Rezensionen zu
Stimmen Bauernregeln wirklich? Altes Wetterwissen auf dem Prüfstand

Karsten Brandt

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Schon als Kind haben mich Wetterregeln wie »Scheint die Sonn’ auf’s nasse Blatt, gibt es balde wieder watt«, die mir meine Mutter beibrachte, stark interessiert. Es gibt kaum Spannenderes, als die Zeichen der Wolken und des Windes zu erkennen und deuten zu können. Vor allem deshalb hat mich dieses handliche Büchlein interessiert. Die Wetterregeln sind nach Monaten geordnet und werden dann aufgrund von statistischen Temperaturmessungen in Ost-, Mittel-, Süd-, und Westdeutschland nach ihrem Wahrheitsgehalt bewertet. Anschließend werden auch Bauernregeln aufgeführt, die sich auf den Wind, die Wolken sowie Sonne, Mond und Sterne beziehen. »Stimmen Bauernregeln wirklich« kann man nicht im üblichen Sinne lesen, sondern eher wiederholt im Kalenderjahr aufschlagen. Obwohl dieses Buch viele spannende Fakten bereithält, ist die Buchgestaltung schrecklich. Vor jedem neuen Kapitel ist ein super hässlich-kitschiges Bild, das den Monat repräsentieren soll, eingefügt. Die Schriftart in der die Bauernregeln abgedruckt sind, ist ebenfalls ziemlich grausig, wohingegen der Beschreibungstext wieder okay gestaltet ist. Wäre es nicht super gewesen, diese Informationen als kleinen Kalender herauszugeben, oder mindestens noch anschauliche Grafiken hinzuzufügen? Zusätzlich hätte mich die Arbeitsweise des Autors interessiert. Obwohl mich die Gestaltung nicht überzeugte, hielt dieses Buch viele bemerkenswerte Informationen bereit und bewies erneut, dass jahrhundertelang mündlich tradiertes Wissen keineswegs weniger (sogar eher mehr) wert ist, als computertechnisch ausgewertete Daten

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