Rezensionen zu
Glück und Glas

Lilli Beck

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Meine Meinung und Zusammenfassung zum Buch und der Autorin. Ich konnte so richtig Abtauchen in diese Geschichte, beschreibt sie doch gerade meine Generation. Ich bin Jahrgang 1952 und ich konnte mich an vieles erinnern und vergessenes kam wieder an die Oberfläche. Es hat mir Große Freude bereitet das Buch zu Lesen und in die Welt von Hannelore und Marion abzutauchen. Sehr schön hat sie das Leben dieser zwei Frauen beschrieben. So unterschiedlich auch ihre Herkunft waren die eine Fabrikkantentochter , die andere Arbeiterkind, so waren sie auch schon als Kinder vom Wesen her sehr unterschiedlich, die eine Still und Vernünftig, die andere Wild und Widerspenstig, aber beide wurden vom Ehrgeiz getrieben die eine wollte Jura Studieren, die andere wollte nach ganz oben Fotomodell werden um ihrer Armut zu entfliehen. Aber an ihrem gemeinsamen 22. Geburtstag , zerbricht diese innige und Geschwisterliche Liebe und Freundschaft. Aber doch kreuzen sich immer wieder ihre Wege. Auch lässt sie in verschiedenen Handlungssträngen uns eintauchen in das Leben der Kommunen die an der Tagesordnung sind, ob kalter Krieg, Studentenkrawalle,Anti Babypille, Demos gegen den Atom usw. Ein Land im Aufbruch in eine neue Ära, Altes wird auf den Kopf gestellt. Eine wilde Zeit damal und mitten drin Hannelore und Marion. Der Erzählstil ist Packend , Klar und sehr Kraftvoll. Eine Geschichte die einem sehr neugierig mach und mitreißt, Alte Erinnerungen Weckt. Sehr schön hat sie alles aus den verschiedenen Perspektiven und Ansichten der Protagonisten erzählt. Sie wirken sehr real und Plastisch , man konnte sich sehr gut in die einzelnen Charaktere, ihre Gedanken, Gefühle und Emotionen hinein versetzen. Einige waren einem sehr Symphatisch man gewann sie Lieb , andere hingegen erschienen einem als Fieslinge und Betrüger, wenn man hinter ihre wahre Fassade blickte. Ein sehr gutes und gelungenes Buch , man kann es nur weiter empfehlen. " Facettenreich, Stark und sehr Packend . Zwei Frauen auf ihrem Weg zur Selbstverwirklichung "

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07. Mai 1945, in einer Frauenklinik in München kommen zwei Mädchen zur Welt. Marion, Tochter einer mittellosen Frau, deren Vater in Kriegsgefangenschaft geriet und Lore, Tochter eines großen Schuhfabrikanten. Trotz ihrer so unterschiedlicher Herkunft wachsen die beiden Mädchen gemeinsam auf und sind beste Freundinnen, es scheint, als könnte sich niemand zwischen ihnen stellen, selbst als sie in der Mittelstufe zumindest schulisch getrennt werden, sind sie in jeder freien Minute zusammen. Doch dann beginnt Lore ein Jurastudium und Marion gerät immer wieder auf Abwegen, auch wenn sie ein erfolgreiches Model ist, hat sie nicht immer Glück. Gerade die Liebe meint es nicht gut mit der jungen Frau und sie gerät auch dadurch immer wieder in Schwierigkeiten. Meist ist Lore für sie da, doch dann geschieht etwas, was die Freundinnen für lange Zeit entzweit. Heute feiern die Beiden ihren siebzigsten Geburtstag und Marion, genannt Moon, wartet auf Lore. Finden die Freundinnen nach all den Jahren wieder zueinander? Meine Meinung: Ich muss ja zugeben, dass ich anhand des Klappentextes noch so gar nicht einschätzen konnte, was hier auf mich zukam und im nachhinein kann ich sagen: es war einfach großartig. Schon mit dem Einstieg konnte mich Lilli Beck in kürzester Zeit an ihre Geschichte fesseln und so blieb es auch über die gesamte Zeit. Das Buch habe ich an einem Tag komplett durchgelesen und war in einer anderen Zeit, gemeinsam mit den Protagonistinnen Moon und Lore. Der Schreibstil ist lebendig und leicht verständlich, dadurch wird das Buch zu einem Pageturner, dessen Seiten nur so vorüberflogen. Aber dabei hat die Autorin auch ganz viel Gefühl für ihre Charaktere, man spürt ihre Verbundenheit mit den Personen regelrecht durch die Seiten und es ist, als würde ich einen schwarz-weiß Film sehen, der immer moderner und farbiger wird. Was hier wirklich richtig gut umgesetzt wurde, ist das immer wieder Einfangen der Zeiten. Lilli Beck verknüpft ihre Geschichte mit kleinen Einstreuungen des damaligen Zeitgeschehens, wie z. B. durch Zeitungsmeldungen oder Erwähnungen der Personen, z. B. James Dean im Kino. Dadurch wird die Geschichte natürlich und glaubhaft und man hat hier das Gefühl, gemeinsam mit Marion, Moon, alles zu erleben. Erzählt wird das Geschehen von einem Erzähler in der dritten Person, allerdings aus der Sicht Marions. Erst nach einem gewissen Zeitraum bemerkt der Leser, dass die ältere Marion von ihrem Leben erzählt, denn auf einmal ist man gemeinsam mit ihr im Jahre 2015 und wartet mit ihr in einer Wohnung auf Lore. Während des Wartens hat man genügend Zeit, mit Marion gemeinsam an vergangene Tage zu denken und mitzuerleben, was ihr alles widerfahren ist. Kurze Zeiteinblendungen zu Beginn der Kapitel zeigen dem Leser, in welcher Zeit man sich gerade befindet und so begleitet man die beiden Frauen, allerdings hauptsächlich Marion, durch ein gesamtes Leben. Marion ist ein unglaublicher Charakter, der in mir die unterschiedlichsten Gefühle hervorgerufen hat. Mal hab ich mit ihr mitgefiebert, mal mich mit ihr geängstigt und es gab auch Momente, in denen ich sie einfach nicht mochte. Sie ist ein wirklich lebendiger Charakter, absolut authentisch und einfach immer sie selbst. Sie lässt sich nicht verbiegen und sie wächst immer mehr und selbst in Momenten, in denen es scheinbar keinen Ausweg gibt, ist sie doch authentisch. Es ist, als würde ich diesen Charakter als Person kennen und das durch und durch. Lore lernt man hier mehr oder weniger durch Marion kennen und man spürt hier deutlich die Unterschiede zwischen den beiden Frauen. Während für Lore das Leben läuft, muss Marion oft kämpfen, allerdings ist sie nie verbittert und genau das mag ich an ihr. Aufstehen, Krone richten, weitermachen, das beschreibt Marion - Moon perfekt. Mein Fazit: Ein wunderbares, lebendiges Buch über das Leben, über ein Leben, über Freundschaft, Liebe, Erfolg und am Boden liegen und doch wieder aufstehen. Man spürt die Liebe der Autorin zu ihren Charakteren und man ist mitten im Geschehen. Mit viel Gefühl erzählt Lilli Beck von zwei Freundinnen und deren gemeinsamen Leben, aber auch von deren getrennten Wegen. Die Zeiten werden lebendig und liefen wie ein Film vor mir ab. Danke Lilli Beck für diese wundervolle Geschichte!

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07. Mai 1945, in einer Frauenklinik in München kommen zwei Mädchen zur Welt. Marion, Tochter einer mittellosen Frau, deren Vater in Kriegsgefangenschaft geriet und Lore, Tochter eines großen Schuhfabrikanten. Trotz ihrer so unterschiedlicher Herkunft wachsen die beiden Mädchen gemeinsam auf und sind beste Freundinnen, es scheint, als könnte sich niemand zwischen ihnen stellen, selbst als sie in der Mittelstufe zumindest schulisch getrennt werden, sind sie in jeder freien Minute zusammen. Doch dann beginnt Lore ein Jurastudium und Marion gerät immer wieder auf Abwegen, auch wenn sie ein erfolgreiches Model ist, hat sie nicht immer Glück. Gerade die Liebe meint es nicht gut mit der jungen Frau und sie gerät auch dadurch immer wieder in Schwierigkeiten. Meist ist Lore für sie da, doch dann geschieht etwas, was die Freundinnen für lange Zeit entzweit. Heute feiern die Beiden ihren siebzigsten Geburtstag und Marion, genannt Moon, wartet auf Lore. Finden die Freundinnen nach all den Jahren wieder zueinander? Meine Meinung: Ich muss ja zugeben, dass ich anhand des Klappentextes noch so gar nicht einschätzen konnte, was hier auf mich zukam und im nachhinein kann ich sagen: es war einfach großartig. Schon mit dem Einstieg konnte mich Lilli Beck in kürzester Zeit an ihre Geschichte fesseln und so blieb es auch über die gesamte Zeit. Das Buch habe ich an einem Tag komplett durchgelesen und war in einer anderen Zeit, gemeinsam mit den Protagonistinnen Moon und Lore. Der Schreibstil ist lebendig und leicht verständlich, dadurch wird das Buch zu einem Pageturner, dessen Seiten nur so vorüberflogen. Aber dabei hat die Autorin auch ganz viel Gefühl für ihre Charaktere, man spürt ihre Verbundenheit mit den Personen regelrecht durch die Seiten und es ist, als würde ich einen schwarz-weiß Film sehen, der immer moderner und farbiger wird. Was hier wirklich richtig gut umgesetzt wurde, ist das immer wieder Einfangen der Zeiten. Lilli Beck verknüpft ihre Geschichte mit kleinen Einstreuungen des damaligen Zeitgeschehens, wie z. B. durch Zeitungsmeldungen oder Erwähnungen der Personen, z. B. James Dean im Kino. Dadurch wird die Geschichte natürlich und glaubhaft und man hat hier das Gefühl, gemeinsam mit Marion, Moon, alles zu erleben. Erzählt wird das Geschehen von einem Erzähler in der dritten Person, allerdings aus der Sicht Marions. Erst nach einem gewissen Zeitraum bemerkt der Leser, dass die ältere Marion von ihrem Leben erzählt, denn auf einmal ist man gemeinsam mit ihr im Jahre 2015 und wartet mit ihr in einer Wohnung auf Lore. Während des Wartens hat man genügend Zeit, mit Marion gemeinsam an vergangene Tage zu denken und mitzuerleben, was ihr alles widerfahren ist. Kurze Zeiteinblendungen zu Beginn der Kapitel zeigen dem Leser, in welcher Zeit man sich gerade befindet und so begleitet man die beiden Frauen, allerdings hauptsächlich Marion, durch ein gesamtes Leben. Marion ist ein unglaublicher Charakter, der in mir die unterschiedlichsten Gefühle hervorgerufen hat. Mal hab ich mit ihr mitgefiebert, mal mich mit ihr geängstigt und es gab auch Momente, in denen ich sie einfach nicht mochte. Sie ist ein wirklich lebendiger Charakter, absolut authentisch und einfach immer sie selbst. Sie lässt sich nicht verbiegen und sie wächst immer mehr und selbst in Momenten, in denen es scheinbar keinen Ausweg gibt, ist sie doch authentisch. Es ist, als würde ich diesen Charakter als Person kennen und das durch und durch. Lore lernt man hier mehr oder weniger durch Marion kennen und man spürt hier deutlich die Unterschiede zwischen den beiden Frauen. Während für Lore das Leben läuft, muss Marion oft kämpfen, allerdings ist sie nie verbittert und genau das mag ich an ihr. Aufstehen, Krone richten, weitermachen, das beschreibt Marion - Moon perfekt. Mein Fazit: Ein wunderbares, lebendiges Buch über das Leben, über ein Leben, über Freundschaft, Liebe, Erfolg und am Boden liegen und doch wieder aufstehen. Man spürt die Liebe der Autorin zu ihren Charakteren und man ist mitten im Geschehen. Mit viel Gefühl erzählt Lilli Beck von zwei Freundinnen und deren gemeinsamen Leben, aber auch von deren getrennten Wegen. Die Zeiten werden lebendig und liefen wie ein Film vor mir ab. Danke Lilli Beck für diese wundervolle Geschichte!

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Handlung: Marion und Hannelore werden in der gleichen Klinik am gleichen Tag geboren. Marions Mutter wird später im Krieg ausgebombt und die beiden flüchten zu Hannelores Eltern. Die beiden wachsen zusammen auf, doch entwickeln sich so unterschiedlich, wie es extremer nicht mehr geht, dadurch verlieren sie sich irgendwann aus den Augen. Später gibt es ein Wiedersehen, doch es ist fraglich, ob man die Lücke füllen kann, die zwischen den Frauen entstanden ist. Die Handlung erscheint trotz der Ereignisse auf den ersten Blick eher leicht und unterhaltsam zu sein, doch die Tiefe der Geschichte kommt auf eine leise Art und Weise daher, was ich sehr angenehm empfand. Ich konnte mich gut fallen lassen und doch waren die Ereignisse spannend, denn gerade bei Marion habe ich die Dinge fast hautnah miterlebt. Das hat mich wieder etwas auf den Boden der Tatsachen zurück geholt und mir deutlich gemacht, wie gut ich es doch eigentlich in meinem Leben habe. Figuren: Marion nennt sich später Moon. Mal ist sie wohlhabend und mal nicht, mit jeder Situation kann sie scheinbar gut umgehen. Leider macht sie sich das Leben selbst schwer, weil sie sich immer mit den "falschen" Männern einlässt. Hannelore, Lore genannt, ist eher zielstrebig und weiß, dass sie studieren und Karriere machen will. Dieser Gegensatz der beiden ist das Salz in der Geschichtesuppe. Beide Mädels, später Frauen mochte ich gerne, nur hätte ich Moon des Öfteren gerne mal geschüttelt und zur Vernunft gebracht. Schreibstil: Der Schreibstil ist wie die Geschichte eher ruhig, aber sehr tiefgehend, was dem Leser die jeweiligen Ereignisse sehr nahe bringt. Auch die geschichtlichen Hintergründe spielen eine Rolle, was mir persönlich sehr zugesagt hat, weil ich mich für diese Zeit sehr interessiere. Fazit: Eine wirklich großartige Geschichte über die Freundschaft. Was mich hier leider gestört hat , war die Vorhersehbarkeit durch den Klappentext, deswegen gebe ich keine 5 Sterne. Trotzdem mochte ich den Roman gerne und kann ihn auch ruhigen Gewissens weiter empfehlen, wenn man sich als Leser für diese Zeit und das Setting interessiert.

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„Glück und Glas, wie leicht bricht das?“ Der auf diesem Sprichwort basierende Buchtitel hätte nicht treffender gewählt sein können. Denn die ungleichen Freundinnen Marion und Hannelore werden beide am 7. Mai 1945 in Deutschland geboren, durchleben entbehrungsreiche Nachkriegsjahre, Studentenunruhen, erste Emanzipationsschritte, Aufstieg und Fall, Lieben und Entlieben. Eine wunderbare Frauenfreundschaft und eine nostalgische Zeitreise durch Deutschland. Sie könnten nicht unterschiedlicher sein: Hannelore stammt aus einer wohlhabenden Schuhfabrikantenfamilie, Marions Mutter muss sich hochschwanger – durch Bombardements obdachlos geworden und mit einem Ehemann in Kriegsgefangenschaft – allein durchschlagen. Im Krankenhaus treffen die beiden Mütter aufeinander. Marions Mutter wird von Hannelores Familie aufgenommen und als Haushaltshilfe engagiert, die beiden Mädchen können die ersten Lebensjahre gemeinsam unbeschwert miteinander aufwachsen. Bis Marions kriegstraumatisierter Vater nach Hause kommt. Nun folgt eine entbehrungsreiche Kindheit zwischen Notunterkünften und Ein-Zimmer-Wohnungen, oftmals Hunger und Kälte ausgesetzt. Marion schwört sich, reich zu werden, damit sie niemals mehr in solche Notlagen gerät. Während Lore Abitur macht und studiert, erhält die bildungsferne Marion, die sich als Friseurlehrling und Bardame durchschlägt, ihre Chance auf Reichtum als Fotomodell. Mit ihren flammend roten Haaren und ihrem tollen Aussehen steht ihr eine internationale Modelkarriere offen. So gabeln sich die Lebensläufe der Freundinnen immer weiter: Lore wird politisch aktiv, möchte Juristin werden, verlobt sich, wählt den bürgerlichen Weg. Marion nennt sich nun Moon, tingelt für Fotoshootings um die Welt, lebt in wilder Ehe und in einer Kommune. Sie beschreitet den abenteuerlichen Weg. Dennoch reißt der Kontakt nie ab. Erst ein Mann stellt ihre Freundschaft auf eine harte Probe. Die Geschichte wirkt mitten aus dem Leben gegriffen. Kein Wunder, kann die Autorin Lili Beck doch selbst auf Erfahrungen als Fotomodell und Kommunenbewohnerin zurückblicken. Sie zierte schon Cover von Brigitte und räkelte sich auf Pirelli-Kühlerhauben. Auf ihrer Zeitreise schafft sie eindrückliche Szenen: die Not der Nachkriegsjahre, zwischen Kartoffelschalensuppe und Samstagsbad im Gemeinschaftskeller, die Studentenproteste in Schwabing und die gesellschaftlichen Umbrüche zwischen Rolling Stones, Bhagwan und Anti-Babypille. Beide Frauen erleben schwere Schicksalsschläge, doch sie blicken stets nach vorne und beißen sich weiter durchs Leben. Oder um den im Buch verwendeten Kierkegaard-Ausspruch zu zitieren: „Leben lässt sich nur rückwärts betrachtet verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“ Fazit: Glück und Glas mögen brechen, echte (Frauen-) Freundschaft nicht! Eine schöne Zeitreise, ideal auch zum Verschenken an die beste Freundin. Zudem empfehlenswert für die jüngere Generation, die oft allzu selbstverständlich die Pfade beschreitet, welche mutige Frauen (und Männer) zuvor mühsam ebnen mussten.

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Das Buch erzählt die verschiedenen Lebenswege der beiden Frauen. Lore weiß schon als Kind , dass sie Jura studieren will und Moon will nur reich werden, da ihre Kindheit von Hunger und Armut gekennzeichnet war. An ihrem zweiundzwanzigsten Geburtstag zerbricht ihre Freundschaft und sie sollen sich erst Jahrzehnte später wiedersehen. Als Leser begleitet man die beiden Lebenswege der doch recht unterschiedlichen Frauen und durchstreift dabei die letzten 50 Jahre des letzten Jahrhunderts mit allerhand Ereignissen, beginnend mit dem Leben nach dem Krieg im zerstörten München, dem Kommunenleben, der Ölkrise, sowie dem Börsencrash bis in das Jahr 2015. Am 7. Mai feiern die beiden Frauen ihren 70. Geburtstag und wollen ihn zusammen feiern.

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Leben lässt sich nur rückwärts betrachtet verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden Søren Kierkegaard Es war der 7. Mai 1945 und endlich das Ende des Zweiten Weltkriegs. Die junge Frau Elsa,. die als "Hochschwangere" in der Frauenklinik in München in der Maistraße untergekommen war, war in dieser untergekommen. Sie arbeitete in der Großküche und als Gegenleistung hatte sie sich verpflichtet, vor Schülerinnen und Studenten im Hörsaal ihr Kind zur Welt zu bringen. Sozusagen als Schauobjekt. Erst im letzten Oktober war ihr Mann zurück an die Ostfront. Sie hatte so viel verloren und um das Kind nicht in den Trümmern zur Welt zu bringen, hatte sie diesen Schritt gewagt. Als sie merkt, dass die Geburt in Gang setzt flüchtet sie aus der Küche. In einem Privatzimmer findet sie Unterschlupf und Hilfe von Hilde Lemberg. Diese wurde ihre Lebensretterin. Hilde bekam am gleichen Tag ihr Kind, Hannelore. Später geht Elsa mit Marion zu den Lembergs und kann dort bleiben. Sie macht sich überall nützlich. Die beiden Mädchen wachsen zusammen auf. Sie sind unzertrennlich. Doch es kommt der Zeitpunkt, da sich ihre Wege trennen. Sehr beeindruckend die Schilderungen der damaligen Lebensumstände, sowohl die Nachkriegszeit als auch die Entwicklung der beiden jungen Frauen. Im Vordergrund steht Marion, die sich im weiteren Leben Moon nennt. Beeindruckend und in allem vorstellbar ihr Werdegang. Beide Frauen treffen sich zu ihrem 70. Geburtstag in Monikas Wohnung. Als Kind der 50er Jahre war es eine ganz besondere Lesereise, die ich mit "Glück und Glas" unternommen habe. Die damalige Stellung der Frau in der Gesellschaft, es hat sich viel getan, aber dennoch nicht genug. Was kann eine Freundschaft aushalten? Übersteht die innige Verbindung von Marion und Hannelore die Stürme des Lebens? Die Autorin Lilli Beck überzeugt durch einen klaren Schreibstil und ihrem Gespür dafür, Szenen emotinal sehr gut auf den Leser zu übertragen. "Glück und Glas" - eine Zeitreise ins letzte Jahrhundert, über die Liebe, Verlust, Ängste und Hoffnung, der Bedeutung, was Freundschaft heißt. Es berührt, erinnert, meine Leseempfehlung! Für mich ein weiteres Lesehighlight in diesem Jahr!

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Cover: Das Cover finde ich sehr ansprechend. Die schlichten Farben und das Motiv passen hervorragend zur Geschichte. Die beiden Mädchen könnten gut die Protagonisten dieses Buches darstellen. Inhalt: Am 7. Mai 1945 werden Marion und Hannelore in der Frauenklinik in der Münchner Maistraße geboren. Obwohl sie aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen stammen, wachsen sie wie Schwestern auf und sind unzertrennlich. Doch als Marion sich an ihrem zweiundzwanzigsten Geburtstag verliebt, zerbricht ihre Freundschaft. Während der Kalte Krieg immer mehr eskaliert, die Studenten auf die Straße gehen und die ersten Kommunen entstehen, trennen sich ihre Wege endgültig. Die widerspenstige Marion wird Fotomodel, hat großen Erfolg im Beruf, aber kein Glück in der Liebe. Hannelore studiert Jura, um Anwältin zu werden, doch das Leben hat andere Pläne mit ihr. Jahrzehnte später, am 7. Mai 2015, wollen sie ihren siebzigsten Geburtstag zusammen feiern – doch kann die Zeit alle Wunden heilen? Schreibstil Flüssig, klar, unkompliziert und niveauvoll. Meine Meinung: Aufmerksam auf dieses Büchlein bin ich durch das schlichte aber sehr schöne Cover geworden. Es zeigt auf Anhieb, dass es sich bei dieser Geschichte um eine Freundschaft handeln muss. Umgebung, Kleidung und die Schultaschen der Mädchen lassen schnell erkennen, dass die Geschichte in vergangenen Tagen spielen muss. Genau so ist es auch. Diese warmherzige und emotionale Geschichte spielt über siebzig Jahre hinweg von 1945 bis heute. Eine zweifellos erschütternde, tragische Zeit und vor allem die Zeit eines großen Wandels. Da der Inhalt bzw. Klappentext des Buches bereits sehr viel zur Handlung verrät, möchte ich dazu auch nicht mehr schreiben - schließlich möchte ich niemanden spoilern ;) So viel sei jedoch verraten: Die einzelnen Protagonisten dieser Geschichte waren meiner Meinung nach sehr gut ausgearbeitet. Sie wurden sowohl bildlich als auch präzise beschrieben, hatten sehr verschiedene Charaktere und dadurch ganz eigene Persönlichkeiten. Ein Punkt der mir an diesem Buch ganz besonders gut gefallen hat. Marion empfand ich trotz ihrer ganz eigenen Art authentisch - was gar nicht so einfach umzusetzen ist und mich schon bei so manchem Buch gestört hat. Von mir gibt es daher für die Ausarbeitung der Protagonisten die beste Bewertung! Außerdem empfand ich diese Geschichte, trotz ihrer 512 Seiten sehr kurzweilig. Die Spannung wurde durchweg gehalten, so dass es mir beim Lesen zu keiner Zeit langweilig wurde. Der geschichtliche Aspekt nimmt für meinen Geschmack die perfekte Größe ein. Keine endlosen Zahlen und bereits oft gelesene Kriegsgeschehnisse, jedoch gerade genug um sich in das derzeitige Leben der Protagonisten hineinfühlen zu können. All diese Komponenten und die schöne Idee - haben diese Lektüre für mich zu einem hervorragenden Buch gemacht! Ich bin wirklich sehr positiv überrascht und kann dieses Buch nur empfehlen. Fazit: Ein ausgesprochen guter Roman, voller Authentizität, Gefühl, Spannung und einem tollen Schreibstil. Ein Buch das mich wirklich überraschen konnte und sicher eines meiner Jahreshighlights werden wird. Verdiente 5 ♥ von mir!

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