Leserstimmen zu
Im Schatten der Purpurbuche

Joël Tan

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Hier wäre es mal wieder schön, wenn an halbe Sterne geben könne, so sind es zweieinhalb, die aufgerundet drei ergeben. Ganz ehrlich, dieses Buch hat mich streckenweise empört und fassungslos aufschreien lassen, so dass ich mich mit dem Lesen insgesamt etwas schwerer getan habe. Die Grundidee klang wirklich gut, leider hatte ich ein Problem damit, wie das Ganze umgesetzt wurde. Abgesehen davon, dass es mir sprachlich doch des Öfteren mal ein wenig arg pathetisch und streckenweise auch schon schlicht und einfach zu kitschig wurde, gab es etliche Handlungsstränge, die zwar letztlich ein Ganzes ergaben, mir war das Ganze letztlich aber nicht rund genug. Es blieben mir zu viele Lücken offen, auch wenn man den historischen Kontext, der sich hier darbietet und ein wenig Übernatürliches mit einbezieht. Die Figuren sind zwar durchaus gut ausgeführt, verlieren sich für mein Empfinden allerdings ein wenig im Pathos und im Mystischen. Die Geschichte ist, wie erwähnt nicht ganz rund, dabei aber sehr fantasievoll und unterhaltsam. Eigentlich. Insgesamt war meine Lesefreude doch etwas getrübt durch den Frust über den Schreibstil und die Atmosphäre, die hier geschaffen wurde, sowie die kleinen Ungereimtheiten in der Handlung und die doch recht offensichtliche Vorhersehbarkeit der Geschehnisse. Schade, ich ging voller Vorfreude an dieses Buch heran, aber das war es jetzt nicht so wirklich.

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Aufgrund des hübschen Äußeren und des sehr ansprechenden Klappentextes entschied ich mich für dieses Buch. Von der Autorin hatte ich bis dato kein Buch gelesen. Bevor ich zu meiner eigentlichen Bewertung komme, möchte ich darauf hinweisen, dass es sich um einen reinen Frauenroman handelt, bei dem mal sehr kurz in die Vergangenheit gereist wird. Elemente eines historischen Romans mit zwei Zeitebenen gibt es keine. Ich hatte nämlich einen ebensolchen Roman erwartet, aber dann nicht bekommen. In der Geschichte geht es um Svea, die mit ihrem Job und Freund Marc einfach nur zufrieden ist. Besser könnte das Leben kaum sein. Wirklich? Doch dann besucht sie mit ihrer besten Freundin einen Jahrmarkt und gewinnt dort die Rückführung in ein vergangenes Leben. Soll sie an dem Quatsch wirklich teilnehmen? Und vor allem: Was hat das eigentlich für Auswirkungen auf ihr Leben in der Gegenwart? Das Buch ist in vier Abschnitte untergliedert und ein personaler Erzähler führt uns durch das Geschehen. Svea ist als Protagonistin einfach ein Mädel mit dem Herzen am rechten Fleck. Sie war mir auf Anhieb sympathisch. Was ich nicht so ganz verstehen konnte war ihre Vernarrtheit in ihren dominanten Freund Marc, der mir nicht so recht gefallen wollte. Die Handlung spielt fast ausschließlich in der Gegenwart und beschäftigt sich mit esoterischen Elementen, wie eben auch der Rückführung in ein anderes, früheres Leben. Man merkt dem Buch stark an, dass die Autorin detailliert recherchiert hat, aber man muss schon etwas dafür übrig haben, um die Ereignisse dann auch gern zu lesen. Die Grundidee, dass das Schicksal das Leben lenkt und leitet hat mir gut gefallen. Auch der Gedanke, dass frühere Entscheidungen (von einem selbst oder den Vorfahren) einen Einfluss auf das eigene Leben haben, wirkte stimmig. Trotzdem fiel es mir recht schwer mich auf die Materie einzulassen, da ich nur an wissenschaftlich bewiesene Ereignisse/ Tatsachen glaube. Klar ist, dass die Autorin ohne Frage schreiben kann, denn sie hat mich mit ihrem Roman gut unterhalten, auch wenn das gewählte Thema nicht so meins war. Das Ende war mir persönlich etwas zu überzogen. Fazit: Leichte Frauenlektüre, die sich hervorragend für den Urlaub eignet. Aufgrund des Themas kann ich den Roman nur bedingt weiterempfehlen...

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