Leserstimmen zu
Nocturna - Das Spiel des Fuchses

Maya Motayne

Die gefälschte Magie (1)

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Der Einstieg in die Geschichte ist mir ein bisschen schwer gefallen, was aber auch daran liegen kann, dass ich vor dem Buch ziemlich viel Romance gelesen habe und der Wechsel zu High Fantasy dann ein bisschen holprig war. Schnell wurde es jedoch spannend, magisch und ziemlich blutig. Die Charaktere sind interessant und natürlich mag ich vor allem Finn besonders gern - sie ist wütend, gebrochen und verzweifelt doch diese Eigenschaften machen sie auch zu einer absolut starken jungen Frau mit einem Überlebenswillen, der seinesgleichen sucht. Ich mochte die Dynamik zwischen den Protagonisten und die Entwicklung, die sie durchgemacht haben. Ein bisschen gefehlt hat mir das "lateinamerikanische Flair" - außer ein paar spanischer Begriffe hat sich im Roman für mich nichts gefunden, was darauf hindeuten würde, dass die ganze Geschichte lateinamerikanisch angelehnt ist. Wenn ich "lateinamerikanisch" höre, denke ich an bunte Farben, vor allem an rot. Ich denke an "La Muerta", an heißblütige Romanzen. Leider hat mir das alles gefehlt. Die Grundidee hinter dem Buch fand ich dennoch sehr spannend und ganz gut umgesetzt, allerdings muss ich zugeben, dass ich das Ende ein bisschen unbefriedigend fand. Das Buch wird angeteasert als "Start der neuen High Fantasy Reihe" - ich bin daher sehr gespannt, wie diese Reihe fortgesetzt wird. Alles in Allem ein gutes Buch, was ich mit ruhigem Gewissen jedem Fantasy Fan empfehlen kann, der mal wieder Lust auf neuen frischen Wind hat.

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„Seit er in ihrer Tür stecken geblieben war, hatte sich seine Wahrnehmung von ihr Stück für Stück verändert - als würde er mit den Fingern den Staub von einem Gemälde wischen und dabei immer besser erkennen, was es wirklich darstellte.“ <Prinz Alfehr - Nocturna> Obwohl alles in der dritten Person geschrieben wurde, mochte ich den Schreibstil sehr, denn er war leicht zu lesen. Mir hat es gefallen, nicht nur aus einer Perspektive die Geschichte zu lesen, sondern auch aus mehreren. Das Cover finde ich super schön und auch die Innenaufmachung ist sehr gelungen. Jedes Kapitel hat eine Überschrift, was das ganze noch ein Ticken spannender für mich gemacht hat. Die Idee die hinter diesem Buch steht, wurde meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt und ich wurde auch schnell mit den Charakteren warm, auch wenn ich dies anfangs bezweifelt hatte. Die Vergangenheiten der Protagonisten sind sehr gut herausgearbeitet worden und an manchen Stellen war ich einfach nur noch „baff“. Das Buch ist teils brutal, was mich positiv schockiert hatte, weil es dann umso spannender wurde. Es war so schön die Beziehung zwischen den Protagonisten und auch einfach ihre persönliche Entwicklung mitzuverfolgen. Die letzten 30 Seiten waren im Vergleich zum ganzen Buch, kaum „spannend“, dennoch war es mein Highlight, weil ich die ganze Zeit Gänsehaut bekommen hatte und nicht aufhören konnte zu schmunzeln. Am Anfang dachte ich, dass es sehr wenig um Liebe in diesem Buch gehen wird und ich lag auch richtig, trotzdem hat es mich überrascht, dass ich das Buch geliebt habe. Die ganze Welt fand ich einfach nur faszinierend und es tat mir innerlich weh, dieses Reich zu verlassen. Ich musste mich anfangs an die spanischen Wörter gewöhnen, weil sie in dem Buch schon oft vorkommen und somit das Lesen ein bisschen „schwerer“ gemacht, aber das ist nur meine persönliche Empfindung. Den Klappentext fand ich nicht sehr gelungen, denn er führt ein bisschen in die Irre, weil nachdem man das Buch gelesen hat, merkt man dann, dass es nicht so ganz den Inhalt wiederspiegelt. Zusammenfassend, ist dieses Buch total lesenswert für Leute die Fantasy bzw. Geschichten ohne sehr viel Romanze mögen. Ich habe dieses Buch geliebt und bin ein bisschen traurig, dass es zu Ende ist.

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>>Die Charaktere<< Selten fange ich mit diesem Punkt an, doch bei Nocturna habe ich das Gefühl, dass die Charaktere die Geschichte ausgemacht haben. Das muss auch erst einmal gar keine Wertung haben. Den Einstieg macht Prinz Alfehr, der sich nach dem Verlust seines Bruders eine Auszeit gegönnt hat und eigentlich immer noch nicht heimkehren wollte. Den Zwiespalt in ihm kann ich durchaus nachvollziehen, auch wenn die Beweggründe in der Story eher immer angerissen werden. Die junge Diebin Finn zieht mit voller Stärke nach, beweist sich hauptsächlich durch ihren Starrsinn und ihre Dickköpfigkeit, doch gerade diese Mischung hier macht es interessant. Obwohl das natürlich eher etwas individuelles ist und auch meiner Voreingenommenheit verschuldet ist, muss ich zugeben, dass ich mich mit den Namen immer wieder schwer getan habe. Prinz Alfehr hört meistens auf Alfie, was ich schon ein wenig gewöhnungsbedürftig fand, bei Finn hatte ich aber immer wieder einen männlichen Charakter im Kopf und bin dann über die Pronomen gestolpert. Auch, wenn die beiden hier den Hauptteil einnehmen, gibt es auch noch andere interessante Mitspieler, die den Verlauf gut voranbringen und für Abwechslung sorgen. Die Perspektivwechsel haben mich manchmal überrumpelt, gerade beim schnellen Lesen, weil sie nicht in einzelnen Kapiteln unterteilt sind. Ganz angenehm fand ich hier dafür, dass es schon eine gewisse Anziehung zwischen den Charakteren gibt, sich aber keine Lovestory in den Vordergrund „drängelt“. >>Das Gesamtpaket<< Auch, wenn Finn und Alfehr hier im Fokus stehen, so ist es doch unter anderem natürlich auch der Magie-Anteil, der hier wahnsinnig interessant ist. An manchen Stellen hätte ich hier gerne noch ein bisschen mehr erfahren, obwohl ich schon sagen muss, dass Maya Motayne sich hier viel Mühe gegeben hat, um die Thematik zu veranschaulichen. Den Schreibstil hatte ich mir vorher ein wenig „schwerer“ vorgestellt und war dann doch sehr positiv überrascht, wie schnell und gut ich in die Geschichte hereingekommen bin. So liest sich das Buch auch bis zum Schluss, was gerade bei den besonders spannenden Abschnitten sehr angenehm ist – da neige ich manchmal dazu, immer schneller zu lesen, weil ich so neugierig werde. An manchen Punkten hat dann aber dennoch immer eine Kleinigkeit für mich gefehlt. Die beiden Charaktere hätten mir noch mehr ans Herz gehen, die Welt hätte mich noch mehr einnehmen und das Ende hätte mich mehr umhauen können. Ein bisschen Jammern auf hohem Niveau – ohne Frage – doch so bleibt das Buch für mich zwar gute und interessante Unterhaltung, wird aber leider kein Highlight. Auf die Fortsetzung freue ich mich trotzdem schon sehr! FAZIT Alles in allem hat mir Maya Motayne mit Nocturna eine wirklich coole Unterhaltung geboten. An einigen Punkten hat mir leider immer noch eine Kleinigkeit gefehlt, damit es auch ein Highlight werden könnte, trotzdem fand ich den Auftakt wirklich interessant und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!

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Bei Nocturna von Maya Motayne hat mich ganz klar dieses außergewöhnliche Cover magisch angezogen und auch dieses Mal sollte mich mein Coverherz nicht täuschen. Durch den angenehmen Schreibstil fand ich recht schnell in die Geschichte, auch wenn ich etwas länger keine Ahnung hatte, wo sie uns denn hinführen wird. Ich hatte zunächst ein paar Problemchen mit den Charakteren, zumindest Prinz Alfie, aber die sollten unbegründet bleiben, wie ihr später sehen werdet. Das Magiesystem hat sich mir nicht sofort erschlossen, aber dann schlug es voll ein. Elementarmagie gemischt mit mehr, das ich euch nicht verraten werde und das wirklich faszinierend eingesetzt. Und dazu noch sehr gewaltbereit und düster. In der ersten Hälfte des Buches kam es dadurch bei mir aber immer wieder zu etwas Spannungsverlust, da ich auch nicht einschätzen konnte, wie sich alles entwickelt, aber meine Bedenken waren absolut unbegründet. Die zweite Hälfte des Buches war einfach nur mega. Hier wirkte das Zusammenspiel der Charaktere, der Magie und der interessanten Handlung komplett auf mich und ich wurde einfach mitgerissen. So habe ich auch knapp 300 Seiten einfach am Stück runtergelesen, weil ich mich nicht mehr trennen konnte. Prinz Alfie kehrt nach dem Verschwinden seines Bruders gerade erst wieder an den Königshof zurück, um sein Erbe als zukünftiger König anzutreten. Sehr zu seinem Widerwillen. Allerdings lässt er es ein letztes Mal auf ein tödliches Spiel ankommen, um seinen Bruder doch noch zu finden. Hier trifft er auf die trickreiche Diebin Finn, die es ebenfalls auf den Gewinn abgesehen hat. Es kommt zum bitteren Aufeinandertreffen mit schweren Folgen und einer daraus resultierenden Zusammenarbeit. Und das, wo sich beide weder ähnlich sind noch leiden können. Kann das wohl gut gehen? Immerhin gilt es eine böse Macht einzudämmen. Lasst euch überraschen. Für mich haben in Nocturna ganz klar die Charaktere und die Handlung punkten können. Erzählt wird uns die Geschichte abwechselnd aus Finns und Alfies Sicht. Später kommt eine weitere Person hinzu. Und diese Sichtweisen habe ich geliebt, denn Finn und Alfie könnten nicht unterschiedlicher sein. Finn habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Eine sehr starke Persönlichkeit mit spitzer Zunge und schlagkräftiger Faust. Außerdem ist ihre Magie wirklich beeindruckend. Alfie war mir erst gar nicht so sympathisch und seine Magie gewöhnungsbedürftig. Der verwöhnte, naive Königsspross. Aber er konnte mich überzeugen, dass definitiv mehr in ihm steckt. Das Zusammenspiel der beiden habe ich einfach nur geliebt. Der Wortwitz, die entstandene Spannung und auch die Abenteuer, die die beiden erleben. Einfach genial. Außerdem sind es endlich mal Charaktere mit Ecken und Kanten, die ihre eigenen Probleme zu tragen haben und auch teils daran zerbrochen sind. So stelle ich mir starke Charaktere vor und so liebe ich sie. Zur Handlung werde ich euch nichts erzählen, denn das müsst ihr selbst erleben. Die Autorin lässt uns die Ereignisse absolut bildgewaltig erleben und ich bin echt beeindruckt von ihrer Fantasie und ihrer Idee. Ich sage nur, es wird spannend, sehr actionreich, magisch, düster, gewaltreich und auch blutig. Es kommt zwar gerade zu Beginn immer wieder zu kleineren Durststrecken, aber das Durchhalten lohnt sich hier einfach total. Mein Leserherz war am Ende mehr als zu begeistert. Es ist bombastisch. Vor allem auch, weil Nocturna zwar der Auftakt einer Reihe ist, aber dieser auch in sich geschlossen ist, so dass man ohne Cliffhanger das nächste Abenteuer erwarten kann. Mein Fazit: Nocturna von Maya Motayne schlug langsam bei mir ein, aber dann so richtig. Hatte ich zunächst einige Startschwierigkeiten mit dem Setting, dem Magiesystem und auch mit dem ein oder anderen Charakter, legte sich das nach kürzester Zeit und ich war vollkommen in der Geschichte gefangen. Eine Geschichte, die für mich durch ihre Charaktere und die faszinierende und actionreiche Handlung lebt. In diesem Auftakt kommt es zu Beginn immer wieder zu kleineren Durststrecken, aber das Dranbleiben lohnt sich, denn die zweite Hälfte habe ich einfach nur verschlungen und bin absolut begeistert von der Magie, der Idee und der Umsetzung. Es wird actionreich, spannend, geheimnisvoll und vor allem düster, gewaltbereit und doch auch blutig. Alles passend zu der atemberaubenden Magie. Und das Beste: der Auftakt ist in sich geschlossen und es gibt keinen bösen Cliffhanger. Ich freue mich schon auf das nächste Abenteuer mit der Diebin, dem Prinzen und dem Badewannenjungen. Eine klare Leseempfehlung von mir und 4,5 Sterne (auf den gängigen Portalen 4).

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Nocturna – Das Spiel des Fuches Bereits seit ich das Originale Cover gesehen hatte, habe ich mich auf die deutsche Übersetzung gefreut. Der Klappentext und das versprochene High Fantasy Genre im lateinamerikanischen Setting hat mich neben der Magie von Finn und Alfie sofort neugierig gemacht. Der Einstieg in die Geschichte ist mir Anfangs noch recht leicht gefallen. Prinz Alfehr wirkt zwar etwas sprunghaft und launenhaft in seinen Entscheidungen, war aber trotzdem ein Interessanter Protagonist der die Aufgabe seinen Bruder zu finden, äußerst ernst nimmt. Dieser gilt für Tod, doch davon will Alfie nichts wissen. Selbst sein innerer Konflikt war für den Leser sehr nachvollziehbar dargestellt. Vom Worldbuilding habe ich mir allerdings etwas mehr erhofft. Sobald eine Geschichte als High Fantasy deklariert wird, erwarte ich hier einen komplexen Aufbau von Grund auf. Doch mehr als ein paar lateinamerikanische Begriffe bekommen wir hier leider nicht. Selbst diese hörten sich für mich nicht nach etwas neuem an. Lag wahrscheinlich auch nach der spanischen Sprache? Komisch innerhalb eines Fantasy Buches. Die Magie hingegen fand ich recht Interessant sowie die kleinen magischen Feinheiten der Geschichte und die Idee an sich. Die Idee, dass jeder eine Art Element besitzt und noch dazu eine andere süße Art der Magie, die Propios, fand ich super. Ganz vorne dabei war Finn und ihre zusätzliche Fähigkeiten andere Gesichter anzunehmen. Tatsächlich dachte ich, dass sie mir sofort ans Herz wachsen wird. Doch anfangs wurde ich mit ihr noch nicht ganz warm und bekam sie als Protagonistin nicht richtig zu fassen. Doch auch dies, zusammen mit dem Ankommen der Geschichte wurde von Kapitel zu Kapitel leichter. Dies lag wahrscheinlich am Klischee und typischen Rollenverteilung die man schon des Öfteren gelesen hat. Langatmige Stellen gab es nur wenige und die Spannung wurde an den richtigen Stellen durch spektakuläre Kampfszenen noch weiter voran getrieben. Diese waren recht blutig was für mich aber okay war, da dieses Buch für mich nicht unbedingt als Jugendbuch durchgeht. Fazit: Tatsächlich habe ich mir von der Geschichte etwas mehr erhofft, wobei ich dieses Mehr aber vorsichtig formulieren muss. Mundo ist eine interessante Welt und bietet uns einiges Neues aber auch einige Klischees und Bekanntest. Trotzdem finde ich die Idee hinter der Geschichte und vor allem die Charaktere und ihre weitere Entwicklung sehr interessant. Der Klappentext sowie das Deutsche Cover, samt Überschrift geben uns ein etwas falsches Bild von dem Inhalt. Trotzdem bleibt es ein Hingucker. Der Schreibstil war etwas gehobener, an manchen Stellen etwas ruppig, trotzdem aber flüssig und spannend zu lesen. Alles in allem bin ich gespannt auf den nächsten Band von dem ich mir einige Antworten erhoffe.

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Meine Meinung: Bei "Nocturna - Das Spiel des Fuches" überrascht mich im Nachhinein vor allem eines: Die falsche Darstellung der Geschichte im Klappentext, Titel und Gestaltung. Der Prinz in Gestalt des Fuchses spielt in der Handlung in Wirklichkeit nur für einen winzig kleinen Moment eine Rolle. Nämlich als sich die beiden Protagonisten Kronprinz Alfehr und die Gesichtsdiebin Finn kennenlernen. Danach wird diese Tarnung nie wieder genutzt. Außerdem wird die böse Magie nicht freigesetzt, weil die beiden Charaktere aufeinanderprallen, sondern weil Alfehr diese bewusst befreit, ohne aber die Ausmaße seines Handels und der Kraft zu kennen. Für mich ist zumindest der zweite Punkt wichtig, denn er spiegelt die Naivität von Alfehr sehr gut wieder. In der Geschichte geschehen immer wieder Dinge, die wenig durchdacht scheinen oder leichtgläubig getroffen werden. Zum Glück - für die Protagonisten - geschieht danach nichts katastrophales. Es gibt zwar viele, teilweise sehr brutale Kämpfe, aber am Ende entkommen Alfehr und Finn der Gefahr und das obwohl das allumfassende Böse eine Kraft besitzt, der niemand etwas entgegensetzten kann. Für mich war der Plot an dieser Stelle sehr unausgereift, denn all diese Szenen wurden zu einfach, nicht nachvollziehbar aufgelöst. Besonders das Ende konnte mich nicht überzeugen. Auch wenn ich bisher hauptsächlich Kritik geübt habe, hat mich das Buch insgesamt unterhalten können. Die Handlung ist schnelllebig, meist spannend gemacht und es wurde beim Lesen nicht langweilig. Das Magiesystem hinter der Geschichte fand ich ebenfalls interessant. Ich hätte mir nur gewünscht, dass es etwas mehr im Fokus gestanden hätten. Genauso wie das lateinamerikanische Setting, denn dieses kommt hauptsächlich durch spanische Namen und Zauberformeln zur Geltung. Wenn also an ein paar Stellschrauben gedreht und der Plot etwas mehr ausgearbeitet worden wäre, könnte ich mir gut vorstellen, dass mir das Buch deutlich besser gefallen hätte. So weiß ich noch nicht, ob ich den zweiten Band lesen möchte. Eher nicht, denn mit dem Ende kann man auch so gut leben. Fazit: Die Idee, die hinter "Nocturna - Das Spiel des Fuchses" steckt, war vielversprechend, ist aber auf den zweiten Blick unausgereift. Naive Handlungen, zu leicht aufgelöste Gefahren, das allumfassenden Böse und brutale Kämpfe geraten schnell in den Fokus. Wofür leider das lateinamerikanische Setting und das Magiesystem in den Hintergrund rutschen.

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Der Schreibstil ist sehr eigenwillig, da die Autorin viele spanische Worte mit einfließen lässt. Passt es bei einigen Stellen ganz gut, ist es nach meinem Empfinden, an vielen Stellen doch eher unangebracht. Die Protagonisten beginnen mehr als schwierig. Wir lernen Prinz Alfehr kennen, der sich in Selbstmitleid badet und förmlich darin ertrinkt. Dreiviertel des Buches bestehen aus seiner langweiligen und ach so traurigen Vergangenheit, seinen Selbstvorwürfen und den Plänen seinen verstorbenen Bruder wieder zurückzuholen. Er ist letzten Viertel entwickelt er sich zu einem annehmbaren jungen Mann. Dann ist da noch Finn. Ihre Geschichte beginnt mit etwas mehr Finesse. Jedoch flaut das recht schnell ab, denn auch sie badet in Selbstzweifeln und Hass auf alles und jeden. Vertrauen ist für sie ein Fremdwort und ihre coole Fassade ist nur eine Schutzschicht, denn eigentlich wird sie von Angst zerfressen. Tja und dann hätten wir da noch Ignacio. Der Mann, der aus purem Hass und Rache und Selbstgefälligkeit zu bestehen scheint. Und das schon bevor, das Dunkel von ihm Besitz ergriffen hat. Er begehrt nichts mehr als Finn und ihre Liebe zu ihm, die in Wahrheit nichts als Angst ist. Aber er redet sich sehr gerne ein, dass sie ihn aufrichtig liebt und als ihren Vater ansieht. Der pure Horror in einer Person, was will man mehr. Mir hat so vieles gefehlt. Wie schon gesagt, besteht Dreiviertel des Buches nur aus Lebensgeschichten und Selbstmitleid. Das zieht einen wirklich runter und ich habe mich oft einfach geweigert, es weiter zu lesen. Da ich aber ungern Bücher abbreche, hab ich es durchgezogen und der Schluss hat tatsächlich noch einiges retten können. Das Ende hat mir dennoch nicht gefallen. Eine unterschwellige Lovestory haben wir auch dabei, mal mehr, mal weniger. Im Großen und Ganzen fand ich es wirklich anstrengend und langweilig, ABER das letzte Viertel hat mir das doch noch sehr gefallen. Denn es gab endlich Action und einen ganz okeyen Finalkampf. Ob ich die Folgebände allerdings lesen werde, ist eher unwahrscheinlich.

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Das Buch ist ein Auftakt einer High Fantasy Reihe mit südamerikanischen Setting. Ich hatte sofort ein Bild eines magischen Mexicos im Kopf ähnlich wie bei "Elena von Avalor" wenn euch das was sagt. Ich mochte den Weltenbau insgesamt sehr gerne, nur hätte ich mir hier und da noch etwas mehr Details gewünscht. Hier kann nämlich jeder Magie wirken, vorwiegend Elementar Magie oder auch spezielle Magie [einzigartige] die es nur einmal gibt. . Von den Protagonisten mag ich Prinz Alfehr am liebsten. Er ist sanfter, gutmütiger und sensibler Prinz. Was mir persönlich sehr gut gefällt, denn nicht jeder muss gleich mit den Säbel um sich schwingen. Die weibliche Prota ist das glatte Gegenteil stur, egoistisch und manchmal nervig aber ich bewundere sie für ihren Kampfgeist und ihre Stärke. Die beiden geben eine super Mischung ab und ergänzen sich perfekt. Beide machen in der Geschichte große Entwicklungen durch. Alfie wird mutiger und selbstsicherer, Finn dagegen lässt wieder Emotionen zu. Der "Bösewicht" hier ist auch ziemlich interessant, vorallem seine Art der Magie. . Meistens bleibt die Spannung gut erhalten auch wenn sich einige Kapitel gezogen haben. An manchen Stellen wird es auch schon mal ziemlich blutig aber es passt in das Geschehen und hat mich nicht gestört. . Das was mich gestört hat sind die unausgesprochenen Gefühle, die bis zum Ende hin auch so bleiben. So was macht mich wahnsinnig und lässt mich auch irgendwie unbefriedigt zurück. Daher werde ich definitiv den zweiten Band lesen, weil ich wissen möchte, ob sich da was in dieser Richtung noch tut. . Zusammengefasst gibt es also 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für alle Fantasy Liebhaber und die es noch werden wollen.

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