Leserstimmen zu
Wege ihrer Sehnsucht

Fiona Davis

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Beschreibung zum Buch: Die Geschichte spielt in zwei verschiedenen Zeitachsen, einmal in den 20er, einmal in den 70er. Die Geschichte hängen miteinander zusammen. Im Buch geht es einmal um die Illustratoren Clara und die frisch geschiedene Mutter Virginia. Die Geschichte dreht sich vor allem viel um Kunst, um Emanzipation, die Schwierigkeiten als Frau in den 20er und 70er, um Liebe und Freundschaft. Größtenteils dreht es sich bei Virgina, darum den Besitzer eines verlorenes Kunstwerk aus einer anderen Zeit wiederzufinden.... Rezension: Ich find das Cover unfassbar schön, es hat einfach etwas besonderes an sich. Der Schreibstil der lieben Autorin war flüssig zum lesen, jedoch war es an vielen Stellen nicht spannend geschrieben, auch wenn die Handlung zu dem Zeitpunkt interessant war. Während des Lesens gab es die ganze Zeit eine gewisse Spannung. Die Geschichte an sich war eigentlich sehr spannend, jedoch hat mich die Umsetzung enttäuscht. Oft war es auch voraussehbar, was der nächste Schritt von den Charaktern ist. Gegen Ende aber kam es zu einer sehr interessanten Wendung mit der ich nicht gerechnet habe. Ich fand vor allem die Geschichte von Clara also die aus den 20er spannender, da auch in ihrer viel mehr Wendungen enthalten waren. 💫 Die Protagonisten waren am Anfang beide ziemlich unsicher, schwach und unbeholfen aber haben im Laufe des Buches sich zu unabhängigen Fraun entwickelt haben. Dennoch konnte ich mich mit den beiden weiblichen Charaktern nicht identifizieren, da ich ihre Handlung häufig nicht nachvollziehen konnte. Vor allem Virginia fande ich ziemlich naiv und unsicher. Beide Frauen waren in schweren Lebensumständen, die sie auf ihre eigene Art und Weise versucht haben zu bewältigen, die eine besser als die andere. Mir persönlich gefällt es vor allem auch, wenn ein Buch in zwei verschiedenen Zeiten spielt. Fazit: Ein Buch was zum zwischendurch lesen gut geeignet ist. Bewertung: 3/5⭐

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New York, 1928. Die Illustratorin Clara Darden unterrichtet an der Grand Central School of Art, direkt unter den Kupferdächern des besagten legendären Bahnhofs. Sie kämpft gegen die Vorurteile der Lehrer gegenüber Frauen und Illustrationen. “Ein Ölgemälde übertrumpfte ein Aquarell, und Porträts waren edler als Landschaften. Und all das, zur »bildenden« Kunst zusammengefasst, übertrumpfte die angewandte Kunst. Die Illustratoren waren ganz unten in der Rangfolge.” Illustrationen wurden nicht als Kunst, sondern als Abfall gesehen. Denn schließlich landete das Titelblatt einer Zeitschrift schnell im Müll. Im Jahr 1973 arbeitet Virginia Clay im Bahnhof, um ihr Leben und das ihrer Tochter Ruby finanzieren zu können. In den verlassen Räumen der Schule entdeckt sie ein Bild. Vielleicht ist dies die Lösung ihrer Probleme? Die Autorin Fiona Davis hat das Leben von Helen Dyrden als Inspiration für den Charakter der Clara Darden herangezogen. Die Illustratorin Dryden zeichnete in den 1920ern Cover für Vogue und designte die Inneneinrichtung zweier Studebaker-Modelle. Ebenso real wie die Künstlerin, war der Kampf um die Erhaltung des Grand-Central-Gebäudes in den 1970ern. Gekonnt hat die Autorin historische und fiktionale Element verwoben. Die Beschreibung der Kunstszene und verschiedener Maltechniken habe ich sehr gerne gelesen. Streckenweise fand ich den Roman jedoch deprimierend, da sich die Illustratorin Clara gegen die Männer an der Kunsthochschule durchsetzen musste, und Virginia ein Geheimnis hat, für das sie sich schämt. Das Leben der beiden Protagonistinnen ist geprägt durch Abhängigkeiten und Unsicherheit. Clara steht zwischen zwei Männern und findet nicht wirklich Erfüllung. Virginia nutzt ihren Körper, um Ziele zu erreichen und poliert im wahrsten Sinne des Wortes den Bahnhof. (sehr klischeehaft) Kurzgesagt - die beiden Hauptcharaktere luden mich nicht dazu ein, sich mit ihnen zu identifizieren. Nicht wegen der schwierigen Ausgangslage, sondern weil sie mir keine wirklich ermutigende Lösung aufgezeigt haben. Es gibt spannende Momente, z.B. als Virginia entdeckt, dass in der verlassenen Schule Gemälde umgehängt wurden und Kunstwerke verschwinden. Und zum Ende hin erfolgen unerwartete Wendungen, die für Überraschungen sorgen. Die Geschichte war interessant, hinterließ bei mir als Leserin jedoch einen unbefriedigten Hunger nach mehr positiven Szenen; nach stärkeren, weiblichen Charakteren, die sich über die damaligen Verhältnisse erheben und einem triumphierenden Ende. Ein ernstes, leicht tragisches Buch mit Krimi-Elementen für Fans von Kunst und Architektur. Ein Porträt von zwei Frauen, die in den 20er- und 70er-Jahren versuchten, ihren eigenen Weg zu gehen.

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