Leserstimmen zu
Der Tag, an dem der Sommer begann

Julie Cohen

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€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Name: Der Tag an dem der Sommer begann Autor: Julie Cohen Seitenzahl: 432 Seiten Verlag: Diana Preis: 9,99 € ISBN: 978-3-453-35912-3 Inhalt ''Großmutter, Mutter und Tochter unter einem Dach – ob das gut gehen kann? Nur widerwillig gibt die achtzigjährige Honor ihre Unabhängigkeit auf und zieht zu Schwiegertochter Jo und Enkelin Lydia. Bald stellt sich heraus, dass die drei so unterschiedlichen Frauen mehr verbindet als geahnt: Jede von ihnen hütet ein Geheimnis um Liebe und Schuld. Doch was passiert, wenn sie den Mut finden, einander zu vertrauen?'' Meine Meinung Zu aller Erst möchte ich mich beim Bloggerportal bedanken, dafür, dass ich dieses Buch rezensieren darf. ♥ Cover/Gestaltung Ich finde, dass das Cover gut gelungen ist. Dadurch, dass Pastellfarben verwendet wurden, wirkt es sehr fröhlich und denn noch nicht zu knallig. Zudem finde ich es sehr schön, wie sich das Mädchen auf der Schaukel vom Hintergrund abhebt. Unten am Rand sind noch ein paar Pflanzen abgebildet, was das sommerliche unterstreicht. Inhalt Ich hatte um ehrlich zu sein, die Befürchtung, dass dieses Buch schnell langweilig sein könnte. Denn wie viele solcher Romane, sprich um Familiengeheimnissen, waren sehr eintönig. Bei diesem Buch war es aber gar nicht der Fall. Es sind 3 verschiedene Sichten vorhanden und somit auch 3 verschiedene Geheimnisse, bzw. Geschichten, die letzen Endes alle verbindet. Honor, Jo und Lydia müssen sich mit den alltäglichen Problemen befassen. Nachdem Honor von einer Treppe gestürzt ist, nimmt Jo ihre Schwiegermutter bei sich zu Hause auf. Diese haben einige Probleme, da sie nie wirklich eine enge Bindung hatten, besonders nicht, nachdem Jos Mann/Honors Sohn verunglückt ist. Jo, die sehr viel um die Ohren mit ihren zwei kleinen Kinder hat (aus der 2. Ehe (geschieden)), muss sich einiges an Sprüchen von ihrer Schwiegermutter bieten lassen. Doch Jo lässt sich nicht so einfach runterziehen. Sie versucht immer alles Menschenmögliche um ihrer Kinder nicht zu zeigen, wie einsam sie ist. Sie versucht nur für ihre Kinder da zu sein, doch dabei vergisst sie Lydia etwas. Diese muss mit einem großen Geheimnis leben, da sie noch nicht bereit ist sich zu outen. Als, durch einen Ausrutscher, herauskommt, dass sie lesbisch ist, wird sie nur noch gemobbt. Ihre beste Freundin, in die sie verliebt ist, wendet sich ab, da sie verletzt ist, dass Lydia ihr nie was erzählt hat. Lydia, die denkt, dass die ganze Welt gegen sie ist, versucht sich genau an der Brücke sich das Leben zu nehmen, wo ihr Vater verunglückt ist. Zum Glück hat Jo rechtzeitig ihr Tagebuch gefunden und somit konnte sie nachvollziehen, wieso ihre Tochter so in sich gekehrt war. Diese Szene war sehr ergreifend für mich. Da dort die Sachen ausgesprochen wurden, die lange Zeit versteckt wurden. Honor merkt, dass die kleine und chaotische Familie ihr sehr am Herzen liegt, Jo erfährt, dass nicht immer alles gut laufen soll und Lydia will versuchen mit alldem klar zu kommen. Ich finde, dass es ein sehr bewegender Roman ist, der stark zum Denken antreibt. Besonders gut finde ich, wie man sehen kann, dass sie alle zusammenfinden. Man kann vieles mit auf dem Weg nehmen. Außerdem spricht dieses Buch sehr sensible, realistische und alltägliche Probleme an. Vom Verlust, zu Neuanfängen, zu Homosexualität. ~ "So fühlt sich Liebe an. Sie fühlt sich hoffnungslos und hilflos an, als würde man sich an einem rutschigen Felsen in einem tosenden Meer festhalten. Und ich würde sie für nichts auf der Welt hergeben. Niemals." S. 271 ~ ~ "Doch sie war nicht vor die Wahl gestellt worden. Sie ist vor die Realität gestellt worden." (S. 326) ~ Charaktere: Wie schon erwähnt, sind in diesem Buch 3 Hauptprotagonisten vorhanden. Alle drei sind sehr bewundernswerte und starke Frauen. Für viele könnte Honor unsympathisch wirken, bei mir war es auch am Anfang der Fall. Mit ihrer Art, wirkte sie sehr kühl und selbstsicher. Doch mit der Zeit wurde sie immer aufgeschlossener und freundlicher. Besonders gut von ihr hat mir eine Aktion gefallen, wo sie das Ex-Hausmädchen raus geworfen hat. Das genau Gegenteil dazu, ist Jo. Sie ist immer fröhlich und versucht aus jeder Situation oder Problem das positive zu sehen. Dadurch wirkte sie, meiner Meinung nach, warmherzig. Ihre Tochter Lydia war zu Anfang oftmals frech und verschlossen zu ihrer Mutter, obwohl diese ihr helfen wollte. Die kleinen Nebencharaktere Oscar und Iris fand ich einfach nur Zucker! Besonders Iris mit ihrer ''Nein-Phase''. Schreibstil: Der Schreibstil war einfach und verständlich. Man kam nicht durcheinander, trotz der vielen verschiedenen Sichten. Fazit: Alles in einem ist es ein gelungenes Buch. Es hat echt Spaß gemacht dieses Buch zu lesen, denn ich habe mit dieser Familie gelitten und gelacht. Und genau das finde ich macht ein gutes Buch aus. Leider waren 2-3 Stellen etwas übertrieben und eintönig, weshalb dieses Buch ''nur'' 4 Sterne von mir bekommt.

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In dem Buch geht es um Honor Levinson, die sich die Hüfte bricht und sich dazu entschließt bei ihrer Schwiegertochter  Jo und ihrer Enkelin Lydia einzuziehen. Alle drei haben ihre Probleme mit sich herum zu tragen. Der Kern des ganzem ist der Unfalltot von Stephen, Honors Sohn, Lydias Vater und Jos Ehemann. Alle haben, trotz der verstrichenen zehn Jahre, ihr Problem und versuchen über ihre Trauer hinweg zu kommen. Seitdem hat Jo wieder geheiratet  und sich scheiden lassen, nachdem sie  mit ihrem zweiten Mann zwei  weitere Kinder bekommen hat.  Lydia hingegen versucht, mit der ersten großen liebe klarzukommen… Auch wenn die Story für mich etwas ausgelutscht und teilweise sehr schwach war, fand ich das Buch gut. Es zeigt den Familiären Zusammenhang und die liebe unter den Verwandten.  Um das ganze etwas aufzupeppen, hat die Autorin aus drei verschiedenen Perspektiven geschrieben: Aus Honors, Lydias und Jos Sicht. Ich fand es sehr interessant die verschiedenen Standpunkte aus drei Generationen zu lesen. Auch wenn ich die Handlungen der Protagonisten teilweise hölzern fand und diese nicht nachvollziehen konnte.  Aber dennoch ist es ein gutes und leichtes Buch, was flüssig geschrieben ist und sich gut im Sommer lesen lässt. Deshalb gebe ich ihm 3 von 5 Sternen und möchte mich beim Diana Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

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Als ich 2015 'Das Gefühl, das man Liebe nennt' von Julie Cohen gelesen hatte, wusste ich: Von dieser Frau mag ich mehr lesen! Noch heute läuft mir dieses Buch nach, weil ich es immer wieder Lesern empfehle, die Geschichten fürs Herz mögen. Nachdem ich das vorliegende Buch entdeckte, wanderte es direkt auf meine Liste der Bücher, die ich demnächst unbedingt lesen möchte, denn ich habe mich erneut auf eine herzerweichende Geschichte eingestellt. Dass es eine Familiengeschichte sein wird, darauf hatte ich mich ganz besonders gefreut. Ich hatte auch Kitsch und ein wenig Übertreibung einkalkuliert - eben eine Lektüre mitten aus dem Leben, die sich jeder vorstellt, jedoch keiner wirklich lebt. Was ich dann zu lesen bekam, enttäuschte mich schon sehr. Zwar flog ich auch dieses Mal durch die Seiten, da die Autorin mir das Gefühl gibt, mich nicht an Ecken und Kanten zu stoßen. Jedoch beleuchtet sie keine der auftretenden Frauen wirklich tiefgründig. Alles wird angeschnitten, nichts wird intensiviert. Und das hat mich ganz arg enttäuscht. Mindestens zwei Damen haben es verdient, dass man näher auf ihr Geheimnis eingeht - wahrscheinlich hätte jede ihr eigenes Buch gefüllt. Und Julie Cohen? Sie spricht sie an, widmet sich jedoch zu vielen Themen, um wirklich allen gerecht zu werden. Hier hätte ich mir gewünscht, dass sie sich entweder ein Thema herauspickt, welches sie eindringlich recherchiert und behandelt. Oder dass sie mehr Seiten füllt. Ich bin gewiss kein Freund von dicken Büchern. Wenn sie mich jedoch fesseln und interessieren, dann merke ich die Seitenanzahl sowieso nicht. Einzig Jo als weiblicher Charakter hat mir zugesagt - und ein Mann. Manche mögen es als übertrieben ansehen, wie sie dargestellt wird, aber ich brauchte das einfach - genau so. Ich mag den Schreibstil der Schriftstellerin und die Kleinigkeiten, die sie zwischen die Zeilen packt, daher werde ich sicher auch noch mehr Geschichten von ihr lesen, auch wenn mir die vorliegende nicht so ganz zugesagt hat. ©2017 Zitate: "Doch sie war nicht vor die Wahl gestellt worden. Sie ist vor die Realität gestellt worden." (S. 326) "Ihre Tochter wollte jetzt keinen Optimismus. Sie wollte nicht das Positive sehen oder die Zähne zusammenbeißen. Sie wollte einen Grund haben zu leben. Und das war etwas ganz anderes." (S. 383)

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★★★★★ (5 von 5 Sterne) Inhalt: "Großmutter, Mutter und Tochter unter einem Dach – ob das gut gehen kann?" Die 80 jährige Honor hat einst ihren Sohn verloren. Sie lebt zurückgezogen in ihrem Haus, welches sie liebt. Doch eines Tages hat Honor einen Unfall – sie stürzt die Treppe runter und bricht sich die Hüfte. Jetzt ist es an der Zeit, dass sich Honor eingestehen muss, dass sie Hilfe braucht. Das Krankenhaus informiert ihre Schwiegertochter Jo, die Frau, die ihr ihren Sohn Stephen "weggenommen" hat. Jedoch ist Jo's Tochter Lydia noch die einzige lebende Verwandte von Honor. Und obwohl die Sympathien von Honor und Jo nicht sonderlich groß zueinander sind, bietet Jo ihr ihre Hilfe an. Honor zieht zu Jo, Lydia und ihren beiden Geschwistern, es beginnt eine wundervoll – traurig – schöne Zeit, doch ob sie sich wirklich näher kommen und ihre Geheimnisse preisgeben werden? Meinung: Mich hatte der Klappentext sehr angesprochen, da ich im Moment in einer ähnlichen Konstellation lebe. Honor wirkt anfangs etwas unsympathisch durch ihre Kühlheit. Jo ist die liebevolle Mutter dreier Kinder, die versucht alles gut zu managen und alle zufrieden zu stellen. Lydia ist ein normaler Teenie und etwas aufbrausend und frech. Erzählt wird die Geschichte abwechselt über Jo, Lydia und Honor, wodurch man schnell alle gut kennen und sie auch lieben lernt. Ich war von der ersten Seite an gefesselt und sehr neugierig, wie die Geschichte wohl ausgeht bzw. was hinter den Geheimnissen steckt. Man schließt die Protagonisten wirklich sehr ins Herz und am Ende hätte ich sehr gerne noch weiter gelesen. Fazit: Wer eine herzzerreißende, schöne und doch etwas traurige Geschichte sucht, wird mit diesem Buch sehr zufrieden sein. Ich kann es weiterempfehlen.

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Inhalt: Großmutter, Mutter und Tochter unter einem Dach – ob das gut gehen kann? Nur widerwillig gibt die achtzigjährige Honor ihre Unabhängigkeit auf und zieht zu Schwiegertochter Jo und Enkelin Lydia. Bald stellt sich heraus, dass die drei so unterschiedlichen Frauen mehr verbindet als geahnt: Jede von ihnen hütet ein Geheimnis um Liebe und Schuld. Doch was passiert, wenn sie den Mut finden, einander zu vertrauen? (Quelle: Bloggerportal) Zum Autor: Julie Cohen wurde in Maine, USA, geboren und lebt heute mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Berkshire, England. Das Schreiben ist ihre große Leidenschaft und wenn sie nicht an ihren Romanen arbeitet, leitet sie Schreibworkshops. Der Tag, an dem der Sommer begann ist ihr viertes Buch im Diana Verlag. Meine Meinung: Zuerst einmal ein ganz großes Dankeschön an das Bloggerportal und den Diana Verlag für dieses Rezensionsexemplar. Alles fängt mit Honor an, als sie die Treppen runterfliegt und sich die Hüfte bricht. Als ihre engste Verwandte gibt sie ihre Schwiegertochter Jo an. Sie war mit ihrem Sohn Stephen verheiratet und hat eine Tochter mit ihm. Jo war zunächst sehr verwundert, weil Honor und sie sich nie besonders nahe standen, nicht als sie mit Stephen verheiratet war und auch nicht nach seinem Tod. Weil Honor sich nicht alleine um sich kümmern kann nach ihrem Unfall muss sie eine Weile bei Jo bleiben. Dort lernt sie ihre 16-jährige Enkelin immer besser kennen und auch mit den zwei Geschwistern von Lydia, Oscar und Iris, kommt Honor immer besser klar. Auch wenn Jo und Honor anfangs auch nicht besonders gut klar kommen, schaffen es die beiden Frauen sich immer besser zu verstehen und auch zu vertrauen. Jo ist eine etwas überforderte Mutter. Sie hat sehr viel mit den beiden Kindern zu tun und kommt nur ab und zu zur Ruhe und zwar meistens nur dann, wenn der Vater der beiden Kinder Richard, sie an jedem zweiten Wochenende abholt. Richard hat Jo wegen des Au-pair Mädchens Tatianna verlassen. Jo hat viel zu wenig Zeit für Lydia und bemerkt nicht, dass ihre älteste Tochter ein Geheimnis hat. Denn sie ist lesbisch und weiß selbst nicht so recht wie sie damit umgehen soll. Außerdem ist sie noch in ihre beste Freundin Avril verliebt. Jo lernt außerdem einen neuen Mann kennen, den 10 Jahre jüngeren Marcus. Ob das alles gut gehen kann? Die Charaktere in diesem Buch sind sehr einzigartig. Honor ist sehr stolz und wirkt somit auf viele unsympathisch. Ich persönlich fand sie manchmal sehr witzig, vor allem ihre Bemerkungen. Jo ist eine chaotische und überforderte Mutter, was ich sehr sympathisch fand, denn auch wenn sie oft überfordert war, versuchte sie sich nichts anmerken zu lassen und gab immer ihr bestes. Die 16-jährige Lydia war mir von Anfang an sympathisch. Fazit: Das Buch ist wundervoll. Es geht um viel mehr als nur um diese 3 tollen Frauen. Es geht um homosexualität, Verlust, Liebe,.. Dieser Roman ist so bewegend und einfach wunderschön. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen. Eins der schönsten Zitate: "So fühlt sich Liebe an. Sie fühlt sich hoffnungslos und hilflos an, als würde man sich an einem rutschigen Felsen in einem tosenden Meer festhalten. Und ich würde sie für nichts auf der Welt hergeben. Niemals." S. 271

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„Der Tag, an dem der Sommer begann“ ist ein überaus gefühlvoller und zu großen Teilen auch emotionaler Roman, der von Familienbanden und Freundschaften handelt. Auch wenn das Buch ein wenig anstrengend beginnt, ist dies ein Roman, der vor allem durch seine überaus interessanten und vielschichtigen Charaktere überzeugen kann. Zwar ist einiges schon ziemlich schnell vorhersehbar, aber dies wird durch die Lebensnähe der Figuren und der glaubhaften Handlung wieder wett gemacht. Dieses Buch handelt von drei miteinander verwandten Frauen: Der achtzigjährigen Honor, die immer ein sehr eigenständiges Leben geführt hat und nun nach einem Unfall auf ihre Schwiegertochter Jo angewiesen ist, die wiederum mit ihrem Leben als alleinerziehende Mutter von kleinen Zwillingen und ihrer Teenagertochter Lydia hadert. Insbesondere Lydia setzt ihr sehr zu, da sie sich ziemlich rebellisch benimmt. Diese drei Figuren sind, wie auch alle Nebenfiguren, überaus lebensnah gezeichnet. Es sind Menschen mit Ecken und Kanten, denen das Leben nicht immer ganz so leicht mitgespielt hat. Jede der drei Frauen hütet ein (dunkles) Geheimnis, welche nach und nach gelüftet werden. Man nimmt den einzelnen Figuren ihr Handeln vollends ab, vor allem, da sie immer wieder zaudern und so wunderbar eigensinnig sind. Zwar ahnt man sehr schnell welche Geheimnisse die Frauen hüten. Aber dennoch ist es ein Genuss mitzuerleben, wie die Geheimnisse gelüftet werden. Dies ist ein Roman, der vor Emotionen und Dramatik nur so trotzt und einem sehr ans Herz geht. Er handelt von Verlusten, aber auch Neuanfängen. Die einzelnen Figuren hatten und haben in diesem Roman mehr als ein Schicksalsschlag überwinden müssen, und gehen daraus gestärkt hervor. Ich bin beim Lesen sehr tief in die Geschichte hineingetaucht und konnte mich sehr leicht in die einzelnen Figuren hineinversetzen, auch wenn nicht jede ihrer Handlungen immer in meinem Sinne war. Selbst wenn man mit einzelnen Vorkommnissen mal nicht so ganz einverstanden ist, ergeben diese zum Gelingen der Haupthandlung durchaus Sinn. Diese Buch ist voller Abwechslung. Da er jedoch ein wenig verwirrend startet, kann ich ihm nicht die volle „Punktzahl“ geben. Ich hatte beim Lesen wirklich Spaß an der Geschichte und kann das Buch daher wirklich weiterempfehlen.

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Klappentext: Großmutter, Mutter und Tochter unter einem Dach – ob das gut gehen kann? Nur widerwillig gibt die achtzigjährige Honor ihre Unabhängigkeit auf und zieht zu Schwiegertochter Jo und Enkelin Lydia. Bald stellt sich heraus, dass die drei so unterschiedlichen Frauen mehr verbindet als geahnt: Jede von ihnen hütet ein Geheimnis um Liebe und Schuld. Doch was passiert, wenn sie den Mut finden, einander zu vertrauen? Die Autorin: Julie Cohen wurde in Maine, USA, geboren und lebt heute mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Berkshire, England. Das Schreiben ist ihre große Leidenschaft und wenn sie nicht an ihren Romanen arbeitet, leitet sie Schreibworkshops Cover: Das Cover ist sehr zurückgenommen in seinem Ausdruck. Zarte Farbfelder sowie ein Mädchen auf einer Schaukel in Schwarz. Eigentlich fast nichtssagend, aber doch neugierig machend, sodass man gerne den Klappentext liest. Die Geschichte (Achtung: Spoiler!): Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Jo, ihre kleinen Kinder Oscar und Iris aus zweiter Ehe sowie Lydia, die älteste Tochter aus erster Ehe. Jos erster Mann Stephen ist vor zehn Jahren von einer Brücke gestürzt und verstorben. Ihr zweiter Mann Richard betrügt sie mit dem Au-pair-Mädchen, die Beziehung scheitert. Zu guter Letzt stürzt ihre ehemalige Schwiegermutter Honor, die den Tod des Sohnes eigentlich nie verwunden hat, im eigenen Haus die Treppe hinunter und muss wegen ihrer Hüfte notgedrungen bei der nicht gerade geliebten Schwiegertochter einziehen. Die drei Generationen innerhalb der Patchwork-Familie ohne Mann im Haus tun sich nicht ganz leicht mit dem Zusammenleben, wobei alle, mit Ausnahme der Kleinkinder, ein mehr oder weniger großes Geheimnis mit sich herumschleppen. Meine Meinung: Das Buch hat es mir anfänglich nicht ganz leicht gemacht. Warum? Jo (Joana) ist eine Frau, die den ganzen Tag damit beschäftigt ist, es allen recht zu machen, obwohl sie von ihrer Schwiegermutter barsch und undankbar behandelt wird, obwohl ihre älteste Tochter pubertiert, mit sich unzufrieden ist und auch noch kurz vor den Prüfungen steht. Und nicht zu vergessen die beiden kleinen Knirpse, die die Knöpfe in öffentlichen Verkehrsmitteln traktieren, auf dem Spielplatz die Windeln überlaufen lassen und am liebsten den Supermarkt ausräumen würden. Und damit das Chaos rund wird, kommt auch noch der zweite Ehemann mit seiner neuen Flamme vorbei. Jo denkt nie an sich selbst, rastet nie aus, schreit nie jemanden an, ist immer verständnisvoll und lässt alles mit sich machen. Respekt! Die Geschichte floss lange Zeit so dahin, brachte neue Protagonisten sowie nach und nach kleinere und mittlere Geheimnisse zutage. Ich hätte mir gewünscht, dass Jo in der einen oder anderen Situation Nerven zeigt und ihre Neigung, alles und jeden zu verstehen, mal für einen Moment ablegt, was ja menschlich ist. Das Buch ist sehr feinfühlig in einer verständlichen Sprache geschrieben, sodass ich nicht in Versuchung geriet, es aus der Hand legen zu wollen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Honor, Jo und Lydia erzählt, sodass man immer mittendrin ist in der Gefühlswelt und den inneren Empfindlichkeiten. Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet, ihre Charaktere in der Unterschiedlichkeit und den persönlichen Lebensabschnitten und Liebesbeziehungen glaubhaft. Positiv ist auch, dass man Verständnis füreinander lernen und sich in einer Familie zusammenraufen kann. Tiefgründigkeit verleiht der Geschichte das Erfahren von Lebenssituationen der Vergangenheit, die Verarbeitung von Verlust und Veränderung sowie das aufeinander Zugehen in dem Wissen, dass eine Familie ein Zufluchtsort sein kann. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für eine wärmende Familiengeschichte. Friedericke von „friederickes Bücherblog“

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Drei Frauen, Tochter, Mutter und Schwiegermutter, haben nach Jahren den Tod des Vaters/ Ehemannes, Sohnes noch nicht überwunden. Obwohl alle drei zusammen leben, trauert jede einzelne alleine, umgeben von ihren eigenen alltäglichen Sorgen und Probleme. Drei Protagonistinnen, dreier Generationen mit ihren sehr unterschiedlichen Lebenserfahrungen und Lebensphasen, versuchen auf ihre ganz persönliche Art, den männlichen Verlust in der Familie zu verarbeiten und zu kompensieren. Die Probleme und Sorgen der drei sind sehr alltagsnah und authentisch und obwohl sie alle drei sehr unterschiedlich sind und andere Nöten sie beschäftigen, konnte ich mich extrem gut in jede einzelne von Ihnen reinfühlen und mich auch selbst wieder finden. Der Schreibstil der Autorin ist wie mir schon von ihren anderen Büchern bekannt und gefällt mir jedes mal auf Anhieb sehr gut. Es ist sehr feinfühlig geschrieben und berührt mich jedes Mal aufs Neue. Dieses Buch kommt mir von der Geschichte her am alltäglichsten vor und doch transportiert es viele Lebens bejahende Botschaften. Mir kam es sehr authentisch und realistisch vor. Ich habe die drei Frauen sehr gerne begleitet, mit Ihnen gelitten, getrauert und geliebt. Es war ein sehr schönes Buch, das mir auf seine Weise einiges fürs Leben gebracht hat. Bücher von Julie Cohen lese ich mittlerweile auch ohne den Klappentext vorher zu lesen, denn ich weiß, sie werden mir immer auf alle Fälle sehr gut gefallen :-) Note: 4/5

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