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Rezensionen zu
Das Erbe

Ellen Sandberg

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€ 15,00 [D] inkl. MwSt. | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

Mona ist ein „Gutmensch“ – an Obdachlosen kann sie nicht vorbeigehen, ohne ihnen ein paar Euro zuzustecken und zum 70. Geburtstag ihres Vaters kommt sie zu spät, weil sie auf dem Bahnhof ein gut gefülltes Portemonnaie gefunden hat und dieses zunächst einem Sicherheitsmann übergeben möchte. Weil sie daraufhin den Anschlusszug verpasst, macht sich ihre Familie über ihr Gutmenschentum lustig. Aber auch Klaras Freund Bernd fällt in die Lästereien ein. Als Bernd von Monas Erbe und dem Haus erfährt, gesteht er ihr eine Affäre und trennt sich von ihr. Daraufhin zieht Mona von Berlin zurück in ihre Heimat München und macht es sich in Klaras Wohnung gemütlich. So sehr sie den neu gewonnenen Reichtum genießt, so unwohl fühlt sie sich dabei. Sie ahnt, dass hinter dem Haus eine Geschichte steckt, die es aufzudecken gilt, die ihr aber möglicherweise gar nicht gefallen wird. So wird das Buch zu einer fast schon kriminalistischen Spurensuche. Da Großtante Klara ein ziemliches Chaos in ihrer Wohnung hat und keinerlei Unterlagen am rechten Ort liegen, findet Mona nur nach und nach die Briefe von Mirjam und kann so auch nur recht langsam die Geschichte rekonstruieren. Durch den Briefwechsel und auch durch Rückblenden in die 30er- und 40er-Jahre erfährt der Leser sukzessive, was Mirjam und ihrer Familie geschehen ist. Als Juden planten sie nach Machtergreifung der Nazis und Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, nach Amerika auszuwandern. Alles war vorbereitet: Die Schiffspassagen gebucht, die Parfümerie verkauft, und auch das schöne Schwanenhaus in Schwabing an den Nachbar verkauft. Doch dann werden Mirjams Eltern von den Nazis verhaftet und Mirjam muss alleine nach England fliehen. Mirjam und Klara halten über die Jahre den Kontakt. Doch sehen sie sich jemals wieder? Und was ist aus Mirjams Eltern geworden? Wie kam es damals zum Verkauf des Hauses? Dies sind die Fragen, um die sich das ganze Buch dreht. Ellen Sandberg erzählt mit vielen Perspektivwechseln und Zeitsprüngen die Geschichte des Schwanenhauses und dessen Bewohnern. Und obwohl das Buch kein Krimi ist, kann man es schon bald nicht mehr aus der Hand legen, weil man unbedingt herausfinden muss, was damals geschehen ist und wer die rechtmäßigen Eigentümer des Hauses sind. So fiebert man gespannt mit und fliegt nur so über die Seiten. Das Gutmenschentum Mona Lang ist als Gutmensch bekannt, doch als sie droht, das Haus zu verlieren, erkennt sie, wie bequem der neu gewonnene Reichtum ist und dass sie sich eigentlich gar nicht von dem Haus trennen möchte. Kann ihre gute Seite trotzdem gewinnen? Sie befindet sich in einer Zwickmühle – und der Leser ist stets an ihrer Seite, wenn sie die wichtigen Entscheidungen treffen muss. Der einzige Kritikpunkt sind aus meiner Sicht die allzu sehr schwarz-weiß gezeichneten Charaktere: Da wäre auf der einen Seite Mona Lang, die es in ihrem Leben nicht leicht gehabt hat, die im ständigen Zwist mit ihrer Familie liegt, die dann noch von ihrem langjährigen Freund betrogen und schlussendlich verlassen wird, und die aber trotzdem an das Gute im Menschen glaubt. Auf der anderen Seite steht die gierige Familie, die nur deswegen wieder auf Mona zugeht, weil sie sich dadurch finanzielle Vorteile erhofft. Diese Gegensätze waren mir zu stark und zu wenig differenziert, um wirklich glaubwürdig zu sein. Mitunter erscheint Mona Lang auch allzu naiv, da irgendwann schon klar ist, dass ihre Familie sie nur ausnutzen möchte. Schlussendlich erfährt man dann auch noch ein pikantes Detail aus ihrer Vergangenheit, das eigentlich auch nicht mehr notwendig gewesen wäre. Mir was das zu viel Drama, zumal der Fokus des Buches ja gar nicht auf Mona, ihren Geschwistern und Eltern liegt, sondern auf Klaras und Mirjams Leben und auf der Geschichte des Hauses. Haus mit Vergangenheit Unter dem Strich ist „Das Erbe“ dennoch ein unglaublich spannendes Buches, das man schon nach wenigen Kapiteln kaum noch aus der Hand legen mag und das einen vollkommen in den Bann zieht. Die Geschichte des Hauses überrascht natürlich am Ende niemanden mehr, auch wenn Ellen Sandberg dennoch ein paar Überraschungen parat hat, mit denen man nicht gerechnet hat. Der Spannungsbogen sowie der Wechsel zwischen Zeiten und Perspektiven sind sehr gut gelungen und auch die Geschichte des Schwanenhauses konnte mich überzeugen. Mir hätten etwas differenziertere Charaktere besser gefallen, aber das trübt den Gesamteindruck nur minimal.

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HERZZERREIßEND UND ATEMBERAUBEND

Von: mirabellaparadise

28.02.2021

Das ist nun mein drittes Buch dieser hervorragenden Autorin innerhalb eines Monats. In diesem Spannungsroman entführt Sandberg die Leserschaft in eine Welt voller Rätsel, Neid, Missgunst, Feindseligkeiten, Habgier, Enteignung und Denunziantentum im 3. Reich sowie enttäuschter Liebe. Für die Protagonistin Mona wird zunächst ein Traum wahr – sie hat eine Erbschaft im Wert von über 12 Mio. Euro gemacht. Doch diese Erbschaft ist mit einer Mission verknüpft, einer scheinbar unlösbaren Aufgabe, die in ihr einen inneren Konflikt auslöst. Sandbergs facetten- und temporeicher Schreibstil hat mich vom Prolog an derart gefesselt, dass ich das Buch, welches auf zwei zeitlichen Ebenen (1938/2018) spielt, „über Nacht“ gelesen habe. Die einzelnen Charaktere sind so detailgenau beschrieben (Erscheinungsbild, sprachliche Ausdrucksweise, Verhalten), dass ich den Eindruck habe, diese persönlich zu kennen, und mir nicht nur schemenhafte Gestalten vorstellen muss. Die Autorin versteht es geschickt, erfrischende Akzente durch Briefwechsel, Tagebucheinträge und Poesiealben in den Handlungsstrang einzuweben und spannt mich fortwährend im wahrsten Sinne des Wortes „auf die Folter“, weil immer, wenn ich es vor Spannung kaum noch aushalten kann, ein Zeitsprung aus einer anderen Perspektive erfolgt. Historische Hintergründe sind ausgezeichnet recherchiert und werden anhand einer ZEITTAFEL DER JUDENVERFOLGUNG IM NATIONALSOZIALISMUS, die sich im Anhang befindet, belegt. Beispielsweise wurden die Ge- und Verbote für Juden permanent erweitert. Zunächst begann ein Leben ohne kulturelle Highlights wie Theater-, Opern- oder Museumsbesuche, Kinoabende etc. Wie folgenschwer sich schon diese Einschränkungen auf die Psyche auswirken, können wir in der aktuellen Zeit des LOCKDOWNS nachempfinden. Für die darauffolgenden, immer grausamer werdenden Maßnahmen und Gräueltaten an der jüdischen Bevölkerung finde ich keine Worte, und kann nur hoffen, dass derartiges nie wieder vorkommen wird. Dieses Buch wird mir noch lange in Erinnerung bleiben und ich werde es sicherlich in einigen Jahren noch einmal lesen. Meine absolute Empfehlung!

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Nachdem mich bereits „Der Verrat“ der Autorin als Hörbuch genossen hatte, freute ich mich sehr über ihren neuen Roman. Die Geschichte ist wieder sehr mehrschichtig. Protagonistin ist Mona, die sich von ihrem Mann trennt und überraschenderweise, von einer Tante, die sie eigentlich nur einmal richtig getroffen hat, ein imposantes Mietshaus im Herzen von München erbt. Von ihrer Mutter erfährt, dass dieses Erbe eine dunkle Geschichte umgibt. Mona, die ein starkes Helfersyndrom hat und von ihrer Familie oft als Gutmensch verspottet wird, beschäftigt sich näher mit ihrem Erbe. Der Hauskauf war nicht ganz ohne, denn dieser geschah in Zeiten des Nationalsozialismus und die Verkäufer waren Juden. In verschiedenen Handlungssträngen wird nun die Geschichte des Hauses und auch Monas Entwicklung zu einer unabhängigen Frau erzählt. Dabei gibt es noch weitere Nebenstränge, die mir manchmal etwas zu viel waren, aber die dennoch spannend sind. Die Autorin greift hier mehrere Themen auf: die Enteignung von Juden, Flucht/Tod Zweiter Weltkrieg, Mord, Verrat, Gier. Es hätten nicht so viele Themen sein müssen, denn dadurch verlieren die einzelnen Handlungsstränge an Tiefe und sie kommen etwas zu kurz. Die Charaktere sind etwas klischeehaft gezeichnet und handeln wenig überraschend. Dennoch ist es eine sehr spannende Geschichte und ich wurde gut unterhalten. Das Buch hatte für mich keine Längen, die Spannung wurde durch die gekonnten Wechsel der Handlungsstränge gut gehalten. Die Autorin kann sehr gut beschreiben, ohne dass es langatmig wirkt. Die Umgebung in München im Jetzt und auch in der Vergangenheit konnte ich mir sehr gut vorstellen. Gelungen ist ihr dabei die Beschreibung wie sich das Verhältnis zu den jüdischen Nachbarn langsam gewandelt hat, von normaler Nachbarschaft, zu kritisch beäugen, zu denunzieren und schließlich zu Verrat und Mord. Ich konnte richtig mitleiden. Die Geschichte in der Jetztzeit war auch spannend, da gingen mir nur die Charaktere nicht so nah, weil sie einfach zu einseitig und übertrieben gezeichnet waren. Ich würde dennoch dieses Hörbuch empfehlen, da es sehr gut unterhält. Es beinhaltet viele Themen, Familiengeschichte, Krimi, Liebe. Auch der Sprecher ist sehr angenehm und spricht zum Glück die überzeichneten Charaktere nicht übertrieben.

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Spannend

Von: Diebecca

20.08.2020

In dem Buch Das Erbe von Ellen Sandberg geht es um Mona, die von ihrer Großtante Klara ein großes Haus in München vermacht bekommt. Mona versteht nicht, als sie erfährt, dass Klara meint, sie würde das richtige damit machen. Doch sie kommt einer Intrige auf die Spur, die sich um die Vergangenheit des Hauses rankt.  Im Jahr 1938 hat Klara ein Gespräch zwischen ihrem Vater und ihrem Vermieter belauscht, dabei geht es um die bestehende Auswanderung und ein geheimes Abkommen. Der Titel weckt Interesse, was wohl hinter dem Erbe steckt? Das Cover hat tolle Farben. Das Buch lässt sich flüssig lesen, es wird abwechselnd aus der Vergangenheit und der Gegenwart erzählt. Die Familie spielt in diesem Buch eine große Rolle. Der zweite Weltkrieg wird thematisiert. In diesem Zusammenhang ein ganz besonderes Thema, doch ich will nicht zu viel verraten, sonst braucht ihr ja das Buch nicht mehr zu lesen. Die Nachforschungen im Zusammenhang mit dem Haus und dem geheimen Abkommen von damals stehen im Mittelpunkt des Buches. Mona ist eine bemerkenswerte Frau, hierbei geht es um die Moral und das Gewissen. Auch das Geld spielt eine große Rolle und was es mit uns macht. Ein wahnsinnig spannendes Buch mit einem ungewöhnlichen Thema, das auch zum Nachdenken anregt.

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In ihrem Spannungsromane "Das Erbe" lässt Ellen Sandberg ein Stück deutscher Geschichte lebendig werden. Sie thematisiert die Enteignung der jüdischen Bevölkerung im Dritten Reich und verpackt dies sehr bildgewaltig in eine packende Familiengeschichte. Auch dieses Buch von Ellen Sandberg hat mich wieder gefesselt. Wir lernen Mona Lang kennen, einen hundertprozentigen Gutmenschen, die vollkommen überraschend von ihrer Großtante Klara ein großes Jugendstil-Mietshaus - das sogenannte Schwanenhaus - erbt. Klara hatte dieses Haus von ihren Eltern hinterlassen bekommen. Das Schwanenhaus berherbergt zwölf Mietswohnungen und eine Gewerbefläche. Das unerwartete Erbe ruft natürlich Neider auf den Plan - ganz vorne ihre eigene Familie, die alle ein Stück vom Kuchen haben möchten. Mona stößt im Tagebuch ihrer Oma auf einen ihr rätselhaften Eintrag und beginnt sich mit der Geschichte des Hauses zu beschäftigen. Sie stellt Nachforschungen an und erfährt, dass die früheren Eigentümer Juden waren. Welches Geheimnis rankt sich um das Schwanenhaus? Ist bei dem damaligen Kauf des Hauses alles mit rechten Dingen zugegangen? Klebt womöglich Blut an diesem Haus? Dies führt uns zur zweiten Erzählebene, die im Jahre 1938 beginnt. Klara Hacker und die Jüdin Mirjam Roth sind von klein auf beste Freundinnen. Ihre Freundschaft wird durch die aufkommende antisemitische Stimmung auf eine harte Probe gestellt. Schließlich planen die Roths Deutschland in Richtung Amerika zu verlassen. Das Schicksal beider Familien zu verfolgen, macht die Schrecken der damaligen Zeit sehr lebendig. Und das unaussprechliche Leid, aber auch das Netz aus Habgier, Neid und Lügen macht sehr betroffen. In dieser Geschichte überwiegen die unangenehmen und unsympathischen Protagonisten, was aber einfach der Thematik geschuldet ist. Und auch diese Charaktere sind wie alle anderen von Ellen Sandberg fantastisch gezeichnet. "Das Erbe" ist ein spannender Roman, den ich sehr gerne weiter empfehle.

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Ein bemerkenswerter Familienroman und eine grandios erzählte Geschichte über Vergangenheitsbewältigung. Viele Personen sind teilweise richtig klischeehaft, teilweise sogar grotesk dargestellt. Aber warum auch nicht. Es ist schließlich ein Roman und kein Tatsachenbericht. Ein Thema, das zum Nachdenken anregt. Beim Lesen habe ich mich mehrmals gefragt, wie ich wohl reagieren würde, wäre ich in dieser Situation. Man ist hin- und hergerissen und überlegt, ob die Protagonistin naiv oder einfach nur dumm ist. Auf jeden Fall ein sehr spannend geschriebenes Buch. Es hätte doppelt so viele Seiten haben können.

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Unter Ihrem Pseudonym hat Autorin Ellen Sandberg einmal mehr eine tolle spannende Geschichte zu Papier gebracht. Der Handlungsstrang zieht stet wechselnd seine Kreise von 1938 bis in die heutige Zeit. Die Kapitel sind kurzweilige und der stete Wechsel erfordert ein klein wenig Konzentration. Klara wächst im 3. Reich mit Ihren Eltern wohl behütet in München auf. Die mit der Familie befreundeten Juden sind gleichzeitig die Vermieter der Familie Hacker und somit Besitzer des edlen Schwanenhauses inmitten Münchens. Der Sprung zu Mona, einer Enkelin von Klara Hacker im Jahre 2018 erscheint erst im Laufe der Geschichte plausibel. Gleiches gilt für die dritte Protagonistin Sabine, deren Verbindungen zu Klara, Mona und den anderen Akteuren sich zunehmend deutlicher herauskristallisiert. Mona, die Erbin des Schwanenhauses, wird sehr sorgfältig charakterlich skizziert und somit auch ihre Wesenszüge und Verhaltensweisen rund um die Geschichte dieser Erbschaft nachvollziehbar. Das an dieser Erbschaft im Wortsinne Blut klebt und der Roman auch eine kleine Reise in die düstere Vergangenheit deutscher Geschichte ist, sollte nicht unerwähnt bleiben. Stet bleibt dabei der Stil von Ellen Sandberg aber zurückhaltend sachlich, niemals anklagend oder gar wertend. Dem Leser sei empfohlen, sich die Charaktere und Namen der vielschichtigen Geschichte gut zu merken – scheinbar völlig „fremde“ werden im Laufe des Plots zunehmend zu völlig nahestehenden der Hauptdarsteller. Wer hier den Anschluss verliert, hat wenig Chancen den gesamten Kontext in seiner Spannung zu erfassen. Das Erbe ist für Mona eine schwere Last, aber auch Sabine und ihr Bruder sehen sich – zunächst scheinbar völlig unberechtigt – im Verlauf der Story als anspruchsberechtigt. Das das liebe Geld auch innerhalb scheinbar intakter Familien zu Verwerfungen führen kann, ist eine der (wenig überraschenden) Lehren dieses Buches. Spannend bleibt es dennoch bis zum (für manchen vielleicht überraschenden) Ende. Ellen Sandberg gelingt es über 501 Seiten sehr gut, die Erzählung lebhaft zu halten, den jeweils richtigen Zeitpunkt für den Rück- oder Vorsprung in eine andere Epoche zu legen und alle Beteiligten authentisch zu präsentieren. Durch die geschickten Verknüpfungen der Akteure miteinander, sei es der sympathische Hausverwalter Sander, Klaras langjährige Mieterin und Freundin Adele, den hintertriebenen Timon oder auch nur die beste Freundin von Mona, und eine kurzweilige Zeitreise über 80 Jahre Familiengeschichte ist das Buch ein sehr guter Pageturner für lange Abende. Fazit: sehr lesenswert, kurzweilig, spannend und auch ein kleiner gesellschaftlicher Spiegel für uns Deutsche sowie uns Menschen.

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Unrealistisch

Von: Linda aus Frankfurt

15.06.2020

Sorry, aber es ist einfach nicht nachvollziehbar, dass Mona sich weitaus mehr bewegt fühlt durch das Schicksal einer jüdischen Familie während des zweiten Weltkriegs, als durch die Tatsachen, dass sie erfährt, ihr richtiger Vater sei nicht ihr Vater, sie sei bei einer Vergewaltigung gezeugt worden und noch dazu versucht ihre Schwester, sie umzubringen. All das bewegt sie weniger als das Schicksal von Mirijam und ihrem Sohn. Trotzdem 2 Sterne, da der Lesefluss gut ist und man das Buch recht schnell durchbekommt.

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