Rezensionen zu
Todeszimmer

Jeffery Deaver

Lincoln-Rhyme-Thriller (10)

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Allgemeines zu Buch und Autor Jeffery Deaver gilt weltweit als einer der Besten, wenn es darum geht, spannende und psychologisch einwandfrei durchdachte Thriller zu schreiben. Er war ursprünglich Rechtsanwalt, aus deinem Beruf hat er sich aber zurückgezogen und lebt nun abwechselnd in Virginia und Kalifornien, wo er sich ganz auf das Schreiben konzentriert. Deaver hat schon sehr viele Werke geschrieben, von denen auch schon ein Thriller verfilmt wurde. “Das Todeszimmer” war für mich sehr spannend und intelligent durchdacht und geschrieben. Es war nicht nur ein Thriller, es war einfach auch sehr interessant und das Thema ist denke ich auch sehr aktuell. Für mich hat es sich auf jeden Fall gelohnt und ich denke, das wird nicht mein letztes Buch von Deaver sein. Kritische Auseinandersetzung “Das Todeszimmer” hat mich persönlich ansolut überzeugt. Besonders haben dür mich dazu die Charaktere beigetragen, die einfach absolut einzigartig sind und die ich so in dieser Art noch in keinem anderen Buch gefunden habe. Jeder hat seine ganz eigene Art und ist auf seine Weise liebens- bzw. lesenswert :) . An der Geschichte selbst hat mir vor allen Dingen die genaue Beschreibung gefallen, dass alles sehr detailreich und auch durchaus mit einigen Fachwörtern erklärt und beschrieben war. Man merkt einfach, dass der Autor ganz genau weiß, was er da tut und das gefällt mir sehr gut. Trotz Fremdwörter und teilweise auch etwas “höhere” Sprache finde ich es absolut gut zu lesen. Hier kann man wirklich etwas lernen :) . Das Einzige, das mir nicht ganz so gut gefallen hat, war, das es für mich nicht immer ganz so klar war, aus wessen Sicht gerade erzählt wurde. Die Idee, das Buch aus verschiedenen Sichten zu schreiben mag ich generell sehr gern und gerade bei diesem Buch halte ich es sogar für notwendig, doch irgendwie fehlte mir in diesem Punkt etwas. Bei vielen Büchern kann man ja schon an der Schreibweise merken, welcher Charakter gerade spricht, aber das war hier leider nicht so, zumindest für mich nicht. Insgesamt ist das Buch sehr gut zu lesen, es gab kaum längen und ich konnte das Buch wirklich kaum aus den Händen legen. Es passiert immer wieder etwas Neues und vorallem auch einige Wendungen, mit denen ich zumindest nicht gerechnet hatte. Hier sind aber auch wieder die tollen Charakteren mit für verantwortlich, die das Buch einfach zu einem ganz besonderen Leseerlebnis machen. Fazit Ich persönlich kann euch “Das Todeszimmer” aufgrund seine sehr guten Ausarbeitung und seiner Aktualität nur absolut empfehlen. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und es war sehr spannend, manche Seite konnte ich gar nicht so schnell lesen wie ich wollte :D . Es ist meiner Meinung nach für Jeden etwas, der gern Thriller liest oder der allgemein gern Bücher liest, die einfach auch viel Wissen weiter geben.

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Todeszimmer

Von: analog 2.0

13.11.2015

Meine Meinung: Im Grunde ist "Todesimmer" ein echter Deaver mit vielen "Verwirr-Spielchen" und einer ordentlichen Portion Wendungen gelingt es Deaver wieder einmal den Leser immer wieder im dunklen tappen zu lassen. Die Handlung entwickelt sich allerding leider eher langsam, manchmal hatte ich sogar den eindruck träge. Der flüssige Schreibtstil reißt einen aber trotzdem mit und überbrückt so auch mal ein paar trockene Stellen. Es braucht sehr lange bis der Spannungsbogen seinen Höhepunkt finden kann und letztendlich auch zum finalen Showdown führt. Jeffery Deaver hat seine ganz eigene Art zu schreiben, obwohl es scheint als stünde der Mörder bereits zu Beginn fest, sollte man sich dadurch nicht täuschen lassen. Die Geschichte dreht und wendet sich solange in sich selber, bis man sich am Ende selbst nicht mehr sicher ist. Auf den ersten Blick wirkt die Geschichte sehr komplex und überwältigend, drösselt sich aber spätestens im letzten Drittel auf und erklärt sich dann wie von alleine. Kein Vorgelänkel und keine Rückblenden, man steigt mit "Todeszimmer" einfach ein. Ich würde sogar sagen, man könnte diesen Thriller auch lesen ohne die anderen zu kennen, allerdings verpasst man so eine sich langsam entwickelten Beziehung zwischen den beiden Hauptprotagonisten Rhyme und Sachs. Fazit: Perfekt für Thrillerliebhaber die gerne auch mal einen Thriller mit amerikanischem Einschlag lesen. Außerdem enthält der 10. Rhyme und Sachs Fall eine wirklich ordentliche Portion Politik und ist somit fast von dauerhafter Brisanz.

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Kaum hat Lincoln Rhyme eines Morgens Besuch von Bill Myers, Captain der jüngst eingerichteten Special Services Division des NYPD, und der stellvertretenden Bezirksstaatsanwältin Nance Laurel erhalten, stecken er, Amelia Sachs und Lincolns ehemaliger Partner Lon Sellitto schon wieder in einem äußerst heiklen Fall: Der in Venezuela aufgewachsene US-Bürger Roberto Moreno, der sich als lautstarker Gegner der imperialen US-Wirtschaftspolitik viele Feinde in der USA gemacht hat, wurde während eines Interviews in einem Hotel auf den Bahamas erschossen, der Journalist und Morenos Leibwächter kamen bei dem Attentat ebenfalls um. Zwar wird der Anschlag offiziell den südamerikanischen Drogenkartellen zugeschrieben, doch Laurel vermutet, dass Morenos Ermordung auf Anweisung des National Intelligence and Operation Service (NIOS) erfolgt ist, einer neuen geheimdienstähnlichen Institution, die bei der Liquidierung von Amerika-Gegnern offensichtlich auch Kollateralschäden in Kauf nimmt. Laurel hat dabei nicht nur NIOS-Chef Shreve Metzger, sondern durchaus aus höhere Regierungsvertreter im Visier. Doch die Ermittlungen erweisen sich als schwierig, denn offensichtlich handelte der Auftragskiller nicht allein. Als Ermittlungs-Spezialist Lincoln Rhyme unter schwierigsten Bedingungen endlich den Tatort auf den Bahamas in Augenschein nehmen will, sind die wichtigsten Beweise in dem sogenannten „Todeszimmer“ längst entsorgt worden. Erst bei der genauen Analyse der Obduktionsberichte kommt Lincoln dem eigentlichen Motiv auf die Spur. Allerdings scheinen die Täter den Ermittlern immer eine Spur voraus zu sein und das ohnehin gefährliche Leben von Lincoln und Amelia auf eine harte Probe zu stellen. „Sachs und Rhyme lebten beide riskant – sie wegen des gefährlichen Jobs und ihrer Leidenschaft für Geschwindigkeit, er wegen seiner körperlichen Verfassung. Vielleicht, nein vermutlich wurde ihr Zusammenleben dadurch intensiver, ihre Verbindung enger. Und meistens akzeptierte sie diesen Umstand. Doch nun, da Rhyme weg war und sie einen besonders schwierigen Schauplatz untersuchte, bei dem der Täter genau über sie Bescheid wusste, konnte sie nicht anders, als sich vor Augen zu führen, dass sie immer nur einen Pistolenschuss oder einen Herzschlag davon entfernt waren, auf ewig allein zu sein.“ (S. 278f.) Im zehnten Band der prominenten Lincoln-Rhyme/Amelia-Sachs-Reihe, deren erster Band „Der Knochenjäger“ ebenso erfolgreich 1999 von Phillip Noyce mit Denzel Washington und Angelina Jolie in den Hauptrollen verfilmt worden ist, haben es der querschnittsgelähmte Lincoln Rhyme und seine Ermittlungs- wie Lebenspartnerin Amelia Sachs wieder mit einem äußerst schwierigen Fall zu tun, bei dem die Beweislage alles andere als vielversprechend aussieht und die Ermittlungen durch eine überaus ehrgeizige Staatsanwältin und einen raffinierten Killer nicht gerade gefördert werden. Wie Jeffery Deaver den komplexen Plot aufbaut, ist ebenso beachtenswert wie sein Talent, die Spannung auf immerhin 600 Seiten gekonnt sukzessive aufzubauen und die Spurensuche und deren Analyse immer wieder in eine neue Richtung zu lenken. Nebenbei kommt auch das Privatleben von Rhyme und Sachs etwas zur Sprache. Hier hätte Deaver allerdings etwas mehr preisgeben können als Rhymes bevorstehende Operation und die zunehmenden Probleme, die Sachs‘ Arthrose bei der Ausübung ihres Dienstes bereitet. Davon abgesehen bietet „Todeszimmer“ aber einen gewohnt grandios inszenierten, packend geschriebenen Kriminalfall, der das gesamte Potenzial des genialen Ermittler-Duos beansprucht.

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