Rezensionen zu
Das Haus der verschwundenen Kinder

Claire Legrand

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! hüte dich vor den Erwachsenen !

Von: sauer wie zitrone

12.04.2018

In dem von Claire Legrand geschriebenen Jugendroman ,,Das Haus der verschwundenen Kinder,, geht es um Victoria, eine Musterschülerin und Vorzeigetochter. Ihr Leben verläuft ganz normal, bis zu jenem Tag, an dem ihr bester freund Lawrence Prewitt und andere Kinder aus dem kleinen aber nahezu perfekten Ort Belleville verschwinden. Furchtlos geht Victoria den Geheimnissen auf den Grund und stößt dabei auch auf das mysteriöse Cavendish-Heim das über der Stadt thront. Das Thema des Romans ist die Freundschaft und das man Menschen mit ihren guten und auch mit ihren schlechten Eigenschaften akzeptieren soll. das Buch ist ein Fantasy und Abenteuerroman mit einem leichten Gruselfaktor. Außerdem wurde es zum Jugendbuch 2012 ausgewählt. Ich persönlich konnte mich nicht so mit dem Buch anfreunden, obwohl ich ein großer Fantasy/Thriller-Fan bin. Mich haben die Handlung, so wie die Figuren einfach nicht überzeugt, weil die Handlung ziemlich durchschaubar und nicht sehr fesselnd war. Und die Figuren mir einfach nicht sympathisch waren. Mir hat eine sehr verrückte Person gefehlt, die auch etwas Witz in die Geschichte bringt. Sehr gut gefallen hat mir jedoch die sprachliche Gestaltung des Buches. Es war schön spannend geschrieben und damit man sich die Szenen bildlich in den Kopf rufen konnte waren ein paar sehr schöne Illustrationen dabei. Das Buch ist ziemlich skurril, jedoch noch verständlich geschrieben, sodass man der Geschichte noch folgen kann. Also zusammengefasst ist das Buch ein Fantasy und Abenteuerroman, welcher mit einer verständlichen, interessanten und gruseligen Wortwahl geschrieben wurde. Es behandelt die Freundschaft und das man Freunde braucht, da man ohne sie nicht klarkommt. Außerdem muss man nicht perfekt sein, um als guter Mensch anerkannt zu werden.Mir persönlich hat es das Buch nicht so angetan, doch für Leute, die auf gruselige Abenteuer, Magie und skurrile Bücher stehen, ist das Buch sicherlich sehr interessant und durchaus empfehlenswert. Das war nur meine Meinung. Ich hoffe ich konnte dir bei deiner Kaufentscheidung helfen. ;)

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Erster Satz: »Als Victoria Wright zwölf Jahre alt war, hatte sie exakt einen Freund.« Victoria ist ein ehrgeiziges junges Mädchen. Sie ist absolut korrekt, lügt nicht und arbeitet zielstrebig daran, die Beste in der Schule zu bleiben. Allerdings hat sie auch keine Freunde. Außer Lawrence. Ein Junge, der irgendwie auch keine Freunde hat, bei dem Victoria aber der Meinung ist, ihm helfen zu müssen, einen Freund zu haben. Nämlich sie. Ein Privileg. Natürlich. Lawrence ist chaotisch, das Gegenteil von Vicky, und spielt wunderbar Klavier, allerdings empfindet Victoria das Spielen eher als Geklimper, denn es passt nicht so recht zu ihrem Empfinden von Ruhe und Korrektheit. Was für Victoria erst nur eine Aufgabe zu sein scheint, wird mit der Zeit doch zu wahrer Freundschaft. Ein Gefühl, das auch für Victoria neu zu sein scheint. Denn als in der kleinen ordentlichen Stadt Bellville nach und nach die Kinder verschwinden und die Erwachsenen zu seltsam grinsenden emotionslosen Ungeheuern mutieren, macht sich Victoria auf die Suche nach dem Geheimnis des Kinderheims, das am Ende der Stadt steht. Denn dort, so meint sie, müssten die Kinder sein. Sie erhält verschiedene Signale, die ihre Ahnung bestätigen und hat wenige Helfer in der Erwachsenenwelt, die ahnen, das etwas nicht stimmt und sich fürchten. Mutig ist hier nur die kleine Victoria. Um ihren Freund und die anderen Kinder zu retten, braucht sie jedoch nicht nur Mut, sie lernt auch zu lügen und zu stehlen, damit sie das Geheimnis entziffern und die Kinder vielleicht befreien kann. Doch sie hat nicht mit den übernatürlichen Fähigkeiten von der Heimleiterin Mrs. Cavendish gerechnet, der Victoria selbst zum Opfer fällt. Eine Befreiung ihres Freundes scheint in weite Ferne zu rücken, denn jetzt muss sie selbst erst einmal überleben. Ob die Entwicklung von der total korrekten Victoria zu einem Mädchen, das ihre Ziele mit Geheimnissen, Lügen und Grenzüberschreitungen erreicht, als pädagogisch wertvoll bezeichnet werden kann, darf jeder für sich selbst entscheiden. Ich würde es nicht so wichtig nehmen, denn die Prämisse des Buches sehe ich darin, dass Freunde wichtig sind – für jede Situation im Leben – und Pferde stehlen miteinander manchmal Leben retten kann. Aber diese Prämisse ist in diesem Buch ziemlich dünn und hätte deutlich stärker herausgearbeitet werden müssen. Überhaupt fehlt der Geschichte an liebevollen Umschreibungen und Tiefgang. Manchmal ertappte ich mich dabei, wie ich in Gedanken die Autorin anfeuerte, doch bitte tiefer in die Handlung und in die Beschreibungen einzutauchen. Auch stilistisch fand ich manche Abschnitte etwas befremdlich, so als hätte die Autorin keine richtige Lust mehr diese Stellen auszuarbeiten (vielleicht hatte sie auch eine Seitenbeschränkung vom Verlag). Claire Legrand hat in ihrem Debüt versucht, das klassische Kinderheim-Szenario, in dem die Kinder misshandelt werden, mit Gruselelementen zu verknüpfen. Viel Neues bietet die Geschichte erfahrenen Viellesern nicht. Sie erinnert mich jedoch ein bisschen an “Hexen hexen” von Roald Dahl. Der Verlag wirbt damit, dass dieses Buch das Zeug zum Klassiker hat. Ich glaube nicht. Dafür sind die Charaktere nicht stark genug herausgearbeitet und die Geschichte zu oberflächlich. Auch bei der Leseempfehlung, die der Heyne-Verlag für Jugendliche ab 12 Jahren festsetzt, würde ich widersprechen. Wenn Kinder viel lesen und schon ein gewisses Kontingent an Lesestoff verarbeitet haben, ist das Buch meiner Meinung nach auch schon für jüngere, ab 10 Jahren geeignet. Fazit: »Das Haus der verschwundenen Kinder« von Claire Legrand bietet stellenweise spannende, oftmals zu oberflächliche und eine nicht 100%-ig schlüssige Unterhaltung. Neue Gruselelemente bietet das Buch nur den weniger erfahrenen Lesern. Mehr unter http://www.nicole-rensmann.de/2014/08/28/gelesen-das-haus-der-verschwundenen-kinder-von-claire-legrand/

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Die Aufmachung des Buches ist wirklich gelungen. Das Cover stellt Victoria und Lawrence da, wie sie auf dem Weg zum Cavendish Haus sind. Im Innenteil gibt es tolle Bilder und immer wieder gezeichnete Käfer, die durchs Bild krabbeln. Die silbernden Buchstaben des Titels heben sich leicht vom Buchdeckel ab, so dass man es einfach gerne in die Hand nimmt. Der Schreibstil erinnert an einen Tim-Burton-Film. Die Stimmung ist düster, die Personen skurril. Es ist speziell und lässt zwei Möglichkeiten zu: Man wird das Buch lieben oder hassen. Ich empfehle daher jedem erstmal eine Leseprobe und wem diese nicht zusagt, der sollte von dem Buch lieber die Finger lassen. Ich hatte mit dem Stil meine Schwierigkeiten und konnte mich nur schwer in die Geschichte hineinfinden. Das liegt aber wirklich an mir und nicht an der Geschichte. Ich mag lieber geradlinige echte Personen und konnte mit den surrealen Protagonisten in diesem Buch wenig anfangen. Die ersten 130 Seiten ziehen sich etwas in die Länge, auch wenn der Aufbau der Geschichte nicht langweilig ist. Durch die Befragung der Nachbarn über Lawrence's Verschwinden, lernen wir Victoria und die Einwohner des Ortes kennen. Mich nervte, dass das Mädchen in keinem Gespräch eine Antwort bekam. Immer wurde das Gespräch unterbrochen oder es kamen nur kryptische Anspielungen. Das hat mich eher gelangweilt als Spannung aufgebaut. Victoria wirkt am Anfang mit ihren Ansichten ziemlich snobistisch und nicht sehr sympathisch. Als sie dem Verschwinden ihres Freundes Lawrence dann auf den Grund geht, wird sie mit jeder Zeile menschlicher. Wer viele Gruselbücher - und Filme gesehen hat, der merkt schnell, dass es in diesem Buch keine großen Überraschungen gibt. Alles war schon mal so oder so ähnlich vorhanden. (Witzigerweise musste ich auch immer an Räuber Hotzenplotz denken, da konnten die Kinder doch auch nicht aus dem Haus des böses Zauberers fliehen). Im zweiten Drittel entwickelt die Geschichte Tempo, aber es steigt auch der Grusel- und Ekelfaktor. Kinder, die nicht der guten Moral von Belleville folgen, werden in der Besserungsanstalt von Ms Cavendish "in Ordnung" gebracht. Die Eltern stehen ebenfalls im Bann der Leiterin des Erziehungsheims. Weshalb es ansonsten auch niemand merkt, dass die Kinder verschwinden. Durch Victorias Nachfragen gerät sie selbst in das Visier der Heimleiterin und nimmt den Kampf auf. Durch die Altersempfehlung ab 12 hätte ich niemals mit dieser Brutalilät gerechnet (wenn man das so sagen kann). Ich habe mir etwas ganz anderes unter diesem Buch vorgestellt und war dadurch entsetzt. Vielleicht sind die Kids von heute härter, als ich damals, aber ich würde es trotzdem nicht an diese Zielgruppe weiterempfehlen. Das Ende lässt Spielraum für weitere Bücher. Leider bleiben für mich auch viele Fragen ungeklärt (oder ich hatte den roten Faden verloren?!). Fazit: Ich bin unter den falschen Voraussetzungen an dieses Buch herangegangen und konnte mit den surrealen Personen und der düsteren Stimmung nicht viel anfangen. Wer Tim-Burton-Filme mag und leichte Horror Schockmomente liebt, dem könnte dieses Buch gefallen. Ich denke es ist wirklich Geschmackssache. Wegen der Längen und offenen Fragen vergebe ich drei Sterne.

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Claire Legrands Buch „Das Haus der verschwundenen Kinder“ ist ihr Debütroman und wurde von der New York Public Libary als bestes Jugendbuch 2012 ausgezeichnet. Es geht um: Victoria, die ihren durchgeplanten Alltag im ordentlichen und beschaulichen Belleville lebt – bis ihr Freund Lawrence im düsteren Kinderheim von Mrs. Cavendish verschwindet, aus dem alle Kinde völlig verändert zurückkehren..wenn sie denn zurückkehren. Die Idee der Autorin gefiel mir auf Anhieb sehr gut. Eine scheinbar ganz normale Kleinstadt in der plötzlich viele unheimliche und seltsame Dinge geschehen, die alle im Zusammenhang mit dem gruseligen Kinderheim stehen: Das gibt es viele Möglichkeiten. Mich hat die Art und Weise wie Claire Legrand das Thema umgesetzt hat nicht recht überzeugt. Die Hauptfigur Victoria war mir von Anfang an eher unsympathisch, wirkt sie doch viel zu kontrolliert und zudem ziemlich arrogant. Toll dagegen fand ich den schludrigen Lawrence, Victorias „Projekt“, der so gar nicht den Ansprüchen und Erwartungen entspricht. Die Darstellung von Mrs. Cavendish und dem Kinderheim hat mir auch sehr gefallen, hier wurden immer wieder ein paar spannende Details eingestreut. Schön fand ich definitiv auch Victorias Entwicklung und ihre Erkenntnis Freunde gewonnen zu haben, da haben sich einige ihrer negativen Charakterzüge doch noch verflüchtet, trotzdem bin ich nie richtig warm geworden mit ihr. Abschließend wäre noch zu sagen, dass ich das Ende nicht mochte, da ich ein großer Fan von Happy Ends bin und es deshalb ermüdend fand, dass sich die ganze Geschichte wohl bald wiederholden würde.

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Bewertung

Von: a2b aus Leipzig

02.11.2014

Das Buch "Die verschwundenen Kinder" von Claire Legrand ist 315 Seiten stark und in einen farbig, illustrierten Hardcover eingefasst. Das Papier ist aus recyclingfähigen Papier und damit umweltfreundlich aufgelegt. Im Buch sind einzelne, kindgerechte Zeichnungen in schwarz-weiß gehalten. Das Layout ist so gestaltet das Schriftgröße und Zeilenabstand für jüngere Leser geeignet ist. Auch der Fremdwortanteil ist sehr gering. Ein geübter Leser könne das Buch in ca. 5 Std. durchlesen. (Vorsicht Spoiler) Victoria aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, ist eine mustergültige Schülerin die auf Ordnung und Fleiß sowie Gehorsam einen hohen Wert legt. Freunde dagegen hat sie nur einen, Lawrence, aber nur um aus ihn einen anständigen Jungen zu machen. Als dieser jedoch verschwinden wirft sie ihre Grundsätze über den Haufen und zeigt, wie wichtig eine tiefere Freundschaft ist. Schade ist das der Roman in eine surreale Story verfällt, um wohl die Fantasie der jugendlichen Leser anzuregen. Das Ende ist nicht wirklich überrachend, aber der Epilog lässt Freiräume für eine Fortsetzung. Insgesamt ist das Buch eine sichere Empfehlung für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren. Für Ältere (ab 16 Jahren) ist das Buch nicht zu empfehlen und mit einem Preis von UVP 14,99 € auch recht teuer.

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Meine Bewertung Ich nahm dieses Buch an einem verregneten Tag in die Hand und war sofort in Belleville und an der Seite von Viktoria. Besonders toll und das hatte ich auch noch nie, war, dass die Story des Buches am gleichen Datum begann, wie ich zu lesen begann, am 10. Oktober. Als ich Viktoria kennen lernte, war sie mir von Anfang an zu perfekt. Ein Mädchen, welches gegen keine Regeln verstößt und immer das tut, was man ihr sagt. So ein Mädchen hat nie viele Freunde und so war es auch, außer Lawrence, der ganz anders war, als sie, über den ich leider nicht ganz so viel erfahren habe, denn die Geschichte dreht sich eindeutig um Viktoria. Weiterhin spannend ging es weiter, dass in der Geschichte plötzlich sämtliche Kinder verschwanden, darunter auch Lawrence und niemandem, außer Viktoria fiel das auf. Also machte sie sich auf die Suche und ihre Suche trieb sie immer mehr zu dem Heim von Mrs. Cavendish… Eine Frau, die nach außen sehr nett erscheint, dies jedoch eine Maske ist. Was sie vor hat, beschreibt folgende Textstelle sehr gut: „Sie will sie zurechtbiegen. Eine Stadt wie Belleville hält nicht viel von eigenartigen Kindern oder hässlichen Kindern, oder Kindern, die nicht immer tun, was normal ist. Und da kommt sie ins Spiel.“ (S.129) Als Viktoria sich dann in das Haus von Mrs. Cavendish aufmachte, um Lawrence zu suchen, war ich zunächst sehr gespannt, was mich in dem Haus alles erwartet. Nach und nach wurde mir jedoch klar, dass die Geschichte abschweift. Es ging plötzlich weniger um Lawrence und die anderen Kinder, sondern die Seltsamkeiten des Hauses wurden besprochen. Schade, wirklich schade. Es ist ein Jugendbuch, aber ich bin mir auch in Hinsicht auf das Ende nicht sicher, ob es ein Ende für ein Jugendbuch ist. Mir als Erwachsene hat es leider nicht gefallen. Es war alles zu weit hergeholt und nicht ganz logisch. Ein Haus der ganz besonderen Art. Nun aber das RIESEN Lob! Die Gestaltung des Buches hat mich wahnsinnig fasziniert. Da wurde in Hinsicht auf die Umschlaggestaltung und die Innenillustration sehr gute Arbeit geleistet. Und weil ich euch diesen Anblick nicht vorenthalten möchte, könnt ihr auf meinem Blog einen kleinen Einblick bekommen… Fazit Ein schönes Jugendbuch, welches eine ganz besondere Geschichte um ein allzu perfektes Mädchen in einer zu perfekten Stadt erzählt. Der Aufbau der Geschichte war gut, leider nahm das mysteriöse Haus nachher zu viel Platz in der Geschichte ein. Ich hätte mir weiterhin die Geschichte der Kinder gewünscht. Trotzdem ein tolles Buch für zwischendurch.

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