Leserstimmen zu
Der Wille des Drachen

Cinda Williams Chima

(0)
(2)
(5)
(0)
(0)
€ 8,99 [D] inkl. MwSt. | € 8,99 [A] | CHF 11,00* (* empf. VK-Preis)

Die Geschichte zu Madison ist wahnsinnig interessant. Es war toll mehr über sie zu erfahren. Seph allerdings wird mir immer komischer. Es gab so einige Episoden, die nun immer noch nicht aufgeklärt sind und offen stehen gelassen worden sind. Was ich schade finde, weil ich doch gern gewusst hätte was nun der Grund war für diese Situation wie sie Seph hatte. Ellen und Jack empfand ich als Nebencharaktere, doch am Ende geben sie noch mal alles und stehen im Fokus. Es kommen Dinge raus, die ich nicht vorausgesehen habe und die mich total überrumpelt und überrascht haben. Leider sind auch traurige Vorkommnisse dabei, doch es ist ein toller spannender dritter Abschlussband.

Lesen Sie weiter

Nachdem ich bereits die ersten zwei Teile der The Heir Trilogie lesen durfte, folgt nun der dritte Band der Reihe. Nachdem ich den Einstieg etwas schwer fand, hat sich das im nächsten Moment gelöst. Es war erst eine Überlegung wert, wer denn nun nochmal die Charaktere sind. Zu Beginn passiert mit Jason. Die Gefahr ist allgegenwärtig. Es beginnt sogleich mit einem Abschnitt wo Jason in Gefahr gerät. Der gegenwärtige Streit zwischen den Gilden spitzt sich immer weiter zu. Es gibt ein ewigen Hin und Her. Es gibt viele Kopfschüttel-Momente im Buch. In manchen Situationen denkt man sich nur, warum tut er das jetzt. Die Situationen sind logisch, das dort Gefahr herrscht, aber der Protagonist stiefelt einfach hinein. Ansonsten konnte das Buch die ersten zwei Teile nicht überbieten, mir hat das gewisse etwas gefehlt. Ich kam nie richtig in die Geschichte hinein. Es ist ein nettes Buch für zwischendurch, aber mehr auch nicht. Vorallem wenn man dieses Buch mit den ersten zwei Gleichstellt. Die Charaktere haben abgebaut an Qualität und der Schluss war erschütternd. Wäre das Buch kein Band einer Reihe, würde es gut sein, aber so ist es einfach nur enttäuschend. Schade eigentlich.

Lesen Sie weiter

Cinda Williams Chima ist eine bemerkenswerte Autorin, hat aber leider beim dritten Band der fünfteiligen Serie etwas versagt. Folgebände zu schreiben ist immer schwer, das sagen so gut wie alle Autoren, wenn sie gefragt werden, aber bitte, Chima hat es beim zweiten Band doch auch super hinbekommen. – Warum also jetzt nicht? Die Handlung und die Idee: Dieses Buch wäre viel besser, wenn es nicht zu einer Serie gehören würde, so dass man es mit den vorherigen Bänden vergleichen könnte. Das ist hier aber leider der Fall, weshalb meine Bewertung sehr viel schlechter ausgefallen ist, als sie es eigentlich getan hätte. Denn zu Anfang kann Cinda Williams Chima mich noch von dem dritten Band überzeugen, doch ab des letzten Drittels nimmt die Ausführung der Story etwas ab. Ja, natürlich behält Chima ihren besonderen Stil, die Dinge zu beschreiben, bei, doch sie kann mit der Handlung einfach nicht mehr so stark punkten, wie in den ersten beiden Bänden. Das liegt aber auch hauptsächlich daran, dass die Figuren sich sehr verändert haben. Dazu aber gleich mehr. Außerdem gefällt mir nicht, dass Chima es aussehen lässt, als ob die Geschichte hier zu Ende wäre, da trotz vieler beantworteter Fragen doch noch ein paar offen stehen, die teils wirklich wichtig sind und die ich gerne beantwortet hätte. Aber da ich weiß, dass die Serie tatsächlich aus fünf Bänden besteht, kann ich das eigentlich nicht sonderlich als Kritikpunkt geltend machen. Außerdem war mir das Buch trotz der hohen Seitenanzahl doch etwas zu vollgepackt. Erst braucht die Geschichte ewig, um sich auf das vorzubereiten was dann nur ein Fünftel des Buches einnimmt. Die Charaktere: Hier muss ich sagen, dass mir dir Figuren fast alle nicht mehr gefallen haben, da sie sich so stark in eine Richtung entwickelt haben, die ich nicht unbedingt nachvollziehen konnte. Der eine nimmt plötzlich Drogen unter einem Vorwand, der teils ziemlich unbegründet ist. Und auch wenn das im echten Leben nicht anders läuft, hat es mich doch ziemlich gestört, da es irgendwie nicht so ganz in die Geschichte gepasst hat. Außerdem hat mich gestört, dass die Charaktere immer ziemlich viel Aufregung um Probleme gemacht haben, die man mit zwei-drei Sätzen ziemlich einfach hätte lösen können und aus denen im Nachhinein keine so riesigen Hürden geworden wären. Hier appelliere ich also noch einmal an die Handlung und stelle mir an dieser Stelle die Frage, ob Chima einfach keine Ideen mehr hatte oder ob sie das Buch gegen Anfang einfach extra langweilig gemacht hat, damit der Showdown gegen Ende stärker hervorgehoben wird… Insgesamt kann ich also nur sagen, dass mir der dritte Band der Serie im Gegensatz zu den anderen eigentlich überhaupt nicht gefallen hat. Hätte es keine Bücher gegeben, mit den ich diesen Band hätte vergleichen können, würden viele Kritikpunkte gar nicht zur Sprache kommen, aber nun gut, damit werde ich jetzt wohl leben müssen…

Lesen Sie weiter

Mit "Der Wille des Drachen" liegt jetzt der dritte Teil von Cinda Williams Chima Romanreihe vor. Bislang steht jedoch noch nicht fest, ob und wann der nächste Band der Geschichte hierzulande herauskommen wird. Immerhin stehen noch zwei bereits in den USA erschienene Romane aus, die noch nicht ins Deutsche übersetzt worden sind. Bislang was das Städtchen Trinity ein sicherer Hafen für all diejenigen, die kein Teil des vor sich hin schwelenden Kriegs zwischen den Zauberern werden wollen. Doch dank D'Orsays bislang erfolgreicher Intrigen, droht sich das jetzt nun zu ändern. Er ist im Besitz eines Dokuments, das den Konflikt zwischen den verschiedenen Clans erneut zum Ausbrechen könnte. Und in dieser Auseinandersetzung würde es dann keine neutrale Seite geben. Die einzige Hoffnung ist das Drachenherz, ein magischer Stein, der der Legende nach die Quelle jeglicher Magie ist. Doch das Objekt wurde gestohlen. Und die wichtigsten Personen, die jetzt noch die Stadt retten könnten, sind viel zu sehr mit ihren eigenen Problemen beschäftigt, als dass sie eine Hilfe sein könnten. Eines muss man Cinda Williams Chima zu Gute halten: Sie versucht nicht, einfach nur erneut denselben Plot zu präsentieren, wie er zum Beispiel in Band 1 stattfand. Stattdessen lässt sie den übergreifenden Plot, den Konflikt, der seit Band 1 beschrieben wurde, dieses Mal eskalieren. Das sorgt natürlich für Spannung. Und die Autorin versteht sich auch darauf, das zu nutzen, um ein gutes Bedrohungsszenario für Trinity aufzubauen. Man spürt förmlich, wie die Unsicherheit um sich greift und die Zukunft unsicher scheint. Vor allem, da der Feind zu allem fähig ist, wie wiederholt deutlich gemacht wird. Gleichzeitig wird jedoch auch die Mythologie der Serie weiter ausgebaut. Die Einführung des Drachens und die Rolle, die dieser im Konflikt spielt, ist von großer Bedeutung für die Story des Buchs. Hier hat man wirklich den Eindruck, dass die Autorin sich Gedanken gemacht hat, wie sie den Hintergrundmythos intelligent weiterentwickelt und gleichzeitig dafür sorgt, dass er langsam an Bedeutung gewinnt, vor allem wegen dem Drachenherz. Doch ebenso wird deutlich, dass die Story nur deshalb funktioniert, weil die wichtigsten handlungstragenden Personen sich absolut dämlich verhalten. So mancher Konflikt wäre von vorneherein lösbar gewesen, wenn sie mehr untereinander kommuniziert hätten. Aber nein, stattdessen meinen sie, alle Probleme für sich selbst lösen zu können. Und verschlimmbessern alles. Wobei die Verhaltensweisen von einigen Hauptfiguren sowieso nicht gerade logisch ist. Da nimmt eine Figur Drogen, obwohl alle ihn davor warnen, dass dies nicht gut ausgehen kann. Oder ein anderer fühlt sich zurückgesetzt und will sich beweisen. Und macht dadurch alles nur noch schlimmer! Das Problem ist, dass man ständig das Gefühl hat, dass die Autorin lieber auf Klischees zurückgegriffen hat, anstatt ihren Plot logisch weiterzuentwickeln. Denn natürlich gibt es auch noch Herz Schmerz-Storyelemente und die Schurken sind so richtig schön böse. Das alles ist im Prinzip unnötig, wenn man bedenkt, auf was für einem Hintergrund dieses Buch basiert! Hier ist so viel Potential vorhanden, was Frau Chima allerdings nicht wahrnimmt. Und deshalb ist es am Ende auch wieder nur etwas "Für Zwischendurch".

Lesen Sie weiter

Das Ende einer modernen Fantasystory

Von: Mone1412

08.07.2015

Inhalt 6 Monate nach den Kämpfen auf Second Sister ist in der Welt der Zauberer, Hexen, Betörer und Krieger immer noch keine Ruhe eingekehrt. Im Gegenteil, der Kampf der Zauberer spitzt sich immer mehr zu. Nachdem Jason nicht nur einige magische Artefakte gestohlen, sondern auch das Drachenherz an sich genommen hat, droht dem Städtchen Trinity nun der endgültige Kampf um die Vorherrschaft der magischen Gilden. Denn das Drachenherz ist weit mehr als ein magischer Stein. Er ist eine tödliche Waffe und die Quelle aller Magie. Daher haben nicht nur die Rosen, sondern auch die Rebellen Interesse daran, den Stein zu besitzen. Meine Meinung: … und der Klappentext hat sich so gut angehört. Leider wurde ich ein wenig enttäuscht. Wenig, in der Hinsicht, dass das, was auf dem Klappentext steht, nicht dem entspricht, was ich mir vorgestellt hatte und damit auch nicht im Buch steht. Als ich anfing das Buch zu lesen, dachte ich zunächst, dass das Drachenherz aus Trinity gestohlen wird. Ich bin nicht davon ausgegangen das damit gleich der Einstieg, also Jasons Einbruch und damit sein Diebstahl, gemeint ist. Dazu kommt noch, dass ich gerätselt habe, ob Jason oder Madison das Herz stiehlt. Beide haben dran ein großes Interesse. Zwar wurde diese Erwartung am Schluss ein kleinwenig erfüllt, aber nach wie vor meint der Klappentext das erste Kapitel. Doch das tut dem gesamten Buch absolut keinen Abbruch, im Gegenteil. Eben wegen dem was ich erwartet habe, konnte ich das Buch ja kaum aus den Händen legen. Dazu war ich viel zu neugierig. Immer noch herrscht Krieg zwischen den Rosen und den Rebellen. Die Rebellen sind nun in Trinity, allen voran Seph, Jack und Jason. Doch auch Figuren wie Nick Snowbeart leisten auf ihre Art Widerstand gegen die Rosen. Um die kleine Stadt wurde eine Art Schutzmauer errichtet, um ungebetene Gäste fernzuhalten. Doch die Figuren haben sich stark verändert. Seph ist mittlerweile einer der stärksten Zauberer den es gibt. Doch um die Stadt zu bewachen und sich vor Attentätern zu schützen, nimmt er Feuerwasser. Dies ist einer Art Droge. Auf die Geschichte insgesamt gesehen, spielt er eine Hintergrundrolle, ebenso wie Jack. Es gibt daher nur ein paar Absätze, in denen die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt wird. Was ich aber persönlich Schade fand, mochte ich die beiden doch besonders. Weit mehr erfahren wir von Madison und Jason. Madison, das Mädchen das die Magie der Zauberer in sich aufnehmen kann, muss zurück in ihre Heimat. Doch dort trifft sie nur auf das, vor dem sie geflohen ist. Vor den Menschen die sie einst als Hexe beschimpften und das alles nur, weil ein paar von ihnen ihr die Schuld an mehreren Feuern gaben, an denen sie überhaupt nicht schuld war. Auch Jason hat sich verändert. Er ist viel rachsüchtiger und hinterhältiger geworden, als im Band zuvor. Dort hat er Seph noch geholfen, ihn in Magie unterrichtet. Jetzt, wo er aufseiten der Rebellen ist, will er nur eins: das Drachenherz. Doch schnell muss er feststellen, dass er es nicht haben kann, was ihn jedoch umso wütender und entschlossener. Den er hat den Eindruck das Hastings und Seph ihn nicht so behandeln wie er glaubt es verdient zu haben. Bei beiden habe ich mich sehr darüber gefreut, die Geschichte aus ihrer Sicht zu lesen. Ein wenig störend und vor allem verwirrend fand ich, dass ein paar Kapitel aus der Sicht der Rosen bzw. der Feine geschrieben wurde. So gibt es ein/zwei Kapitel aus der Sicht von Dr. Longbranch, die man eigentlich getrost überspringen kann. Es gab weder Hintergrundinfos, noch erfahren wir etwas über ihre Gefühlswelt. Auch verändert es die Story in keiner Weise oder führt sie irgendwo hin. Es hatte für mich den Eindruck als wollte die Autorin noch ein paar Details hinzufügen, um den Text ein wenig zu strecken. Was mich jedoch nicht wunderte, war die Länge der Story. Genau wie in den Bänden davor, zieht sich auch hier alles sehr lange hin, bis endlich was passiert. Zwar ist der Einstieg zunächst das Spannendste, jedoch dauert es eine Weile bis wieder war Aufregendes passiert. Gerade was Madison betrifft, war ich so neugierig und froh, als dann endlich das Finale begann. Es war jetzt nicht so spannend, wie ich hoffte. Jedoch aufregend genug, dass ich mich nicht langweilte. Ein paar Überraschungen hält es außerdem bereit. Fazit: Der letzte Band der Trilogie war leider nicht ganz so, wie ich es mir erhofft habe, dazu war Band zwei zu gut. Trotzdem ein Ende, das die komplette Story abrundet und welches sich lohnt es zu lesen. Auch insgesamt betrachtet war die Trilogie eine Buchreihe, die man auf jeden Fall lesen sollte. Sie ist jetzt vielleicht nicht sehr mitreisend, so, dass einem vor Spannung der Atem wegbleibt. Aber wer eine etwas ruhige, trotzdem neugierig machende Fantasystory im modernen Stil lesen will, dem Rate ich zu dieser Reihe.

Lesen Sie weiter

Dafür, dass es sich um die Fortsetzung von zwei Bänden handelt, die ich nicht kenne, bin ich überraschend gut in die Geschichte reingekommen. Zwar merkt man, dass es eine Vorgeschichte geben muss, aber Cinda Williams Chima führt auch den neuen Leser gut in die Begebenheiten ein. Ein Hauptgrund ist wohl, dass sich jedes Buch einen anderen Charakter in den Focus der Geschehnisse setzt. “Der Wille des Drachen” war mein erstes Buch der Autorin und obwohl sie es geschafft hat mich für ihre Geschichte soweit zu begeistern, dass ich wohl auch die ersten beiden Bände von “The Heir” noch lesen werden, breche ich nicht in Begeisterungsstürme aus. Das ist sowohl dem Schreibtstil der Autorin als auch ihrer Protagonistin geschuldet. Der Schreibstil von Cinda Williams Chima ist stellenweise langatmig, fast langweilig und wirkt eher trocken. Ihre Protagonistin Madison hätte ich oft genug gerne einfach geohrfeigt. Das Mädel ist ein klassischer Fall von “Rede über deine Probleme und hör auf allen mit deinem Schweigen das Leben schwer zu machen”. Das war zeitweise wirklich nervig. Mich hat außerdem gestört, dass das Buch recht dick ist, aber auf den letzten Seiten auf einmal alles plötzlich zu Ende geht. Fast, als hätte die Autorin keine Lust mehr gehabt die angefangenen Handlungsstränge ihrer Geschichte zu verfolgen, oder als wären dieses eben einfach in die Länge gezogen wurden. Prinzipiell eignet sich “Der Wille des Drachen” für jeden Fantasy-Fan, der gerne bereit ist kurze Passagen der Langatmigkeit zu tolerieren.

Lesen Sie weiter

Es beginnt mit Jason, der sich, kurz nach den Ereignissen auf Second Sister, zu D'Orsay schleicht, um den geheimen Waffenhort zu finden. Doch sein Eindringen wird bemerkt und bei seiner Flucht stürzt er in eine Höhle. Dort findet er einen riesigen Schatz mit verschiedenen Steinen und Talismanen, ein Schwert, sowie das Drachenherz. Als der Berg beginnt einzustürzen, schnappt er sich so viel, wie er tragen kann und verschwindet. In Trinity übergibt er die Schätze, will das Drachenherz aber für sich behalten. Doch die Rebellen brauchen alles, was sie kriegen können, weshalb alles sicher in einer Kirche verwahrt wird. Ein Krieg steht bevor und sie müssen herausfinden, ob der Stein ihnen bei einem Sieg helfen kann, oder ob er sie alle vernichtet. Den Einstieg fand ich gut gewählt, auch wenn ich ein paar Seiten brauchte, bis mir wieder alles eingefallen war und vor allen: wer Jason ist. Es geht gleich spannend los, Jason befindet sich in Gefahr und hat noch dazu einen gewaltigen Schatz gefunden. Es ist zudem offensichtlich wie angespannt die Lage zwischen den Rosen und den anderen Weir-Gilden ist. D'Orsay hat ein Dokument, dass ihn zum Oberhaupt aller Gilden machen würde, was natürlich viele verhindern wollen und sich deshalb auf alles gefasst machen. Die Charaktere fand ich diesmal ein wenig anstrengend. Sie haben meiner Meinung nach nicht gemacht, was sie sollten. So kamen viele Fehler und falsche Entscheidungen zustande. Jason ist ein Zauberer, allerdings ein eher schwaches Exemplar, wodurch er im Schatten von Seph und Hastings steht. Er will sich beweisen, wichtige Aufgaben übernehmen, bekommt aber seiner Meinung nach nur langweilige Aufgaben ab, die nichts bewegen. So hofft er, durch das Drachenherz mehr Stärke zu erlangen, damit er endlich zeigen kann was in ihm steckt. Und ich dachte mir nur: Ganz blöde Idee, Kumpel. Jason hat mir oft Bauchschmerzen bereitet, ich hab nur drauf gewartet, bis er etwas Dummes tut. Seph ist ebenfalls ein Zauberer und gilt trotz seines Alters als einer der mächtigsten. Er taucht diesmal eher im Hintergrund auf und muss dafür sorgen, dass die Stadt sicher bleibt. So muss er die Grenze und die Leute überwachen, die Kirche mit dem Schatz schützen und dabei noch den Attentätern entgehen, die hinter ihm her sind. Um alles bewältigen zu können, greift er bald nach Zaubererfeuer, einer Art Droge, die die Aufmerksamkeit, sowie die Macht des Zauberers erhöht. Wie alle Drogen kann auch sie süchtig machen, weshalb seine Freunde ihm vehement davon abraten. Doch Seph muss aufmerksam bleiben, um alles händeln zu können. Auch hier habe ich oft den Kopf geschüttelt und mir Sorgen gemacht. Madison ist für mich immer noch kaum greifbar. Sie wird nach Hause gerufen, weil ihre Geschwister in eine Art Jugendheim gesteckt wurden. Da ihre Mutter als Vormund versagt hat, wird jetzt Maddie auf den Plan gerufen, um alles zu richten. In ihrer Heimatstadt ist sie allerdings bekannt, wie ein bunter Hund und das nicht im guten Sinne. Sie wurde als Hexe beschimpft, nachdem mehrere Gebäude einfach so in Flammen aufgegangen waren. Nun hofft sie, dass sich die Lage beruhigt hat und auch die Probleme zu Hause aufhören. Eigentlich will sie nicht zurück nach Trinity, da sie Angst hat, Seph weiterhin zu verletzen. Aber ihre Sehnsucht nach ihm und dem Drachenherz wächst jeden Tag. Die drei waren mir ein bisschen zu kompliziert. Ich hatte das Gefühl, dass sie nicht wirklich auf den Punkt kommen. Statt miteinander zu reden und sich zu helfen oder Hilfe anzunehmen, versuchen sie es allein zu lösen, was meist nie der richtige Weg ist. Da waren mit Ellen und Jack schon lieber. Auch diesmal kommen die Krieger nicht als zentrale Figuren vor, was ich schade fand, da ich gern mehr von ihnen gewusst hätte. Ich sollte unbedingt noch den ersten Band lesen. Versehentlich bin ich ja mit dem zweiten Band eingestiegen. Der Stil hat mir diesmal deutlich besser gefallen. Auf (sinnlose) Wiederholungen wurde größtenteils verzichtet. Man bekommt immer wieder Infos zu den Ereignissen aus den anderen beiden Bänden, aber die empfand ich nie als störend oder zu übertrieben. Auch fand ich das Buch wesentlich spannender als seinen Vorgänger, da gefühlt immer etwas passiert oder ein Konflikt auftaucht. Auch wenn ich Probleme mit den Handlungen der Figuren hatte, so haben sie diesmal viel gehandelt. Es gibt keine längeren Brücken, wo man auf Ereignisse warten muss. Und gerade zum Ende hin wird es immer spannender. Die Idee, die Welt und die Themen fand ich ziemlich gut. Die Problematik mit dem Drachenherz wurde mir etwas zu sehr in die Länge gezogen, auf dieser Ebene passiert nicht sehr viel, dafür ist an anderer Stelle mehr Betrieb. Die Jugendlichen sind auf sich gestellt und müssen eine ganze Stadt voll Menschen und Weir vor den Zauberern schützen. Dabei haben sie mit vielen Problemen zu kämpfen. Es ist ein wenig klassisch, dass es in der realen Welt spielt und Zauberer, Krieger etc unentdeckt unter den Menschen leben. Kaum einer weiß von den Gilden, was an sich okay ist, da so viele Konflikte entstehen, aber es ist auch nicht wirklich etwas Neues. Meist sind die Probleme dann gleich: Kann ich es ihm/ ihr sagen oder nicht. Trotz allem gefällt mir das Setting und die Welt ganz gut. Ich hätte aber auch gern mehr darüber erfahren, wie Magie wirkt und wonach sich die Stärke richtet etc. Vielleicht wird das im ersten Band erklärt, aber das sind Details, die ruhig öfter einfließen könnten, da man sich ja nicht jedes Magiekonzept merkt. Das Ende fand ich wirklich gut. Das Finale ist ziemlich lang, dabei kommt aber keine Langeweile auf. Einiges hätte schneller laufen können, aber insgesamt fand ich es ziemlich gut umgesetzt und ich war immer mittendrin. Das Ende war dann bisschen zu offen nach meinem Geschmack. Die Problematik wird grob geklärt, trotzdem blieben mir zu viele Fragen offen, um das Ende wirklich rund zu machen. Es gibt ja noch zwei Bände, für mich war aber nicht ersichtlich inwieweit die Ereignisse an den dritten Band anknüpfen. Es klang eher so, als wären einfach noch zwei Bücher draufgesetzt worden, die nicht mehr viel damit zu tun haben. Aus diesem Grund bin ich mir auch noch nicht sicher, ob ich weiterlesen werde. Fazit: Ein schöner solider Fantasy-Roman, der mich packen konnte. Leider bin ich nicht so gut mit den Charakteren klargekommen und einiges war mir dann zu offen. Die Welt und die Problematik gefiel mir aber gut und insgesamt bin ich sehr zufrieden. Von mir gibt es 4 von 5 Herzen!

Lesen Sie weiter