Leserstimmen zu
Das Spiel der Königin

Elizabeth Fremantle

Die Welt der Tudors (1)

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Ich bin von den Tudors ebenso fasziniert wie von den später folgenden Stuarts. Ich verschlinge regelrecht Filme wie Serien rund um diese Dynastien. Wobei vor allem Heinrich VIII. samt Anne Boleyn und Maria Stuart samt Elisabeth I. in meinem Fokus sind. Leider gehen dabei solch faszinierende Persönlichkeiten wie Katherine Parr – ihres Zeichens 6. und letzte Ehefrau dieses doch recht verrufenen Königs. Die bekannten Details aus der Geschichte – also von Historikern mehr oder weniger dokumentiert – bieten eine gute Basis für dieses Buch. Ausgeschmückt mit ein paar der Gerüchte von damals und Annahmen von heute. Hier hat Elisabeth Fremantle auf etwas solidem aufbauen können und ein Buch geschaffen, dass nicht nur meinen Lesegeschmack trifft sondern auch einen bleibenden Eindruck hinterließ. Wenn ich von nun an den Namen Katherine Parr höre, habe ich eine nüchterne, diplomatische Frau vor Augen, die es seinerzeit schaffte ganze 4 Ehen durch zu stehen, Intrigen und Ränkespiele zu ertragen und Heinrich VIII. mit seinen Töchtern zu vereinen. Allein letzteres ist schon für sich recht beeindruckend.

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Handlung: Katherine Paar ist einunddreißig Jahre alt und hätte nie gedacht, dass sie als Ehekandidatin für den alten und langsam dahinsiechenden König Heinrich den VIII. in Frage kommt. Doch genau sie erwählt er als seine sechste Frau und Catherine versucht, sich in ihre neue Rolle hineinzufinden. Sie lernt immer besser ihre Emotionen zu verbergen, kann die höfische Schmeichelei zwar nicht leiden, lernt aber, mit ihr zu leben und geschickt hilft sie ihrem Mann bei einigen Regierungsaufgaben. Und obwohl sich Katherine Parr mit der Situation arrangiert, gehört ihr Herz einem anderen. Niemand darf von dieser heimlichen Liebe wissen, ansonsten würde Katherine genau dasselbe Schicksal blühen, wie den anderen Ehefrauen von Heinrich dem VIII. Und noch dazu herrscht in England der Religionskrieg und auch Katherine muss darauf achten, dass sie in diesem immer geschickt handelt und ihr nichts angelastet werden kann... Meinung: Das Cover finde ich in Ordnung. Es haut mich nicht vom Hocker, ich finde es aber auch nicht komplett furchtbar. Es ist vielleicht etwas düster, doch das Mittelalter ist auch nicht die leuchtendste Zeit und daher passt es ganz gut. Zudem sind einige Details vorhanden, die das ganze Bild deutlich auflockern. Sowohl die prachtvolle Haube der Dame, als auch die goldene Schrift sind Blickfänger und bringen helle Akzente in das Bild. Ich bin ja nie so der Fan davon, dass Personen auf dem Cover den Betrachter so direkt anschauen. Auch hier ist das der Fall, ich störe mich aber diesmal nicht zu sehr daran, irgendwie stellt die Frau für mich Katherine Parr dar und ich hatte so ein Bild von der Hauptprotagonistin vor Augen. Anfang letzten Jahres hatte ich das erste Mal einen Roman von Elizabeth Fremantle gelesen, der mich leider nicht ganz so überzeugt hat. Und dann habe ich diese Neuerscheinung bei Instagram gesehen und das Buch klang für mich sofort interessant. Ich habe schon einige Episoden zu Heinrich den VIII. und seinen zahlreichen Ehefrauen gehört und bereits wenige Bücher über ihn gelesen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir „Die zwölfte Nacht“ von Charlotte Lyne, ein ganz hervorragendes Buch, welches ich bald mal wieder lesen möchte. In diesem Roman steht Katherine Paar im Vordergrund und genau um ihre Ehe mit dem englischen König dreht sich das Buch. Ich habe mich riesig gefreut, das Buch vom Bloggerportal für Rezensionszwecke zu erhalten und möchte mich auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken. Mit dem Lesen bin ich flüssig und einfach vorangekommen, was nicht nur an der interessanten Handlung, sondern auch an der sehr angenehmen Schreibweise lag. Ich konnte mir viele Situationen genaustens vorstellen und habe Einblicke in das Mittelalter gehabt, die mir vollkommen neu waren. Zudem wurde eine recht einfache, nicht zu komplizierte Sprache genutzt, die leicht verständlich war. Fachbegriffe kommen nur selten vor, weshalb das Buch auch für Laien oder Personen, die sich langsam an historische Romane trauen, geeignet ist. Als Hilfestellung gibt es am Ende des Romans ein Personenverzeichnis, wo man bei Bedarf nachschauen kann, welche Person wer ist. Das habe ich nur selten genutzt, häufig konnte ich die Protagonisten gut auseinanderhalten. Ab und an warf ich einen Blick hinein, weil manche Personen ähnliche / gleiche Namen haben und das gelegentlich etwas verwirrend war. Zudem gibt es am Ende des Romans eine Zeittafel, indem die wichtigsten Ereignisse der englischen Geschichte in den letzten 40 Jahren genannt werden. So kann man einiges nochmals Revue passieren lassen und das Buch wird abgerundet, Geburtsjahre werden genannt und man erhält einen Überblick, wann Heinrich mit welcher Dame verheiratet war und wie die politische Situation aussah. Am Anfang neuer Kapitel gibt es stets die Nennung, in welchem Monat und Jahr die folgenden Ereignisse stattfinden. Zudem wird der Handlungsort genannt, was sehr hilfreich ist. Immerhin befindet sich der königliche Hof häufig auf Reisen und so erhält man einen kleinen Eindruck, wie oft der Hofstatt reist und die Umgebung wechselt. Vielleicht wäre eine kleine Karte noch nett gewesen, dass man besser nachvollziehen kann, welche Wege zurückgelegt werden, doch das ist nicht zwingend ein Kritikpunkt, sondern wäre lediglich ein netter Zusatz gewesen. Auf jeden Fall war es immer möglich genau zu verfolgen, wie viel Zeit seit dem Beginn der Handlung vergangen ist, wie viele Jahre Heinrich und Katherine mittlerweile verheiratet sind oder um wie viele Jahre die Beiden gealtert sind. So hat man stets einen guten Überblick über die Zeit und kann die Entwicklungen in der Politik und in der Glaubensfrage verorten und Rückschläge, aber auch Fortschritte einschätzen. Anhand verschiedener Details wird die umfangreiche Recherchearbeit der Autorin deutlich. Sei es anhand von politischen Diskussionen, Ränken, die hinter dem Rücken anderer Personen geschmiedet werden oder durch kleine Details wie die Kleiderfrage und die Ernährung. Es gibt viele verschiedene Aspekte, die zeigen, wie viel Arbeit hinter dem Werk steckt und beweisen, dass sich Elizabeth Fremantle genau in der von ihr beschriebenen Zeit auskennt. Und so erhält der Roman viel Wahrheitsgehalt und ich konnte gar nicht anders, als der Autorin komplett zu vertrauen. Nie habe ich Aussagen oder Fakten angezweifelt, alles wurde in einen sinnvollen Zusammenhang gepackt und hatte Hand und Fuß. In diesem Punkt gibt es absolut nichts zu beanstanden, der Autorin ist es gelungen, das längst vergangene Mittelalter zu neuem Leben zu erwecken und es für den Leser bildhaft und eindringlich zu schildern. Als Setting dienen verschiedene Burgen und Schlösser, die teilweise auch unterschiedliche Stimmungen ausstrahlen. So kann man deutlicher nachvollziehen, wenn sich Katherine und ihr Hofstatt in manchen Gebäuden nicht wohlfühlen und sich lieber woanders aufhalten würden. Diese negativen und kühlen Eindrücke lassen sich mit jedem Wort erkennen und vermitteln auch bei mir einen schlechtes Gefühl. Natürlich ist auch das Gegenteil der Fall, wenn manche Örtlichkeiten freundlich und einladend beschrieben werden, würde ich diese selbst nur zu gerne mit eigenen Augen sehen. Doch ich finde, dass dieses positiven Empfindungen eher selten daherkommen und meist eher eine kühle und abstoßende Stimmung herrscht. Ich finde, dass die Gebäude mal mehr, mal weniger lebendig beschrieben werden, bei einigen hatte ich direkt ein Bild vor Augen und konnte mir viele Räume vorstellen. Andere waren eher schwach und sehr leicht gezeichnet, sodass man sich die Burg nur sehr leicht bis gar nicht vorstellen kann. Auf diese Weise entsteht eine Mischung, das Setting nimmt nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Platz ein und die Schlösser, wo sich Katherine mit ihrem Hofstatt für eine längere Zeit aufhält, sind meist stärker gezeichnet und daher leichter vorstellbar. Ich finde, dass in diesem Punkt die Waage gut gefunden wurde und ein ausgewogenes Verhältnis entsteht. Das Setting bestimmt den Roman nicht und wartet immer mit neuen Details auf. Lediglich anhand des Settings werden teilweise Stimmungen an den Leser übertragen. Ansonsten passiert dies sehr selten und ist auch nicht so stark, wie ich es aus anderen Büchern kenne. Oft fiel es mir daher sehr schwer, zu den Protagonisten eine Bindung aufzubauen. Zudem fehlte ihnen dadurch ein Hauch von Lebendigkeit, sie waren einfach nur geschichtliche Figuren, die mich nicht berührt haben. Ich habe ihre Geschichte gerne gelesen und fand sie auch interessant, aber sie haben mich in keiner Weise mitgerissen. Ich habe nicht mit ihnen mitgefiebert, mich gefreut oder war mit ihnen traurig. Schade, ein paar stimmungsreichere Szenen hätten mir wirklich gut gefallen und den Roman, sowie die Figuren mehr ins 21. Jahrhundert katapultiert, ihnen Lebendigkeit und Authentizität verliehen. Klar haben die Menschen damals häufig eine Fassade aufrecht erhalten und nur im stillen Kämmerchen ihren Emotionen freien Lauf gelassen, aber selbst in diesen Momenten hatte ich eine Distanz zu ihnen. Nicht immer war die Geschichte voller spannungsreichen Szenen, immer wieder gab es Abschnitte, die einen ruhigeren Unterton hatten. Auf diese Weise entsteht eine angenehme Abwechslung und man erhält Einblicke in das normale Leben der Königin und ihres Hoftstaats. Ich fand es besonders interessant, wie teilweise durch Blicke Spannung aufgebaut wurde und die Handlung somit eine neue Wendung bekommen hat. Oft habe ich gar nicht damit gerechnet und wurde vollkommen überrascht. Zudem war die Handlung nie vorhersehbar und ich wusste zwar ungefähr, wie die Geschichte und das Leben von Heinrich VIII. und seiner sechsten Gemahlin weitergeht, doch konnte mich nicht mehr an jedes Detail erinnern. Je mehr die Geschichte sich dem Ende nähert, desto ruhiger wird die Geschichte für mich. Spannungsreiche Szenen sind rarer gesät und man merkt, dass das Buch langsam aber sich endet. Ich mag diesen Abschluss, es passt zu dem Leben von Katherine Parr, die nun ein deutlich ruhigeres und abgeschiedeneres Leben führt als noch zu ihren Zeiten als Gemahlin von Heinrich dem VIII. Ich bin der Meinung, dass das Ende gut zu dem Buch passt. Es bringt die Handlung zu einem runden Abschluss und beantwortet alle offenen Fragen. Man erfährt dadurch, aber auch durch das Personenverzeichnis am Ende, was das Schicksal mit einigen Protagonisten vorhat und es gibt auch einen kleinen Ausblick in die Zukunft. Eine Vielzahl der auftretenden Personen ist historisch verbürgt. Nur ganz wenige Protagonisten treten auf, die erfunden sind und auf keiner historischen Vorlage beruhen. So entsteht natürlich ein starkes Bild der Gesellschaft und ich hatte stets das Gefühl, dass sich die Ereignisse tatsächlich so hätten abspielen können. Auch anhand dessen ist die umfangreiche Recherchearbeit von Elizabeth Fremantle zu sehen. Ich kann sagen, dass mir die Darstellung der Protagonisten gut gefallen hat, sie verkörpern verschiedene Sichtweisen ihrer Zeit und wurden alle mit unterschiedlichen Charakteren, Zielen und Denkweisen ausgestattet. Das gilt sowohl für den König und Katherine Parr, als auch für verschiedene Adlige oder einfache Personen wie Dienstmädchen, Schreiber oder andere Figuren, die gesellschaftlich einem niedrigeren Stand angehören. Auf diese Weise entsteht ein breites Bild, man lernt die Protagonisten ganz gut kennen und mit der Zeit kann man sie auch besser einschätzen. Beim König tappt man häufig im Dunklen, er ist meist am schwierigsten zu bewerten und man weiß nie, welche Entscheidung er als nächstes trifft und in welcher Laune man ihn antrifft. Daher ist er der mysteriöseste Charakter, gleichzeitig fand ich ihn auch am unangenehmsten. Fazit: Wenn ihr einen spannenden, gut recherchierten und wunderbar zu lesenden historischen Roman sucht, dann kann ich euch dieses Buch nur empfehlen! Es hat mir interessante Lesestunden beschert und mir richtig gut gefallen. Die Geschichte wird mit lebendigen Worten erzählt, es gibt unheimlich viele Informationen und Fakten, ganz vieles war mir unbekannt und ich konnte einiges dazulernen. Außerdem lässt sich der Roman schnell und angenehm lesen und es hat mir sehr gut gefallen, was für ein breites Bild der Bevölkerung die Autorin gezeichnet hat. Lediglich für die fehlenden Stimmungen, als auch für die nicht sehr lebendigen Protagonisten ziehe ich einen halben Stern ab, ansonsten gibt es von meiner Seite nichts zu beanstanden. Ich freue mich schon auf weitere Romane der Autorin! Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sterne

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Guten Abend :) Heute möchte ich euch den ersten Roman von Elizabeth Fremantle vorstellen. :) Hierbei handelt es sich auch um meinen ersten historischen Roman und er hat mir sehr gut gefallen und ich kann euch das Erstlingswerk von Elizabeth Fremantle empfehlen. Ich wünsche euch viel Spaß mit meiner Rezension. :) **** Name: Spiel der Königin: Ein Tudor-Roman Autor: Elizabeth Fremantle Ausgabe: Taschenbuch 9,99 - € (Hier) ISBN: 978-3-442-74994-2 Erschien: Oktober 2015 Verlag: btb Verlag Seitenanzahl: 448 Inhalt: In diesem Buch geht es um die sechste Frau von König Heinrich VIII, hierbei handelt es sich um die 31 Jährige, zweifache Witwe Katherine Parr. Heinrich VIII kann sich glücklich schätzen sie gefunden zu haben, denn Katherine Parr ist klug, sehr bedacht und eine sehr patente Frau. Jedoch gehört ihr Herz nicht dem König sondern Thomas Seymour. Thomas Seymour ist der Bruder der dritten Ehefrau Heinrich des VIII. Da Katherine Parr ihr Herz an ihn verloren hat, beginnt Sie eine Affäre mit ihm. Was wird auf Katherine Parr zukommen? Wird die Affäre mit Thomas Seymour ihr den Kopf kosten? **** Meine Meinung: Hierbei handelt es sich um den ersten historischen Roman den ich je gelesen habe. Das Cover ist sehr schön gestaltet, auf diesem ist eine Frau abgebildet die gerade Schach spielt. Elizabeth Parr ist die sechste und letzte Frau von König Heinrich VIII. Die Autorin stellt Elizabeth Parr als sehr intelligente, reformwillige und mütterliche Person dar. Dies ist der Autorin sehr gut gelungen. Der Schreibstil ist von Anfang an bis zum Ende spannend und fesselnd geschrieben. Ich finde jedem der die Serie Die Tudors gesehen hat, der sollte dieses Buch lesen und in die Welt von Katherine Parr versinken. Ich gebe diesem Buch 4 von 5 Sternen. ⭐️⭐️⭐️⭐️ Lg Verena / Instagram: Chino_Kafuu_Chan

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„Spiel der Königin“ erzählt glaubwürdig von der Ehe Catherine Parrs mit dem berühmten König Henry VIII. von England. Wer sich für die Geschichte der Tudors interessiert hat hier einen historischen Roman vor sich, der wahre Begebenheiten unterhaltsam vermittelt. Wie viel davon den Tatsachen entspricht lässt sich natürlich gut diskutieren. Aber es ist ja ein Roman und kein Sachbuch. Für Liebhaber historischer Schmöker bietet dieses Buch solides Lesefutter.

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Inhalt: Heinrich VIII., der alte, sterbende König, hatte schon fünf Königinnen an seiner Seite. Als sechste Frau sucht er sich Katherine Parr aus – erst einunddreißig Jahre alt und schon zweifache Witwe. Er hätte keine bessere finden können, denn Katherine ist klug, auf Ausgleich bedacht und eine überaus patente Frau. Ihr Herz gehört aber Thomas Seymour, dem Bruder der dritten Ehefrau Heinrichs, und sie beginnt eine Affäre mit ihm. Aber nicht deswegen hängt ihr Leben an einem seidenen Faden – es tobt auch immer noch ein blutiger Religionskrieg. In diesem sehr genau recherchierten Roman ist eine moderne Frau zu entdecken, die bislang im Schatten ihrer Vorgängerinnen stand. In England wurde Elizabeth Fremantle dafür gefeiert, dass sie wie kaum eine andere die Tudor-Zeit wieder lebendig werden lässt. Meinung: Mich hat Elizabeth Fremantles Debut sehr fasziniert! Die Darstellung der Katherine Parr ist ihr, meiner Meinung nach, wirklich gut gelungen. Sie beschreibt Henry VIII's Frau als eine intelligente und reformwillige Person, die aber auch eine sehr mütterliche Seite an sich hat. Die 6. und letzte Königin Henrys haben nicht so viele auf dem Schirm, bekannter ist wohl z.B. Anne Boleyn, die 2. Ehefrau, von der vermutlich jeder schon einmal etwas gehört hat. Aber wir sehen hier eine starke Frau, die mit der Macht, die sie als Gemahlin des Königs innehat, für ihre Überzeugungen kämpft, dabei immer mit einem Bein auf dem Schafott. Katherine weiß aber, wie sie mit dem meist aufbrausenden König umzugehen hat, und dies ist wirklich beeindruckend. Sicherlich kennt man die Geschichte Heinrich des VIII. und seiner Zeit, und ich persöhnlich durfte durch die Serie 'Die Tudors' schon einmal einen Blick in diese Welt werfen, aber dies noch mal in dieser anschaulichen und spannenden Form zu lesen , hat mir sehr viel Spaß gemacht. Wir erfahren in diesem Roman nicht nur viel über Katherine Parr, sondern auch über ihre Stieftochter Meg, die Kinder Henrys, die Thronfolger Englands, und viele andere Personen, die sich damals am Hof aufhielten. Dadurch lockert sich alles auf, es gibt nicht nur eine Geschichte, sondern es werden die vieler erzählt. Hinten finden wir im Roman noch einen Anhang, in dem historische Daten, Ereignisse und Personen aufgelistet sind, was vor allem für 'Neueinsteiger' das Lesen vereinfacht. Fazit: 'Spiel der Königin' ist absolut spannend geschrieben, und äußerst gut recherchiert. Von Anfang an kann man in die gefährliche, intrigante Welt des Hofes eintauchen. Die Geschichte Katherine Parrs ist interessant erzählt, sodass ich das Buch bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand nehmen konnte, sogar sauer war, wenn mich jemand unterbrach. ;-) Außerdem hat der Roman mein Interesse an der Tudordynastie geweckt, sodass ich sofort nach Beenden des Romans zum Laptop griff und googlete. Ich denke, dass nicht nur Geschichtsinteressierte Spaß am Lesen haben werden sondern sicher alle, die sich darauf einlassen, in das England des 16. Jahrhunderts entführt zu werden. Vielen Dank nochmal an 'C.Bertelsmann', dass sie mir diesen Roman als Rezensionsexemplar zur Verfügung stellten.

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