Rezensionen zu
Glück und Glas

Lilli Beck

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Das Buch hatte mein Interesse geweckt, weil ich Geschichten aus der Zeit der beiden Weltkriege einfach nur spannend finde. Dies war mein erster Roman der Autorin. In der Geschichte geht es um die beiden Mädchen Marion und Hannelore, die kurz nach dem zweiten Weltkrieg das Licht der Welt erblicken. Der Zufall möchte es, dass sie Freundinnen werden, die untrennbar durchs Leben schreiten. Doch dann tritt ein Mann in ihrer beider Leben, der alles für immer verändert. Wird die Freundschaft Bestand haben und das aushalten können? Die Autorin hat hier eine Geschichte geschaffen, die spannende Jahrzehnte Deutschlands beleuchtet, von 1945 bis heute, was mir sehr gut gefallen hat, denn das hatte ich so gar nicht erwartet. Die Geschichte um die beiden Frauen ist sehr gut mit den Umbrüchen in Deutschland verknüpft. Ich konnte einiges für mich mitnehmen. Die sehr bildhafte Sprache der Autorin sorgt dafür, dass man sich alles gut vorstellen kann. Ein beobachtender Erzähler führt uns Leser durch das Geschehen. Die beiden Hauptakteurinnen sind so unterschiedlich wie Feuer und Wasser und so facettenreich, dass die Geschichte nie langweilig wird. Man kann sich durchaus mit beiden Frauen identifizieren. Beide haben jeweils ihr Päckchen zu tragen. Mir hat Hannelore ein wenig mehr gefallen, weil sie eher meinem Typus entspricht und sich nicht von wilden Träumereien leiten ließ. Fazit: Der perfekte Roman für die anbrechenden kalten Herbsttage, der einen das stürmische Wetter schnell vergessen lässt. Lesenswert, ich empfehle den Roman gerne weiter!

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Die Autorin Lilli Beck hat eine interessante Vita. 1950 im östlichen Bayern geboren, aufgewachsen in kleinen Verhältnissen, denen sie entkommen will. Deshalb geht sie in die Großstadt, wird dort von einem Modelscout entdeckt und ist fortan in verschiedenen Sparten dieses Business‘ tätig. Später ist sie auch auf Filmsets zu finden, es folgen Schreibversuche, bis 2008 ein Verlag ihr erstes Buch veröffentlicht. In ihrem neuen Roman „Glück und Glas“, der sich über einen Handlungszeitraum zwischen 1945 bis 2015 erstreckt, hat sie mit Sicherheit Eindrücke und Ereignisse ihrer eigenen Geschichte verarbeitet. Anfang Mai 1945 erblicken in einer Klinik in München zwei Mädchen das Licht der Welt, Marion „Moon“ und Hannelore „Lore“. Die eine hat bereits bei der Geburt den „silbernen Löffel“ im Mund, die andere wird in eine ungewisse Zukunft hineingeboren. Der Zufall will es, dass Hannelores Familie zu dieser Zeit eine Hausangestellte sucht, und so findet Marions Mutter eine Anstellung, bei der sie ihr Neugeborenes mit zur Arbeit bringen darf. Die Mädchen wachsen wie Schwestern auf und es scheint, das nichts und niemand die beiden je trennen kann. Ein solches Glück ist selten von Dauer. Das Blatt wendet sich, als ein Mann in das Leben der Freundinnen tritt, an den beide ihr Herz verlieren und der sie zu erbitterten Rivalinnen werden lässt. Aber auch ihre Lebensentwürfe unterscheiden sich elementar. Marion, die naive Träumerin, taucht in die glamouröse Welt der Models ein, während Hannelore, die bodenständige Realistin, ein Studium der Rechtswissenschaft absolviert. Sie bleiben locker in Kontakt, aber beide leben ihr eigenes Leben, setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Die Jahre vergehen und nicht immer läuft es für die beiden so, wie sie es sich ausgemalt haben, Erfolge und Rückschläge wechseln sich ab. Der gemeinsamen Erinnerungen wegen beschließen die beiden, sich an ihrem siebzigsten Geburtstag zu treffen und diesen miteinander zu feiern. Ob dieser Entschluss so weise ist? Lilli Beck lässt in „Glück und Glas“ zwei Menschenleben, die verschieden aber dennoch untrennbar miteinander verbunden sind, sehr gelungen Revue passieren. Dabei verknüpft sie die individuellen Schicksale der beiden Protagonistinnen mit den Veränderungen in Deutschland während der Nachkriegsjahre. Ob Wirtschaftswunder, Studentenbewegung oder „Love and Peace“, der Autorin gelingt es sehr gut, das jeweilige Lebensgefühl zu beschreiben und das entsprechende Zeitkolorit zu transportieren. Eine Reise zurück in der Zeit und ein unterhaltsamer Schmöker für trübe Herbsttage, bei dem zumindest ich das eine oder andere Aha-Erlebnis hatte.

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Lilli Beck beschreibt das Leben zweier Frauen zwischen dem Tag ihrer Geburt, der zugleich der Tag der Verkündung des Friedens nach dem 2. Weltkrieg ist, bis zu ihrem siebzigsten Geburtstag. Zwei Frauen, die Freundinnen geworden sind und fast wie Schwestern in der Nachkriegszeit aufwuchsen. Die eine entwickelte sich brav weiter, die andere lebte und kostete die sechziger und siebziger Jahre voll aus. Es ist beileibe nicht nur ein Roman für alle, die sich noch gut an die fünfziger, sechziger und siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts erinnern können. Es ist ein geschichtliches Meisterwerk, stilistisch hervorragend verfasst ohne zu detailliert zu erzählen und ohne zu viel wegzulassen. Die beiden wachsen dem Leser an´s Herz und der Spannungsbogen bleibt erhalten. Zudem lässt Lilli Beck in viele Perspektiven sozusagen hinein blicken. Eine charmante, unterhaltsame Lektüre mit genügend Tiefe!

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Lilli Beck - Glück und Glas Blanvalet Verlag, Gebundene Ausgabe 508 Seiten, 19,99€ Worum geht's? Es wird die Geschichte von Moon und Lore erzählt, zwei Freundinnen seit Kind auf. Beide wurden am selben Tag, im selben Krankenhaus geboren & sind zusammen aufgewachsen, scheinbar unzertrennlich. Doch im frühen Erwachsenenalter verlieren die Beiden sich nach und nach aus den Augen. Heute ist der 07.05.2015 - beide werden 70 Jahre alt und beschließen zusammen zu feiern, doch kann Zeit alle Winden heilen? Die Autorin hat mit dieser Autobiographie eine tolles Buch geschrieben, man bekommt Einblicke in die Nachkriegszeit, durchlebt das Hippie-Dasein und das Alter. Das macht dieses Buch wirklich sehr schön und basiert auf einer realen Geschichte, was man auch merkt. Mein Fazit: Ich muss jedoch sagen, dass ich dem Buch nur 3 Sterne gebe, da ich viel auf das Lesegefühl achte & da hat mich dieses Buch einfach nicht genug angesprochen. Ich hatte keinen Drang, weiter zu lesen und zu erfahren was mit Moon und Lore passiert. Gefühlt waren in diesem Buch phasenweise ziemlich lange Durststrecken, was mir das Lesen schwer gemacht hat. Aber der Schreibstil ist angenehm zu lesen & fließend, es ist eine tolle Geschichte - nur halt nicht ganz so für mich.

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Dieses Buch ist wieder ein Beweis dafür, dass man nie eine Story unterschätzen sollte. Dieses Buch hat mein Interesse geweckt, weil es in der Nachkriegszeit spielt und ich diese gerne in Büchern dargestellt lese. Zudem ist das Cover einfach traumhaft hübsch und schon hier merkt man die Wärme der Freundschaft der beiden Mädchen. Und beim Lesen bekam ich mit, dass die Autorin und auf eine Reise mitnimmt. Wer wie ich dachte, es geht um 2 Erzählstränge, einmal den des Jahres 1945 und den des Jahres 2015, den muss ich nun enttäuschen. Denn Lilli Beck hat viel mehr für uns Leser! Zusammen mit der Autorin und der Vielzahl von Charakteren durchleben wir die Zeit von 1945 – 2015 mit seiner Vielzahl von Ereignissen. Ob die ersten Jahre nach dem Krieg, die Lebensverhältnisse und die Stimmung oder die Studentenunruhen im Jahre ´68. Die Autorin konnte uns vieles so nahe bringen, weil sie vieles selbst erlebt hat und das merkt man beim Lesen absolut. Die beiden bedeutendsten Charaktere im Buch sind eindeutig Marion, später Moon und Hannelore, später Lore. Beide sind am gleichen Tag auf die Welt gekommen und verbrachten so viele Jahre gemeinsam. Eine Freundschaft der besonderen Art, wobei beide Mädchen unterschiedlicher nicht sein konnten. Marion aus armen Verhältnissen ist für mich eine Träumerin. Hannelore aus wohlhabenden Verhältnissen eine Realistin. Und beide beeinflussen sich und ihre Geschichte unheimlich in diesem Buch. Das charakteristischste Merkmal dieser Freundschaft ist für mich ein gegenseitiger Eintrag ich das Poesiealbum der anderen: „Glück und Glas, wie leicht das bricht“, welches ein Sprichwort ist und auch gleichzeitig den Ursprung des Titels darstellt. Und Lilli Beck zeigt auf, welche Schwierigkeiten sich den beiden Frauen in den Weg stellen und wie sie diese meistern. Der Grund des Bruches der Freundschaft, welcher im Klappentext angesprochen wird, war vorhersehbar. Doch die Autorin schaffte es bis weit hinein ins Buch mich an der Nase herumzuführen. Toll, dass man in einem Roman ein wenig Spannung und Wirr Warr einbringen kann. Einen absoluten Pluspunkt bekommt dieses Buch auch wegen der Vielzahl von interessanten und liebenswerten Charakteren. Mit viel Talent rundet die Autorin am Ende fast alle Geschichten der verschiedenen Charaktere ab. Der Schreibstil war sehr gut lesbar, locker und echt. ____________________________________________________________ Um ein Highlight-Buch zu werden haben mir hier Emotionen gefehlt. Es gab da so einige Themen, bei denen mehr Gefühl absolut angebracht war. Da dies nicht der Fall war, kamen die Charaktere manchmal kalt und unnahbar rüber. Und ein Thema welches für mich zu offen stehen gelassen wurde, war Marion und ihre Familie. Die die das Buch bereits gelesen haben, wissen vielleicht was ich meine.

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Die Geschichte beginnt am Ende des zweiten Weltkriegs. Alles liegt in Trümmern und viele Menschen haben ihr Hab und Gut verloren. So auch Marions Mutter, die als sogenannte Hausschwangere in der Frauenklinik untergekommen ist. Das Schicksal will es, dass die Mutter von Hannelore ebenfalls in der gleichen Frauenklinik entbindet und sich beide Mütter kennenlernen und ihre Töchter am selben Tag geboren werden. Ein glücklicher Umstand macht es möglich, dass Marions Mutter bei der wohlhabenden Mutter von Hannelore Arbeit findet. Und so wachsen beide Mädchen zusammen auf. Die eine arm, die andere reich. Und wie das Schicksal so manchmal spielt, verlieben sich Marion und Hannelore in den gleichen Mann. Diese Liebe besiegelt das Schicksal der Freundinnen und macht sie zu Feindinnen. Lilli Beck entführt uns in ihrem Roman „Glück und Glas“ in das Jahr 1945. Hier beginnt das Schicksal von Marion und Hannelore. In einem lockeren Schreibstil berichtet sie von entbehrungsreichen Nachkriegszeiten, dem Wirtschaftswunder, der Flower-Power-Zeit bis ins Jahr 2015. Die Geschichte ist so fesselnd, beide Hauptpersonen so sympathisch, dass man sich gar nicht entscheiden kann, wen man nun lieber hat. Die einzelnen Zeitepochen werden so authentisch dargestellt, dass man sich sofort hineinfühlen kann. Langeweile durch unnötige Ausschmückungen kam zu keiner Zeit auf. Ich bin förmlich durch das Buch geflogen. Das Cover finde ich wunderschön, in schwarz-weiß gehalten mit roter Schrift. Passender hätte es nicht sein können. Mein Fazit Unbedingt lesenswert. Wenn ihr schon immer wissen wolltet, wie eure Mütter und Väter aufgewachsen sind, hier bekommt ihr einen Einblick. Und vielleicht kann sich der eine oder andere noch an sein Poesiealbum erinnern: „Glück und Glas wie leicht bricht das.“ Und genau dies wird hier in dieser Geschichte wiedergegeben.

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Wenn in knapp 500 Seiten gleich zwei ganze erzählt werden sollen, dann ist es wahrscheinlich kein Wunder, dass vieles zu kurz kommt und ich mir oftmals mehr Ausarbeitung gewünscht hätte. Vor allem über die Beziehung zwischen Moon und ihren Eltern hätte ich gerne mehr gewusst. Außerdem war mir Marion/Moon ab ihrer Jugend irgendwie unsympathisch. Ich konnte recht wenig mit ihr als Figur anfangen, da sie fast permanent unkluge Entscheidungen trifft und mir allgemein zu naiv, impulsiv und unstimmig war. Ich hätte viel lieber den Fokus auf Hannelore gesehen, deren Leben ich im Großen und Ganzen doch interessanter fand. Einer speziellen Sache stehe ich zwiegespalten gegenüber. Einerseits kann ich verstehen, dass viele welthistorische Ereignisse größtenteils wenig bis keinen Einfluss auf das Leben einer einzelnen Person haben, andererseits fand ich es dann auch unnötig, zehn dieser Ereignisse innerhalb von ein paar Zeilen herunterzurasseln, nur um das aufzuzeigen. Hätte man das weggelassen, dann hätte es wohl kaum ein Leser vermisst. Obwohl ich mich jetzt eher auf die negativen Dinge beschränkt habe, habe ich das Buch verschlungen und sehr gerne gelesen. Es war insgesamt eben ein bisschen anders, als ich erwartet hatte. Zudem kann ich "Glück und Glas" vor allem modebegeisterten Lesern empfehlen, da man recht viel über die Entwicklung von Mode erfährt und Kleidung immer sehr detailliert beschrieben wird. Fazit: 3,5 bis 4 Sterne.

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