Rezensionen zu
Glück und Glas

Lilli Beck

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Der Klappentext dieses Buches stimmt nicht ganz, denn er suggeriert, dass sich Marion und Hannelore fünfzig Jahre lang nicht sehen, um dann an ihrem 50. Geburtstag ein Wiedersehen zu feiern. In Wahrheit haben sich ihre Wege jedoch in den vergangenen Jahren mehr als nur einmal gekreuzt. Doch es stimmt, sie sind wohl einfach zu verschieden, um sich auf Dauer aneinander binden zu können. Eigentlich sah es doch erst so gut aus für Hannelore, die Marion in puncto Aussehen nie das Wasser reichen konnte, dafür aber mit ihrer Intelligenz und ihrer Strebsamkeit eine steile Karriere als Anwältin in Aussicht zu haben schien. Doch dann kam Robert. Marion hingegen konnte weder mit einer guten und glücklichen Familie noch mit guten Noten punkten. Aber sie wollte auch nie studieren, sie wollte Mode schneidern oder am besten gleich Modedesignerin werden. Sie wollte endlich genug Geld zum Leben haben. Und dann kam Joe. So kommt es dann auch, dass die beiden jungen Frauen getrennte Wege beschreiben. Zu unterschiedlich waren die jeweiligen Wünsche an das Leben. Doch immer wieder kreuzen sich ihre Pfade, bevor es schließlich zum großen Zerwürfnis kommt … Hört sich spannend an, doch mit diesem für mich dritten Buch aus ihrer Feder, konnte mich Lilli diesmal nicht ganz überzeugen. Sie präsentiert ihren Lesern eine wunderbare Zeitschiene, die einen Zeitraum von siebzig Jahren abdeckt und mit vielen Ereignissen und Gepflogenheiten der jeweiligen Zeit gespickt ist. Beim Lesen kam fehlte mir aber ein wenig Pepp. Fast las es sich manchmal wie eine Aneinanderreihung anstatt einer runden Geschichte. Dennoch war es flüssig zu lesen und oft musste ich ein wenig schmunzeln, wenn ich die Autorin in der Rolle von Marion sah. Sie gibt ja auch an, dass der Roman durchaus auch autobiografische Teile beinhaltet. Das hat mir gut gefallen. Ich werde Lilli Beck auf jeden Fall treu bleiben.

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Glück und Glas

Von: hessen liest

06.11.2015

Marion und Hannelore kommen 1945 am gleichen Tag zur Welt und beide stammen aus total unterschiedlichen Verhältnissen. Während die eine in bittere Armut hineingeboren wird, wächst die andere mit dem sprichwörtlichen goldenen Löffel im Mund auf. Ihre beiden Wege führen zusammen und sie wachsen wie Geschwister auf, bis ihre Freundschaft jäh endet. Zunächst hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte um Marions Mutter Elsa die als Hausschwangere in eine Klinik gehen musste damit sie für den Rest der Schwangerschaft versorgt ist und ihr Kind zu Welt bringen kann hat mich gefesselt. Mit Fortschreiten der Story und dem näher rücken an die Gegenwart hat dies aber stark nachgelassen und das ganze über Mode hat mich nicht mehr fesseln können. 3 Sterne gibt es aber weil ich es interessant war über Deutschland Geschichte mehr zu erfahren und die Entwicklung darin zu verfolgen.

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"Du bist meine allerbeste Freundin, für immer und immer" (S.62) Die Freundinnen Marion und Hannelore werden am gleichen Tag in den Frieden hinein geboren. Das war es dann aber auch mit den Gemeinsamkeiten, denn die eine wächst in einer gut betuchten Unternehmerfamilie mit einem liebevollen Vater und Geschwistern, behütet auf und die andere in ärmlichen Verhältnissen mit den Nachkriegsnöten geschlagen und einem verbitterten Kriegsheimkehrer als Vater. Die ersten Jahre ihrer Kindheit bilden die beiden Mädchen eine innige Freundschaft, die aber mit Ende der Schulzeit als die eine das Gymnasium besuchen darf und die andere um eine Lehrstelle kämpfen muss, auseinanderzubrechen droht und sie erst sehr spät wieder finden. Wir begleiten überwiegend Marion, oder wie sie sich später nennt Moon auf ihrem Lebensweg. Nur selten kommt ein Kapitel daher, in dem es um Hannelore geht und die sind leider sehr kurz gehalten oder gehen schnell über zu Marions Leben. Die Kindheit von Hannelore und Marion hat mir sehr gut gefallen, wir haben eine Idee von den Nachkriegsjahren in den verschiedenen Gesellschaftsschichten erhalten und die beidem Mädchen habe eine so führsorgliche Freundschaft entwickelt, dass man sie nur einfach mögen konnte. Dagegen finde ich die beiden Frauen, Moon und Lore sehr naiv dargestellt, vor allem Moon wirkt stellenweise gewollt naiv, was mir dann doch ziemlich unangenehm auffiel. Auch der Umgang zwischen den beiden Freundinnen wurde ganz plötzlich kalt und unfreundlich, nichts war mehr zu spüren von der tiefen Freundschaft vom Anfang der Geschichte und das leider so ohne triftigen Grund, das es glaubhaft erschienen wäre. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, das die Marion der Kindheit, Moon und die ältere Moon in der Gegenwart nicht dieselben Personen waren und so ging es mir auch mit Lore, nur war es bei Ihr nicht ganz so ausgeprägt. Die beiden Frauen entwickeln sich in verschiedene Richtungen und wir erleben, wie Träume in Erfüllung gehen und dann auch wieder doch nicht, wie Existenzen sich in Luft auflösen und wie sie entstehen. Fazit Ich hatte den Eindruck das sich die Autorin zu sehr auf die möglichst ereignisreichen Leben der beiden Frauen konzentrierte, das die Bildung der Charaktere leider etwas verloren ging, sodass sie teilweise fremd waren. Das ist sehr schade und ich hatte wohl zu hohe Erwartungen an das Buch. Alles in allem lies es sich aber gut und flüssig Lesen und war auch nie langweilig. Das Cover hatte ich natürlich sofort angesprochen. Für jeden, der gerne in seinen Erinnerungen an die 60 Jahre schwelgen möchte und jeden, der gerne Schicksalsgeschichten liest.

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Lilli Beck - Glück und Glas Blanvalet Verlag, Gebundene Ausgabe 508 Seiten, 19,99€ Worum geht's? Es wird die Geschichte von Moon und Lore erzählt, zwei Freundinnen seit Kind auf. Beide wurden am selben Tag, im selben Krankenhaus geboren & sind zusammen aufgewachsen, scheinbar unzertrennlich. Doch im frühen Erwachsenenalter verlieren die Beiden sich nach und nach aus den Augen. Heute ist der 07.05.2015 - beide werden 70 Jahre alt und beschließen zusammen zu feiern, doch kann Zeit alle Winden heilen? Die Autorin hat mit dieser Autobiographie eine tolles Buch geschrieben, man bekommt Einblicke in die Nachkriegszeit, durchlebt das Hippie-Dasein und das Alter. Das macht dieses Buch wirklich sehr schön und basiert auf einer realen Geschichte, was man auch merkt. Mein Fazit: Ich muss jedoch sagen, dass ich dem Buch nur 3 Sterne gebe, da ich viel auf das Lesegefühl achte & da hat mich dieses Buch einfach nicht genug angesprochen. Ich hatte keinen Drang, weiter zu lesen und zu erfahren was mit Moon und Lore passiert. Gefühlt waren in diesem Buch phasenweise ziemlich lange Durststrecken, was mir das Lesen schwer gemacht hat. Aber der Schreibstil ist angenehm zu lesen & fließend, es ist eine tolle Geschichte - nur halt nicht ganz so für mich.

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