Leserstimmen zu
Die versteckte Lust der Frauen

Daniel Bergner

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Sind Sie eine Frau? Dann lesen Sie dieses Buch! Es wird Ihnen die Augen öffnen und die Schamesröte ins Gesicht treiben. Das alles für einen guten Zweck: Um zu zeigen, was wahre Frauenlust ist. Diese sei nämlich versteckt, meint der amerikanische Journalist, der mit seinem Buch ein Tabuthema beim Schopfe packt. Frauen gelten seit jeher als das lustlose Geschlecht, ihnen wird pauschal unterstellt, sie hätten weniger Spaß am körperlichen Vergnügen als Männer. Erklärt wird das biologisch, evolutionstheoretisch, soziologisch und gesellschaftlich. Eigentlich, schreibt Bergner, muss alles herhalten, um weibliche Lustlosigkeit zu belegen. Dabei stimmt das gar nicht. Frauen haben viel mehr Lust auf und an Sex, als alle denken – allen voran die Frauen selbst. Die sind nämlich so erzogen, sozialisiert und biologisch geeicht, dass sie das eigene Begehren geschickt vor sich selbst verbergen. Sie verstecken ihre Gelüste – bis sie sie selbst nicht mehr (emp)finden. Das erläutert Bergner anhand aktueller Forschungsergebnisse. Einen beeindruckenden Beleg liefert etwa das Experiment mit dem Plethysmograph. Das ist ein Apparat, der eingeführt in die Vagina dort die Durchblutung und damit das Erregungsniveau misst. Eine kanadische Forscherin fand damit heraus, was Frauen wirklich anmacht: Egal, welche Sexpraktik, Homo- oder heterosexuell, brutal oder soft: Frauen wurden bei der Mehrzahl der sexuellen Bildchen erregt. Und das stand oft in völligem Widerspruch zu dem, was sie vorher angegeben hatten. Die Folgerung daraus: Frauen unterdrücken verstandesmäßig ihre sexuellen Gefühle, als dürften sie sich nicht eingestehen, dass die gezeigten Bilder sie scharf machen. Haben tun sie sie aber. Was lernen wir daraus? Dass es für Frauen noch viel Lustvolles zu entdecken gibt und das Gerücht von der asexuellen Frau in die Märchenwelt gehört.

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