Rezensionen zu
Rendezvous mit Mr Darcy

Karen Doornebos

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Jane Austen hat mit ihrem Mr. Darcy schon vor vielen vielen Jahren einen Mann in die Leben vieler Frauen gebracht, welcher noch nach zwei Jahrhunderten seine Wirkung nicht verloren hatte. Viele Autoren haben diesen berühmten Mr. Darcy schon aufgegriffen und in ihren Romanen auch verwendet. So auch die Debütautorin Karen Doornebos. Nicht nur darüber lesen, sondern diese Zeit von Jane Austen erleben. Diese Chance bekommt die Alleinerziehende Mutter Chloe in einer Fernsehkampagne. Dafür nimmt sie die weite Reise aus Amerika nach England auf sich. Sehr vielversprechend hat dieser Roman auch angefangen. Eine Protagonistin Ende 30, ohne Allüren, ein schöner Set und ein vielversprechender Plot. Im Grunde wäre es ein wirklich empfehlenswerter Roman geworden. Ja, genau wäre: er hatte nämlich ein großes Manko… Aber mal von vorne. Schriftstellerisch hat die Autorin einiges geleistet. Eine Umgebung, wie man sie sich von damals vorstellen kann, gemischt mit der moderne der heutigen Zeit. Verschiedene Protagonisten, jede unterschiedlich, sympathisch bis absolut unsympathisch. Mit viel witzigen Anekdoten hat die Autorin die Vor- und Nachteile der Vergangenheit, wie auch der Gegenwart beschrieben und mich immer wieder zum lächeln gebracht. Viele Klischees wurden aufgegriffen und verarbeitet. Informativ war es zudem, vor allem wie diverse Sachen hergestellt wurde, wie u.a. Tinte. Nun komme ich aber zum „Wäre…“ Der ganze Roman hatte einen großen Hauptschwachpunkt. Und das war leider die Hauptperson Chloe. Am Anfang erschien sie mir noch etwas verträumt, aber mit beiden Beinen im Leben stehen. Ein großer Fan von Jane Austen. Leider entwickelte sich die enddreissigerin (also meine Altersklasse) immer mehr zu einem Teenie. Außer, dass sie viele Bücher von Jane Austen wohl gelesen hatte, hat sie sich wenig mit dem Thema auseinander gesetzt. Zudem wirkt sie sehr realitätsfern. Auch in Bezug auf die Liebe reagiert sie nicht, wie ich es für jemanden in ihrem Alter erwarten würde, sondern eher wie eine 16jährige. Das Buch zu Ende gelesen habe ich vor allem, weil ich immer wieder hoffte, dass sich hier noch was änderte. Zudem gab es da einen der Herren, der mir recht sympathisch war und ich wollte wissen, ob ich mit meinem Verdacht richtig lag. Dieser Roman enthält eine Mischung zwischen charmantem Flair und Augenrollenden Unverständnis.

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