Leserstimmen zu
Die Fotografin - Am Anfang des Weges

Petra Durst-Benning

Fotografinnen-Saga (1)

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Dies war das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe ich es ist auch schon etwas her seit dem ich das Buch gelesen habe aber mir ist die Geschichte noch sehr gut im Gedächtnis geblieben. Der Schreibstil ist emotional, sehr kraftvoll und könnte mich mit detaillierten Beschreibungen direkt begeistern. Besonders beeindruckt hat mich Hauptprotagonistin Mimi - Sie ist sehr willensstark, mutig und zwar zugleich. Eine perfekte Mischung. Ich habe ihren Weg sehr gerne begleitet. Was mir auch sehr gut gefallen hat, war das Setting. Die Beschreibungen zauberten mir direkt detaillierte Bilder in den Kopf. Sowas liebe ich. Zum Inhalt werde ich nicht viel sagen, man muss es selber lesen und sich in diesen Bann ziehen lassen. Alles was ich sagen kann, ist dass ich die reihe weiter lesen möchte.

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„Ich will den Menschen Schönheit schenken, so wie Onkel Josef es tut! Und dafür muss ich doch irgendwann mal Fotografin werden!“ „Die Fotografin – Am Anfang des Weges“ ist der erste Band der Fotografinnen-Saga von Petra Durst-Benning. Er erschien im September 2018 im Blanvalet Verlag. Seit Mimi Reventlow klein ist und ihren Onkel, den Wanderfotografen, bei seiner Arbeit begleiten durfte, steht ihr Berufswunsch fest. Sie möchte Fotografin werden. Kein leichter Wunsch in Deutschland 1911. Trotzdem hält Mimi an ihrem Traum fest, doch als sie einige Jahre später nicht nur ihren Berufswunsch erfüllt, sondern auch noch eine angesehene Wanderfotografin geworden ist steht sie erneut vor einen schweren Entscheidung: Soll sie ihren kranken Onkel auf dem Dorf pflegen oder an ihrer Unabhängigkeit festhalten…? Mimi Reventlow ist das, was man als moderne Frau bezeichnen kann. Zu Beginn eines Jahrhunderts in der sich die klassische Rolle der Frau noch hinter dem Herd abspielte, greift sie nach anderen und modernen Idealen. Sie ist kreativ und intelligent und kämpft für ihren Kindheitstraum: die Fotografie. Dafür schlägt sie sogar einen Heiratsantrag aus – Unabhängigkeit und Freiheit sind ihr Traum. Obwohl ihr Weg zunächst steinig ist, gibt sie nicht auf und kann mit ihrer offenen und ehrlichen Art in der Regel schnell die Herzen der Menschen erobern. Auch ihre Fotografien sind einmalig und für die damalige Zeit besitzen sie Seltenheitswert. Mimi möchte weg von den eingestaubten und starren klassischen Motiven dieser Zeit. Sie möchte die Menschen mit ihrer Fotografie verzaubern und ihre Schönheit unterstreichen. Bei vielen kommt diese Idee gut an, als Mimi jedoch in das kleine Dorf Laichingen zieht, um ihren Onkel zu pflegen, wird sie von den Dorfbewohnern nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Die Bewohner des Ortes halten an ihren Traditionen und Werten fest, für Neues und vor allem für Kreativität und Frauen, die einen Beruf ausüben, der nicht in Heimarbeit für die Weberfabrik ausgeübt werden kann, ist nahezu undenkbar. Trotzdem gibt Mimi nicht auf und versucht im Ort Freundschaften zu knüpfen und sich für die Menschen einzusetzen. Mir hat Mimis Art von Anfang an unglaublich gut gefallen. Mir imponieren ihre Hartnäckigkeit und das Kämpfen für ihre Ziele, aber auch ihr gesamtes Wesen und ihre offene Art gefallen mir unglaublich gut. Ich bewundere, wie sie als Fotografin Fuß fassen konnte und dennoch weiß, was Familie bedeutet. Dass sie sich für ihren Onkel einsetzt und schließlich sogar darüber nachdenken muss, die Wanderfotografie für ihn aufzugeben, spricht für ihren tollen Charakter. Ihre Mutter hingegen hat mich sehr enttäuscht, denn eigentlich wäre es ihre Aufgabe gewesen, für ihren Bruder zu sorgen… Insgesamt sind die Figuren aber alle sehr authentisch und liebevoll beschrieben. Die einzelnen Geschichten der Nebenfiguren fügen sich wunderbar ins Gesamtbild ein und runden Mimis Geschichte brillant ab. Mimis Weg ist auf interessante und mitreißende Art und Weise beschrieben, der Schreibstil ist locker und leicht, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Gefühle und Emotionen werden anschaulich dargestellt und gerade Mimis Begeisterung an der Fotografie ist nahezu greifbar. Auch an humorvollen Szenen mangelt es nicht und gerade Mimis Unwissenheit in Sachen Haushalt sind wirklich niedliche beschrieben. Auch das Ende des Romans ist gut gelungen, es macht direkt Lust weiterzulesen und gibt einen Ausblick darauf, welche Schwierigkeiten in Laichingen noch auf Mimi zukommen können. Mein einziger, wirklich sehr kleiner Kritikpunkt ist, dass ich mir noch ein bisschen mehr Details zu Mimis Karriere als Wanderfotografin gewünscht hätte. Man erfährt zwar, wie ihr erster Weg verläuft und auch noch einmal wie es mit ihr vorangeht, bevor sie nach Laichingen zu ihrem Onkel geht, die Jahre dazwischen fehlen aber. Neben der fiktiven Geschichte werden einige interessante Details zur damaligen Fotografie beschrieben, die ich bisher überhaupt nicht kannte. Ich bin erstaunt, wie viel die Fotografen zur damaligen Zeit bereits konnten und grade die großartigen Retuschierfähigkeiten haben mich begeistert. Am Ende des Romans finden sich dann sogar Bilder, die zu Anfang des 20. Jahrhunderts aufgenommen wurden. Sie veranschaulichen das vorher beschriebene noch einmal mehr. Mein Fazit: „Die Fotografin – Am Anfang des Weges“ ist ein interessanter und spannender historischer Roman. Starke und individuelle Frauen, die für ihre Träume einstehen und für ihr Recht kämpfen gefallen mir immer sehr gut und auf Mimi Reventlow passt diese Beschreibung definitiv. Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen für einen wunderbaren historischen Roman!

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3,5 Sterne für Mimi‘s Start als Wanderfotografin

Von: Kristall86 aus An der Nordseeküste

04.10.2020

!3,5 Sterne! Klappentext: „Mimi Reventlow war schon immer anders als die Frauen ihrer Zeit. Es ist das Jahr 1911, und während andere Frauen sich um Familie und Haushalt kümmern, hat Mimi ihren großen Traum wahr gemacht. Sie bereist als Fotografin das ganze Land und liebt es, den Menschen mit ihren Fotografien Schönheit zu schenken, genau wie ihr Onkel Josef, der ihr großes Vorbild ist. Als dieser erkrankt, zieht sie in das kleine Leinenweberdorf Laichingen, um ihn zu pflegen und vorübergehend sein Fotoatelier zu übernehmen. Ihm zuliebe verzichtet sie nicht nur auf ihre Unabhängigkeit, sondern sieht sich in Laichingen zunächst auch den misstrauischen Blicken der Dorfbewohner ausgesetzt, da sie mehr als einmal mit ihrem Freigeist aneckt. Und als bald ein Mann Mimis Herz höher schlagen lässt, muss sie eine Entscheidung treffen …“ Petra Durst-Benning startet mit ihrer Geschichte um Mimi ihre „Saga“ der Wanderfotografin. Wir erleben eine völlig andere Zeit und dürfen dabei sehr gut abtauchen. Dennoch merken wir Leser schnell, dass das Jahr 1911 noch nicht gemacht ist für starke Frauen mit Durchsetzungsvermögen. Mimi zeigt Zähne und nimmt all ihren Mut zusammen um ihren Traum ein wenig wahr werden zu lassen. Ein wirklich schönes Highlight ist der Lokalkolorit um Laichingen. Wir erleben Dorfbewohner, die natürlich sich fürchterlich über Mimi echauffieren aber auch die, die sich hinter vorgehaltener Hand eingestehen müssen, das es mutig ist, was sie tut. Durst-Benning hat einen schönen flüssigen Schreibstil und demzufolge ein ruhiges Lesegefüge bei dem der rote Faden immer da ist. Dennoch muss ich gestehen, ist der Verlauf der Geschichte eher ruhig und seicht. Wir kennen solche Geschichten bereits zu genüge aber es ist eine angenehme Unterhaltung und mal ein anderes Spektrum wird angesprochen. Nett aber mehr auch nicht - 3,5 Sterne hierfür.

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Mimi Reventlow, die Protagonistin dieses Romans, ist für eine Frau vom Anfang des 20. Jahrhunderts sehr selbstbewusst und selbstständig. Sie verzichtet auf die Ehe mit einem gut situierten Mann, um ihr eigenes Leben zu leben und geht als Fotografin auf Wanderschaft. Über ihre Wanderjahre erfahren wir leider eher wenig. So richtig steigt die Geschichte dort ein, wo Mimi nach Laichingen geht, um ihren kranken Onkel zu pflegen. Ein sehr spannender Nebencharakter ist Eveline, eine Einwohnerin Laichingens, die sich ihr Leben ganz anders vorgestellt hat. Aus gutem Hause stammend ist sie mit dem Weber Klaus Schubert verheiratet. Leider ist das Leben an Klaus Seite sehr viel ärmlicher und schwieriger, als sie es sich je vorgestellt hätte. Dafür muss man Eveline wirklich ein Lob aussprechen. Sie macht das Beste aus der Situation und versucht, ihren Sohn Alexander zu unterstützen. Leider haben Frauen zu dieser Zeit sehr wenig zu sagen und Schubert ist seinem Chef Gehringer genauso hörig, wie alle anderen Einwohner Laichingens. Ja.. Gehringer… ein widerlicher Kerl… Der Unternehmer, dem die große Fabrik am Ort gehört meint, dass ihm auch die Menschen gehören und leider kommt er damit durch. Einzig Mimi bietet dem Großkotz die Stirn, was ihr das Leben in Laichingen nicht gerade erleichtert. Insgesamt erzählt Petra Durst-Benning eine sehr spannende Geschichte. Ich flog nur so durch die Seiten und wollte wissen, wie es mit Mimi und ihren Träumen weiter geht. Die Geschichte entwickelt sich stetig voran und mit jedem Stein, der Mimi in Laichingen in den Weg gelegt wird fiebert man mehr mit, ob sie diesen wieder aus dem Weg wird räumen können. Auch die Nebenfiguren, wie Mimis Onkel Josef oder die oben schon erwähnte Familie Schubert bringen viel Schwung in die Geschichte. Man lernt sie lieben (Alexander Schubert) oder fürchten (Gehringer), aber man ist auf jeden Fall nah an den Figuren dran und möchte alles erfahren. Der Schreibstil ist mitreißend und genauso bildhaft, wie Mimis Fotografien. Ich konnte mir Mimi und alle anderen, sowie das kleine Dorf vor meinem inneren Auge vorstellen. Das Buch endet mit einem Cliffhanger und ich bin sehr froh, dass ich Band 2 schon hier liegen habe und gleich weiterlesen kann. Vopn mir gibt es 5 Sterne für einen Roman über eine starke Frau, die mutig ihren Weg geht, ohne Furcht und ohne aufzugeben. Ich habe jede einzelne Seite genossen.

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Mimi, die Fotografin

Von: dreamlady66 aus Leonberg

18.07.2020

(Inhalt, übernommen) Mimi Reventlow war schon immer anders als die Frauen ihrer Zeit. Es ist das Jahr 1911, und während andere Frauen sich um Familie und Haushalt kümmern, hat Mimi ihren großen Traum wahr gemacht. Sie bereist als Fotografin das ganze Land und liebt es, den Menschen mit ihren Fotografien Schönheit zu schenken, genau wie ihr Onkel Josef, der ihr großes Vorbild ist. Als dieser erkrankt, zieht sie in das kleine Leinenweberdorf Laichingen, um ihn zu pflegen und vorübergehend sein Fotoatelier zu übernehmen. Ihm zuliebe verzichtet sie nicht nur auf ihre Unabhängigkeit, sondern sieht sich in Laichingen zunächst auch den misstrauischen Blicken der Dorfbewohner ausgesetzt, da sie mehr als einmal mit ihrem Freigeist aneckt. Und als bald ein Mann Mimis Herz höher schlagen lässt, muss sie eine Entscheidung treffen … Zur Autorin: „Nur, wer viel liest, kann auch schreiben.“ - Dass diese Überzeugung stimmt, beweist Petra Durst-Benning mit jedem ihrer Bücher aufs Neue. Seit ihrem Debütroman „Die Silberdistel“ (1996) hat sie eine riesengroße Fangemeinde. Historische Romane wie die „Glasbläser“-Trilogie, die „Zarentochter“-Saga und die „Jahrhundertwind“-Trilogie bezaubern durch ihre lebendige Sprache und die Einbettung historischer Details, durchwebt mit zarten Liebesfäden. Sie hatte bereits eine ganze Reihe History-Bücher veröffentlicht, bis sie sich 2015 an ihren ersten zeitgenössischen Roman wagte. Mit der „Meierhofen“-Reihe schlug sie ein neues Kapitel ihrer erfolgreichen Karriere auf – doch der Historie bleibt sie dennoch treu. Viele ihrer Bücher sind Bestseller und wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. Die Romane „Die Samenhändlerin“ und „Die Glasbläserin“ wurden verfilmt. Petra Durst-Benning lebt mit ihrem Mann und ihren Hunden nahe Stuttgart. Ihre Lesungen sind eine wunderbare Gelegenheit, ihre Geschichten und sie selbst näher kennenzulernen. Gesamteindruck/Schreibstil/Fazit: Danke an blanvalet für dieses Rezensionsexemplar, ich freute mich! Die Autorin Petra Durst-Benning hat einen geschichtlich-interessantes Buch geschrieben. Ihre Protagonistin Mimi stellt sie dem Leser als selbstbewusste und taffe Kämpferin vor, die es zu der damaligen Zeit schwer hatte. Da wurde die These vertreten, eine Frau soll heiraten und Kinder bekommen. Gegen die Männer-Domäne anzukämpfen, dazu gehörte eine ordentliche Portion Überzeugungskraft und auch Mut. Ich habe das Buch mit Mimis Geschichte mit Begeisterung gelesen. Definitiv empfehlens- und lesenswert! Für das Gesamtpaket gerne und uneingeschränkt 5*!

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Meine Meinung Esslingen 11. Februar 1905 An ihrem Geburtstag erhält Minna (Mimi) von Heinrich Grohe einen Heiratsantrag. Erst ist sie über den Antrag glücklich. Als der Vikar ihr aber ihre Tätigkeit als zukünftige Ehefrau mitteilt, ist es mit dem Glück schnell vorbei. Nicht nur dass sie Esslingen verlassen müsste macht ihr Probleme. Heinrich übernimmt die Pfarrei in Schorndorf. Natürlich darf Mimi dort den Haushalt führen, Kinder bekommen und den alten kranken Vorgänger der Pfarrei pflegen. Ihre Kenntnisse als Fotografin braucht sie da wirklich nicht. Mimi wird in dem Moment klar, dass es Heinrich ist, den sie nicht braucht. 1911 Mimi Reventlow ist eine tolle Frau. 1911 ist es für eine Frau sehr ungewöhnlich, sich selbständig zu machen. Ihr Onkel Josef ist ein Wanderfotograf. Von ihm hat Mimi ihre Leidenschaft zur Fotografie geerbt. Mimi hat Eltern, die es lieber sehen würden, wenn sie heiratet. Dennoch fügen die Pfarrer-Eheleute sich den Wünschen ihrer Tochter. Solche Eltern waren in dieser Zeit wie ein Sechser im Lotto. Statt der üblichen Aussteuer erhält Mimi Geld für eine komplette Fotoausrüstung und Startkapital. Mimi auf ihrem Weg zu begleiten macht unheimlich Spaß. Im Norden ist ihr das Glück weniger hold. Die sympathische Frau hat trotz Schwierigkeiten nie den Mut verloren. Mit ihrem sonnigen Wesen und einer großen Portion Glück, kann sie tolle Aufträge am Bodensee ergattern. Mehr wie einmal war sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Als ihr geliebter Onkel schwer erkrankt, schmeisst sie schweren Herzens alle weiteren Aufträge erstmal über den Haufen. Sie reist  nach Laichingen, um ihren Onkel beizustehen. In Laichingen hat der Fabrikant Gehringer das große Sagen. Mit seiner Weberei verschafft er in der Kleinstadt vielen Menschen Arbeit. Doch die Konkurrenz ist mittlerweile groß. Gehringer ist kein netter Mensch. Er beutet die Arbeiter aus. Mimi hat vor dem Fabrikanten keine Angst. Sie erweckt das Fotoatelier ihres Onkels (das eigentlich Gehringer mieten wollte) zu neuem Leben. In Laichingen begegnet man der selbstständigen Mimi mit Argwohn. Dennoch gewinnt sie auch Freunde. Anton, der Sohn der Wirtsleute im Ort, ist ein gutmütiges Schlitzohr. Er verhilft ihr zu Kundschaft. Alexander ist ein künstlerisch begabter Junge, der aus einer Weberfamilie stammt. Er malt Mimi ein wunderschönes Ladenschild.  Er fühlt sich von Mimi verstanden. Von seinem Vater wird er für seine Zeichnungen nur verspottet. Seine Mutter stammt aus einer reichen Familie. Sie hasst ihr beschwerliches Leben und ist stolz auf ihren Sohn. In der gepflegten Mimi sieht sie die Frau, die sie selber einmal war. Eine kurze Begenung mit dem Gewerkschaftler Hans lässt Mimis Herz höher schlagen. Warum nur haben sie keine Adressen ausgetauscht? Fazit Die  Geschichte spielt in der schwäbischen Alb. Die Protagonisten sind sehr lebhaft dargestellt. Ich habe nun wirklich das Gefühl, alle persönlich zu kennen. Sie spiegelt das beschwerliche Leben Anfang des 20. Jahrhundert wider. Ich habe mich in Laichingen sehr wohl gefühlt. Mir sind die meisten Menschen dort an's Herz gewachsen. Ich habe einiges von der Kunst der Fotografie erfahren. Viele Frauen betrachten die gutmütige Mimi als Vorbild. In ihrem Fotoatelier können sie ihr tristes Dasein für kurze Zeit vergessen. Mimis Bilder machen alles möglich. Sie erzeugen Illusionen. Da wird schon mal aus einer Weberin eine feine Dame. Kein Selfie kann mit wirklicher Fotokunst mithalten. Ich habe in Erinnerungen geschwelgt. Mich daran erinnert, wie ich Negative zum Entwickeln in eine Fotoladen gebracht habe. Vor allem das Abenteuer, wenn ich endlich die Fotos abholen durfte, zählt heute zu Nostalgie. Der Schreibstil liest sich wie Butter. Aus der Sicht von Mimi wird der Leser durch das interessante Geschehen geführt. Ich nehme jetzt erst mal für kurze Zeit Abschied von Laichingen. Die nächste Reise dorthin ist schon geplant. Herzlichen Dank Petra Durst-Benning. Ich habe jedes einzelne Wort genossen.

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Ich bewerte hier die mp3 Version. Gegen alle Widerstände wird Mimi Reventlow Fotografin, und findet nicht nur ihre Freiheit, sondern auch die Liebe … Minna Reventlow, genannt Mimi, war schon immer anders als die Frauen ihrer Zeit. Es ist das Jahr 1911, und während andere Frauen sich um Familie und Haushalt kümmern, hat Mimi ihren großen Traum wahr gemacht. Sie bereist als Fotografin das ganze Land und liebt es, den Menschen mit ihren Bildern Schönheit zu schenken, genau wie ihr Onkel Josef, der ihr großes Vorbild ist. Als dieser erkrankt, zieht sie in das kleine Leinenweberdorf Laichingen, um ihn zu pflegen und vorübergehend sein Fotoatelier zu übernehmen. Ihm zuliebe verzichtet sie nicht nur auf ihre Unabhängigkeit, sondern sieht sich in Laichingen zunächst auch den misstrauischen Blicken der Dorfbewohner ausgesetzt, da sie mehr als einmal mit ihrem Freigeist aneckt. Und als bald ein Mann Mimis Herz höher schlagen lässt, muss sie eine Entscheidung treffen …PortraitDurst-Benning, Petra Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Seit über zwanzig Jahren schreibt sie historische und zeitgenössische Romane. Viele Ihrer Bücher sind Spiegel-Bestseller und wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. Durst-Benning lebt mit ihrem Mann und zwei Hunden südlich von Stuttgart auf dem Land. Pages, Svenja Svenja Pages wirkt als Schauspielerin regelmäßig in bekannten TV-Serien mit. Sie ist außerdem eine etablierte Sprecherin, die ihre Stimme beim Synchronisieren und im Hörbuch gekonnt zur Geltung bringt (u.a. Jodi Picoult, ‚Kleine große Schritte‘ und Marissa Stapley, ‚Das Glück an Regentagen‘) Das Höhrbuch ist sehr toll und die Geschichte unheimlich spannend. Eine Junge Frau die ihren Weg bestreitet und sich nicht beirren lässt. Sie Zeigt ihrem lang jährigen Freund/Verlobten das sie dieses leben nicht will und geht in eine anderes Dorf. Pflegt ihren onkel und zeigt sich sehr stark wie ich finde. Mein empfinden jedoch hätte sein können das die Vorlesende etwas flüssiger hätte lesen können zudem hatte ich stellenweiße probleme ihr zu folgen. (wie gesagt das ist mein empfinden) Ich werde mir jedenfalls das Buch noch holen und selbst nochmal lesen. Ich gebe 4Sterne und freue mich auf den zweiten Teil.

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Auf die Autorin Petra Durst-Benning wurde ich zum ersten Mal aufmerksam durch die Glasbläser-Reihe, sie hatte mich damals schon fasziniert. Nun habe ich von der Reihe um die Entwicklung der Fotografie erfahren und die ersten beiden Bücher gelesen. Die Autorin schaffte es von Beginn an, mich in die Geschichte zu involvieren, mich zu fesseln und kurzweilig zu unterhalten. Sie erzählt von Minna Reventlow, einer mutigen Frau, die weiß, was sie will, die ihren Weg geht, die aber auch romantisch veranlagt ist. Sie lebt in den Jahren 1905 - 1911 und ist von ihrem Gefühl und ihrer Art schon viel weiter in der Zeit vorangeschritten. Sie möchte nicht heiraten und sich um Mann, Kinder und Haushalt kümmern, nein, sie möchte ihren Traum wahrwerden lassen. Wanderfotografin, das ist ihr Traum ihr Wunsch, den sie sich auch verwirklicht. Aber mitunter kommt halt - wie im wahren Leben auch - alles anders als geplant. Der Onkel ist ein wichtiger Bezugspunkt in ihrem Leben. Laichingen wird zur neuen Heimat, ungewollt .... Dann kommt da noch der schöne Mann, der ebenso wie sie seinen Weg geht, liebt er sie ??? Was wird aus Minnas Zukunft werden ??? Wenn man diesen Band eins gelesen hat, fiebert man auf Band zwei hin. Die Spannung wird von Beginn an aufgebaut, man kann sich sehr gut in die Charaktere eindenken, die Zeit ersteht vor dem geistigen Auge und auch die kleine Leinenweberstadt Laichingen mit ihren Menschen, ihren Traditionen, den Schwierigkeiten .... Trotz allem möchte Minna ihre Unabhängigkeit nicht verlieren, kann sie das schaffen? Wundervoll lebendig geschrieben. Fesselnd und authentisch im Stil der Zeit geschrieben, hat mir sehr gut gefallen. Man nimmt der Autorin die Umsetzung ihrer Idee zu 100 Prozent ab. Die Geschichte liest sich flüssig und unterhält hervorragend. Neben der fiktiven Geschichte erfährt man sehr viel vom Leben in der damaligen Zeit von der wenigen Freizeit, die die Menschen mit Beruf und Landwirtschaft hatten, aber auch von der Entwicklung der Fotografie, super gemacht - hat mir sehr gut gefallen !!!

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