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Rezensionen zu
Die Rivalin

Michael Robotham

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"Die Rivalin" ist ein Thriller des Autors Michael Robotham und erschien 2019 als Taschenbuch mit 512 Seiten im Goldmann Verlag der Penguin Random House Verlagsgruppe. Das Buch begann mit den Geschichten zwei unterschiedlicher Frauen, die lediglich eine Schwangerschaft zu verbinden scheint. Doch das erste Geheimnis wird relativ schnell und ohne große Überraschung geöffnet. Und obwohl die Geschichte noch einen Kick in diesem Moment benötigt, vor allem unvorhersehbare Ereignisse, sorgt die Grundspannung und die Neugier dafür, das Buch nicht aus der Hand zu legen. Die erste Hälfte des Thrillers dient deutlich dazu, die beiden Protagonistinnen, ihre Leben und insbesondere ihre Persönlichkeiten kennen zu lernen. Im Fall von Agatha bildet man sich entsprechend ihres Handelns sehr schnell ein Bild ihres Charakters und stellenweise war ich sogar erschrocken über diese Abgründe, die sich in ihrem Kopf auf tun. Ihre innere Stimme verwirrte mich manchmal ebenso, wie sie in mir auch leichte Angst hervor lockte. Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen, besonders die gut ausgearbeiteten Charaktere und der flüssige Schreibstil. Lediglich der Beginn hätte für meinen Geschmack etwas weniger in die Länge gezogen werden können, wodurch vielleicht auch die oftmals sehr kurzen Kapitel an Umfang bekommen hätten. "Die Rivalin" kann ich guten Gewissens jedem empfehlen, der Thriller gerne spannend, aber lieber psychotisch statt blutig mag. Vier Sterne!

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Was der Autor mit „Die Rivalin“ präsentiert, ist keine neue Erfindung. Von den ersten Seiten an war ich an zwei meiner Thriller-Highlights der vergangenen Jahre erinnert: „Gone Girl“ und „Girl on a train“. Das lag nicht nur an der Tatsache, dass wir es hier mit zwei Frauenfiguren zu tun haben, die im Vordergrund stehen und gleichzeitig auch Erzählerinnen sind (eigentlich fehlt nur noch das „Girl“ im Titel). Darüber hinaus empfand ich auch den Erzählstil ähnlich. Von Anfang an traut man den Figuren nicht so richtig, hat das Gefühl, dass da irgendetwas nicht stimmen kann. Während im Spannungsfeld der ständig wechselnden Erzählperspektiven nach und nach die „Leichen im Keller“ gehoben werden, erzeugt das durchaus einen Sog beim Lesen. Die beiden Frauenfiguren könnten unterschiedlicher nicht sein. Agatha legt große Kreativität an den Tag, um ihre Ziele zu erreichen. Ihre Raffinesse verdient durchaus Anerkennung. Mit Meghan hingegen hatte ich so meine Probleme. Größtenteils empfand ich sie eher als heulendes Elend und so sehr darauf bedacht, perfekt zu sein, dass sie sich automatisch zum Spielball der Männer macht. Ein Frauentypus, mit dem ich nur wenig anfangen kann. Davon abgesehen, dass dadurch permanent diverse Klischees reproduziert werden. Fazit: Auch wenn die Story spannend und eingängig zu lesen ist, bin ich nicht ganz überzeugt. Die beiden Figuren blieben merkwürdig distanziert und ich konnte trotz der doch sehr emotionalen Thematik keinen richtigen Zugang zu den Figuren finden. Wo Mitgefühl angebracht wäre, hatte ich nur ein Schulterzucken übrig.

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Edit, da ich schon danach gefragt wurde - Achtung jetzt kommt Werbung :O) Ich liebe Krimis, und auch den einen oder anderen Thriller. Absolut gespannt und total auf mein Lesestündchen gebrannt, habe ich wirklich Die Rivalin --- Michael Robotham draußen bei herrlichstem Wetter vollendet. Ein Buch das mich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen hat, und das waren über 500! Agatha, Ende dreißig, aus ärmlichen Verhältnissen und Aushilfskraft in einem Supermarkt, weiß genau, wie ihr perfektes Leben aussieht. Es ist das einer anderen: das der attraktiven Meghan, Ehefrau eines erfolgreichen Fernsehmoderators, die sich im Londoner Stadthaus um ihre zwei Kinder kümmert. Meghan, die jeden Tag grußlos an Agatha vorbeiläuft. Und die nichts spürt von ihren begehrlichen Blicken. Dabei verbindet die beiden Frauen mehr, als sie ahnen. Denn sie beide haben dunkle Geheimnisse, in beider Leben lauern Neid und Gewalt. Und als Agatha nicht mehr nur zuschauen will, gerät alles völlig außer Kontrolle ... Es handelt sich hier um keinen Thriller, der einem dauernd das Blut in den Adern gefrieren lässt, sondern um eine sehr spannende und unvorhersehbare Story. Diese wird abwechselnd aus der Sicht von Megan und Agatha erzählt. Wie man schon unschwer auf dem Cover erkennen kann, dreht sich viel um Schwangerschaft, Familie und Kinder. Ich war gefangen von den beiden Charakteren, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, und einmal mehr ist zu sehen, es ist nicht alles Gold was glänzt. Ich konnte Sympathie zu beiden Frauen aufbauen, gut gemacht vom Autor, kann ich da nur sagen! ✰✰✰✰✰

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Auf den ersten Blick haben Agatha und Meghan nichts gemeinsam. Ausser, dass beide schwanger sind. Agatha arbeitet 4 Tage die Woche als Regalauffüllerin in einem Supermarkt, lebt alleine und bringt sich finanziell mit Mühe und Not über die Runden. Sie hofft, dass das ungeborene Kind in ihrem Bauch, die Beziehung zu Freund Hayden, der bei der Marine arbeitet und monatelang weg ist, festigt. Meghan ist die Ehefrau vom bekannten Sportmoderator Jack und Mutter von zwei Kindern. Sie lebt im eigenen Haus, vertreibt sich die Zeit mit ihrer exklusiven Mütterclique und im Sportstudio. Das dritte Kind, ein "Uups - Baby " war nicht unbedingt geplant, jedoch willkommen. Agatha wünscht sich genau so ein Leben, wie Meghan es führt und setzt alles daran, sie kennen zu lernen. Denn Meghan hat etwas, was sie sich erhofft und schon bald müssen sich beide Frauen den Geheimnissen ihrer Vergangenheit stellen. So unterschiedlich die auch sein mögen! Gut strukturiert erfährt man in wechselnden Kapiteln die Sicht von Agatha und Meghan. Rasch begreift man, dass Agatha sich genau ein Leben wie das von Meghan auch für sich wünscht. Als Leser hat man, im Gegensatz zu Agatha, den Vorteil in den Kopf und das Leben von Meghan zu sehen. Schnell wird klar, dass hier mehr Rauch als Feuer ist. Denn Meghan ist mit einem Mann gesegnet, der seine Frau als Prestigeobjekt ansieht und entweder nörgelt oder notorisch abwesend ist. Sie hat mir doch sehr leid getan und ich empfand es sehr reizvoll, wie die Unterschiede zwischen dem " Schein " und der " Wirklichkeit " sind. Der Autor hat dies sehr gut beschrieben und zum Leser transportiert. Langsam aber sicher, und nach einer längeren Einführung in die Figuren, die etwas Geduld benötigt, stieg ein Verdacht in mir auf! Und ab da hatte mich Michael Robotham am Wickel. Es zeigt sich, dass mein Verdacht richtig war und trotzdem wurde es nicht langweilig, denn überraschende Wendungen machten die Geschichte fesselnd. Ich kenne schon andere Thriller von Michael Robotham und hier in " Die Rivalin" empfand ich die Idee, den Plot und auch die Ausführung als überraschend neu. Man muss zwar als Leser die Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und Frauenthemen mögen und sich darauf einlassen. Das kann nicht für jedermann und jederfrau interessant sein. Der Autor ist hier weit weg, von seiner gewohnten Schiene " Mord / Ermittlungen / Aufklärung" und ich mochte den neuen Wind hier sehr gerne. In erster Linie empfand ich die Figur " Agatha " als sehr interessant charakterisiert. So ist es fesselnd, wie Agatha eine Obsession auf das Leben der reichen Meghan entwickelt. Die Gründe werden nach und nach immer offensichtlicher und bringen Pfeffer in das eher ruhige erste Drittel des Buches. Meghan war erst vorhersehbar und auch etwas klischeehaft. Erst mit der Zeit erkennt man die facettenreiche Charakterisierung, die durch einen Schicksalsschlag an Tiefe gewinnt. Je länger ich las, je mehr nahm die Handlung an Tempo zu, die Ereignisse überschlagen sich und ich habe echt mitgelitten. Ueber den Schreibstil von Michael Robotham muss ich mich nicht lange auslassen. Ich habe seine Bücher, gerade für mich entdeckt. Ich bin nach wie vor begeistert, wie er schreibt und wie dicht die Figuren gezeichnet werden. " Die Rivalin " ist definitiv der etwas andere Thriller. So wird fast kein Blut vergossen, einen Toten gibt es nur nebenbei. Doch psychologisch ausgefeilt und gut aufgebaut, hat mir dieser etwas andere Thriller trotzdem sehr gut gefallen.

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Von: Michaela Aschberger-Hedel aus Unterhaching

11.08.2018

Es ist immer wieder unglaublich, wie man auch mit dem Täter Verständnis und Mitgefühl haben kann, wenn man dessen Hintergrund kennt und versteht.......Toll erzählt.....man kann das Buch nicht mehr weglegen.....

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Erschienen: 27. Dezember 2017 im Goldmannverlag 513 Seiten Broschurausgabe 14,99€ ISBN: 978-3-442-31409-6 Klappentext: Agatha, Ende dreißig, Aushilfskraft in einem Supermarkt und aus ärmlichen Verhältnissen, weiß genau, wie ihr perfektes Leben aussieht. Es ist das einer anderen: das der attraktiven Meghan, deren Ehemann ein erfolgreicher Fernsehmoderator ist und die sich im Londoner Stadthaus um ihre zwei Kinder kümmert. Meghan, die jeden Tag grußlos an Agatha vorbeiläuft. Und die nichts spürt von ihren begehrlichen Blicken. Dabei verbindet die beiden Frauen mehr, als sie ahnen. Denn sie beide haben dunkle Geheimnisse, in beider Leben lauern Neid und Gewalt. Und als Agatha nicht mehr nur zuschauen will, gerät alles völlig außer Kontrolle ... _______________________ COVER UND KLAPPENTEXT Der schlichte rote Kinderwagen auf dem weiß gehaltenen Cover bildet einen schönen Kontrast. Auch die Schrift für Titel und Autorenname stechen in schwarz und rot sehr gut hervor, sodass das Buch einem unwillkürlich ins Auge fällt. Schlicht und dennoch interessant. Der Klappentext verrät nicht zu viel, hat mir aber in Teilen eine etwas andere Erwartungshaltung bezüglich des Inhalts vermittelt, als ich dann bekommen habe. Jedoch nicht im negativen Sinne. _______________________ FIGUREN Hauptsächlich beschränken wir uns auf Agatha und Meghan, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Agatha erscheint durchgehend unzufrieden mit ihrem Leben. Sie versucht zwar das Beste daraus zu machen, aber ich war mir nicht immer sicher, wo sich ihr Gemütszustand befindet. Grundlegend würde ich ihn allerdings als labil bezeichnen. Meghan scheint, wie bereits im Klappentext erwähnt, das perfekte Leben zu führen, das aber trotzdem Höhen und Tiefen hat. Ich habe sie als fürsorgliche Mutter und Ehefrau erlebt, die dennoch über ihre Entscheidungen im Leben nachdenkt. _________________________ SCHREIBSTIL UND INHALT Bisher habe ich ein weiteres Buch von Robotham gelesen, "Adrenalin". Dieses Buch empfand ich als wirklich schlecht und hatte daher vor, nie wieder ein Buch des Autors anzufassen. "Die Rivalin" klang jedoch spannend und die vielen positiven Resonanzen haben mich neugierig gemacht, sodass ich ihm noch einmal eine Chance geben wollte. Und, Gott sei Dank, wurde ich nicht enttäuscht! Das Buch teilt sich in die Perspektiven von Agatha und Meghan auf, sodass beide Leben eingehend beleuchtet werden. Zunächst hatte ich Probleme mit dem Schreibstil und der Figur Agatha, da ich mich absolut nicht mit ihr und der verzweifelten Suche nach einer Freundschaft anfreunden konnte. Beides legte sich aber mit der Zeit, sodass ich das Buch gerne gelesen habe. Dennoch muss ich sagen, dass es erst ab ca. der Hälfte wirklich Fahrt aufnahm und mit mitriss. Es war von da an eine Achterbahnfahrt der Gefühle (entschuldigt diese klischeehafte Aussage :D ) und ich habe mit der Handlung mitgefiebert. Das Ende war für mich befriedigend und realistisch. ________________________ FAZIT: Ein Robotham, der mich dieses Mal überzeugen konnte, wenn auch erst ab der Hälfte wirklich Spannung eintrat und sich für den konstruktiven Aufbau der Story wirklich viel Zeit gelassen wurde. Die Figuren waren gut ausgearbeitet, auch wenn mir gewisse Verhaltensweisen wirklich aufgestoßen sind, weil es auf Dauer nervig wurde. Eine Mischung aus unterschwelliger Spannung mit ein wenig Action am Ende, jedoch darf man keine Rasanz inform eines schnellen Spektakels erwarten. Insgesamt vergebe ich 3,5/5 Sternchen⭐️⭐️⭐️ für dieses Büchlein, da mir die erste Hälfte doch etwas zu schleichend daher kam. 🙂

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Die Rivalin

Von: Denise Otten - Kitsunebooks

23.07.2018

Der Anfang verläuft ruhig und doch liegt eine leicht spürbare Bedrohung in der Luft. Robotham legt sein Augenmerk auf die von ihm geschaffenen Charaktere. Seine beiden wichtigsten Figuren, Agatha und Meghan, sind dabei erschreckend real getroffen worden. Die Rivalin bedarf keines Horrors und keines Blutes, um grauenvoll die menschliche Psyche darzustellen. Und so liegt gerade für lesende Eltern das pure Grauen in der Vorstellung, die beschriebenen Szenen könnten ihnen bzw. ihren Kindern in ihrer Elternschaft widerfahren. Das genial Perfide daran ist, dass dies die Schicksale beider Protagonistinnen betrifft. Und so entsteht beim Lesen eine innere Wut. Auf Agatha, jedoch auch auf die Menschen in ihrem Leben. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen und als LeserIn entsteht nur noch der Wunsch, die Geschichte möge gut ausgehen. Die Rivalin ist ein Spannungsroman der von zerstörten Kindheiten und zerbrochenen Lebensentwürfen erzählt und ist dabei nicht nur unerwartet einfühlsam, sondern auch besonders gut recherchiert. Robotham hat mit Die Rivalin einen intelligenten Thriller geschaffen, der seine Spannung stetig aufbaut und diese im letzten Drittel explodieren lässt. Dies wird sicher nicht mein letztes Werk aus seiner Feder gewesen sein.

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Schon seit einige Zeit lese ich die Bücher von Michael Robotham und konnte somit auch nicht an seinem letzten Buch vorübergehen. Diesmal haben wir es mit einem Thriller abseits der Reihe um den Psychologen Joe O'Loughlin und seinem Freund und Ermittler Vincent Ruiz zu tun. In "Die Rivalin" (den Titel finde ich nicht ganz passend) geht es um Agatha und Meghan. Beide Frauen sind schwanger und erwarten etwa zur gleichen Zeit Nachwuchs. Für Meghan ist es ihr drittes und für Agatha das erste Kind. Beide Frauen kommen aus völlig unterschiedlichen Schichten und laufen sich im Supermarkt über den Weg, wo Agatha arbeitet und Meghan von der Ferne bewundert. Ihr Leben erscheint nach außen hin perfekt. Meghan lebt in einem tollen Haus mit Garten, hat bereits zwei süße Kinder und einen erfolgreichen Ehemann, der beim Fernsehen arbeitet. Außerdem betreibt sie einen erfolgreichen Mami-Blog, wo sie aus ihrem Leben erzählt. Doch so rosig, wie es aussieht, ist es in ihrer Ehe nicht. Der Schein trügt... Agatha hingegen kommt aus ärmlichen Verhältnissen, hatte eine schlimme Kindheit und bereits eine Ehe hinter sich. Sie hat in ihrem Leben bereits viel erleiden müssen. Nach einigen Fehlgeburten und vergeblichen Fruchtbarkeitsbehandlungen ist sie nach einer kurzen Liason mit Hayden, einem jüngeren Kommunikationstechniker der Royal Navi schwanger und tut alles dafür, um endlich eine glückliche Mutter zu sein. Das Buch ist in zwei Teile geteilt, wobei der erste Abschnitt sehr ruhig beginnt und sich langsam aufbaut. Dies ist jedoch sehr wichtig, da man als Leser mehr über die Lebensumstände und die Vergangenheit der beiden Frauen erfährt. Hier geht es vorallem um Schwangerschaft, Verluste, Missbrauch, Unfruchtbarkeit und Eheprobleme. Der Leser hat keinen typischer Ermittler-Thriller in den Händen, sondern mehr ein Drama. Beide Frauen erzählen abwechselnd in der Ich-Perspektive. Dabei kommt es etwa im Mittelteil zu einigen kleinen Längen. Unterschwellig spürt man aber bereits die aufkommende Spannung - bis es zum großen "Knall" kommt. Danach beginnt der zweite Abschnitt des Buches und die Ereignisse beginnen sich zu überschlagen. Ab diesem Zeitpunkt blickt man als Leser in die Abgründe der menschlichen Seele. Der Spannungsroman/das Drama (als Thriller würde ich das Buch nicht bezeichnen - oder nur den 2. Teil davon) ist eindringlich und emotional. Die Charaktere hat Robotham einfach großartig ausgearbeitet. Ich konnte mich in beide Frauen hineinversetzen. Als Leser hat man immer wieder Zweifel, auf welcher Seite man stehen soll. Manchmal lassen die Lebensumstände Menschen Dinge tun, die nicht richtig sind, aber bei denen man auch Verständnis aufbringen kann. Einige Vorkommnisse aus Agathas oder Meghans Leben könnten jeder Frau passieren. Der Autor spielt hier gekonnt mit der Psyche und hat auch einige unvorhersehbare Szenen eingebaut. Es gibt kein schwarz-weiß, nur grau. Man hat nicht das Empfinden, dass die Täterin gewollt grausam ist und kann ihre Gedanken und Taten teilweise wirklich nachvollziehen. Sie ist eine gebrochene Frau und ich hatte Mitleid mit ihr. Jedoch gab es auch einige Szenen, die mir kurz die Luft nahmen und unglaublich den Kopf schütteln ließen. Agatha versinkt in ihrem eigenen Lügengebilde und als Leser weiß man oft nicht, was Lüge und Wahrheit ist. Die Nebencharaktere komnnten mich hingegen nicht zu 100% überzeugen. Vorallem die Wandlung von Hayden fand ich nicht wirklich nachvollziehbar. Respekt muss ich dem Autor zollen, wie er sich in die beiden Frauencharaktere hineinversetzt hat. Außerdem konnte er mich mit seinen Kenntnissen betreffend Schwangerschaften überraschen. Das Ende überrascht und lässt mich nach einigen spannenden Stunden das Buch zufrieden zuklappen. Schreibstil: Robotham schreibt flüssig und lebendig. Die Spannungskurve beginnt diesmal erst ab der zweiten Hälfte zu steigen. Der Autor baut mehr auf die unterschwellige Spannung auf. Die Kapitel sind eher kurz gehalten. Es wird abwechselnd aus der Perspektive von Meghan und Agatha in der Ich-Form erzählt. Fazit: Ein emotional packendes Drama, das ruhig und langsam beginnt und sich ab der zweiten Hälfte zu einem spannenden Psychothriller mausert. Ein interessantes Thema und großartig ausgearbeitete Charaktere verdecken kleine Schwächen.

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