Leserstimmen zu
Ein Jahr voller Wunder

Karen Thompson Walker

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Nicht Fisch - nicht Fleisch

Von: Diamondgirl aus Stolberg

06.03.2018

Während die 11jährige Julia mit ihren Eltern und ihrer besten Freundin am Frühstückstisch sitzt, macht in den Medien eine Horrornachricht die Runde: die Verlangsamung der Erdrotation. Niemand weiß so recht, was dadurch für Probleme entstehen werden und auch die Wissenschaftler sind eindeutig überfordert. Julias Mutter reagiert voller Panik (bestückt Taschenlampen mit neuen Batterien, kontrolliert Lebensmittelvorräte und trinkt eindeutig zu viel Whiskey), ihr Vater hingegen sehr kontrolliert. Er geht ganz normal, sogar länger als zuvor, arbeiten (er arbeitet als Gynäkologe in einer Klinik) und beginnt zu allem Überfluss noch eine Affäre mit Sylvia, der Klavierlehrerin Julias, während Julias Mutter immer mehr unter Depressionen zu leiden hat. Julia erlebt ihre erste Verliebtheit und eine große Enttäuschung mit ihrer bisher besten Freundin - mehr möchte ich ungern von den zwischenmenschlichen Beziehungen in diesem Buch verraten. Mit jedem Tag werden die Tage und Nächte länger. Mit jeder weiteren Verlangsamung entstehen größere Probleme - nicht nur für die Menschen, sondern hauptsächlich für Pflanzen und Tiere. Ein Handlungsstrang, den ich fast etwas anzweifeln möchte, denn die Natur hat sich bisher allen Umweltänderungen recht gut anpassen können - gut, in diesem Fall geht die Änderung ausgesprochen zügig vonstatten und entspricht einem normalen Evolutionsgeschehen. Jedenfalls fand ich schon fast blauäugig, dass ausgerechnet die Menschheit die besten Anpassungsvoraussetzungen haben soll. Irgendwie bin ich insgesamt mit diesem Buch nicht so recht warm geworden. Dabei ist es recht flüssig und auch nicht besonders anspruchsvoll geschrieben. Ich werde mir einfach nicht klar darüber, ob es nun ein Jugendbuch ist oder eher nicht. Das Buch wird aus Sicht Julias geschildert, allerdings in einem Alter von Mitte 20, als die Tage und Nächte bereits wochenlang sind. Nur entspricht der Erzählstil eher einem pubertierenden Mädchen als einer Medizin-Studentin von Mitte 20. Das passt m. E. nicht zusammen. Die Schilderungen der veränderten Umwelt - die mich besonders interessiert hätten - werden in diesem Buch zu Randphänomenen der eigentlichen Handlung. Die Änderungen, die in diesem Buch im Vordergrund stehen, sind eindeutig die zwischenmenschlichen. Dabei habe ich jedoch keine einzige gefunden, die es im richtigen Leben mit bekannter Erdrotation nicht auch geben würde. Auch heute gehen Väter fremd und verlassen ihre kranken Frauen oder überlegen es sich auch wieder anders, auch heute werden einst beste Freundinnen zu Fremden und nahezu immer ist die erste Verliebtheit eine kleine Katastrophe oder ein kleines Erdbeben. Auch heute gibt es Jugendliche, die nie im Mittelpunkt stehen sondern immer am Rande jeder Gemeinschaft. In diesem Sinne bietet dieses Buch wenig Neues zu anderen Wir-werden-erwachsen-Romanen. Insgesamt hat mich das Buch enttäuscht - sowohl von der Schreibweise als auch vom Inhalt her. Nichts desto weniger war es recht unterhaltsam und zügig zu lesen.

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Es passierte ganz langsam, so dass es die Menschheit zunächst nicht bemerkte: Die Erde dreht sich langsamer. Unbemerkt wurden die Tage wenige Minuten länger, dehnten sich aber schon bald unaufhörlich auf mehrere Stunden aus. Die katastrophalen Auswirkungen auf Flora und Fauna sowie den Menschen sind bereits bei einer Überlänge von nur wenigen Stunden spürbar. Durch die Verlangsamung der Erde verstärkt sich die Schwerkraft: Vögel fallen vom Himmel und Menschen entwickeln die Schwerkraftkrankheit, die sich in ihrer harmlosesten Form als Schwindel äußert. Die Welt teilt sich in zwei Gruppen: Menschen, die sich anpassen und nach der (24-Stunden-)Uhrenzeit weiterleben, so dass mittags tiefste Dunkelheit herrschen kann und nachts das Schlafen bei Helligkeit schwerfällt. Daneben gibt es die Echtzeitmenschen, die in der Minderheit sind und versuchen, nach den Tageszeiten zu leben, was aber aufgrund der Länge der Tages- und Nachtabschnitte unmöglich werden wird. Tage und Nächte dehnen sind aus, so dass extreme Wetterverhältnisse herrschen. Die Sonne wird so bedrohlich stark, dass Pflanzen nicht mehr unter natürlichem Sonnenlicht wachsen können. Die Menschen beginnen Lebensmittel zu horten und geben die Hoffnung nicht auf, dass die Verlangsamung eines Tages nachlassen wird. Wissenschaftler, die die Ursache des Phänomens nicht erklären können, forschen nach Alternativen bis hin zu einem Leben außerhalb der Erde. Die Dystopie wird aus der Perspektive der 11-jährigen Julia geschildert, die den Beginn der Katastrophe im Jahr 2021 miterlebt. Ihr Vater Joel ist Arzt und kann mit der Umstellung des Biorhythmus aufgrund seiner Schichtarbeit im Krankenhaus noch am besten umgehen, während die Mutter Helen sowohl psychisch als auch physisch enorm unter den Auswirkungen der Verlangsamung leidet. Julia verliert nach und nach ihre Freunde, die mit ihren Familien in andere Landesteile oder alternative Kolonien fliehen. In der Schule fühlt sie sich allein und ausgeschlossen, bis endlich ihr heimlicher Schwarm Seth Interesse an ihr zeigt. "Ein Jahr voller Wunder" ist ein Titel, der stutzig macht, verbindet man doch mit einem Wunder in der Regel etwas Positives. In diesem Roman ist das Wunder eine Katastrophe, die nicht zu erklären ist und für die es aus diesem Grund auch keine Lösung zu geben scheint. Besonders eindringlich ist dabei, dass es sich nicht um eine völlig absurde Vorstellung handelt, sondern dass das Szenario durchaus schlüssig und realistisch ist. "Ein Jahr voller Wunder" ist ein Endzeitroman, den ich voller Spannung verschlungen habe, um zu erfahren, wie das Leben weitergeht, wenn sich die Erde so langsam dreht, dass sich einzelne Tage über Wochen erstrecken. Auch wenn dem Leser am Ende keine Ursache für diese Entwicklung präsentiert wird, enttäuschte mich das Ende keinesfalls. Im Gegenteil - gerade das (halb-)offene Ende macht die Geschichte so brutal realistisch.

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Autorin: Karen Thompson Walker Verlag: btb Verlag Seiten: 313 ISBN: 978-3-442-74556-2 Preis: 9,99€ Inhalt: "Ein bittersüßer Roman, in dem die Welt untergeht und das Leben weiter." Julia sitzt am Frühstückstisch, als die Neuigkeit über sie hereinbricht: Die Erde dreht sich plötzlich langsamer. Tage und Nächte werden länger. In Kalifornien fällt Schnee. Auf einmal ist alles anders. Irgendwie bedeutungsvoller. Auch als sich Julia zum ersten mal verliebt... Julia sitzt mit ihren Eltern Joel und Helen gerade am Frühstückstisch, als die Neuigkeit über sie hereinbricht: Die Erde dreht sich plötzlich langsamer. Tage und Nächte werden länger. Jegliche Orientierung geht verloren. Auf einmal ist alles anders. Denn auf einmal könnte jede Entscheidung die letzte sein. Als Julias Vater mit dem Gedanken spielt, seine Frau für Julias Klavierlehrerin verlassen, die sich nicht von der allgemeinen Panik anstecken lässt. Und Julias Mutter gegen ihre Depression ankämpft. Und als Julia sich zum ersten Mal verliebt... Meinung: Dieses Buch wurde mir vom btb Verlag zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Auch wenn ich das Buch so bekommen habe, so ist das, was ich hier schreibe alles ernst gemeint und entspricht meiner Meinung. Ich bin von diesem Buch positiv überrascht. Ich finde es wirklich sehr schön. Der Schreibstil gefällt mir sehr sehr gut. Ich konnte dem Buch wunderbar folgen und war von der Geschichte gefesselt. Ich finde die Geschichte sehr ausergewöhnlich. Es war schön, mal so etwas neues zu lesen. Etwas neues mit dem man voher nicht gerechnet hat. Die Charaktere wurden sehr gut beschrieben, ich hatte von allen mein eigenes Bild im Kopf und konnte mir alle sehr gut vorstellen. Ich finde dieses Buch hat einen sehr schönen Aufbau. Ich mag Bücher mit einer eher großen Schrift und kurzen Kapiteln. Ich finde dadurch wirkt ein Buch viel übersichtlicher und ich persönlich habe viel mehr lust zum lesen. Das Cover fand ich jetzt nicht besonders schön. Es ist nichts besonderes, aber zur Geschichte hat es schon irgendwie ganz gut gepasst. Den Titel finde ich sehr gut, passend zur Geschichte gewählt. Fazit: Ich war von diesem Buch positiv überrascht mir hat es echt sehr gut gefallen. Deshalb kann ich diesem Buch auch 5/5 Sternen geben. Ich kann es euch auf jeden Fall weiter empfehlen. Schaut es euch gerne mal an.

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Anders als das Cover und der Titel vermuten lassen, thematisiert dieser Roman eine Art Weltuntergangsszenario. Beschaut man sich jedoch den "Klappentext" wird das vorherrschende Thema durchaus klar. Der Roman ist aus der Sicht der 11-jährigen Julia erzählt. Man begleitet sie und ihre Familie vom ersten Tag der Geschehnisse an ab. Das Problem liegt darin, dass sich die Erde immer langsamer dreht und Tage sowie Nächte immer länger werden, was natürlich einige Folgen mit sich bringt. Man erlebt wie die Menschheit versucht damit umzugehen und weiterhin wie gewohnt zu existieren. Karen Thompson Walker hat einen tollen Schreibstil, der einerseits ein relativ hohes sprachliches Niveau aufweist, jedoch zeitgleich ein lockeres und leichtes Lesen ermöglicht. Was mich sehr begeister hat war die gute und detailreiche Recherche, durch welche das Geschehen erschreckend authentisch wirkt und zum Nachdenken anregt. Es werden eine Vielzahl von unterschiedlichen Folgen aufgezeigt, welchen stets eine einleuchtende Erklärung zugrunde liegt. Außerdem konnten mich die Charaktere von sich überzeugen und auch das Handeln der einzelnen Personen bzw. der Menschheit wirkten echt und nachvollziehbar. Das Einzige was mich etwas verwundert hat, war das Alter der Protagonistin. Ich fürchte ich hätte mit 11 Jahren niemals so erwachsen geklungen. Betrachtet man das Erzählte allerdings als Rückblende aus Sicht der Protagonistin passt ihre Ausdrucksweise dann doch. Fazit: Der Roman konnte mich absolut von sich überzeugen und ich würde mich über ein weiteres Buch der Autorin freuen. Die Geschichte hat mich noch einige Tage, nach Beendigung, begleitet und zum Nachdenken gebracht. Ein Top-Roman der von mir 4,5 bzw. 5 Sterne verdient hat.

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Heute geht es um ein Buch was ich aus Zufall entdeckt habe. Ich habe mir dieses Buch dann näher angeschaut und wollte Ein Jahr voller Wunder sofort lesen. In Ein Jahr voller Wunder geht es um die 11- Jährige Julia, die ganz nebenbei mitbekommt dass die Welt sich nun langsamer drehen würde. Julias Mutter verzweifelt darauf hin, schiebt Panik und kauft tausende von Vorräten ein weil sie denkt das Ende steht kurz bevor. Julias Vater wiederum sieht dem ganzen ziemlich entspannt entgegen und fängt lieber eine Affäre mit Julias Klavierlehrerin an.. Julia bekommt alles mit und erzählt ihre ganze Geschichte, bis hin zu ihrer ersten großen Liebe. Das Buch ist am 14. April 2015 im btb Verlag erschienen. Ich war ja am Anfang ein bisschen abgeschreckt, nachdem ich auf dem Klappentext gelesen habe dass die Protagonistin erst 11 Jahre alt ist. Das war aber im Endeffekt überhaupt nicht so schlimm, es war an einigen Stellen etwas gewöhnungsbedürftig zu lesen, aber man gewöhnt sich ziemlich schnell daran.Trotzdem muss ich sagen dass ich im Rückblick einen ein klein wenig älteren Charakter doch besser gefunden hätte.. Das Grundszenario war wiederum genial ausgedacht und ausgearbeitet. Die Auswirkungen auf die Welt sind sehr gut ausgedacht und auch die Reaktionen darauf sind stimmig und waren auch irgendwie toll mitanzusehen (oder auch mitanzulesen ;) Ich empfand die Protagonistin zu Anfang etwas nervig aber das hat sich nach dem ersten Kapitel definitiv geändert und ich habe sie ins Herz geschlossen. Ich finde es außerdem toll mit welch einer kindlichen Denkweise die Autorin an diese Geschichte rangegangen ist und ich denke mittlerweile dass die Autorin in dieser Geschichte vielleicht auch ein bisschen ihre Kindheit verarbeitet und das gefällt mir so gut, das ich das Buch gleich noch einmal lesen würde. Im Endeffekt hatte das Buch viele sehr gut ausgearbeitete Fassetten aber auch ein paar Dinge die mir wiederum eben nicht so gut gefallen haben. Das Buch hat von mir 3,5 Sterne bekommen, also durchaus gut und ich würde es jedem empfehlen der eine locker, leichte Geschichte sucht mit einer süßen Geschichte.

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Cover und Titel Cover und Titel von „Ein Jahr voller Wunder“ haben mich sofort angesprochen. Der abgebildete türkisfarbene Nachthimmel im Hintergrund und der das komplette Bild einnehme Titel versprechen einen Wohlfühl-Schmöker. Aber schon wenn man sich dem Klappentext widmet, stellt man fest, dass die Geschichte gar nicht so zum Wohlfühlen ist wie das Covermotiv vermuten lässt. Meines Erachtens vermittelt es einen völlig falschen Eindruck vom Inhalt des Romans, dessen Titel sich an dem der Originalausgabe („The Age of Miracles“) orientiert. Durch den Titel wird eine positive Grundstimmung impliziert, schließlich ist ein Jahr voller Wunder etwas sehr Schönes. In Verbindung mit dem Coverbild und dem Klappentext habe ich deshalb einen seichten Teenie-Liebesroman mit ein wenig Nebenhandlung erwartet. Ich habe mich also mit der Erwartung einer schönen Teenie-Liebesgeschichte, die durch äußere Einflüsse bedroht wird, in die Geschichte gestürzt und ziemlich schnell festgestellt, dass diese Erwartung wohl nicht erfüllt wird. Vielmehr liegt der Fokus des Plots anstatt auf der Liebesgeschichte auf besagten äußeren Umständen. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich wohl kaum zu diesem Buch gegriffen – und das wäre wirklich verdammt schade, weil es mich letztlich trotz anderer Erwartungen begeistert hat. Erzählt wird die Geschichte aus der Retrospektive der 11-Jährigen Protagonistin Julia und trotzdem hat man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl ein Jugendbuch zu lesen. Dies liegt vor allem am hohem sprachlichen Niveau der Autorin. Ihr Schreibstil hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt, da sie sich einfacher Sätze und klarer Worte bedient, aber es ihr trotzdem gelingt den Leser damit zu fordern und nicht zu langweiligen. Im ersten Moment scheint die Perspektive einer 11-Jährigen nicht mit dem hohen sprachlichen Anspruch des Romans zu harmonieren, aber ich hatte mich schon nach wenigen Seiten daran gewöhnt und fand es nicht mehr befremdlich. Vielmehr bin ich durch die Seiten geflogen und habe die Geschichte an zwei Tagen verschlungen. Man muss allerdings wissen, dass der Grundtenor des Romans keineswegs so positiv ist wie Cover und Titel vielleicht vermuten lassen. Vielmehr ist die Stimmung – allein durch die gegebenen Umstände eines Weltuntergangsszenarios – ziemlich gedrückt. Wer also einen heiteren Liebesroman erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein und sich nicht auf die Geschichte einlassen können, zumal eben der Fokus auf den Auswirkungen einer sich langsamer drehenden Erde liegt und damit auf Klimaveränderungen, etc. – das ist sicher nicht jedermanns Sache. Karen Thompson Walker hat es allerdings geschafft mich für diese Thematik begeistern zu können, obwohl ich mich bisher noch nie für derartige Szenarien interessiert habe, da sie die Gegebenheiten unaufgeregt und authentisch darstellt, ihre Protagonisten sich im Laufe der Geschichte entwickeln und sie dem Ende trotz aller negativen Umstände eine positive Note verleiht, die den Leser nicht deprimiert, sondern zufrieden zurücklässt. Mein Fazit: Mit „Ein Jahr voller Wunder“ hat Karen Thompson Walker ein kleines Wunder erschaffen, das aufgrund seines Titels und Covers vollkommen unterschätzt wird. Ihr gelingt eine originelle Verknüpfung von Dystopie und Teenie-Liebesgeschichte, wobei sie auf viel Action und Drama verzichtet und den Fokus eher auf die kleinen Ereignisse setzt. Für mich ist dieser Roman ein kleiner Schatz, den man unbedingt gelesen haben muss.

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Klappentext Julia sitzt mit ihren Eltern Joel und Helen gerade am Frühstückstisch, als die Neuigkeit über sie hereinbricht: Die Erde dreht sich plötzlich langsamer. Tage und Nächte werden länger. Jegliche Orientierung geht verloren. Auf einmal ist alles anders. Denn auf einmal könnte jede Entscheidung die letzte sein. Als Julias Vater mit dem Gedanken spielt, seine Frau für Julias Klavierlehrerin zu verlassen, die sich nicht von der allgemeinen Panik anstecken lässt. Und Julias Mutter gegen ihre Depressionen ankämpft. Und als Julia sich zum ersten Mal verliebt .. Über die Autorin Karen Thompson Walker, Anfang dreißig, geboren und aufgewachsen in San Diego, Kalifornien, hat an der UCLA und an der Columbia University studiert. Sie schrieb "Ein Jahr voller Wunder" in den Morgenstunden, bevor sie ihrer Arbeit als Lektorin in einem Verlag nachging. Der Roman erregte großes Aufsehen, wurde zum New-York-Times-Bestseller und erscheint in 26 Ländern. Karen Thompson Walker lebt mit ihrem Ehemann in Brooklyn, New York. Meine Meinung Story Mit diesem Buch hat die Autorin Karen Thompson Walker ein gar nicht so unmögliches Zukunftsszenario geschaffen, welches einen zum nachdenken anregt und einen gleichzeitig erschaudern lässt. Was würden wir in der Situation machen, wenn die Tage immer länger würden und es keinen normalen Tag und Nachrythmus mehr geben würde? Vögel fallen in Scharen tot vom Himmel. Die Menschen neigen zu Panikkäufen. Tsunamis und Hurrikans geschehen immer öfter. All das geschieht, weil sich die Erde immer langsamer dreht und es ist kein Ende absehbar. Dieses Szenario wird dem Leser durch die Sicht der 11. jährigen Julia geschildert, deren Welt gerade völlig Kopf steht. Ihre Mutter fängt an Lebensmittel zu horten und sieht schon das Ende nah. Julias Vater hingegen vergnügt sich mit Julais Klavierlehrerin. Julias beste Freundin will nichts mehr von ihr wissen. Ich fand die Geschichte sehr interessant, jedoch war sie manchmal etwas langatmig und es fehlte ein durchgehender Spannungsbogen. Dennoch habe ich das Buch an zwei Abenden verschlungen. Schreibstil Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Geschichte wird nur aus der Sicht von Julia erzählt, was das Ganze etwas einseitig wirken lies. Karen Thompson Walker beschreibt die Geschehnisse sehr gut und bildhaft, so dass man sich als Leser schnell auf die Handlung einlassen kann. Charaktere Außer Julia blieben alle anderen Charaktere eher blass und unscheinbar. Ich hätte mir gewünscht, dass man auch mal etwas aus der Sicht von anderen erfährt und nicht nur aus einer Perspektive. Die Autorin hat aber geschafft, die Gefühle von Julia gut rüber zu bringen. Man fühlt als Leser mit ihr und kann sich gut in sie hinein versetzen.Dennoch fand ich die Charaktere etwas monoton. Sie haben sich nicht wirklich entfalten können. Mein Fazit Die Autorin Karen Thompson Walker hat hier ein sehr nachvollziehbares und gar nicht so abwegiges Szenario erschaffen, welches ich an zwei Abenden gelesen habe. Leider waren einige Passagen etwas langatmig und zäh. Ich vergebe vier drei Sternen.

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Erschreckend aber auch ein kleiner Lichtblick

Von: HeartBeatBooks

27.05.2015

Was würdest du tun, wenn sich die Erde plötzlich anfängt langsamer zu drehen? Ich persönlich würde wahrscheinlich in Panik verfallen. Die erste Frage die ich mir stellen würde, wie geht es jetzt weiter, geht es überhaupt weiter, bleibt die Erde irgendwann komplett stehen? Julia ist 11 Jahre alt als sie erfährt, dass etwas mit der Erdrotation nicht stimmt. Bereits am ersten Tag verlängert sich die Zeit um 56 Minuten. Die Geschichte wird aus Julias Sicht erzählt, ich hatte immer mal wieder den Eindruck, dieses Mädchen kann nie und nimmer 11 Jahre alt sein, die Erzählungen wirkten Stellenweise sehr erwachsen. Ich fand es zugleich sehr spannend aber auch erschreckend wie die komplette Geschichte dargestellt wird, so real ... nicht irgendwie übertrieben, so wie es letztendlich also wirklich ablaufen könnte. Die Menschen wissen natürlich nicht, wie es so weit kommen konnte. Dafür kann man wunderbar verfolgen wie die Menschheit probiert ihr Leben so weiterzuführen als ob eigentlich gar nichts ist. Tag ist Tag und Nacht bleibt Nacht. Aber wie lange noch? Die Erde mag sich zwar langsamer drehen, trotzdem haben Julia, ihre Eltern und auch die Menschen in der kleinen kalifornischen Stadt ihre Probleme. Julia z.b. hat mit dem Eintritt in die Pubertät zu kämpfen, ihre Mutter probiert mit ihren Depressionen klar zu kommen und ihr Vater möchte die Familie verlassen. Es kommt der Zeitpunkt wo sich alles verändert, Essen wird gehortet, merkwürdige Krankheiten gesellen sich dazu & Kleinigkeiten die für uns eigentlich normal sind, werden etwas mehr wertgeschätzt. Ich fand es sehr interessant mit anzusehen, bzw. zu lesen wie sich jeder einzelne von ihnen verhält. Ich hätte aber auch sehr gerne gewusst, wie der Rest der Menschheit auf diese Endzeit Situation reagiert. Ich verstehe auch nicht so ganz, wo die Massenpanik abgeblieben ist, denn ich denke, dass wäre doch das erste was ausbrechen würde. Ich wüsste nicht wie ich das alles gehandhabt hätte. Ich muss gestehen, dass regt schon zum Nachdenken an. Ich meine es könnte uns schließlich alle irgendwann mal treffen. Und ich kann euch gar nicht sagen, wie froh ich bin das mein Tag wirklich nur 24 Stunden hat. Ich hätte mir sogar noch einen zweiten teil gewünscht, um zu sehen wie es weitergeht.

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