Leserstimmen zu
Kleine große Schritte

Jodi Picoult

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Die afro-amerikanische Krankenschwester und Hebamme Ruth Jefferson geht in ihrem Beruf auf. Ihr ganzes Leben hat sie darauf ausgerichtet gut in dem zu sein was sie tut, wenn es auch in ihrem Fall mit dunkler Haut nicht immer einfach oder gar selbstverständlich ist, die Anerkennung zu erhalten, die ihr zusteht. Schon früh versucht die verwitwete Ruth auch ihrem Sohn alle Türen zu öffnen. Mehr als einmal überschüttet ihre Schwester sie dafür mit Vorwürfen, ihre Identität zu verleugnen. Ruth ist schockiert und verärgert, als man ihr, die sie über jahrzehntelange Erfahrung verfügt, in der Klinik den Umgang mit einem Neugeborenen entzieht. Doch die Eltern gehören einer rechtsradikalen Verbindung an und können „Nigger“ nicht ausstehen. Als der Säugling jedoch unverschuldet in eine lebensbedrohliche Situation gerät, drohen die Dinge aus dem Ruder zu laufen. Er schafft es nicht und die Eltern geben unbesehen Ruth die Schuld am Tod ihres Babys. Ruth wird des Mordes angeklagt, doch so einfach gibt sie sich nicht geschlagen. Der Kampf gegen Rassismus und Vorurteile wird blutig … Wie in vielen ihrer Bücher, bringt die Autorin auch diesmal wieder ein trauriges und dennoch so aktuelles Thema auf den Tisch. Wer glaubt, es gäbe keinen Rassismus in den USA, der hat sich gründlich getäuscht. Noch immer werden dunkelhäutige Menschen oft als Menschen zweiter Klasse behandelt, wobei ich durchaus betonen möchte, dass auch umgekehrter Rassismus keine Seltenheit ist. Auch ich musste in den Jahren, in denen ich in den USA lebte, mehr als einmal anhören: „It’s a black thing, you wouldn’t unterstand …“ Egal in welcher Richtung sich die Diskriminierung äußert, schürt sie Feindseligkeit und Missgunst. Ruth und ihre Verteidigerin durften das am eigenen Leibe erfahren. Das Buch hat mich fasziniert, wenn ich sagen muss, dass mich das Ende nicht ganz überzeugen konnte. Das war mir dann einfach zu viel an Gutem, das der Gerichtsprozess da losgetreten hatte, und machte den Schluss für mich dann doch ein wenig überzogen. Dennoch vergebe ich wohlverdiente vier von fünf möglichen Sternen und halte Jodi Picoult auf jeden Fall die Treue.

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Es beginnt ein ganz normaler Arbeitstag der Hebamme Ruth Jefferson. Sie soll die Vorsorgeuntersuchung, des in der vergangenen Nacht geborenen Davis Bauer, übernehmen. Doch während sie das Baby im Arm hält, tuscheln seine Eltern und beobachten sie misstrauisch. Wenig später wird Ruth zu ihrer Vorgesetzten gerufen, denn die Eltern haben verfügt, dass ihr Baby nicht mehr von afroamerikanischem Personal betreut werden darf. Sie ist entrüstet, denn während ihrer zwanzigjährigen Berufserfahrung ist dies noch nie vorgekommen. Stunden später wird die gesamte Belegschaft der Geburtsstation zu einem Notfall gerufen und lediglich Ruth soll den frisch beschnitten Davis überwachen. Doch auf einmal atmet das Baby nicht mehr. Ruth steckt in einem Gewissenskonflikt und entgegen ihrer Anweisung versucht sie, ihn zu reanimieren. Als sie erkennt, dass ihre Bemühungen vergeblich sind, wickelt sie ihn wieder ein und wartet auf die Kinderärztin. Doch alle Notfallmaßnahmen versagen und der Kleine stirbt vor den Augen der herbeigeeilten Eltern. Für Turk und Brit Bauer ist der Sündenbock schnell gefunden und sie richten ihren rassistischen Hass gegen die schwarze Hebamme Ruth und zerren sie vor Gericht. Jene von uns, die das Glück hatten, weiß geboren zu werden, sind sich dieses Glücks nicht bewusst (Zitat aus dem Buch). Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Ruth, als alleinerziehende Mutter, die sich selbstbewusst in ihrem Beruf behauptet, aber außerhalb des Krankenhauses nur in der Masse der afroamerikanischen Bevölkerung verschwindet. Ihre Anwältin Kennedy, die das Privileg genießt, einen gutverdienenden Ehemann zu haben, um ihr Geld idealistisch als Pflichtverteidigerin zu verdienen. Turk Bauer, dem bereits als Jugendlichem die Gesinnung der Rechtsextremen eingepflanzt wurde. Ich bin aber letztendlich wohl solcherart Bücher entwachsen, die sehr hollywoodmäßig erzählt werden und viele Details ausweisen, die langatmig sind.

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Inhalt: Als ein Neugeborenes nach einem Routineeingriff im Krankenhaus stirbt, scheint schnell klar zu sein, wer daran schuld ist. Die dunkelhäutige Säuglingsschwester, der untersagt war, das Baby anzufassen. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den alltäglichen Rassismus, der in unserer modernen westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist... Meinung: Alle Bücher, die ich von Jodi Picoult kenne, haben ein eher zurückhaltendes Cover. So auch "Kleine große Schritte". Ich denke, in der Buchhandlung fällt es nicht allzu sehr auf und auch Coverkäufer, wie ich auch einer bin, fallen diesem nicht zum Opfer. Wie dem auch sei. Das Buch hat mich unglaublich von sich überzeugt. Die Geschichte ist eigentlich ganz gut im Klappentext beschrieben. Wir begleiten eine Hebamme, die ihren Job macht, bis die Eltern ihren Wunsch äußern, dass sie nicht mehr wollen, dass ihr Sohn von einer dunkelhäutigen Person angefasst wird. Dies wird in der Krankenakte vermerkt und Ruth darf, den vorher ihr zugeteilten Säugling nicht mehr behandeln. Bis die Station unterbesetzt ist und es zu Notkaiserschnitten kommt und Ruth die Einzige ist, die die Kontrollen bei dem frisch operierten Davis durchführen kann. Und dann kommt es zum moralischen Super GAU. Davis läuft blau an, sein Brustkorb hebt und senkt sich kaum noch. Was ist nun zu tun? Helfen und sich seiner Vorgesetzten widersetzen und alles riskieren, was da noch rechtliches nachkommen kann? Oder zuschauen, wie der kleine Junge stirbt, da es einem von Eltern und Vorgesetzten verboten wurde zu helfen? Letztlich stirbt Davis und sein Vater Turk macht Ruth dafür verantwortlich. Der Prozess beginnt... In dem Buch begleitet der Leser drei Figuren, die kaum verschiedener nicht sein könnten. Zum einen die Krankenschwester Ruth, ihre Pflichtverteidigerin Kennedy und der anklagende Vater Turk. Ich finde es tatsächlich sehr interessant, die Welt auch mal aus den Augen eines Rassisten zu sehen. Irgendwie mal zu erahnen, was sie denken, wenn sie jemanden wegen ihrer Hautfarbe ablehnen. Ich werde es mir sparen, die Figuren an dieser Stelle, wie gewohnt, nacheinander zu bewerten. Da mich weniger die Figuren von sich überzeugt haben, als vielmehr die Geschichte. Diese Problematik, die angesprochen wird. Allerdings muss ich noch anmerken, dass mich eine Kleinigkeit gestört hat, was aber am Unterschied vom deutschen zum amerikanischen Gesundheitssystem liegen kann. Mal spricht man von Ruth als Hebamme, mal als Krankenschwester. Bei uns sind das zwei verschiedene Berufe mit verschiedenen Ausbildungen. Dies hat mich immer mal wieder irritiert, aber ansonsten liest sich die Geschichte flüssig und wird auch spannend, mit unerwarteten Wendungen. Fazit: Für mich war die Geschichte eine positive Überraschung. Wahrscheinlich sogar mein Monatshighlight, Ich finde die Thematik einfach sehr wichtig. Denn auch, wenn wir es selber nicht betreiben und es in unserem Umfeld nicht sehen. Rassismus ist auch in unserem Jahrhundert noch da. Ich finde es sehr gut umgesetzt, wie uns Jodi Picoult dieses "Problem" wieder vor Augen führt. Definitiv lesenswert.

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In dem Roman, den ich leider viel zu spät gelesen habe, geht es um Rassismus und Abwertung von Schwarzen Menschen vor allem im Hinblick auf alltägliche Erlebnisse, also Alltgasrassismus und struktureller Rassismus. Wir erleben hier speziell die Geschichte der Hebamme/Säuglingsschwester Ruth Jefferson. Ihr wird die Behandlung eines neugeborenen Säuglings entzogen, bis sie in eine Situation kommt, wo das Baby in eine Notlage gerät und stirbt, Ruth wird dafür verantwortlich gemacht... Schon beim verfassen der Handlung bekomme ich wieder Gänsehaut und es macht mich so wütend. Ich konnte mit Ruth leiden, trauen und emotional sein. Natürlich steigt die Wut gegen solche Familien wie die Bauers, aber gleichzeitig frage ich mich nach den Ursachsen, warum sie so sind wie sie sind. Ruth ist ein sehr starker Chrakter und eine tolle Frau. Die Bücher der Autorin beschäftigen sich immer mit gesellschaftskritische Themen, die auch unangenehm werden können. Sie hat hier ein Thema ans Tageslicht gebracht, was viele Menschen in den USA aber auch in aktuell in Europa tagtäglich passiert. Ein gutes Buch, das gelesen werden sollte...

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Ruth Jefferson ist eine der besten Säuglingsschwestern, die schon lange im Dienst ist. Dennoch wird ihr die Versorgung eines Neugeborenen von der Klinikleitung untersagt – die Eltern wollen nicht, dass eine dunkelhäutige Frau ihr Baby berührt. Doch eines Tages arbeitet Ruth allein auf der Station und bemerkt, dass das Kind keine Luft mehr bekommt. Sie entscheidet schließlich, sich der Anweisung zu widersetzen und dem Jungen zu helfen. Doch ihre Hilfe kommt zu spät, und Ruth wird von den Eltern des Jungen angeklagt, schuld an dessen Tod zu sein. Ein nervenaufreibendes Verfahren beginnt, das aufzeigt, wie aktuell Rassismus immer noch ist. Jodi Picoult gelingt es, das Thema Rassismus auf eine ganz neue Ebene zu bringen und lädt uns ein, die Achterbahn der Gefühle zu besteigen. Die Geschichte macht wütend, aber auch traurig und die Emotionen werden zu 100% mitgenommen. Die Protagonisten sind so authentisch beschrieben und in verschiedenen Perspektiven (die Krankenschwester Ruth, ihre Anwältin Kennedy und der Kläger Turk, ein Neo Nazi aus Überzeugung) gibt Picoult dem Leser Einblick in die Gedanken der jeweiligen Protagonisten. Picoult schafft es mit ihrem Roman, dass man sich als Leser Gedanken macht: über Privilegien, Menschenrechte und die Ungerechtigkeit im Leben. Das Thema Rassismus ist immer noch aktuell, was gerade die Gerichtsverhandlung aufzeigt. Ein so sensibles Thema in eine so herzergreifende Geschichte zu packen und das sogar erfolgreich verdient definitiv 5/5 Sterne!

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Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich ein sehr großer Jodi Picoult Fan bin und mir die Bücher und ihre Geschichte sehr am Herzen liegen und dieses Buch hat mal wieder all meine Erwartungen übertroffen. Zum Cover: Das Cover ist eher schlicht gehalten gefällt mir dennoch sehr gut. Es gibt noch keinen Einblick auf das Buch macht aber dennoch Lust dieses Buch zu lesen. Zum Inhalt Der Schreibstil in diesem Buch gefällt mir, wie bei Jodi Picoult üblich, sehr gut, dass schöne ist immer wieder das der Blick aus den verschiedene Protagonisten geschrieben ist und mein einen Einblick in die Gedankenwelt und Gefühle zu bekommen. Besonders gefallen mir das sensible Thema welches in diesem Buch behandelt wird. Während des Lesens schwankt man immer wieder hin und her. Besonders interessant und erschreckend waren die Momente in der Gerichtsverhandlung denn es hat gezeigt wie aktuell die Themen wie Rassismus auch heutzutage sind. Dieses hat mich nachweislich sehr aufgewühlt und noch lange beschäftigt jedoch war dieses Buch wieder ein Meisterwerk von Jodi Picoult und ich würde gerne öfters Bücher von ihr lesen.

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Was in einem blumigen, kitschigen Cover daher kommt, ist ein Beitrag zur US-amerikanischen Rassismusdebatte. Ruth ist eine erfahrene Hebamme. Doch eines Tages wird ihr die Pflege eines Säuglings verboten, weil die Nazieltern des Kindes nicht wollen, dass es von einer schwarzen Hebamme betreut wird. In einer Notsituation zögert Ruth aufgrund dieser Anweisung. Das Kind stirbt. Die Eltern verklagen Ruth – wegen Mordes. Ein aufreibender Prozess beginnt, den wir aus Sicht Ruths, ihrer weißen Anwältin Kennedy und des rechten Kindsvaters Turk verfolgen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, obwohl mich das Cover nach wie vor wirklich sehr irritiert. Die Autorin nimmt sich viel Zeit, den Punkt auf den es ihr ankommt deutlich zu machen: „Vorurteile sind keine Einbahnstraße, wissen Sie. Es gibt Menschen, die darunter leiden und es gibt Menschen, die davon profitieren.“ Sie hält dabei Kennedy, den Spiegel vor, die sich immer für eine von den Guten gehalten hat. Überspitzt gesagt, dachte diese, Rassismus sei ein Problem von Rassisten. Doch je besser sie Ruth kennenlernt, desto deutlicher wird ihr, dass es auch ohne Rassisten wie Turk, Rassismus gäbe. Denn es ist eine Frage des Zugangs zu Macht. Ruth, die sich immer dreimal korrekter verhalten hat, als alle andern, steht am Ende ihrer Hautfarbe wegen vor Gericht. Diese komplexe Problematik nimmt das Buch Stück für Stück auseinander. So entwickelt sich eine spannende und bedeutungsvolle Geschichte. Das Ende des Buches finde ich hingegen furchtbar, aber ich möchte hier niemanden spoilern, also lest selbst.

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Ich habe bereits zwei Bücher von Jodi Picoult gelesen und mag ihren Stil sowie die aktuellen Themen, die sie anspricht. So auch in dem Buch Kleine große Schritte. Das Buch handelt von der überzeugten Hebamme und Kinderkrankenschwester Ruth, die diesen Beruf seit mehr als 20 Jahre ausübt. Sie ist dunkelhäutig, was erst dann zum Problem wird, als ihr der Umgang mit dem Säugling David von seinen rassistischen Eltern untersagt wird. Eines Nachts ist Ruth alleine auf Station und David kommt in eine Notfallsituation an dessen Folgen er stirbt. Ruth wird verklagt und in Folge von der Anwältin Kennedy McQuarrie vertreten. Das Buch wird aus drei Perspektiven erzählt Kennedy, Ruth und Turk Bauer, der Vater von David. Dieser Erzählstil hat mir gut gefallen, da ich immer gerne Romane aus verschiedenen Perspektiven lese. Das Thema ist hochbrisant und toll verarbeitet, vor allem durch die verschiedenen Personen. Man wird stark zum Nachdenken angeregt, denn am Ende des Tages ist keiner immun gegen jeder rassistische Züge oder Gedanken. Das Buch ist für mich aber eindeutig zu lang und ausufernd, daher ist es mir schwer gefallen es in einem Rutsch durchzulesen und ich habe immer wieder Pausen gemacht.

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