Rezensionen zu
Liebe zwischen den Zeilen

Veronica Henry

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Die kleine Buchhandlung Nightingale Books hat Emilia von ihrem geliebten Vater übernommen. Im Herzen des verschlafenen Städtchens Peasebrook ist sie eine Begegnungsstätte für die unterschiedlichsten Menschen mit ihrem Kummer und ihren Träumen. Doch Julius Nightingale war ein großer Buchliebhaber und kein Buchhalter – der Laden steht kurz vor dem Ruin. Emilia bleiben nur wenige Monate, um diesen besonderen Ort vor einem Großinvestor zu retten. Denn nicht nur sie findet hier Freundschaft und Liebe … »Ein großartiges Roman über die Kraft von Büchern und Geschichten.« The Sun on Sunday. Die Buchhandlung Nightingale war nicht nur ein Ort zum Bücher kaufen, es war ein Ort der Begegnungen und des Miteinander. Der Inhaber Julius Nightingale hat sich für jeden Kunden Zeit genommen, er war kein Verkäufer. Deshalb wundert es einen nicht, dass die Buchhandlung keine Goldgrube war. Emilia sieht sich vor einem Berg voller Probleme, als sie vor der Frage stand, wie es nach dem Tod des Vaters weitergehen soll. Dabei weiß sie eigentlich gar nicht, ob sie die Buchhandlung überhaupt weiterführen möchte. Da erhält sie ein verlockendes Kaufangebot, das sie aber ablehnt, obwohl ihr bald klar wird, dass sie eigentlich keine andere Wahl hat als zu verkaufen. Eine in sich sehr schöne Geschichte, die in diesem Buch beschrieben wird. Ich habe dieses Buch gerne gelesen, aber ich kann nicht sagen, dass es für mich ein Buch ist, das ich mehrmals lesen werde - für mich ein Buch, das einmal gelesen wird und das war schön aber ausreichend, deshalb meine Bewertung : 4 von 5 möglichen Punkten An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag bedanken, der mir dieses Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Jedoch möchte ich ebenso betonen, dass es sich bei meiner Rezension um meine eigene Meinung handelt.

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"Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde" - Jean Paul Die kleine Buchhandlung Nightingale Books hat Emilia von ihrem geliebten Vater übernommen. Im Herzen des verschlafenen Städchen Peasebrook ist sie eine Begegnungstätte für die unterschiedlichsten Menschen mit ihrem Kummer und ihren Träumen. Doch Julius Nightingale war ein großer Buchliebhaber und kein Buchhalter - der Laden steht kurz vor dem Ruin. Emilia bleiben nur wenige Monate, um diesen besonderen Ort vor einem Großinvestor zu retten. Denn nicht nur sie findet hier Freundschaft und Liebe... Zum Buch :) Verlag: Diana Preis: 9,99€ Seitenzahl: 366 Über das Cover: Eigentlich hat das Cover mich erstmals auf das Buch aufmerksam gemacht. Ich finde Bilder von Büchern oder Buchläden sehr ästhetisch, sie geben mir das Gefühl, eine Leidenschaft gefunden zu haben. Auf dem Cover sieht man den Buchladen Nightingale Books (jedenfalls stelle ich ihn mir so vor) und der Titel und das Genre sind wunderbar in das Bild verarbeitet. Ich könnte mir das Cover für lange Zeit einfach nur ansehen, um die Buchtitel von den winzigen Büchern im Schaufenster zu entziffern und mich zu fühlen, als stände ich wirklich vor dem Laden. Über den Plot: Als ich das Buch endlich bei mir zu Hause liegen hatte, habe ich mir den Klappentext nochmal durchgelesen und hatte kurz Angst, dass es doch ein Buch sein würde, was mir nicht gefallen könnte. Die Wörter Ruin und Großinvestor haben mich denken lassen, dass es vielleicht nicht das Richtige sein könnte. Daher hat "Liebe zwischen den Zeilen", obwohl ich es vorher so sehr lesen wollte, erstmal etwas Zeit in meinem Bücherregal verbracht. Doch als ich angefangen habe zu Lesen, war ich beruhigt, dass ich mit meiner Angst komplett falsch gelegen hatte. Zuerst hat mich der Charme von der kleinen Stadt Peasebrook in seinen Bann gezogen. Ich habe sie mir ein wenig wie Cornwall vorgestellt. Zwar gibt es kein Meer, aber trotzdem hat die kleine Stadt mit ihren Läden mir den selben Eindruck von der Atmosphere gegeben. Über die Charaktere: (teilweise Spoiler!!!) Julius Nightingale und Emilias Mutter waren sind mir sehr ans Herz gewachsen, auch, wenn man nur im Rückblick von ihnen erfährt. Ich finde es besonders spannend, dass man erst im Laufe der Geschichte erfährt, warum Emilias Mutter nicht mehr da ist. Emilia Nightingale war mir am Anfang ein bisschen zu kurz angebunden und zu sehr ein Stadtmensch. Irgendwie hat sie nicht so richtig nach Peasebrook gepasst, jedoch hat sich das im Laufe der Geschichte komplett geändert. Ich finde es auch gut, dass die Geschichte sich nicht nur um Emilia dreht, sonder auch um viele andere Menschen aus Peasebrook, die mit dem Bücherladen und Julius verknüpft sind. Thomasina, Bea, Sarah, June und noch viele mehr kamen mir vorher fremd vor, doch während des Lesens war es eine erfrischende Abwechsung von ihren Leben zu lesen und wie sie sich entwickelten. Die Entwicklung der Charaktere sind nämlich das Herrausragende. Ich war froh, dass sie alle ein Happy End hatten. Ich mag Bücher mit Happy End und hier war es genau das richtige und sehr zufriedenstellend. Besonders über Dillon und Thomasina habe ich mich gefreut, wenn wieder ein Kapitel über sie kam. Dillon, weil er ungefähr in meinem Alter ist, sich jedoch schon so reif und erwachsen im Bezug auf Alice verhält, dass es mich beeindruckt hat. Thomasina, weil auch ich ein schüchterner Mensch bin und ich begeistert über ihre Fortschritte war, wie zum Beispiel, als sie auf Julius´ Trauerfeier vorgelesen hat. Allgemein: "Liebe zwischen den Zeilen" hat eine sehr erfrischende Wirkung auf mich gehabt. Ich konnte die Kapitel nur so überfliegen und, wenn ich mal nicht darin gelesen habe, musste ich trotzdem über die Charaktere und Peasebrook nachdenken. Alles in Allem ein sehr gelungenes Buch, das durch meine anfänglichen Zweifel sich doch als Schatz herausstellte.

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Lesegrund Können wir bevor ich irgendetwas zu diesem Buch schreibe, kurz inne halten und uns an diesem wunderschönen Cover erfreuen? Hach! Ja, dieser Buchdeckel sprach mich sofort an und ist nicht gering daran beteiligt, dass ich es im Bloggerportal des Random House Verlages anfragte. Aber auch der erste Storyeindruck gefiel mir. Bücher, ein Buchladen, das klang sofort einladend. Meine Meinung Ich brauchte sehr lange, um mit der Geschichte warm zu werden, was aber in keiner Weise an der Handlung an sich lag. Diese wirkte auf mich von der ersten Seite an sehr schön, liebevoll und interessant. Was mir zu schaffen machte, waren die vielen, vielen Charaktere. Neben den (eigentlich gefühlten) Hauptpersonen, wurden schnell unzählige weitere Figuren eingeführt, sodass man als Leser kaum mehr hinterher kam. Das liegt besonders daran, dass, wenn ein neuer Charakter eingeführt wird, auch aus seiner Perspektive geschrieben wird. Das geschieht gerade am Anfang sehr oft, was dazu führt, dass man schnell den Überblick verliert, wer gerade an der Reihe ist. Diese Sichtwechsel werden leider auch nicht nachvollziehbar, zum Beispiel an einem Kapitelanfang vorgenommen, sondern teilweise völlig unerwartet, wie nach einem Zeilenumbruch. Nachdem jedoch alle Charaktere eingeführt wurden und man sich einen Überblick verschaffen konnte, lässt sich die Geschichte schön, spannend und interessant lesen. Am Ende laufen dann alle Handlungsstränge zusammen, á la Tatsächlich Liebe und es gibt für jede Person ein persönlich gebackenes Happy End, mal mit mehr, mal mit weniger Kitsch. Fazit Durch die undurchsichtige Charaktereskalation, die mich von Beginn an zu überfordern drohte, geriet die eigentlich schöne und durchdachte Handlung in den Hintergrund. Man konnte sich auf diese nur zweitrangig konzentrieren, da man den Großteil der Lesezeit damit beschäftigt war herauszufinden, durch wessen Augen man gerade sieht. An sich ist es eine tolle Idee, die Geschichte aus vielen unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, an der Umsetzung scheiterte es hier aber gewissermaßen. Ein paar Zwischenüberschriften oder kürzere Kapitel hätten dabei schon viel geleistet. Nichtsdestotrotz schaue ich lächelnd auf dieses Leseerlebnis zurück, da mich die Erzählung um die Buchhandlung und darum, was Bücher bewirken können, sehr berührt hat. Eines noch: Wer dieses Buch liest läuft zusätzlich Gefahr, den großen Wunsch zu entwickeln, eine Buchhandlung aufzumachen. So auch ich. Selbstverständlich.

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Kurzbeschreibung: Emilias Vater Julius stirbt und sie erbt den Buchladen Nightingale Books, den er ihr hinterlassen hat. Diese Buchhandlung war nicht nur Lebensinhalt ihres Vaters, sondern ein Treffpunkt für unterschiedlichste Leute, die im verträumten Peasebrook leben. Hier wurde gelesen, sich ausgetauscht, Freundschaften geschlossen und Liebe gefunden. Julius hatte für jeden Anwohner ein offenes Ohr und sein Tod hinterlässt nicht nur bei seiner Tochter eine große Lücke. Doch Emilia hat nicht nur mit dem Verlust ihres Vaters zu kämpfen, sondern auch mit der Rettung von Nightingale Books. Die Buchhandlung steht kurz vor dem Ruin. Meinung: Ein Buch, das sich um Bücher dreht! Gibt es schönere Werke zu lesen? Nur wenn sie mindestens in einem genauso einzigartigen Schreibstil verfasst wurden wie Liebe zwischen den Zeilen. Das Buch lebt wirklich durch die verschiedenen Figuren, die durch Veronica Henry verblüffend lebensecht dargestellt sind. Authentisch erschafft sie jedem Charakter eine individuelle Persönlichkeit, und verleiht ihnen Geheimnisse, Sorgen und Leidenschaften. Durch den lockeren, aber sehr detaillierten Stil erschließt sich Peasebrook schnell vor dem inneren Auge des Lesers. Man taucht direkt in die Geschichte ein und begegnet den Charakteren als wäre man mit ihnen in Peasebrook, um ihnen in diesen schwierigen Zeiten des Verlustes beizustehen. Ich finde es schwierig, die Gefühle festzuhalten, die ich beim Lesen hatte, aber trotz der traurigen Geschichte war alles sehr heimelig und man hat sich in Peasebrook wohl gefühlt. Die Figuren waren einem sehr vertraut, was wohl damit zusammenhängt, dass jedes Kapitel durch lange innere Monologe und eine Art Berichterstattung gekennzeichnet ist. Die geschriebenen Worte gehen dabei direkt ins Herz des Lesers. Ich erinnere mich noch gut an den 03. Januar als ich auf dem Weg zur Arbeit Liebe zwischen den Zeilen begann und mir fast die Tränen in der Straßenbahn gekullert sind. Als Emilia von den letzten Stunden ihres Vaters berichtete, seinem Zustand und was er nicht mehr machen konnte, musste ich wirklich schlucken. Detaillierte Beschreibungen des Todes einer geliebten Person kriegen mich immer wieder und es fällt mir wirklich schwer, solche Szenen zu lesen. Ich war optimistisch, dass dies nur der Auftakt der Geschichte ist, doch leider musste ich feststellen, dass sich die bedrückende Stimmung und Melancholie durch das gesamte Buch zieht. Emilia ist eine sehr sympathische Protagonistin. Ich konnte ihr Handeln gut nachvollziehen und habe ihren Kapiteln entgegengefiebert, denn sie waren für mich persönlich die spannendsten des Buches. In Liebe zwischen den Zeilen gibt es mehrere Perspektiven, aus denen die Geschichte erzählt wird. So lernen Leser beispielsweise Sarah kennen, die Julius Tod sehr stark trifft und die mit ihrem Kummer kaum weiter weiß, oder aber die schüchterne Thomasina, die nur bei Julius ihre introvertierte Persönlichkeit ablegen konnte und die es nach seinem Tod immer wieder in die Buchhandlung zieht. Sarah, Emilia und Thomasina sind jedoch nicht die einzigen Figuren, die das Buch mit einzigartigen Geschichten füllen. Leser erhalten auch Einblicke in die Sichtweisen der Antagonisten und männlichen Figuren. Und wer weiß, vielleicht trifft ja auch Emilia in Nightingale Books eine neue Liebe? Die vielen Erzählperspektiven sind interessant und machen den Roman vielschichtig. Was mir auch sehr gut gefallen hat sind die Rückblenden in die 1980er Jahre. So erfahren Leser wie Julius Nightingale zu der Buchhandlung gekommen ist, wie er Emilias Mutter kennen- und liebengelernt hat und wieso seine Tochter sein Ein und Alles ist. Diese Seiten sind herzerwärmend und tragisch zugleich, da bei Emilias Eltern die Liebe mit Sorgen und Leid zusammenhängt. Und dies beschreibt den Inhalt des gesamten Buches wunderbar: Liebe hängt mit Traurigem zusammen, aber aus der Trauer entsteht wiederum etwas Schönes. Fazit: Eine facettenreiche Geschichte, die direkt ins Herz geht. Durch die vielen Erzählperspektiven bietet Liebe zwischen den Zeilen dem Leser viel Abwechslung und eine interessante Auswahl an Figuren. Die Melancholie, die von diesem Buch ausgeht, sorgt jedoch für einen bitteren Beigeschmack, der nicht jedem Leser gefallen könnte.

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Inhalt "Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde." Jean Paul Die kleine Buchhandlung Nightingale Books hat Emilia von ihrem geliebten Vater übernommen. Im Herzen des verschlafenen Städtchens Peasebrook ist sie eine Begegnungsstätte für die unterschiedlichsten Menschen mit ihrem Kummer und ihren Träumen. Doch Julius Nightingale war ein großer Buchliebhaber und kein Buchhalter - der Laden steht kurz vor dem Ruin. Emilia bleiben nur wenige Monate, um diesen besonderen Ort vor einem Großinvestor zu retten. Denn nicht nur sie findet hier Freundschaft und Liebe... "Ein großartiger Roman über die Kraft von Büchern und Geschichten." The Sun on Sunday (Quelle: Klappentext) Meine Meinung Ich habe, glaube ich noch nie ein Buch mit so vielen unglaublich tollen Charakteren gelesen und weiß gerade gar nicht wo ich anfangen soll. Ich fange mal mit Julius an, der ja leider ziemlich am Anfang des Buchs verstirbt, was man ja schon vorher wusste, aber dennoch ist es sehr traurig, weil er ein wirklich liebenswerter Mensch war, der immer ein offenes Ohr für Jedermann hatte. Seine Tochter Emilia ist ihm sehr ähnlich und obwohl ich mich oft über ihre Unentschlossenheit geärgert habe, mochte ich sie am allerliebsten. Ehrlich gesagt mochte ich aber alle Charakter aus diesem Buch sehr gerne, außer Thomasina (bei der ich den Namen schon so grässlich fand) die war mir leider nicht besonders sympathisch, weil sie so furchtbar schüchtern ist und ich das einfach nur nervtötend fand. Alle anderen: Sarah, Alice, Dillon, Jackson und Marlowe fand ich richtig toll, ich hoffe ich habe niemanden vergessen. Der Schreibstil ist auch mal was anderes, man liest immer abwechselnd aus der Sicht von jemand anderem, was ich sehr erfrischend fand, denn so hat man nicht die ganze Zeit nur mit Emilia zu tun gehabt, denn das wäre glaube ich mit der Zeit sehr langweilig geworden. Es gibt sehr sehr viele dramatische Wendungen und Überraschungen, vor allem gegen Ende. Es gibt auch einige kleine Liebesgeschichten, also kommt die Liebe auch nicht zu kurz. Mit der Geschichte an sich war ich ebenfalls sehr zufrieden und mit dem Ende oder eher gesagt mit den Enden konnte ich sehr gut leben und habe mich bei jedem einzelnen sehr gefreut, weil irgendwie jeder sein Happy-End bekommen hat, naja sagen wir nicht jeder, aber zumindest die, die einem ans Herz gewachsen sind. Ich würde das Buch jederzeit wieder lesen und kann es auf jeden Fall weiterempfehlen. Fazit Das Buch hat so viele tolle Charakter, wie könnte ich es da nicht lieben? Die Geschichte war toll, das Ende war toll, ich habe absolut nichts zu meckern und gebe dem Buch verdiente 5 von 5 Sternen.

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Klappentext : Die kleine Buchhandlung Nightingale Books hat Emilia von ihrem geliebten Vater übernommen. Im Herzen des verschlafenen Städtchens Peasebrook ist sie eine Begegnungsstätte für die unterschiedlichsten Menschen mit ihrem Kummer und ihren Träumen. Doch Julius Nightingale war ein großer Buchliebhaber und kein Buchhalter – der Laden steht kurz vor dem Ruin. Emilia bleiben nur wenige Monate, um diesen besonderen Ort vor einem Großinvestor zu retten. Denn nicht nur sie findet hier Freundschaft und Liebe … Meine Meinung : Schon nach den ersten Seiten habe ich mich in das Buch verliebt. Es geht um Emilia die den Buchladen ihres Vaters erbt. Mehr möchte ich nicht verraten, da es einfach jeder selbst lesen sollte , weil es ein so wundervolles Buch ist. Man merkt in jeder Zeile, welche Gedanken sich die Autorin über dieses Buch gemacht hat , es kommt einer Liebeserklärung an die Literatur gleich. Es finden zahlreiche Titel den Weg in den Roman. Vom literarischen und weltbekannten Klassiker bis zum lediglich in Großbritannien bekanntem Werk ist alles vertreten. Diese Nennungen wecken den Wunsch, nach Beenden von „Liebe zwischen den Zeilen“ direkt zu diesen überzugehen. Fazit : „Liebe zwischen den Zeilen“ ist eine Liebeserklärung an kleine Buchhandlungen, leidenschaftliche Leser und das Lesen an sich. Eine schöne Heimatlektüre, die jedem Buchliebhaber graue Regentage erheitern wird.

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Ich hatte mich auf eine nette Buchhändlergeschichte gefreut und wurde leider etwas enttäuscht. Die Geschichte ist nett und lässt sich gut lesen, aber der "Bücheranteil" war mir zu gering. Die vielen kleinen Nebengeschichten haben (aus meiner Sicht) die Hauptfigur Emilia verdrängt und blaß aussehen lassen. Auch die Liebesgeschichte war eher flach und sehr vorhersehbar. Leider waren die Momente mit der Buchhandlung sehr kurz, aber immerhin schön. Man erhielt einen kleinen Einblick in das Leben der Buchhändler. Es wurde deutlich gemacht, dass die Buchhändler wesentlich mehr zu tun haben als "nur" Bücher zu verkaufen. Vieles ist dem Leser bekannt und trotzdem waren diese Abschnitte für mich die interessantesten. Veronica Henry hat nette Charaktere geschaffen, die zusammenhalten und freundlich untereinander sind. Selbst der Bösewicht wird ganz schnell zahm und somit leider auch unglaubwürdig. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass die Autorin den Handlungsstrang nicht zu Ende erzählt hat. Sie hört einfach auf und geht zum nächsten Kapitel, zur nächsten Person über, was für mich leider etwas enttäuschend war. Insgesamt kann am sagen, dass dieses Buch ein "Bettbuch" ist. Man nimmt es mit ins Bett, schmökert ein wenig, lernt nette Figuren und eine hübsche kleine Stadt kennen und schläft dann ganz entspannt ein (da man schon ahnt, wie es ausgehen wird).

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Diese Geschichte ist eine, in der die Liebe zu Büchern ganz groß geschrieben wird. Das spürt man schon auf den ersten Seiten. Und damit schleicht sie sich in mein Herz. Vor 32 Jahren hat Emilias Vater eine Bleibe für sich und seine Tochter gesucht. Da war Emilia noch ein Baby. Julius liebte Bücher und lesen war für ihn wie atmen, was ich absolut nachvollziehen kann, geht es mir doch ebenso. Peasebrook, mitten in den Cotswolds gelegen, war ein Ort ohne Buchhandlung, ein geschäftiges Städtchen, sogar mit einem Theater. Hier sollte ihr Zuhause sein. Er fand tatsächlich den perfekten Buchladen, mit einer Wohnung oben drüber. Ein halbes Jahr dauerte die Renovierung, dann konnte er ein Schild mit der Aufschrift "Buchhandlung Nightingale" über dem Laden aufhängen. Zweiunddreißig Jahre später liegt Julius im Sterben und Emilia verbringt ihre Zeit bei ihm. Sie hält seine Hand und erzählt ihm Geschichten, an die sie sich erinnert. Sie verspricht ihm, dass, solange sie lebt, der Buchladen niemals die Türen schließt. Und dass ihn schon gar nicht der gierige Ian Mendip in die Hände bekommt. Bücher können wunderbar trösten. So erging es Emilia nach dem Tod ihres Vaters. Aber es durfte nicht Laura Ingalls Wilder sein, denn Geschichten über einen liebenden Vater würden ihr jetzt wehtun. Auch Frances Hodgson Burnett passt nicht - da die kleinen Heldinnen alles Waisen waren, was sie ja nun auch ist. Doch Betty und ihre Schwestern von Louisa May Alcott ist das Richtige. Mit Jo March und ihren Schwestern kann sie sich weit in die Vergangenheit und Tausende von Kilometern hinwegträumen. Julius ist für den Leser aber noch nicht ganz verloren. In Rückblenden wird sein Werdegang erzählt und wie er Emilias Mutter kennenlernte. Kurze Zeit später stand dann auch schon Ian Mendip im Buchladen, um bei ihr auf den Zahn zu fühlen. Das äußerst großzügige Angebot, das er ihrem Vater gemacht hätte, bestünde auch für sie. Doch Emilia lehnte ab. Emilia muss nun alles versuchen, den Buchladen zu halten. Julius hat wirklich alles Buchhalterische schleifen lassen, hat den Stammkunden Prozente gegeben, hat überhaupt nicht an einen Gewinn gedacht. Die Kunden, die zu ihm kamen, sollten sich bei ihm wohlfühlen. Man konnte sich den ganzen Tag in der Buchhandlung Nightingale aufhalten, Tee trinken und sich wunderbar über Bücher unterhalten. Darauf, ob die Leute auch was gekauft haben, hat Julius nie geachtet. Das hat sich natürlich in der Kasse bemerkbar gemacht, die immer schmaler wurde. So waren nicht mal Rücklagen da, um etwas investieren zu können. Einige Ideen konnte Emilia mit Unterstützung von einer Freundin der Familie, June, umsetzen. Aber es musste auch Geld in die Hand genommen werden. Hilfe kommt auch von einer unerwarteten Seite: Eine junge Frau, die einen teuren Bildband gestohlen hat und ihn am nächsten Tag reumütig zurückbrachte, bot ihre Hilfe an. Der Leser lernt noch mehr Leute kennen, die mit Julius zu tun hatten und die in Emilias Leben bisher noch keine Rolle gespielt haben. Ob sie es noch werden und ob Emilia sich Ian Mendip erwehren kann, der schwere Geschütze in Gestalt eines gutaussehenden jungen Mannes auffährt, das lest selbst. Mir hat das Buch unheimlich Spaß gemacht. Es ist wirklich eine Liebeserklärung an das Lesen, die Bücher und vor allem an die Buchhandlung, in der man sich geborgen fühlt. Da schiele ich doch mal zu allen Buchhändlern, denen ich im Netz und natürlich in der realen Welt begegnet bin - egal ob sie neue Bücher verkaufen oder antiquarische - und sende ein breites Grinsen und von Herzen kommende Grüße. Lasst euch nicht unterkriegen und macht weiter so.

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