Leserstimmen zu
Kleines Zuhause ─ große Freiheit

Julia Seidl

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Inhalt : Weniger ist mehr – dies wird für immer mehr Menschen zum Leitspruch für die eigenen vier Wände. Tiny Houses und Minimalismus sind Trend. Ob Mini-, Mikro- oder Kleinhaus, Wohnwürfel, ausgebauter Bauwagen oder Austragshaus, ob aus der Not geboren oder freie und bewusste Entscheidung: Der Verzicht auf viel Platz und viele Sachen ist befreiend und macht glücklich. Die BR-Journalistin Julia Seidl hat 10 Menschen besucht und erzählt, wie sie den Weg in ihr jeweiliges (kleines) Zuhause fanden. Der preisgekrönte Fotograf Stefan Rosenboom liefert Bilder dazu und fängt damit die besonderen Stimmungen ein, wie erfülltes Leben auf kleinem Raum aussehen kann. Einfach faszinierend. Vita : Die BR-Journalistin Julia Seidl trifft gerne außergewöhnliche Menschen – egal, ob jung, alt, reich oder arm. Besonders bewundert sie mutige Lebensentscheidungen. 2010 wurde ihr der Herwig-Weber-Preis verliehen. Seidl lebt in München. Der preisgekrönte Fotograf Stefan Rosenboom arbeitet für renommierte Medien und namhafte Firmen der Outdoorbranche. Mit seinen Bildern eröffnet er stimmungsvolle Einblicke in das Leben der Protagonisten. Rosenboom lebt in Oberbayern. Stefan Rosenboom wurde 1966 in Frankfurt am Main geboren. Seine Fotoarbeiten haben die Schwerpunkte Natur, Wildnis Afrika, Landschaft und Reportage. Er arbeitet für renommierte Magazine, Buch- und Kalenderverlage und für namhafte Firmen der Outdoorbranche. Er ist Preisträger des Dia-Festivals ElMundo in den Kategorien „beste Präsentation“ (2007 und 2008) und „beste Fotografie“ (2008). Stefan Rosenboom lebt mit seiner Frau Susanne Gogolok und Tochter Silja in Oberbayern. Meine Meinung : Der Tiny House Boom ist ja brandaktuell. Reduzieren auf das wesentliche, weniger Konsum und mehr persönliche Freiheit. Julia Seidl hat 10 Portraits von Menschen erstellt, die genau das realisieren wollen oder schon realisiert haben. Die Autorin hat die persönlichen Lebensmodelle unter die Lupe genommen. Leider kommen die verschiedenen Wohnmodelle zu kurz. Mehr Beschreibungen der Tiny House Modelle hätte ich mir gewünscht. Julia Seidl hat hier ein tolles und zum Nachdenken anregendes Buch geschrieben, dass auch aktuelle Themen wie Wohnungsnot, Mietpreise etc. aufgreift. Lobenswert ist auch, dass die Autorin auch eventuelle Nachteile des minimalistischen Lebens aufzeigt. Sie zeigt uns auch, dass nichts für immer sein muss, sondern dass jeder seinen persönlichen Lebensentwurf jederzeit neu gestalten kann. Die stimmigen Bilder von Stefan Rosenboom runden dieses gelungene Werk ab. Die zehn unterschiedlichen Lebensmodelle sind gut ausgewählt und bilden eine bunte Mischung. Mir hat das Buch auf jeden Fall gut gefallen und dient auf jeden Fall als Anregung, das eigene Lebensmodell kritisch zu überdenken. Ich vergebe für das Buch die Höchstbewertung von 5 Sternen. Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

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Klein aber fein

Von: mein.buecherregal

05.01.2020

Dieses Buch habe ich genau in der richtigen Zeit gelesen. In einer Zeit von viel Getöse, vielen Geschenken und vielen lieben Menschen. In dieser Zeit freut man sich auch auf das Westentliche. Das Einfache. Hier stellt sich schnell die Frage, was ist wichtig und was ist wirklich notwendig...In dieser Zeit möchte ich euch ein #buch ans Herz legen. 🏡 10 Menschen und Ihre kleinen Unterkünfte werden hier vorgestellt. Es geht um große Träume auf kleinem Raum... um Minimalismus und Erfahrungen... es geht um freiwillige Entscheidungen und Not, die erfinderisch macht. Das Buch ist schön geschrieben und ich bin durch die Seiten geflogen. Sehr gut hat mir auch gefallen, dass zwar die Menschen und ihr Haus in jeweils einem Kapitel vorgestellt werden aber es auch jedesmal ein anderes Thema, so ganz nebenbei , im Kapitel behandelt wird. Toll! Schönes Buch.

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Die Journalistin Julia Seidl hat über Jahre hinweg Menschen besucht, die sich, aus verschiedensten Motiven für ein minimalistisches Lebenskonzept entschieden haben. In vielen, sehr unterschiedlichen Gesprächen hat sie die Geschichten und Beweggründe gehört, die diese Menschen dazu bewogen haben, auf Raum und meistens auch auf Komfort zu verzichten. Sie selbst, alleinerziehende Mutter von zwei fast erwachsenen Töchtern hat dadurch auch ihre eigenen Intentionen und Wünsche hinterfragt. Dies endete mit einem sehr interessanten Selbstversuch in einem Tiny House in der Nähe des Tegernsees. Was mir so besonders gefallen hat an diesem Buch, war die stets einfühlsame Art der Autorin, die nie den Fehler gemacht hat, die Lebensmodelle zu verklären und ins naive und idealistische ab zu triften. Sie betrachtet sie, ohne zu werten und lässt so dem Leser Raum für eigene Überlegungen. Ein bisschen war ich erinnert an "Gernstl unterwegs", dessen Reisen ich mir immer gerne ansehe. Ausgezeichnet und sehr realistisch und ehrlich auch die Fotografien von Stefan Rosenboom, die die Geschichten eindrucksvoll ergänzen.

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Ein Buch, das mich Kapitel für Kapitel aus dem Alltag geholt hat. Die Autorin schreibt tiegründig und detailliert über 10 Menschen, die ihren Weg zum minimalistischen Leben gefunden haben - mal mehr, mal weniger freiwillig, mal langfristig und mal vorübergehend. Dafür hat sie die Menschen (meist häufiger) besucht und beschreibt ihre Geschichten, Gedanken, Hoffnungen und Sorgen. Nebenbei kann man etwas über die Geschichte von Tiny Houses erfahren, darüber, wie schwierig es ist, dafür in Deutschland eine Genehmigung zu bekommen, über Modul-Häuser und den ganzheitlichen Ansatz der Permakultur sowie die Nachteile des Wohnens in kleinen Häusern. Beeindruckt haben mich vor allem die Geschichte von Bettina, die in einem Schiffscontainer wohnt und ganz alleine ein kleines Häuserdorf gebaut hat, das sie vermietet sowie die Geschichte von den Studentinnen Corinna und Theresa, die unfreiwillig in einem Mini-Wohnwürfel untergekommen sind. Zu den einzelnen Portraits gibt es jeweils beeindruckende Schwarz-weiß-Bilder.

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Seit einigen Jahren kann man immer wieder und in letzter Zeit sehr verstärkt von Tiny Houses, Minimalismus und Selbstversorgung lesen. Es werden oft die Vorzüge, jedoch weniger die Nachteile beschrieben. Teilweise mit stark verklärtem Blick und wenig Bezug zur Realität. Das Buch von Julia Seidl hebt sich davon ab. Sie stellt 10 verschiedene Menschen und deren Wohnsituation vor. Die wilde Romantik sucht man hier tatsächlich vergebens, dafür gibt es einen guten Blick hinter die Kulissen. Die Kälte in der kleinen unbeheizbaren Hütte, der Mäusedreck in der Scheune, die Akrobatikkünste im Wohnwürfel, der Verzicht auf ein eigenes Bad und der Hunger, wenn kein Geld mehr vorhanden ist. Die zehn Beispiele haben ihren Lebensstil selbst gewählt und worden nicht gezwungen auf so vieles zu verzichten. Für sie stellt es auch keinen Verzicht, sondern eine Erhöhung an Freizeit, Freiheit und Selbstbestimmung dar. Die Autorin erklärt innerhalb der Geschichten auch die typischen Schlagwörter, deren Entstehung bzw. deren Ursprung und streut auch ab und an ein paar Zahlen zur Umwelt, Nachhaltigkeit und der Wohnsituation in Deutschland ein. Es waren interessante und kurzweilige Geschichten, die man mal mehr und mal weniger nachvollziehen kann. Bei manchen Wohnmodellen fühlte man sich angesprochen und kam ins Überlegen, andere konnte ich direkt für mich ausschließen. Aber am Ende des Buches bleibt der Gedanke im Kopf, einfach mal zu reflektieren, wie man lebt und ob man nicht doch etwas zugunsten der Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit ändern kann. Und nein, man muss deswegen nicht direkt in einen Wohnwagen ziehen und nur noch Löwenzahn essen.

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