Rezensionen zu
Totenhaus

Bernhard Aichner

Die Totenfrau-Trilogie (2)

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Als bei einer Exhumierung auf einem Innsbrucker Friedhof zwei Köpfe und vier Beine in einem Sarg gefunden werden, fällt der verdacht schnell auf Brünhilde Blum. Als Leserin bin ich ihr bereits im ersten Teil der „Totenfrau-Trilogie“ begegnet und habe mit Hochspannung ihren Rachefeldzug gegen alle, die etwas mit dem Tod ihres Mannes zu tun haben, verfolgt. Gespannt erwartete ich den 2. Teil dieser Reihe. Dieser war genau so spannend wie Teil 1, allerdings fand ich ihn nur bedingt nachvollziehbar. Brünhilde Blum stellte sich für mich in „Totenfrau“ trotz ihrer brutalen, grausamen Taten als liebende Mutter dar. Deshalb war es mir weitgehend unverständlich, dass sie ihre Kinder so hinter sich lassen konnte, wie in diesem Buch geschildert. Zwar wird immer wieder beteuert, sie liebe ihre Kinder, es konnte mich nicht so richtig überzeugen. Atemlos, stakkatoartig, in kurzen Sätzen wird diese Geschichte erzählt, schnell kommt Bernhard Aichner auf den Punkt, es gibt nichts Beschönigendes, nichts Angedeutetes. Der Autor spricht Klartext und nennt die Dinge beim Namen und beschreibt Taten wie sie sind. Dabei verlangt er seinen Lesern einiges ab. Zimperlich darf man nicht sein, grauenhafte und auch ekelerregende Szenen muss man mit der Protagonistin überstehen. Eigentlich müsste man einer jungen Frau, die kaltblütig tötet und stringent ihrem Racheplan folgt, mit Abscheu und Abneigung begegnen. Das konnte ich nicht durchgängig. Der Autor erwischt seine Leser ganz brutal auf der emotionalen Ebene. Da man mit Blum mitfühlen kann, entwickelt man zum Teil Verständnis für ihr Tun, fiebert mit ihr mit, hofft, dass ihr nichts passiert. Gegenüber brutalen Szenen in Thrillern bin ich recht unempfindlich, solange sie die Handlung untermauern. In diesem Thriller wurde zumindest an einer Stelle, dieses Maß auch für meinen Geschmack deutlich überschritten. Auf die „Kaninchen-Szene“ hätte ich gut und gern verzichten können, um zu verstehen, zu welchen Grausamkeiten Blums Helfer fähig ist. Aber auch sonst strotzt dieser Roman vor Brutalität und Bösem. Alles in allem habe ich „Totenhaus“ trotz der angeführten Kritikpunkte mit viel Spannung gelesen. Bernhard Aichner hat es auch im zweiten Teil geschafft, mich in den Lesebann zu schlagen. Auf die Fortsetzung bin ich schon gespannt.

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Der eigenwillige Schreibstil macht es anfänglich schwer ins Buch reinzukommen, aber wenn man einmal drin ist, begeistern einen der authentische Charakter der Bestatterin. Auch im zweiten Band setzt sich der ehr schwierige Schreibstil durch. Das muss man gewohnt sein, aber wenn man sich dann mal reingelesen hat, gehts dann. Im zweiten Band gehts wieder um die Bestatterin Blum. In einem Sarg werden zusätzliche Leichenteile gefunden und die Ermittlungen führen direkt zur Bestatterin. Wenn es nicht zu einem Erbschaftsstreit gekommen wäre, wäre es ein gut gehütetes Geheimnis geblieben. Blum flüchtet in ein Hotel, denn ihre Taten holen sie Stück für Stück wieder ein. Das Hotel hat nur leider mehr gemein mit ihr, als ihr anfänglich bewusst ist... Die Leichen werden ihr folgen. Der eigenwillige Schreibstil macht es anfänglich schwer ins Buch reinzukommen, aber wenn man einmal drin ist, begeistern einen der authentische Charakter der Bestatterin.

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Ein toller Leser, die Story ist solide - aber es fehlt einfach etwas.

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Totenhaus - die Geschichte um Blum geht weiter. Leider war ich zu Beginn ein kleinwenig enttäuscht, da es nicht mehr derselbe Sprecher wie beim ersten Hörbuch ist. Christian Berkel hat für mich bei "Totenfrau" die Stimme wahnsinnig gut und emotional dargestellt, wobei Wolfram Koch manche Charaktere, wie die Kinder oder teilweise auch Blum selbst in etwas anderer Art und Weise gesprochen hat und mir somit ein wenig der Bezug zum ersten Teil gefehlt hat. Wenn man die Hörbücher allerdings nicht in kurzer Zeit hintereinander hört, denke ich macht Wolfram Koch einen ebenso guten Hörbuchsprecher aus. Zu Beginn gibt es einen Prolog, durch den man sich denken kann, dass Blum vielleicht für ihre Taten, die sie in dem ersten Teil begangen hat zur Rechenschaft gezogen wird. Oder verübt jemand Rache an ihr? Da die Leichenteile in den Särgen durch einen Zufall gefunden wurden zählt ab jetzt jede Sekunde. Blum und Resa müssen sich auf etwas gefasst machen. Ihre einzige Sorge sind ihre Kinder und das Resa doch nicht ins Gefängnis kommen kann, da er nichts damit zu tun hat. Ihr bleibt nichts anderes übrig als zu verschwinden. Aber wohin? Kurz vorher befindet sich aber Blum in einer persönlichen Krise, da sie durch einen Zufall im Urlaub auf ein Bild gestoßen ist, bei dem es um präparierte Leichen geht, die in eine Art Kunst dargestellt werden. Durch dieses Bild macht sie sich alleine auf eine Reise auf der Suche nach ihrer Identität. Da man noch aus Band 1 weiß, dass Brünhilde Blum von Pflegeeltern aufgezogen wurde, könnte das ganze mit dieser Entdeckung zusammenhängen. Als sie an dem Ort angekommen ist, der ihr ihre Vergangenheit näherbringen soll, hat sie keine andere Wahl mehr als dort zu bleiben um den Polizisten, den Reportern und dem ganzen Trubel zu entfliehen, da sie durch die gefundenen Leichenteile im Sarg auf der Suche nach ihr sind. Blum kommt in diesem leerstehenden Hotel im Schwarzwald an und alles verändert sich. Vertraute werden zu Lügnern und es beginnt eine Geschichte voller Intrigen, Lügen und absurder Geschehnisse. Es beginnt eine Raserei zwischen Kapiteln, die teilweise so unglaubwürdige und skurrile Entdeckungen aufzeigen, dass der Leser/Hörer nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Manchmal wurde es mir zuviel und ich musste eine Pause einlegen, da sich die Geschichte in so kuriose Richtungen entwickelte. Das Ende bleibt offen, jedoch wissen wir, dass der Autor bereits an einer weiteren Fortsetzung schreibt. Bernhard Aichner hat eine Protagonistin geschaffen, die es schafft dem Leser zwiegespaltene Eindrücke zu übermitteln. Ihre Art, und ihre Fürsorge für ihre Kinder macht sie sehr sympathisch, während man sich hingegen überlegt, dass sie auch eine brutale und durchtriebene Killerin sein kann. Teilweise war mir die Geschichte zu abstrus und zu viel des Guten. Trotzdem bin ich sehr gespannt auf den weiteren Teil um Brünhilde Blum.

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„Totenhaus“ von Bernhard Aichner aus dem btb-Verlag ist der zweite Teil der Blum-Trilogie, in dem die Geschichte der Bestatterin weitererzählt wird. Das Buch ist in 42 kurze Kapitel aufgeteilt. Der besondere Schreibstil des Autors ist sofort wiederzuerkennen. Es gibt kurze prägnante Sätze, ohne viel Beschreibung. Auch die Dialoge sind wieder in seiner eigenwilligen Form geschrieben. Ich bin von Bernhard Aichners Schreibstil sehr begeistert und finde ihn sehr angenehm zu lesen. Das Cover ist wieder sehr schlicht, passt aber perfekt zum 1.Teil und spricht mich auch an. Ich war vom ersten Teil „Totenfrau“ restlos begeistert und schon sehr gespannt auf die Fortsetzung. Inhalt: Nach den Vorkommnissen im 1.Teil versucht Blum wieder mit ihrer Familie ein normales Leben zu führen. Als sie im Urlaub Zeitung liest, stößt sie auf ein großes Geheimnis ihrer Vergangenheit. Zurück in Innsbruck steht Blum vor einem weiteren großen Problem. Bei der Exhumierung einer Leiche wurden zu viele Leichenteile gefunden und die Spuren führen geradewegs zu Blum. In „Totenhaus“ begleiten wir Blum auf ihrer Flucht vor der Polizei. Meinung: Nach dem grandiosen ersten Teil hatte ich sehr hohe Erwartungen an dieses Buch. Leider hat es mich dann etwas enttäuscht und konnte, meiner Meinung nach, nicht mit dem ersten Band mithalten. Mich konnte schon die Handlung nicht wirklich überzeugen. Für mich gab es zu viele Zufälle und es wirkte alles recht unglaubwürdig. Nach den ersten paar Seiten kam schon eine tolle Spannung auf und ich wollte sofort weiterlesen, um zu erfahren was dahinter steckt. Im weiteren Verlauf kam auch immer wieder Spannung auf, vor allem da man herausfinden möchte, wer nun gut und wer böse ist. Leider gab es aber auch viele Längen. Blum war mir schon im ersten Teil nicht sonderlich sympathisch, ich fieberte aber trotzdem mit ihr mit. In „Totenhaus“ konnte ich mich so gar nicht mit ihr anfreunden und konnte ihr Handeln nicht nachvollziehen. Auch die anderen Protagonisten konnten mich nicht in ihren Bann ziehen. Fazit: Nach dem ersten Teil der Trilogie war dieses Buch eine kleine Enttäuschung für mich, da ich vermutlich zu hohe Erwartungen hatte. Der Schreibstil war wieder sehr besonders, Handlung und Protagonisten konnten mich nicht überzeugen. Trotzdem bin ich neugierig auf den dritten Teil der Reihe, den ich ganz bestimmt lesen werde.

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Totenhaus ist der zweite Band der "Die Totenfrau Trilogie" und ich war sehr gespannt was mich erwarten wird. Im Sommer habe ich bereits Totenfrau gelesen und war restlos begeistert. Klar das dieses Buch natürlich ein "ich freu mich drauf" Buch ist. Man sollte definitiv den ersten Band gelesen haben. Das Wissen benötigt man, um den aktuellen Thriller überhaupt zu verstehen. Die Personen, die hier die Hauptrolle spielen, werden nämlich nicht mehr genau vorgestellt, das geschah bereits im Auftakt dieser Trilogie. Ebenso muss man die Handlung kennen, da man sonst keinerlei Bezug hat und das Buch einfach nur Fragezeichen beim Leser hinterlassen wird. Was ich hier an dieser Stelle immer wieder mal anmerken muss: Liebe Verlage, macht solche Bände doch irgendwie schon am Einband sichtbar. Wie soll ein Käufer in der Buchhandlung das auf den ersten Blick erkennen? Auf dem Klappentext steht zwar Fortsetzung, aber nicht das man gar kein Bezug hat, wenn man den ersten Band nicht kennt. Wie bereits oben angesprochen, wird hier nicht näher auf die einzelnen Charaktere eingegangen und auch die bisherige Handlung kaum erläutert. Man ist direkt von Beginn an wieder an der Stelle, wo "Totenfrau" geendet hat. Kaum Rückblick um nochmal eine grobe Übersicht zu bekommen. Schade, oft hat man in der Zwischenzeit weitere Bücher gelesen und käme so leichter wieder hinein. An dem Schreibstil von Bernhard Aichner ist man gewöhnt, dieser hat sich, wie ja auch zu erwarten war, nicht wirklich verändert. Er beschreibt Situationen schon recht detailgenau und man sollte nicht so zart besaitet sein, wenn man es lesen mag. Aber genau das ist es doch, was einen Thriller ausmacht. Manche Sätze sind sehr kurz und knapp, Dialoge werden nicht mit wörtlicher Rede geschrieben und daran muss man sich schon etwas gewöhnen. Ansonsten weiss ich gerade nicht, wie ich meine weiteren Gedanken ordentlich zu Papier bringen soll, da es nicht so viel gutes zu berichten gibt. Ich war einfach nur enttäuscht, hatte mehr erwartet. Oft dümpelte die Geschichte seitenlang nur vor sich hin, hat mich nicht gefesselt. Klar gab es immer Lesemomente, die dann wieder Klasse waren und auch der Grund, warum ich es nicht einfach beiseite gelegt habe, Irgendwie mag man schon wissen wie es ausgeht, ist aber auch froh wenn es endlich am Ende angekommen ist. Aber ich hatte einfach keinen Bezug. Weder zu den Personen, deren Handlungen, die ich manchmal auch echt nicht nachvollziehen konnte, als auch das ganze drumherum. Wenn ich nun weiß das es einen dritten Teil geben wird weiß ich auch genau, den werde ich wohl nicht lesen. Fazit Ein Band auf das ich mich, bezogen auf den Auftakt mit 5 Sternen, sehr gefreut habe. Doch leider wurde ich hier eines besseren belehrt und denke, dass die Trilogie für mich an dieser Stelle beendet sein wird. Sterne ***

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Ein Krimi der anderen Art

Von: TochterAlice aus Köln

13.09.2015

Eher der ruhigen, der introvertierten - doch wer glaubt, es ginge hier gemächlich zu, der befindet sich auf dem Holzweg! Worum es geht: Bestatterin Blum - eingeführt bereits im Vorgängerband "Totenfrau"- hat richtiggehend Schwierigkeiten: jede Menge Leichen haften ihr an. Und sie begibt sich auf eine Flucht - zunächst jedoch auf eine Suche, denn sie hat etwas für sie Ungeheuerliches entdeckt: eine Frau auf einem Zebra - beides ausgestopft und somit schon generell sehr speziell - die genauso aussieht wie sie. Recht schnell stellt sie fest, dass es für sie eine zweite Familie gibt, denn es gibt durchaus einen direkten Zusammenhang mit Björk, wie ihr Alter Ego heisst. Schneller, als sie sich umschauen kann, pflastern Leichen ihren Weg bzw. haften ihr an - und sie muss sich aus dem Staub machen - ohne ihre Kinder und ohne die Zuverlässigen Bezugspersonen Karl - den ehemaligen Schwiegervater und Reza - den zeitweiligen Geliebten. Weitere Figuren tauchen auf - sie alle als schräg zu bezeichnen, ist - gelinde gesagt - eine Untertreibung sondergleichen! Und die Handlung wird blutig und hart - auch wenn es viel um innere Entwicklungen geht, sind es große Themen, die hier angesprochen werden: es stellt sich die Frage, wem man vertrauen kann und wer man selber ist - vom gesamten Umfeld gar nicht zu Reden. Blum jedenfalls bereitet sowohl sich als auch anderen jede Menge Schwierigkeiten - wobei nur der kleinere - durchaus nicht geringe Teil - hausgemacht ist . Ein ruhiger, aber heftiger Thriller, an dessen Ende man noch lange nicht weiß, wohin die Reise geht - man kann es nur erahnen. Trotz der Härte, der Unbarmherzigkeit ist dies ein Buch der langsamen Entwicklungen - manchmal zu langsam für mich. Das bezieht sich aber ausschließlich auf den Schreibstil, wenn man sich vergegenwärtigt, was da so los ist, geht es eindeutig Knall auf Fall. Ein Buch für anspruchsvolle Thrillerfreunde, die wollen, dass es kracht und die nicht zu empfindlich sind. Meinen Geschmack hat es allerdings nur teilweise getroffen!

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Langwierig und ohne richtige Spannung

Von: Iloenchen aus Rostock

11.09.2015

Die Bestatterin Blum kann immer noch nicht glauben, was sie sieht. Sich selbst, plastiniert und auf einem Zebra sitzen. Und dann werden plötzlich Leichtenteile gefunden, in Särgen, die sie unter die Erde gebracht hat. Sie muss fliehen aber der Ort, an dem sie Zuflucht sucht, ist keineswegs das Paradies auf Erden, wie sie ursprünglich gedacht hat. Totenhaus ist der zweite Band, in dem es um die Bestatterin Blum geht. Ich habe das erste Buch nicht gelesen und vielleicht fehlt mir deswegen ein bisschen der Kontext, aber richtig fesseln konnte mich Bernhard Aichner mit seiner Geschichte nicht. Dies lag zum einen am Schreibstil. In den ersten Kapiteln fand ich es noch spannend, dass der Autor viele Wiederholungen, Aufzählungen, Listen benutzt, um die aufgewühlte Gefühlswelt von Blum zu beschreiben. Dann wurde es anstrengend. Nach ungefähr der Hälfte, musste ich das Buch zur Seite legen und eine Woche Pause einlegen, weil ich es nicht mehr ertragen konnte. Ich habe es geschafft, den Roman zu beenden, aber ich musste mich durch die letzten Kapitel quälen. Durch den merkwürdigen Schreibstil kommt leider keine richtige Spannung auf. Leute werden umgebracht, es werden Fragen aufgeworfen, aber die Antworten haben mich wenig interessiert. Vielleicht lag dies auch daran, dass mir alle Figuren immer blass erschienen. Ich weiß noch viel zu wenig über Blum. Durch den komischen Stil erschien sie mir fremd und das hat sich auch das ganze Buch über nicht geändert. Da ist eine Hauptfigur, die nicht menschlich wirkt. Was mir fehlte waren kleine Details, irgendetwas, das normale Menschen tun. So konnte ich mich nicht mit ihr identifizieren und ihr Schicksal hat mich immer weniger interessiert. Vielleicht muss man den ersten Band gelesen haben, um Totenhaus gut zu finden. Ich rate jedenfalls allen, sich erst mal die Leseprobe anzugucken und dann zu entscheiden, ob dieses Buch lesenswert erscheint oder nicht.

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