmer macht und Jovic, die ihn regelmäßig wieder runterholt. Beide harmonisieren als Ermittlungsduo echt prima. Und können sich, ohne Konkurrenzgehabe, die Spielbälle zu schießen! Ein sehr, sehr sympathisches Päarchen 🙂 Zum Fall steht Eva Hanssen aber erstmal alleine da, mit ihrer Meinung und bekommt von der Direktorin auch ordentlich Gegenwind. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, wenn Frau Hanssen mal nicht mehr in der Probezeit steckt. Es verspricht jetzt schon Hartnäckigkeit. Und das Böse lauert überall, wird es gefasst? Müsst ihr selber lesen! Das Ende hat nen diesen Cliffhänger, scheint der Fall zwar gelöst, aber die Gefahr bleibt! Ich hibbel dem nächsten entgegnen und gebe hier ganz klare 5/5 👮🏻‍♂️👮🏻‍♂️👮🏻‍♂️👮🏻‍♂️👮🏻‍♂️ und an euch eine Leseempfehlung.

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Eva Hanssen ist Ärztin, sie hat einen neuen Job in der JVA München-Wiesheim. Gleich in ihren ersten Arbeitswochen wird ein Häftling erhängt aufgefunden. Alles deutet auf Selbstmord hin, doch die Gefängnisärztin hat ihre Zweifel. War es Mord? Hauptkommissar Lars Brüggemann und seine Kollegin Aleksandra Jovic beginnen zu ermitteln. Auch Eva will herausfinden, was in der Anstalt geschah, doch von den Angestellten bekommt sie keine Unterstützung. Zusätzlich versucht jemand Eva einzuschüchtern, um zu verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Leider habe ich den ersten Teil dieser Reihe nicht gelesen, deshalb fehlten mir einige Informationen. Trotzdem kam ich gut in die Geschichte hinein. Das ungewöhnliche Setting und die Einblicke in die JVA machten das Buch an sich sehr interessant. Hinzu kommt der packende und spannende Schreibstil der Autorin, der dazu führte, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich wollte unbedingt wissen, was die Insassen oder auch die Angestellten zu vertuschen hatten. Und wer ist der mysteriöse Unbekannte, der Eva einschüchtern will ? Die waghalsigen Alleingänge der Ärztin um den Fall zu lösen, erhöhten die Spannung ungemein, dennoch war es für mich nicht immer nachvollziehbar, sich so in Gefahr zu begeben. Nebenbei spielt das Privatleben von Eva eine Rolle, sowie die Probleme ihrer Freundin Ann-Kathrin. Besonders Eva und Lars sind mir ans Herz gewachsen. Beide sind sehr sympathisch und wirken authentisch. Mir hat das Buch von Anfang an richtig gut gefallen, da sich die Spannung durch die ganze Geschichte zieht. Ich kann es kaum abwarten, wie es in Eva`s Leben weiter geht, deshalb fieber ich jetzt schon dem 3. Fall entgegen.

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"Seelentot" ist der zweite Band rund um die Gefängnisärztin Eva Hansen (der Nachnahme aus Band 1 musste von Korell auf Hansen geändert werden), die noch nicht allzulange in der JVA München-Wiesheim arbeitet. Der kurz vor seiner Entlassung stehende Harald Winkler wird stranguliert in der Gemeinschaftsdusche des Männertraktes gefunden. Als Eva zum Toten gerufen wird, sagt ihr ihr Bauchgefühl, dass es sich hier womöglich um keinen Selbstmord handelt. Irgendetwas am Gesamtbild irritiert sie. Außerdem ist er einer der wenigen Inhaftierten, dessen Ehefrau hinter ihm steht und der bereits ein Job nach seiner Entlassung in Aussicht hat. Eva informiert Hauptkommissar Lars Brüggemann und bittet ihn um Hilfe. Sowohl Eva, als auch Brüggemann und seine Kollegin Aleksandra Jovic stehen vor einer Mauer aus Schweigen. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig und die Kriminalpolizei kommt nur sehr mühsam voran. Selbst die Direktorin der JVA möchte einen Skandal vermeiden und versucht einen Mord auszuschließen. Sie verhält sich mitsamt den Wachmännern eher behindernd, als hilfreich. Zusätzliche persönliche Botschaften für Eva, die ihr Angst einflößen, zeigen dass sie sich wohl auf der richtigen Spur befindet. .. Eva hat es noch immer nicht wirklich leicht an ihrem neuen Arbeitsplatz. Durch ihre direkte Art und ihr Engagement hat sie sich allerdings nicht nur Freunde geschaffen, sondern wird von einigen Mitarbeitern/Kollegen mit großer Skepsis beobachtet. Ihr Job als Gefängnisärztin liegt ihr trotzdem am Herzen und sie versucht den Inhaftierten ohne Vorurteile zu begegnen. Ihre persönlichen "Ermittlungen" bringen Eva immer wieder in Gefahr, denn sie teilt ihre Wahrnehmungen und Gedanken nicht oder viel zu spät. Alleingänge sind jedoch in keinem Kriminalfall die beste Lösung! Das Motiv für den Tod des Inhaftierten ist lange nicht klar und konnte mich am Ende überraschen. Sehr interessant ist auch wieder der Blick hinter die Türen der Justizvollzugsanstalt München-Weinheim. Die bildhaften Beschreibungen des außergewöhnlichen Schauplatzes und die Örtlichkeiten haben mein Kopfkino immer am Laufen gehalten. Die Autorin flicht neben dem Fall und dessen Aufklärung auch einige persönlichen Probleme der Hauptprotagonistin, ihrer Freundin Ann-Kathrin und ebenfalls die von Kommissar Lars Brüggemann mit ein. Dies macht die Figuren umso menschlicher. Der Spannungsbogen fällt in der Mitte ein kleines bisschen ab um zum Ende hin aber wieder rasant anzusteigen. Besonders eine Szene hat mir das Blut in den Adern stocken lassen. Trotzdem hat mir Band 1 "Verborgen" einen Tick besser gefallen. Ich bin schon sehr gespannt auf Band 3 und wer es noch immer auf Eva abgesehen hat.... Schreibstil: Der einnehmende Schreibstil der Autorin hat mich auch diesmal wieder ans Buch gefesselt. Mit Eva Hansen hat sie eine sehr sympathische Figur erschaffen, die noch immer an ihrem neuen Job zweifelt. Sie hat Ecken und Kanten und macht sie zu einem Menschen, wie du und ich. Erzählt wird großteils aus der Sicht von Eva, sowie auch aus der Perspektive von Kommissar Brüggemann. Zwischendurch gibt es immer wieder die Gedanken einer uns fremden Person in kursiver Schrift, die Eva nicht freundlich gesinnt ist. Die Identität dieser Figur bleibt auch noch nach Band 2 offen. Fazit: Auch der zweite Teil rund um Gefängnisärztin Eva Hansen und dem Ermittlerduo Lars Brüggemann und Aleksandra Jovic konnte mich wieder überzeugen. Der Krimi hat ein ungewöhnliche Setting, einen gut durchdachter Plot, facettenreiche Charaktere und bietet einen undurchsichtiger Mordfall. Was will man mehr? Ich freue mich schon auf die weitere Fortsetzung der Reihe!

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Toller Krimi, unbedingt zu empfehlen!!!

Von: Trudi aus Saarlouis

28.11.2019

Nach dem mir "Verborgen" schon sehr gut gefallen hat, habe ich auf die Fortsetzung gepowert. Einmal angefangen, konnte ich "Seelentot" nicht mehr aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch ausgelesen. Der Prolog ist wunderbar und so war ich direkt wieder mittendrin. Ich finde die Hauptperson Eva Hanssen interessant, selbstbewusst und verletzlich zugleich. Man lernt sie im zweiten Teil besser kennen, allerdings bleibt sie immer noch ein bisschen geheimnisvoll. Sicher wird man im dritten Teil noch mehr über sie und ihre Vergangenheit erfahren und natürlich will ich auch wissen, wie es ihrer Freundin Ann-Kathrin ergeht und ob es einem der Herren gelingt Evas Herz zu erobern...

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In dem Krimi von Anna Simons ist der Ort, an dem fast alles stattfindet, die JVA München-Wiesheim, in der die Gefängnisärztin Eva seit kurzem ihre Arbeit aufgenommen hat. Noch bevor sie sich richtig mit dem Alltag im Gefängnis sowie den Mitarbeitern vertraut ist, soll sie einen Totenschein ausstellen. Für Eva deutet einiges nicht auf Selbstmord hin und so schaltet sie die Kripo ein, die die Ermittlungen aufnimmt, was ihr von Seiten ihrer Chefin und einiger Mitarbeitern wenig Sympathien einbringt. Mich hat der Krimi ganz schnell gepackt, denn neben dem Einblick in das Gefängnisleben waren die Ermittlungen sehr interessant und zudem sehr spannend. Nicht nur die Protagonistin Eva sondern auch die Ermittler, der Staatsanwalt, sowie ein Teil der Inhaftierten, das Gefängnispersonal sowie die Frau des toten Inhaftierten wurden eindrucksvoll dargestellt - bekamen sozusagen ein "Gesicht". Der Schwerpunkt lag in bei den Ermitllungen, wobei jedoch auch das Private eine Rolle spielte und ich die Verbindung zwischen beiden sehr gut gelungen fand. Ich habe mit dem "Showdown" am Ende nicht gerechnet - Respekt! Einiges blieb noch im Dunkeln und so warte ich nun gespannt auf den dritten Teil, denn ich möchte meine Fragen unbedingt noch geklärt haben. Fünf Sterne für einen überaus gelungenen Krimi, der sich wohltuend von anderen Krimis abhebt!

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