Leserstimmen zu
Es muss ja nicht perfekt sein

Krystal Sutherland

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"Ihre Mutter Rosamary Solar erklärte ihr am Telefon, dass sie sich unter keinen Umständen mehr in der Lage sehe, ihre Tochter abzuholen. Eine Katze, schwarz wie die Nacht und mit Dämonengelben Schlitzaugen, hatte sich auf der Motorhaube der Familienkutsche niedergelassen." Nach diesem ersten Satz hatte ich mir zusammen mit dem Klappentext eine eher lustige Geschichte vorgestellt. Doch so oft der Sarkasmus in diesem Buch einem auch zum schmunzeln bringt, so verbirgt sich hinter der Geschichte dennoch ein ernstes Thema. Es geht um Angst. Und in Esthers Familie hat fast jedes Familienmitglied damit zu kämpfen. Das traurige daran ist, das alle so sehr mit sich selbst zu kämpfen haben, das Esther und ihr Bruder dabei völlig hinten runterfallen. Die Angst bestimmt ihr aller Leben und lässt sich trotz verschiedenster versuche wie einem Hufeisen über der Tür oder Salbei unter dem Bett nicht verscheuchen. Esthers Vater ist so sehr seiner Angst verfallen, das er sich seit Jahren nicht mehr aus dem Keller traut, ihre Mutter glaubt vom Pech verfolgt zu werden und ihr Bruder hat panische Angst vor der Dunkelheit. Ein Familienleben ist unter diesen Umständen nicht denkbar. Auch Esther glaubt diesem Familienfluch zu unterstehen und hat deshalb gleich eine ganze Liste angefertigt, auf der sie ihre Ängste aufzählt. Zum Glück trifft sie auf Jonah, der ihr beim Kampf gegen die Angst unter die Arme greift. ------------- Dieses Buch geht einem sehr nahe. Zu Anfang dachte ich, wie bereits erwähnt, es handelt sich eher um eine humorvolle Geschichte, doch Esthers Leben ist alles andere als das. Es scheint wirklich ein Fluch auf der Familie zu liegen, alles spricht dafür, und genau deshalb klammert sich Esther daran, ihre persönlich größte Angst zu finden. Dabei lernt sie Jonah besser kennen und muss feststellen, das nicht nur in ihrer Familie Chaos herrscht. Die Autorin hat sehr deutlich gemacht, das nicht überall heile Welt ist und das man mit seinen Problemen nicht alleine dasteht. Das besondere an diesem Buch ist, das die Geschichte so gewaltig ist. Es wird nicht nur ein Thema angesprochen, sondern gleich ein ganzer Batzen. Selbstmordgedanken, Ängste, psychische Probleme und auch Selbstwahrnehmungsstörungen sowie Häusliche Gewalt. Wenn man bedenkt, das dieses Buch nur 400 Seiten hat, könnte man denken, es wirkt durch die ganzen Probleme sehr überladen und unglaubwürdig, doch das sehe ich überhaupt nicht so. Ich bin der Meinung, das die Autorin alles wichtige auf den Punkt gebracht hat und sogar noch etwas Platz für eine zarte Liebesgeschichte gelassen hat. Dieses Buch soll Mutmachen und ich denke genau das kann es auch. Man spürt bis zuletzt, das die Autorin sich mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Was ich auch wichtig finde sind die Stellen, an die man sich im Hilfefall wenden kann! Mit diesem ernsten Thema und den glaubwürdigen Protagonisten bekommt dieses Buch eine klare Leseempfehlung.

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Auch was für Ü14

Von: Kathi

28.05.2019

Es muss ja nicht perfekt sein Ein sehr einfacher und fast nichtssagender Titel und trotzdem hat es mich irgendwie angesprochen. Dazu kam dann allerdings auch noch der Hinweis, dass das Buch für 14 Jährige empfohlen wird, was mich dennoch - 5 Jahre älter nicht davon abgehalten hat es zu lesen und ich muss sagen... Ich bin begeistert. Es zeigt einfach unglaublich gut wie es Menschen mit Angstzuständen geht, wie es ihnen aber auch gehen kann. In meinen Augen ist es wichtig, dass so ein Thema nichz dtill geschwiegen wird, damit Menschen dich nicht als 'schwach' oder 'weniger Wert' empfinden und das schafft dieser Roman sehr gut. Auch die Freundschaft zwischen Esther und Jonah ist sehr süß und mitziehend. Keiner der Nebencharaktere wirkt irgendwie fehl am Platz, es ist alles sehr gut durchdacht. Trotzdem muss ich leider einen Stern abziehen. Jonah und Esther versuchen eine Liste mit 50 potentiellen Ängsten abzuatbeiten, was sich leider zwischendurch etwas zieht. Trotzdem sehr zu empfehlen :)

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Leider nicht mein Fall

Von: Laura

28.05.2019

Nachdem ich die Beschreibung gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Ich lese immer noch gerne Teenie-Bücher, auch wenn ich längst aus dem Alter raus bin. Ich habe es leider nicht über mich gebracht, dieses Buch zu Ende zu lesen; nach ein paar Kapiteln habe ich aufgegeben. Der Schreibstil hat mich überhaupt nicht angesprochen und ich musste mich regelrecht dazu zwingen, zumindest die ersten Kapitel zu lesen.

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das Überraschungsei unter den Jugendbüchern

Von: Blumentopferde

28.05.2019

Mir war nicht bewusst, dass dieses Buch ein Jugendbuch ist und ich bin mir auch nicht sicher, ob es dieser Bezeichnung gerecht wird. Esther und Jonah, die beiden Hauptpersonen, sind Jugendliche, die zur Schule gehen, sich auf illegal veranstaltete Partys trauen und die sich den Wirren und Herausforderungen des Verliebtseins stellen. Das Buch, das an dieser Stelle nach typischem Jugendbuch klingt, kann aber sehr viel mehr: Es ist tiefgründig und befasst sich ernsthaft mit Themen wie anders zu sein, dem Unperfekten, Ängsten oder Phobien. Der Autorin gelingt es, typisch jugendliche Erlebnisse mit diesen Themen zu verknüpfen ohne in Oberflächlichkeit oder Lächerlichkeit abzudriften. "Es muss ja nicht perfekt sein" ist eine bezaubernde Geschichte über Liebe, Erwachsenwerden, Familie, Ängste und den Mut sich diesen zu stellen. Es wird zwar für Leser/innen ab 14 Jahren empfohlen, ist aber meiner Meinung nach genauso gut für erwachsene Leser/innen geeignet.

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es muss ja nicht perfekt sein

Von: CBGB

28.05.2019

Ich mochte den Schreibstil sehr. Die Geschichte war niedlich, wie die Hauptcharaktere im ersten Kapitel vorgestellt werden und dass es eine Vorrausschau gibt was im Buch noch passiert ohne zusagen, das die Geschichte noch in eine ganz andere Richtung dreht, top. Das ein oder andere hätte ich mir noch ein bisschen emotionaler gewünscht, aber alles in allem eine sehr schöne Geschichte.

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Skurril und Humorvoll

Von: V.Höcker

28.05.2019

Als Testleseexemplar durfte ich „Es muss ja nicht perfekt sein“ lesen und fühlte mich von diesem Jugendbuch, ab 14 Jahren, gut unterhalten. Der humorvoll ironische Schreibstil und die Detailtreue bei der Charakterzeichnung der Protagonistin und der Nebenfiguren gefiel mir besonders gut. Krystal Sutherland wagt sich an Themen wie Ängste, psychische Störungen und Tod, verbindet dies mit einer Liebesgeschichte und schafft es durch manchmal skurrile und humorvolle Darstellung, dass diese Themen meiner Meinung auch Jugendliche ansprechen, nicht nur jung Gebliebene, die gerne Jugendbücher lesen. Der Schluss jedoch war für mich persönlich zu konstruiert, alles in allem aber ist dies ein Roman, der sich zu lesen lohnt.

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Auf der Familie Solar lastet ein Fluch. Jeder in der Familie leidet unter (mindestens) einer Phobie und diese Phobie wird dem Betroffenen letztendlich auch zum Verhängnis werden. Esther Solar ist die Tochter der Familie und dank der Familiengeschichte und ihrer Andersartigkeit Zielscheibe von Mobbing und Ausgrenzung. Da Esther Solar noch nicht mit Sicherheit sagen kann, was ihr größte Angst ist, führt sie sicherheitshalber einer Liste und meidet alles, was eventuell in Frage kommen könnte. Die Taktik funktioniert eigentlich recht gut - bis die Liste eines Tages ihrem Schwarm aus Grundschultagen, Jonah, in die Hände fällt. Doch anstatt sich über Esther lustig zu machen, hilft er ihr, die Liste abzuarbeiten und die Phobien zu überwinden. Dabei kommen sich die beiden näher und Ester erkennt, dass auch in Jonahs Leben vielleicht nicht alles ganz so perfekt ist. "Es muss ja nicht perfekt sein" ist anders als die meisten Jugendbücher, die ich kenne. Das Thema an sich ist anders und auch die entsprechende Aufbereitung. Für mich ist dies ein Paradebeispiel dafür, wie Jugendbücher 2019 gestaltet sein sollten: Freundschaft und Respekt für den Anderen (auch oder gerade weil er anders ist), die erste Liebe (ohne großen Kitsch), das Überwinden scheinbar unüberwindbarer Hindernisse und das klare Benennen von Problemen, mit denen unsere Gesellschaft zu kämpfen hat (Süchte, Phobien, Alzheimer, Mobbing, etc.). Der Schreibstil ist locker und leicht, wie ich es mir für ein Jugendbuch auch wünsche, und daher lässt sich das Buch zügig und recht schnell lesen. Ich persönlich finde es schwierig, ernste Themen, wie Mobbing, Süchte und psychische Erkrankungen altersgerecht in einem Jugendbuch zu verarbeiten, ohne dass das Buch dabei in die Ecke der "Problem-Ratgeber" abdriftet. Krystal Sutherland ist hier meiner Meinung nach eine gekonnte Mischung aus Ernsthaftigkeit, Aufklärung und Unterhaltung mit der benötigten Portion Humor gelungen. Das Buch ist sehr unterhaltsam und auch humorvoll geschrieben, so dass man von Anfang an mit Esther mitfiebern will und muss. "Es muss ja nicht perfekt sein!" würde ich nicht nur Jugendlichen, sondern generell Menschen empfehlen, die auf der Suche nach sich selbst sind.

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Ein Manifest über Mut und Angst

Von: Junefeelings

27.05.2019

Krystal Sutherland schafft es, ohne in Kitsch zu verfallen, eine komplexe Geschichte über Mut, Freundschaft und Liebe zu entwickeln. Im Mittelpunkt der Handlung steht die junge Esther Solar, deren Familie wohl nicht merkwürdiger sein könnte . Jedes einzelne Familienmitglied ist behaftet mit einer bestimmten Phobie, die das gesamte Leben und auch den Tod jener Person bestimmt, allerdings erst ab dem Zeitpunkt des Ausbruchs. Und genau das ist der Punkt: Esther hat ihre Phobie noch nicht entdeckt, dafür aber eine Liste aller für sie möglichen Phobien aufgestellt, denen sie sich nach und nach mit ihrem Kindheitsfreund Jonah stellt. Dieses Buch ist für all jene mit einer etwas verrückten Familie, einem Faible für Verkleidung oder dem Wunsch die Angst zu bezwingen.

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