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Rezensionen zu
Mein Herz ist eine Insel

Anne Sanders

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Das hübsche, helle Cover passt nicht wirklich zu der schottischen Insel Bailevar, die erfundene Nachbarinsel von Iona. Das Leben auf Bailevar ist hart und dem launischen Wetter und den Gezeiten angepasst. Isla, die Protagonistin dieses Romans, ist genau wie die Insel: je nach Wetter macht sie einen sonnigen, frischen, forschen, schroffen oder betrübten Eindruck. Sie wurde in ihrer Kindheit zutiefst verletzt, weshalb sie, kaum alt genug, die Insel verliess. Die letzten zehn Jahre lebte und arbeitete Isla in Edinburgh mit ihrem Freund Eric zusammen. Als die Beziehung in die Brüche geht, weiss sie nur einen Fluchtort: Bailevar. Auch wenn es ihr gegen den Strich geht, wieder nach Hause zu kommen. Empfangen wird Isla nicht gerade freundlich von ihren Verwandten. Nur die 88jährige Shona freut sich, dass Isla zurück gekehrt ist und will Isla mit Finn verkuppeln. Finn war Islas bester Freund und vielleicht auch mehr, doch nun sind beide erwachsen geworden und haben verschiedene Lebensträume. Kein Wunder, denn Finn und Isla kommen aus unterschiedlichen Elternhäuser. Bei Isla wurde und wird nicht geredet und nicht geliebt - Verbitterung macht sich breit. Finns Familie hingegen ist herzlich und ermunternd und gibt das so weiter. Finn hat ein grosses, gute Herz. Er kam mir vor wie das Herzstück der Insel. Sein älteres Pendant ist seine Grosstante Shona. Sie kennt nicht nur alle Bewohner, sondern auch sämtliche Geschichten der Insel, die sie immer gern erzählt. Verschlagen ist sie auch und nutzt ihr Alter, um alles Mögliche vorzutäuschen - sie muss man einfach mögen. Während also Finn das Inselpub samt Feinschmecker-Restaurant führt, Shona es gemütlich angehen lässt und Isla ihre Vergangenheit zu bewältigen versucht, taucht ein Fremder auf der Insel auf. Der Mann fällt auf, da er mehr Zeit auf der Insel verbringt als ein normaler Tourist. Wild wird spekuliert, was es mit dem Mann auf sich haben könnte. Diese Szenen sorgen für Würze im erzählstarken Roman. Das Leben auf der rauen Insel hat die Autorin toll und glaubhaft festgehalten, ebenso die lebensnahen Figuren. Zum Beispiel die Musiker, die ins Pub einfallen, sobald feststeht, dass heute wegen Sturm keine Gäste vom Festland kommen werden. Ganz nach dem Motto: die Insel gehört heute Nacht nur uns Einheimischen. Auch Isla mochte ich sehr. Sie ist ein Inselkind durch und durch, auch wenn sie sich eingeengt fühlt und sich ein Leben auf ihrer Heimatinsel Bailevar nicht mehr vorstellen kann. Die Insel hat sie stärker geprägt, als sie meint. Ich konnte mich gut in sie einfühlen. "Mein Herz ist eine Insel" erinnert mich stark an Jenny Colgans Sommerküche. Ähnliches Setting, ähnliche Story - und doch ganz anders. Anne Sanders Geschichte hat mich von der ersten Seite an gepackt und liess mich bis zum Ende nicht mehr los. Fazit: Wer sich auf die raue Insel einlassen kann, entdeckt eine überzeugende und berührende Geschichte, die man das ganze Jahr über lesen kann. 4.5 Punkte.

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In das Buchcover habe ich mich sofort verliebt. Beim Betrachten habe ich große Lust, mich auf die gemütliche Bank zu setzen und auf das Meer zu blicken. Auch erinnert mich das Cover direkt wieder an die kleine Insel Bailevar mit ihren besonderen Bewohnern, auf die ich Isla in diesem Buch begleitet habe. Gerne wäre ich geblieben :-) Ein lebendiger Schreibstil Der Schreibstil von Anne Sanders hat mir sofort sehr gefallen. Er ist angenehm flüssig und macht es dem Leser nicht schwer, in der Geschichte des Buches abzutauchen. Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Isla und Finn geschrieben, was das Lesen sehr spannend macht, denn so bekommt man einen guten Einblick in die beiden Protagonisten. Darüber hinaus befassen sich ein paar Kapitel weder mit Isla noch mit Finn, sondern erzählen die Geschichte der verschwundenen Insel, welche ich mit Begeisterung verfolgt habe. Auch die Landschaftsbeschreibungen waren wunderbar. Ich konnte mir alles klar vorstellen und hatte das Gefühl, wirklich auf dieser kleinen idyllischen Insel Bailevar zu sein, auf der ich mich sehr wohlgefühlt habe. Viele interessante Charaktere Auch die Charaktere, die ich in diesem Buch getroffen habe, konnten mich alle absolut überzeugen. Zwar war meine Meinung zu Isla sehr wechselnd, denn sie ist oft launisch, missmutig und verbittert. Allerdings wird auch mit fortschreitender Geschichte klar, warum das so ist, so dass ich sie am Ende des Buches wirklich mochte. Finn hingegen mochte ich sofort und die Passagen, die aus seiner Sicht erzählt wurden, haben mir ganz besonders gefallen. Er ist ein toller Mensch und hat mich mit vielen seiner Handlungen wirklich begeistert. Mein absolutes Highlight war allerdings die alte Shona. Was für eine tolle alte Dame!!! Ich konnte sie bildlich vor mir sehen und hatte jede Menge Spaß mit ihr. Für ihre 88 Jahre hat sie es noch faustdick hinter den Ohren! Oft musste ich laut über sie und ihre Sprüche lachen, doch genauso oft hat sie mich mit ihren Aussagen zum Nachdenken gebracht. Eine wirklich wunderbare Protagonistin! Ich hätte ewig mit ihr zusammen bleiben können! Eine überraschende Lebensgeschichte Mir hat es unglaublich viel Freude gemacht, Isla auf die Insel Bailevar zu begleiten und mitzuerleben, wie ihre Familie auf ihr plötzliches Auftauchen reagiert. Nicht jeder war begeistert, womit schnell klar war, dass in dieser Familie einiges im Argen liegt. Es war sehr spannend, all die Geheimnisse aufzudecken und mitzuerleben, wie sich die einzelnen Charaktere im Laufe der Zeit gewandelt haben. Natürlich hat mir auch die zu erwartende Liebesgeschichte zwischen Isla und Finn sehr gut gefallen, denn es bleibt lange spannend. Allerdings verbirgt das Buch noch eine andere ganz besondere Geschichte, über die ich nicht allzu viel verraten möchte, denn sie hat mich einfach wahnsinnig berührt. Nur so viel: Es geht um Shona und gerechnet hätte ich mit diesem Handlungsstrang gar nicht, was ihn für mich umso außergewöhnlicher gemacht hat. Mein Fazit: "Mein Herz ist eine Insel" von Anne Sanders ist eine berührende Familiengeschichte, deren Verlauf mich immer wieder überraschen konnte. Ich hatte lustige, spannende, traurige und zutiefst berührende Momente und hätte ewig weiterlesen können. Daher gibt es von mir für dieses Buch eine absolut Leseempfehlung.

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"Mein Herz ist eine Insel" ist das dritte Buch, das ich von Anne Sanders gelesen hab. Die anderen beiden haben mir schon sehr gut gefallen, aber dieses Buch war noch besser, bewegender, emotionaler. Islas Rückkehr auf die kleine Insel an der schottischen Westküste und die Irrungen und Wirrungen, die dies mit sich bringt, haben mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Auch die parallel erzählte Handlung um die Sage der verschwundenen Nachbarinsel unterstützt das berauschende Leseerlebnis noch einmal. Das Buch war durchweg sehr emotionsgeladen, aber gegen Ende war ich so ergriffen, dass ein paar Tränen gekullert sind. Wie bei allen Anne Sanders Büchern sticht auch hier wieder das Cover besonders heraus, absolut passend zum tollen Inhalt des Buches.

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Auf diesen Roman bin ich durch die Werbung für die Hello Sunshine-Bücher aufmerksam geworden. Ich hatte mich auf eine Sommerlektüre mit ein bisschen Tiefgang gefreut, ich habe jedoch viel mehr bekommen - einen Roman, der mich tief in meinem Herzen berührt und meine komplette Gefühlspalette heraus gekitzelt hat. Ich habe mich Isla sehr nahe gefühlt, was nicht nur an unserer stellenweise gemeinsamen Geschichte liegt, sondern auch an der Art und Weise, wie die Autorin die Figuren generell ausgearbeitet hat. Es gibt keine einzige Figur in dem Roman, die ich nicht mochte, alle sind auf ihre Art und Weise Sympathieträger, und doch sind sie stellenweise sehr unterschiedlich. Deswegen wird auch die Geschichte ohne einen bösen Gegenspieler nicht langweilig. Der Schreibstil der Autorin ist sehr detailreich, was mich hier total gefreut hat, denn Schottland ist mein Lieblingsland. Ich habe mich oft an die Küste versetzt gefühlt. Dabei hat die Autorin mir ermöglicht den Wind in den Haaren und den salzigen Geruch des Meeres in der Nase zu spüren. Die Autorin steht damit bei mir mit Brittainy C. Sherry und Anna McParlin auf einer Stufe. Aber auch und gerade die Gefühle und Gedanken der Figuren hat die Autorin mit sehr nahe gebracht, deswegen war ich mit Herz und Seele bis zum Schluss des Romanes dabei. Die Geschichte wird aus der Sicht von Isla und Finn erzählt. Die beiden nähern sich im Laufe der Geschichte wieder an und ich habe es sehr genossen, dies aus beiden Perspektiven zu verfolgen. Das hat dem Roman meiner Meinung nach sehr gut getan. Übrigens ist das Hörbuch mit zwei verschiedenen Stimmen vertont worden, was ich großartig finde, denn so findet der Hörer schneller in die Geschichte. Die Handlung an sich hat mir die ganze Zeit über gefallen, obwohl sie mich mehrere Male zerrissen und wieder zusammengesetzt hat. Das Ende setzt dem nochmal einen drauf und entschädigt für so ziemlich alles. Auch hier sind so einige Tränchen geflossen. Fazit: Ein Buch, dass ich nicht nur empfehlen kann, sondern ausdrücklich möchte. Jeder, der tiefgründige Geschichte mit einem tollen Setting mag, muss hier unbedingt zuschlagen.

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**Über „Mein Herz ist eine Insel“ von Anne Sanders** Isla Grant bricht nicht so schnell zusammen. Doch es ging ihr schon mal deutlich besser. Von heute auf morgen steht sie ohne Freund, Wohnung und Job da. Was bleibt ihr also anderes übrig als nach so vielen Jahren wieder nach Hause zurück zu kehren? Nach Bailevar. Eine winzige Insel an der rauen Westküste Schottlands. Dabei hat sie schon seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie. Und als sie dann noch ihrer Jugendliebe Finn über den Weg läuft muss sich Isla mit all den unliebsamen Erinnerungen auseinander setzen. Aber es gibt für sie einen Lichtblick. Die alte Dame Shona. Für Isla ist sie das Herz der Insel. Der Fels in der Brandung, welcher mit seinen Geschichten rund um die verschwundene Insel immer wieder zu begeistern weiß. Doch schon bald ereignen sich auf der Insel ungewohnte Dinge. Isla muss erkennen, dass Shona ein tragisches Geheimnis verbirgt und wird auch selbst von ihrer Vergangenheit eingeholt. **Meine Meinung zu „Mein Herz ist eine Insel“ von Anne Sanders** Wie ich schon oben schrieb: Ich liebe Schottland und könnte immer wieder dorthin reisen. Die raue Natur, das zum Teil urige Volk und einfach diese Freundlichkeit, die einem überall begegnet. Mit Schottland verbinde ich einfach einige der schönsten Erinnerungen meines Lebens. Da passte „Mein Herz ist eine Insel“ einfach perfekt und ich musste es unbedingt lesen. Dabei stellte ich mir dank des mir bekannten Plots eigentlich etwas anderes darunter vor. Nicht weiter schlimm, denn meine Erwartungen wurden deutlich übertroffen. Isla ist störrisch, ein wenig egozentrisch und eben durch ein tragisches Ereignis aus ihrer Kindheit stark gezeichnet. Dennoch ist sie einfach sympathisch. Denn ihr Herz sitzt am rechten Fleck. Auch wenn ihre Rückkehr zu ihrer Familie recht holprig erfolgt und sie es irgendwie nie schafft lässt sie sich nie unterkriegen. Und es muss wohl irgendeinen unterschwelligen Grund geben warum sie es nie schafft die Fähre zu erreichen, um die Insel wieder zu verlassen. Dann ist da auch Finn, dessen Sicht in dem einen oder anderen Kapitel wiedergegeben wird. An der Stelle möchte ich unbedingt die Tomatenszene hervorheben. Ich habe Tränen gelacht. Aber weiter im Text. Finn ist so fest mit der Insel verwachsen, dass ihm die Entscheidung zwischen Isla und Bailevar förmlich das Herz bricht. Doch wenn Isla die Insel wieder verlässt steht ebendiese Entscheidung für ihn schon fest. Dabei ist er so zurückhaltend, so verständnisvoll, dass ich ihn manchmal schütteln wollte und schreien „Kämpfe!“. Ich fieberte hier einfach mit. Dann ist da auch Shona. Die liebe Großtante von Finn, die für Finn sowie Isla eigentlich vielmehr wie eine Großmutter ist. Sie hält irgendwie alles zusammen und gibt ihr Bestes, um den beiden zu ihrem Glück zu verhelfen. Dabei kommt Stück für Stück heraus, dass auch Shona ein Geheimnis umgibt, welches einfach nur tragisch und traurig ist. Insgesamt gibt es hier tatsächlich gut vier Geschichten, die die Hauptfiguren auf Trab halten und für reichlig Unterhaltung sorgen. So klein die Insel ist, allein durch die Rückkehr von Isla wird es eben nicht langweilig und ich würde zu gern weiter lesen. Doch leider war das Buch viel zu schnell zu Ende. **Über die Autorin Anne Sanders** Anne Sanders ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin. Sie lebt in München und war als Journalistin tätig, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, bevor sie sich der Schriftstellerei widmete. Ihr Cornwall-Roman „Sommer in St. Ives“ landete auf Anhieb auf der Spiegel-Bestsellerliste. Unter anderem Namen veröffentlicht die Autorin Bücher für jugendliche Leser.

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Eine geheimnisvolle Legende, eine abgelegene Insel und eine große Liebesgeschichte Mein Herz ist eine Insel beginnt aus der Perspektive von Isla Grant, auf der Flucht vor ihrem aktuellen Leben. Ihr Ex-Freund Eric hat sie nach einer zehnjährigen Beziehung für eine Andere verlassen und Isla weiß keinen anderen Ausweg, als wieder in ihren Heimatort zurückzukehren, den sie als junge Frau nicht schnell genug hinter sich lassen konnte. Sie hat das Gefühl, plötzlich vor dem Nichts zu stehen und auch ihr Vater empfängt sie nicht gerade mit offenen Armen. Nachdem Isla sich in all den Jahren kaum um ihre Familie auf Bailevar gekümmert hatte, ist dies wohl nur allzu verständlich. Mit ihren beiden Brüdern Kyle und Will hat sie es etwas leichter, auch wenn die beiden sich ebenfalls distanziert halten. Etwas weniger als die erste Hälfte des Buches dreht sich im Großen und Ganzen um Isla Grants Rückkehr nach Bailevar, eine kleine schottische Insel, abgelegen vom Rest der Welt, auf der die Bewohner leben, wie eine einzige, große Familie. Vor allem war dies ein Grund für Islas Flucht in jungen Jahren – zu sehr sehnte sie sich nach Anonymität, nach der großen weiten Welt und wollte Abstand zu dem langweiligen Fischerörtchen und dem Klatsch und Tratsch der Bewohner. Isla lässt kein gutes Haar an dem kleinen, verträumten Fleck, was sie mir anfangs auch etwas unsympathisch erscheinen ließ. Sie war stets auf der Suche nach ihrer eigenen Freiheit, fühlte sich eingeengt und erstickt. Zu Beginn scheint ihre starke Abneigung gegen ihren Heimatort allein aus Langeweile und Fernweh zu resultieren, allerdings erkannte ich schnell, dass dahinter mehr stecken sollte, auch wenn die Autorin es nicht offensichtlich zu Papier brachte. Die Protagonistin Isla Grant wirkt zu Beginn zu pessimistisch und schlecht gelaunt, mehr und mehr bekommt der Leser jedoch Gründe dafür geliefert, die durchaus nachvollziehbar sind. Anne Sanders zeichnet mit Isla einen Charakter, der schwer zu durchschauen ist, was der ganzen Geschichte jedoch auch ihren Reiz verschafft. Immer wieder konnte mich die Protagonistin durch ihre Handlungen und Gefühlsausbrüche überraschen, wo sie doch eigentlich eher kühl und in sich gekehrt wirkt. In erster Linie kämpft sie für sich selbst, zu viele Enttäuschungen haben sie zu der gemacht, die sie jetzt ist. Auf der Suche nach ihrem persönlichen Glück, erkennt sie es jedoch nicht und es war sehr interessant, sie auf ihrem Weg zu begleiten. Eine etwas andere Liebesgeschichte – kompliziert und doch so einfach! Im vierten Kapitel wechselt die Perspektive das erste Mal zu Finn, der Jugendliebe Islas, Sternekoch und Besitzer des einzigen Pubs auf der Insel. Unterschiedlicher könnten die beiden kaum sein, denn Finn liebt das Leben auf der Insel und kann sich nicht vorstellen, die Menschen dort zurückzulassen. Das bringt eine erfrischende Abwechslung in die Geschichte, wo doch der Leser nun eine ganz andere Seite Bailevars kennenlernt und sich von Finns Schilderungen verzaubern lässt. Mit seiner gefühlvollen und fürsorglichen Art, gelang es Finn direkt sich in mein Herz zu schleichen. Anne Sanders schafft es durch die beiden Protagonisten ein Szenario zu kreieren, das zugleich düster und beengend, als auch sehnsuchtsvoll und wunderschön wirkt. Finn weckte das Fernweh in mir, die Sehnsucht nach Strand und Meer und einem kleinen verträumten Ort. Was mir an Finn besonders gut gefiel, war die Tatsache, dass er selbstverständlich ein Traummann ist, das allerdings nicht so offensichtlich dargelegt wird, wie man es von einem Liebesroman sonst gewohnt ist. Das Klischee des perfekten Mannes mit dem Körper eines Gottes greift hier nicht und lässt die Geschichte authentisch und realistisch wirken. Die Autorin lässt hier genug Spielraum, sich seinen eigenen Finn auszumalen. Beide Charaktere bieten immer wieder Einblicke in ihre gemeinsame Vergangenheit, eine Jugendliebe, einfach und unkompliziert, die jedoch abrupt endete, als Isla beschloss die Insel zu verlassen. Es scheint vom ersten Moment, als empfinden die beiden immer noch etwas füreinander, allerdings werden ihnen natürlich auch viele Steine in den Weg zueinander gelegt. Auch die anderen Inselbewohner haben ihren eigenen Charme, vor allem die ältere Dame Shona, Finns Großtante und Islas wohl engste Freundin auf Bailevar, konnte mich überzeugen. Die alte Dame besitzt einen ausgezeichneten Sinn für Humor und einen gesunden Optimismus. Shona ist besessen von der Legende der verlorenen Insel und auch diese mystische Geschichte lädt zum Träumen ein. Auch ein geheimnisvoller Fremder wirft Rätsel auf, zumal die Inselbewohner Touristen nicht gewohnt sind. Diese Mischung machte Mein Herz ist eine Insel zu einem spannenden Liebesroman, mit einem kleinen Familiendrama und einem großen Geheimnis. Die Handlung an sich wurde zu keiner Zeit langweilig, dazu musste auch nicht immer etwas Gravierendes passieren. Anne Sanders erzählt in einem leichten, lockeren Ton, der den Lesefluss erleichtert. Es wirkt zu keinem Zeitpunkt überzogen und dennoch herrlich romantisch, gewitzt durch klug platzierte Ironie. Jedem Charakter verlieh sie einen eigenen Wesenszug, was mir besonders gut gefallen hat. Ihre Art zu schreiben lässt die Dinge lebendig wirken und die Beschreibungen der Insel konnten mich verzaubern und mich an einen mir unbekannten Ort entführen. FAZIT: Mein Herz ist eine Insel handelt von Verzweiflung, dem Gefühl verloren zu sein, von einem Mythos, der die Inselbewohner in seinen Bann zieht und einer großen Liebe, für die man sich ein Happy End wünscht. Ich habe die Charaktere gerne begleitet, vor allem Isla mit ihrer sturen, ironischen Art und dem Gefühlschaos. Aber auch Finn, dessen herzliches und mitfühlendes Wesen mich begeistern konnte. Die Geschichte eignet sich perfekt zum Abschalten und hält Spannung und große Gefühle bereit, die zu jeder Zeit authentisch wirken. Somit vergebe ich eine klare Leseempfehlung.

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Die Rezension zu diesem Buch nimmt an der Anzeigenkampagne "Hello Sunshine" des Verlages teil. Es wurde jedoch selbst gekauft und nicht durch den Verlag zur Verfügung gestellt. INHALT: Isla Grant war froh, ihrer Heimatinsel Bailevar an der Küste Schottlands zu entkommen. Doch nach 10 Jahren geht ihre Beziehung in die Brüche und ihre Familie auf der Insel ist das Einzige was übrig bleibt. Doch die empfangen Sie nicht nur mit offenen Armen. Schnell wird klar; Isla muss herausfinden, was sie wirklich will vom Leben. Ob da die Begegnung mit ihrer Jugendliebe Finn hilfreich ist? FAZIT: Da ich das Meer, kleine Inseln und die dazugehörige maritime Einrichtung sehr liebe, hat mich das Buchcover und der Titel magisch angezogen. Der Schreibstil eignet sich für einen Tag am Strand (oder alternativ aufgrund des Wetters auf der Couch). Leicht und locker ist der Erzählfluss gestaltet und man ist schnell im Geschehen. Anne Sanders schafft es, eine kleine idyllische schottische Insel zu kreieren auf der allerhand schrullige Insulaner zu Werke sind. Hier passt jeder auf jeden auf und weiß bestens über seinen Nachbarn Bescheid. Diese Nähe war Isla bislang zuviel und floh vor über 10 Jahren nach Edinburgh. Doch aufgrund ihrer persönlichen Krise muss sie sich eingestehen, dass die Insel mit ihrer Familie doch eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielt. Besonders ein Insulaner, ihre Jugendliebe Finn, hat ihr Herz nicht vergessen. Und dieses Herz ist im Buchtitel gemeint, warum es eine Insel ist? Lest unbedingt selbst, welche Entwicklungen Isla durchmachen machen muss, um zur Ruhe zu kommen. Wer aber denkt, dass auf dieser kleinen Insel nichts los ist, der irrt: ein Einbrecher treibt sein Unwesen, die alte Dame Shona versucht Isla mit Finn zu verkuppeln, Islas Brüder und ihr Vater haben mit Isla einiges Aufzuarbeiten, eine Oma paddelt mit einer Harpune im Meer und dann gibt es noch eine Geschichte um eine verschwundene Insel. An einigen Stellen hätte ich Isla am liebsten in den Hintern getreten und gesagt: "Nu reiß dich mal zusammen!" Aber das hat meist der heimliche Star des Buches Shona gemacht. Die alte Dame war meine Lieblingsprotagonistin im ganzen Buch. Bei den vielfältigen Dialogen merkt man, dass die Autorin ihr Herzblut in das Inselbuch mit Herz gesteckt hat und das ein "okay" inzwischen ein echter Dialogklassiker geworden ist. Ich würde gern mal einen Ausflug auf diese kleine Insel machen, um ein Krabbenbrötchen in Finns Pub zu essen: Volle Punktzahl! https://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2017/12/anzeige-rezension-anne-sanders-mein.html

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Isla kommt nach knapp 10 Jahren wieder nach Hause auf die Insel Bailevar. Sie hat damals ihren Vater, ihre zwei älteren Brüder und ihre Jugendliebe zurück gelassen und es niemals bereut. Aber in ihrer Not sieht sie keinen anderen Weg, als zu ihrer Familie. Dort angekommen, trifft sie auch unerwarteter Weise Finn wieder. Die Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit überrollen Isla und vor allem Shona freut sich sehr die junge Frau wieder in die Arme zu schließen. Shona, die seit jeher gerne die Geschichte der „verschwundenen Insel“ erzählt, die nicht mehr die jüngste ist und auch von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Wie hat es mir gefallen? Ich lese das Buch im Rahmen der Aktion „Hello Sunshine“ vom Bloggerportal und habe das Buch als Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank dafür. Mit dem Cover und dem Klappentext waren meine Erwartungen auf einen lockeren leichten Liebesroman gelenkt. Bekommen habe ich eine weitaus tiefer gehende Geschichte. Isla ist eine junge Frau, die an einem Scheideweg in ihrem Leben angekommen ist. Sie ist verwirrt und daher zickig. Sie floh von der Insel, die sie als einengend und provinziell empfand. Nun ist sie wieder hier und die Menschen haben sich kaum verändert. Meine Sympathie für sie hielt sich in Grenzen, denn sie strapazierte oft meine Geduld. Ich brauchte eine Zeit lang, um mich mit ihr anzufreunden. Finn dagegen hat mich sofort für sich eingenommen, vor allem seine freundliche Art und seine Leidenschaft fürs Kochen. Er kann auch mit Islas Gefühlschwankungen umgehen, auch wenn ihn ihr Auftauchen überrascht. Bereichert wird die Story durch ein paar äußerst charmante Figuren. Allen voran Shona, die das Herz der Insel ist. Ihre Geschichten sind allseits bekannt, wenn auch nicht alle daran glauben, hören sie ihr sehr gerne zu. Louise, eine knapp 90jährige Frau, die noch täglich im Meer schwimmt und ihren wundervollen „gefakten“ französischen Akzent lebt. Die Altherrenband, der Postbote/Müllmann und noch einige andere schrullige Figuren. Diese Insel im rauen schottischen Meer rundet bildet den perfekten Schauplatz, um die Geschichte zu erzählen. Der Schreibstil der Autorin war anfangs für mich gewöhnungsbedürftig. Ich kann nicht genau festmachen, woran das lag. Es war womöglich ein Zusammenspiel aus einer für mich eher ungewohnten Schreibweise und meiner leichten Abneigung gegenüber Isla. Aber man muss die Hauptfigur nicht unbedingt mögen, um eine Geschichte gut zu finden. Und ich fand sie gut. Sie war tiefgründiger als erwartet, sie war spannend und voller großer Gefühle, die alle Menschen in sich haben. Es ist eine Geschichte über Familie, Freundschaft, über Herkunft, Vergangenheit und Zukunft. Als ich mich voll darauf eingelassen habe, riss sie mich mit.

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