Leserstimmen zu
Trügerische Nähe

Susanne Kliem

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Beschauliche Story

Von: hessen liest

26.11.2015

Als Marlis einen Hof in einem kleinen Dorf erbt beschließen sie und ihr Mann Johannes mit einem befreundeten Ehepaar dort einzuziehen. Sie genießen dort die Idylle abseits des Stadtlebens und leben sich schnell ein. Doch dann kommt Marlies Tochter Livia dazu und mit der Ruhe ist es vorbei. Die 20 jährige spielt die anderen gegeneinander aus und spinnt eine Intrige ach der anderen. Ich mag den Schreibstil von Susanne Kliem sehr, ihre Storys lassen sich schnell lesen, wobei auch die kurzen Kapitel beitragen. von der Geschichte hier war ich jedoch enttäuscht. Die Handlung plätschert seicht dahin und das spannendste beim Lesen war darauf zu warten wann es denn endlich richtig losgeht. Darauf muss man sich bis auf die letzten 50 Seiten gedulden, da überschlagen sich dann die Ereignisse und es wird schon manchmal zu viel. Wer einen Krimi erwartet wird schwer enttäuscht sein, es ist eher ein Psychothriller, wobei Thriller auch das falsche Wort ist, denn der Thrill fehlt so gut wie ganz. Schade Frau Kliem, das haben sie schon besser gemacht.

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Bis Livia auftaucht, die Tochter von Marlis, ist alles idyllisch: Marlis, Nora und deren jeweiligen Ehepartner haben sich den Traum vom eigenen Hof erfüllt und geniessen ihr neues Leben. Doch Livia hat ihre eigenen Pläne und schnell müssen die Bewohner des Hofes feststellen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Und als eine Leiche gefunden wird, ist ihnen klar: Einer von ihnen ist der Mörder. Alles in allem klingt das Buch sehr spannend und ich habe mich sehr darauf gefreut. Der Schreibstil der Autorin finde ich sehr gut. Das Buch lässt sich schnell und angenehm lesen. Auch den Aufbau finde ich super - so erhält man von verschiedenen Personen den Einblick in die Geschichte. Doch jetzt kommt ein sehr grosser Kritikpunkt: Schon nach den ersten vlt. 50 Seiten wusste ich schon bzw. ahnte ich, wohin die Reise gehen wird - und ich habe Recht behalten. Ich möchte bei Krimis und Thrillern nicht so schnell erahnen können, wenn überhaupt, wie es ausgeht. Daher war ich dann doch sehr enttäuscht, wie offensichtlich die Dinge lagen. Es war sehr vieles Vorhersehbar und das hätte ich mir anders gewünscht. Die Geschichte an sich wäre ansonsten ganz in Ordnung, wenn man ein wenig mehr Spannung reingebracht hätte. Die Charaktere sind soweit auch in Ordnung, wobei ich sagen muss, dass besonders Livia sehr durchschaubar ist. Ich glaube, wenn sie ein wenig anders gewesen wäre, hätte es dem Buch auch die nötige Spannung gegeben. Das Cover finde ich sehr gelungen und es passt zur Geschichte.

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Zwei Familien beschließen gemeinsam aufs Land zu ziehen. Fernab vom Trubel der Großstadt. Eine Entscheidung, die auf der jahrelangen Freundschaft der beiden Familienväter gründet. Doch genau diese Freundschaft scheint gar nicht so stabil zu sein wie es zunächst den Anschein macht. Gleich am Anfang bekommt man am Rande mit, dass da vielleicht doch mehr ist. Dass die Freundschaft von Jo und Alex auf wackeligen Beinen steht und hier etwas im Argen liegt. Als dann noch die junge wunderschöne Livia überraschend auf der Bildfläche erscheint, ist der Ärger vorprogrammiert. Die schöne Landidylle bekommt relativ schnell Risse und die gute Stimmung verwandelt sich in Misstrauen. Erste Zweifel machen sich breit, Eifersucht kommt auf und ich als Leser wusste gar nicht wer oder was denn nun tatsächlich dafür verantwortlich ist. Es scheint von Livia auszugehen, aber sie war für mich als Charakter ganz schwer einzuschätzen. Ist sie eine Person, die andere bewusst manipuliert und dadurch für Konflikte sorgt? Oder ist sie doch eher das unreife, naive Mädchen, das gar nicht wirklich weiß was sie mit ihrem Handeln bewirkt? Susanne Kliem hat es in jedem Fall geschafft mich ans Buch zu fesseln. Kaum angefangen zu lesen, wollte man erfahren wie es weitergeht. Und das, obwohl der Spannungsbogen ziemlich geradlinig und konstant verläuft. Es gab keine besonderen Ausschläge nach oben oder unten. Auch die Auflösung am Ende hält keine großen Überraschungen bereit. Lesenswert ist es aber dennoch. Wer also auf der Suche nach solider Krimi-Unterhaltung ist, die fast ohne Ermittlungsarbeit auskommt, ist hier genau richtig!

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