Rezensionen zu
Es muss ja nicht perfekt sein

Krystal Sutherland

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Esthers Familie ist alles andere als normal. Ihr Vater wagt sich seit einem tragischen Vorfall nicht mehr aus dem Keller, ihr Bruder kann nur bei Licht schlafen und Esthers Mutter hat Angst vor allem, was Unglück bringen könnte. Un Esthers größte Angst? Sie weiß es nicht, aber vorsorglich notiert sie sich alles, was infrage kommen könnte, in einer Liste. Und diese Liste gerät ausgerechnet in die Hände von Jonah. Esther versucht alles mögliche, damit sie die Liste zurückbekommt. Doch statt sie auszulachen, bietet Jonah ihr einen Deal an. Er hilft ihr die Liste abzuarbeiten und sich den Ängsten zu stellen und am Ende bekommt sie ihre Liste wieder. Doch die Liste bringt Esther und Jonah immer näher. Ängste können nicht zu ausgewachsenen Phobien werden, wenn du sie vermeidest, und Phobien können dich nicht umbringen, wenn du sie nicht hast. - S. 72 Charaktere: Einerseits empfinde ich Esther als eine mutige und starke Persönlichkeit, da sie keinen Wert auf die Meinung andere gibt, gleichzeitig ist sie in vielen Dingen unsicher und ihr Elternhaus kann ihr keine Sicherheit geben. Alles in einem war mir Esther sympathisch, da sie nicht der typische Teenager ist und man sie irgendwie nur ins Herz schließen kann. Das erste Aufeinandertreffen von Esther und Jonah hat leider dafür gesorgt, dass ich Jonah unsympathisch fand und es einige Zeit gedauert hat, bis sich dieses gewendet hat. Jonah hat es in seinen jungen Jahren ebenfalls wie Esther nicht leicht. Meinung: Die Idee hinter der Geschichte hat mich neugierig gemacht und der Klappentext sowie das schöne Cover haben mich angesprochen. Doch leider war die Umsetzung nicht ganz gelungen. Mir war es von allem zu viel. Ich fand es schade, dass wirklich jeder ein psychisches Problem hatte und keiner wirklich "normal" war. Ich hätte mir da einen bunten Misch gewünscht. Weiter waren einige Szenen in die länge gezogen. Insgesamt ist es eine süße Geschichte für zwischendurch. Der Schreibstil ist locker und flüssig und man kann die Geschichte in einem Rutsch durchlesen.

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Ganz nette Liebesgeschichte

Von: Trinity_41

25.08.2019

Das Cover lässt in keiner Weise auf den teils ernsten, teils schwarzhumorigen Inhalt schließen. Die kleinen Herzchen deuten zwar eine Liebesgeschichte an, aber die leichten Frühlingsfarben führen auf den ersten Blick in die Irre. Doch bereits der Klappentext verrät, dass es sich um eine außergewöhnliche Liebesgeschichte handelt. Esther Solar ist familiär vorbelastet, was alltägliche und ausgefallene Phobien angeht. Jeder in ihrer Familie hat mehr oder minder ausgeprägte Ängste. Aus "Angst vor der Angst" und weil sie nicht weiß, wovor sie am meisten Angst hat, schreibt Esther alle möglichen Phobiequellen in einer Liste nieder. Diese findet ausgerechnet ihr ehemaliger Schwarm au Grundschultagen, Jonah. Doch anstatt sie - wie alle anderen - zu belächeln oder zu mobben, hilft er ihr, die Ängste zu überwinden. Eine sehr ungewöhnliche Geschichte mit ernstem Hintergrund. Ich finde, der Autorin gelingt es, nicht in den Ratgeber-Kanon einzustimmen und durchgehend leicht und flüssig zu schreiben. An manchen Stellen war es mir dennoch zu langatmig - obwohl ich versucht habe, mich in die Zielgruppe hineinzuversetzen. Daher mein Punktabzug.

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Keine leichte Lektüre

Von: Ninni

27.05.2019

Am Anfang des Lesens dachte ich, es handelt sich um einen ganz normalen Roman, doch mit der Zeit wurde es immer verworrener und viele Details lassen mehr auf eine Art Fantasy Buch hindeuten. Bei diesem Buch muss man immer am Ball bleiben und es ist keine leichte Lektüre für zwischendurch, da man sonst sehr schnell den Zusammenhang verliert und manche Ereignisse nicht mehr so auf dem Schirm hat. Ich möchte hier nicht zu sehr ins Detail gehen, damit ich die Leser nicht unabsichtlich Spoiler. Was ich jedoch sagen kann, ist, dass sich die Hauptcharaktere, wie ich finde, oft unrealistisch benimmt und auch leider ein paar Passagen etwas in die Länge gezogen wurde. Hier fehlt ein bisschen der knackige Witz und die Spannung in der Erzählung um als Leser fokussiert am Ball zu bleiben. Auch die Schreibweise unterscheidet sich sehr zu normalen Lektüren, da die Sätze meist kurz und knapp gehalten sind und öfter so geschrieben wurden, als wären es Gedanken: Kurz, Knapp und viele Wort-Dopplungen. Also wer hier die Ausschweifungen und Schreibweisen eines klassischen Romanes erwartet ist hier absolut fehl am Platz. Alles in allem war das Buch ganz okay, habe mir erst allerdings etwas völlig anderes unter dem Titel vorgestellt.

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Es muss ja nicht perfekt sein

Von: Denise_H

18.05.2019

Inhalt 50 irre Sonntage, viele Ängste und eine große Liebe Esthers Familie ist ungewöhnlich. Das ist das Mindeste, was man sagen kann. Ihr Vater wagt sich nicht mehr aus dem Keller, der Bruder kann nur bei Licht schlafen und die Mutter hat panische Angst vor allem, was Unglück bringen könnte. Was Esthers größte Angst ist, weiß sie nicht. Aber vorsichtshalber notiert sie alles, was infrage kommen könnte, in einer Liste. Und die gerät ausgerechnet in die Hände von Jonah Smallwood – ihrem Schwarm aus der Grundschule. Doch statt sie auszulachen, hilft Jonah ihr, sich ihren Ängsten zu stellen. Gemeinsam arbeiten sie die Liste ab und kommen sich immer näher. Bis Esther erfährt, was Jonah getan hat. Meine Meinung Was macht man, wenn einem Ängste umbringen können? Und wie geht man vor, um die potenziell tödlichste Angst identifizieren zu können? Ist jetzt die Angst vor Motten verglichen mit der Höhenangst weniger tödlich? Oder muss man sich trotzdem eher vor Hummern fürchten? Esther ist davon überzeugt, dass ihre Familie verflucht ist und das jeder einzelne von ihnen an seiner schlimmsten Angst sterben muss. Aus diesem Grund hat sie sich auch entschieden, alle potenziellen Ängste aufzuschreiben und ihnen von da an aus dem Weg zu gehen. Die Idee an sich wäre ja gar nicht schlecht gewesen, würden nicht ständig neue Sachen hinzukommen. Als die Lage schon fast aussichtslos erscheint, taucht auf einmal ihr alter Freund Jonah auf und überredet sie, sich jeden Sonntag einer ihrer Ängste zu stellen. Aber so einfach kann es wohl nicht sein und wer weiss vielleicht stehen ihre eigentlichen Ängste gar nicht auf der Liste. Nach einem eher schrägen dafür aber amüsanten Einstieg, konnte mich die Autorin schnell für ihre einzigartige und originelle Geschichte gewinnen. Mit ihrem leichten und flüssigen Schreibstil erzählt sie uns nicht nur von Esther und ihrer Familie, sondern mischt zum Verständnis auch noch die ursprüngliche Erzählung zum Familienfluch hinzu. Leider wurde mir jedoch schnell klar, dass hier zwar wichtige Themen wie etwa Depressionen und Phobien behandelt werden, zur gleichen Zeit jedoch andere genauso wichtige Aspekte völlig falsch dargestellt wurden. So hatte es zum Beispiel Abschnitte in denen sie Sommersprossen und rote Haare als hässlich bezeichnet, Taschendiebe verharmlost und Familienprobleme viel zu einfach repräsentiert hat. Versteht mich nicht falsch, das Leben ist nicht perfekt und das kann man auch in einem Buch einbauen, solche Angaben sollten aber zumindest zu einem späteren Zeitpunkt als Ergänzung anders dargestellt werden. Fazit Trotz der liebenswerten und für einmal etwas anderen Charaktere und dem guten und flüssigen Schreibstil, lies mich dieses Buch mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Beschrieb die Autorin auf der einen Seite eine sehr gute und wichtige Unterhaltung über Ängste und das Leben an sich, ruinierte sie dies gleich wieder mit einer negativen Darstellung über das Aussehen von Esther. Weckt die Geschichte jedoch euer Interesse oder seid ihr auf der Suche nach einem Jugendbuch, dass durchaus wichtige Themen bespricht, würde ich diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben.

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Bin mir echt bicht sicher

Von: Ursula Heimann

14.05.2019

Vielleicht die falsche Altersklasse aber insgesamt weiss ich - leider - nicht, was ich dazu sagen soll. Teils hatte ich den Eindruck, es geht um Freundschaft, dann wieder war es irgendwie verstörend. Na ja, vielleicht bin ich doch zu alt...

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Interessant ... und düster....

Von: Cathy82

14.05.2019

Der amerikanische Titel dieses Buches "A Semi-Definitive List of Worst Nightmares" hätte mich wesentlich mehr auf den Inhalt gelenkt, als es die deutsche Übersetzung tut. Erst der Klappentext bewirkte, dass ich das Buch lesen wollte. Im ersten Kapitel wird man direkt in das Leben von Esther und ihrer verrückten Familie geworfen, und merkt gleich: Das stimmt was nicht. Was nicht stimmt, wird nach und nach aufgedeckt, so dass die ersten Kapitel sehr spannend waren - man wollte wissen, wie es weitergeht. In der Mitte jedoch verlor sich die Geschichte in Wiederholungen. Das einzig interessante, dass mich dazu verführte, weiterlesen zu wollen, war die Geschichte ihres Großvaters und später das Geheimnis um Jonahs Geschichte, die einem bis kurz vor Schluss durchhalten ließ. Der Schluss dagegen war meiner Meinung nach etwas übertrieben, und fühlte sich so an, als müsse die Autorin nun unbedingt ein Ende finden. Was ich gut fand, waren zwischendrin die makabren Anspielungen an den Tod, der lockere und schnelle Erzählstil, sowie die Geheimnistuerei um die Geschichte des Großvaters und seines Bekannten aus dem Krieg sowie die Geschichte um Jonah, die erst spät wirklich bekannt wird. Diese Häppchen, die einem als Leser immer wieder vorgeworfen wurden, um dann erst gegen Ende ein Bild zu ergeben: Genau meins. Es hätten aber auch noch ein paar mehr Häppchen sein können. Dabei war der Autorin aber scheinbar nicht die Geschichte an sich wichtig, sondern laut Nachbetrachtung sollte es ein Buch darüber sein, wie und dass Ängste überwunden werden können und sollten. Jedoch kommen die positiven Aspekte manchmal zu kurz und die negative, leicht depressive Stimmung hat mich als Leser teilweise mitgezogen. Dabei soll das Buch doch gerade positive Stimmung verleihen, damit die Ängste überwunden werden können. Was die Autorin geschafft hat, ist, dass ich mir überhaupt meiner Ängste in dem Maße bewusst geworden bin. Fazit: Kurzweilige Lektüre, aber ich weiß nicht, inwieweit jemand mit Angst wirklich durch dieses Buch aus seiner Angst herausfindet. Es hilft jedoch, Ängste besser zu erkennen, und dadurch vielleicht andere Menschen in ihrer Angst besser zu unterstützen....

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Esther hat es mit ihrer Familie echt nicht leicht. Alle glauben an den Fluch, der auf ihnen lasten soll und sind an irgendeine Phobie gebunden, die ihnen das Leben zur Hölle macht. Ihre Mutter ist vom Pech verfolgt und hortet jeden Glücksbringer, den sie zu fassen bekommt. Das geht sogar so weit, dass sie alle möglichen Kräuter schluckt/sich damit einreibt oder dabei hat, oder eben ihre Tochter nicht abholen kann, weil eine schwarze Katze auf dem Auto sitzt. Eugene, der Bruder lebt Tag und Nacht in völliger Beleuchtung, weil in der Dunkelheit Dämonen lauern, die selbst jeder von uns panisch betrachten würde, wenn wir solche Wahnvorstellungen hätten. Und der Vater der Familie lebt seit 6 Jahren im Keller. Nur Esther hat ihre Angst noch nicht gefunden und trägt daher eine Liste mit sich herum, auf der sie mögliche Phobien notiert hat. Als diese Liste zu Jonah gelangt, ist das zunächst mal ein ganz schönes Ärgernis. Denn wer möchte schon, dass so etwas Wichtiges einem Dieb und Lügner in die Hände fällt. Doch auch er hat sein Päckchen zu tragen und auf dem Weg, herauszufinden welche Angst Esther packen könnte, macht auch der große, verrückte Junge einige Erfahrungen. “Es muss ja nicht perfekt sein” habe ich mir anders vorgestellt, als es dann wirklich wahr. Ich hatte auf eine tiefgehende, sehr emotionale Geschichte gehofft, aber das war schwierig. Irgendwie waren beide Attribute schon gegeben und irgendwie eben auch nicht. Ich kam an die Charaktere nicht wirklich ran, konnte mich nie lange vom Buch fesseln lassen. Die Tatsache, dass hier wirklich schlimme, ja schon krankhafte Ausmaße von Angstzuständen ziemlich trocken dar gestellt wurden, erschreckte mich. Versteht mich nicht falsch, es wurde nichts ins übertrieben Lächerliche gezogen oder verharmlost, aber Esther sah das alles so als gegeben an, als normal, dass ich nicht mal darüber schmunzeln konnte. Es war übertrieben beschrieben, aber eben nicht mit lustigem schwarzen Humor, sondern dermaßen düster, traurig und dramatisch, dass ich oftmals das Buch einfach zur Seite gelegt habe und mich fragte, warum dieser Familie denn nicht einfach schon eher jemand mal geholfen hat. Natürlich war es schon interessant zu lesen, was sie mit Jonah alles erlebt, aber viele Momente oder auch Rückblenden waren so obskur, dass das Lesen der Geschichte einfach anstrengend war. Was Eigenschaften und Persönlichkeiten angeht konnte Krystal Sutherland die Charaktere schon toll darstellen. Ich finde sie hat, was die Beschreibungen des Settings angeht, auch Talent das zu verbildlichen, aber hier kam ich dann auch leider schon an meine Grenzen. Es war einfach zu viel von allem auf einmal. Auch der Stil der Autorin war etwas mühsam für mich. Es wurden so viele Informationen in möglichst wenig Platz gepresst und ich fühlte mich erschlagen von den Szenen. Wenn man sich auf den Schreibstil einlassen kann, ist “Es muss ja nicht perfekt sein” vielleicht sogar etwas emotionaler, aber bei mir kam echt nicht so viel an. Ich war enttäuscht.

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Mutige Ängstliche

Von: Pia

25.04.2019

Das Buch hat mir persönlich für zwischendurch gut gefallen. Es ist sehr leicht zu lesen und kommt ohne komplizierte Umschreibungen aus. Die Charaktere sind liebevoll beschrieben und die ganze Handlung ist lustig und teilweise auch sehr schräg. Der Autorin gelingt es durch ihre humorvolle Art auch tiefgreifende Probleme anzusprechen und verständlich zu machen. Besonders schön ist der Halt, den die Personen sich gegenseitig geben können. Zwischendurch ist es auch richtig spannend. Leider kannte ich die Personen der Kostüme nicht immer, das hätte das Lesen bestimmt noch lustiger gemacht. Insgesamt hätte ich mir aber weniger Ängste gewünscht und dafür mehrere Versuche eine Angst zu überwinden. Denn einige Ängste überwindet Esther ein bisschen zu leichtfertig. Denn Mutig sind doch die, die trotz ihrer Ängste weitermachen und nicht die, die keine Angst haben. Fazit: Ein tolles Buch für jeden, der gerne mutiger sein und seine eigenen Problemen angehen möchte.

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