Leserstimmen zu
Ein Schatten von Verrat und Liebe

Diana Gabaldon

Die Highland-Saga (8)

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Ende gut - alles gut?

Von: Herbstrose aus 87772 Pfaffenhausen

03.03.2018

Wir sind in Philadelphia im Jahr 1778. Jamie ist zurückgekommen, er und seine Schwester Jenny waren nicht auf dem untergegangenen Schiff, aber Claire ist jetzt mit Lord John verheiratet. Die Armee der Briten zieht sich aus Philadelphia zurück, mit ihnen William, der inzwischen erfahren hat, dass er der uneheliche Sohn von Jamie ist. Außerdem sind in der britischen Armee noch Denzell Hunter als Militärarzt mit seiner Schwester Rachel. Die Kontinentalarmee unter General Washington formiert sich neu und Jamie und Claire schließen sich der Truppe an. Auch Lord John ist dabei, allerdings als Kriegsgefangener, außerdem Ian als indianischer Kundschafter. Es kommt zur Schlacht von Monmouth. Claire wird schwer verletzt und Jaimie quittiert den Dienst. Zunächst wohnen sie in Philadelphia bei Fergus und Marsalie, wo inzwischen auch Jamies Schwester, die verwitwete Jenny, wohnt. Dort beschließen sie, mit der gesamten Familie nach Fraser‘s Ridge zurück zu gehen, um das abgebrannte Haus wieder aufzubauen. Lallybroch 1980. Roger geht mit William Buccleigh MacKenzie, Rogers Urahn der versehentlich durch die Steine in die Gegenwart gekommen ist, zurück ins 18. Jahrhundert, da sie den von Rob Cameron entführten Jemmy dort vermuten. Sie kommen aber nicht wie berechnet an, sondern Jahrzehnte früher, etwa Ende der 1730er Jahre. Jemmy jedoch konnte seinem Entführer entkommen und ist wieder bei Brianna. Diese beschließt nun, mit ihren Kindern Jemmy und Mandy ins 18. Jahrhundert zurück zu gehen, um Roger zu suchen. Wird sie ihn finden? In „Ein Schatten von Verrat und Liebe“, dem achten Band der Highland-Saga, nimmt Diana Gabaldon, in ihrem gewohnt angenehmen Schreibstil, den Leser wieder mit auf eine abenteuerliche Zeitreise ins Amerika des 18. Jahrhunderts sowie nach Schottland im Jahr 1980. Sehr genau recherchiert und historisch korrekt führt sie ihn in die Schlacht von Monmouth zwischen der britischen Armee und der Armee der amerikanischen Südstaaten und schreckt auch vor brutalen Kampfszenen nicht zurück. Innig und liebevoll lässt sie ihre Leserschaft teilhaben am Familienleben der Frasers und ihrer mittlerweile großen Verwandtschaft. Gefühlvoll und äußerst plastisch erlebt man die einzelnen Szenen und wird mit großer Lust am Detail durch die Landschaften geführt. Die in den vorhergehenden Büchern lieb gewonnenen Protagonisten sind nun nicht mehr die Jüngsten, doch geblieben ist die tiefe Liebe und das unendliche gegenseitige Vertrauen, was Gabaldon wieder wunderschön und sehr poetisch zum Ausdruck bringt. Mehrere Handlungsstränge ziehen sich durch das Buch, treffen zusammen, kreuzen und verflechten sich. Erzählt wird wieder meist aus der Ich-Perspektive von Claire, aber auch im Erzählstil aus Sicht der anderen Protagonisten. Dadurch ergeben sich interessante Perspektiven und immer wieder neue Aspekte, was das Geschehen ungemein belebt aber manchmal leider dazu führt, dass man gelegentlich mal kurz den Überblick verliert. Ein Personenverzeichnis, das im Taschenbuch nicht enthalten ist, wäre hier sehr hilfreich. Manche Passagen sind für meinen Geschmack etwas langatmig ausgefallen, da hätte man vielleicht etwas kürzen können. Das überraschende Eintreffen von Neuankömmlingen in Fraser’s Ridge lässt auf den 9. Band hoffen, der wohl 2018 noch herauskommen wird. Fazit: Für Fans der Highland-Saga ist auch dieser Band wieder ein Muss und ein erfreuliches Treffen mit alten Bekannten.

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Frage

Von: Franzi

03.11.2016

Hallo. Ich habe gerade Band 8 ausgelesen. Folgende Frage ist bei mit nun aufgetaucht. Ich verstehe überhaupt nicht, wie Brianna und Roger auf einmal in der gleichen Zeit auftauchen wie Jamie und Claire? Habe ich etwas überlesen? Ich hatte das Buch für ein halbes Jahr zur Seite gelegt. R

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Von: Birgit

29.09.2015

Ich habe alle anderen Bücher nochmal gelesen, nachdem die Serie im Fernsehen kam und mir nun auch das 8. gegönnt. Schön, wie die verschiedenen Handlungsstränge jetzt zusammengeführt werden und wieder superspannend. Aber wenn ich für das 9. einen Wunsch frei habe: bitte bitte bitte keine Beschreibungen der wunderbaren Heilungen mehr. Wir wissen jetzt alle, dass Claire ne Superärztin ist und es geht einem wirklich auf den Sender, jedesmal seitenweise den gesamten Operationsprozess zu verfolgen.

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Da Jamie offiziell für tot gehalten wird, hat Lord John Grey dessen Witwe Claire geheiratet, um sie vor Verfolgung und ggf. einer Anklage zu schützen, denn sowohl Jamie, wie auch Claire waren im Widerstand aktiv und blieben dabei nicht unentdeckt. Doch Jamie lebt und als er von der Verheiratung von John und Claire erfährt und zu allem Überfluss auch noch, dass diese Ehe vollzogen wurde, sieht er rot und entführt John aus dessen Haus. Um das Chaos noch perfekt zu machen, trifft William Ransom, Graf von Ellesmere, Ziehsohn von Lord John auf Jamie und erkennt, wessen Sohn er wirklich ist, denn die Ähnlichkeit zwischen ihm und Jamie Fraser ist unverkennbar. Jamies Neffe Ian Murray hingegen ist glücklich, denn seine Mutter, die ebenso wie sein Onkel für tot gehalten wurde, ist am Leben und erstmalig seit Jahren treffen Mutter und Sohn wieder aufeinander. Auch seine Beziehung zur Quäkerin Rachel wird immer enger und Ian möchte sie auf jeden Fall heiraten, nur stellt ihn das vor ein Problem, denn Ian ist Schotte und hat lange Jahre bei den Indianern gelebt und war dort mit einer Indianerfrau verheiratet. Wenn auch diese ihn verlassen hat und er wieder frei ist, will Rachel unbedingt nach ihrem Glauben heiraten, doch Rachels Bruder Denzell ist ein Ausgestoßener und so ist es für die Geschwister nicht selbstverständlich, ja fast unmöglich, nach der Sitte ihrer Glaubensgemeinschaft eine Ehe zu schließen, zumal die jeweiligen Ehepartner andersgläubig sein werden. Jamie kann John nicht verzeihen, was mit Claire gelaufen ist, auch wenn es zu ihrem Schutz war. Er verliert die Beherrschung und verletzt John dabei schwer. Wütend macht er sich zurück auf den Weg zu Claire, wird jedoch zwischendurch aufgehalten und sieht sich gezwungen sich George Washington anzuschließen, nur um irgendwie seine Reise zu Claire fortsetzen zu können. Nun hat er keine Wahl. Er wollte sich aus diesem Krieg heraushalten, wollte im Untergrund tätig sein, doch nun ist er gezwungen, auf absehbare Zeit selbst in die Schlacht zu ziehen. John, den er im Wald zurückgelassen hat, in dem Glauben, dass er zwar mühselig, aber dennoch sicher einen Weg zurück in die Stadt finden würde, gerät derweil in Gefangenschaft und muss sich ebenfalls der Rebellenarmee anschließen, um vorerst sein Leben zu retten. Doch wenn seine wahre Identität ans Tageslicht kommt, ist sein Leben verwirkt. Derweil wird im Jahr 1980 Rogers und Briannas Sohn Jem entführt. Brianna und Roger gehen davon aus, dass er zum Steinkreis gebracht wurde und durch die Zeit in die Vergangenheit gereist ist, sodass sich Roger entschließt, seinem Sohn zu folgen. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass Jem sich nach wie vor in der Gegenwart befindet und er kann nach kurzer Gefangenschaft, danke Mandys Hilfe, wieder zu seiner Familie zurück - doch Roger, Roger befindet sich nunmehr in der Vergangenheit, fern von seinen Lieben und unwissend, dass Jemmy nicht dort ist ... Der 8. Band der Highland-Saga! Der Plot wurde realistisch und detailliert dargestellt. Besonders gut hat mir gefallen, dass es in diesem Band um die emotionale Entwicklung der jeweiligen Figuren geht und nicht nur um die geschichtlichen Hintergründe wie dem Unabhängigkeitskrieg. Die Figuren wurden wieder authentisch erarbeitet, wobei in diesem Band mein Herz für William schlug, denn er, der vom Leben bisher immer so begünstigt wurde, bekommt in diesem Buch mehr als einmal die Kehrseite der Medaille vorgehalten und droht, an diesen Schicksalsschlägen zu zerbrechen. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, wobei ich mir zwischendrin ab und an etwas mehr Spannung gewünscht hätte. Dennoch freue ich mich bereits jetzt auf den Nachfolgeband - und halte mich derweil mit der TV-Serie bei Laune.

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Ich habe mich in diesem Band schwerer getan, als in Band 1, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass ich die Teile dazwischen übersprungen habe. Dennoch waren mir alle Romanfiguren bekannt. Zum einen ist da wieder Claire, allerdings anfangs verheiratet mit Lord John Grey, um einer Verhaftung zu entgehen. Jamie wird als tot geglaubt. Doch Diana Gabaldon ließ nicht lange auf Jamies Rückkehr warten. Somit gilt die Ehe zwischen Claire und John als nicht rechtkräftig, was den besitzergreifenden Jamie nicht daran hindert, Rache zu verüben. Auch William spielt eine Rolle in diesem Roman, denn durch Jamies Rückkehr erfährt er, dass nicht John sondern Jamie sein Vater ist. Das bringt William zum Ausrasten. Hinzu kommen Brianna und ihre Familie, die in der Gegenwart leben. Als deren Sohn Jem entführt wird, geht auch Briannas Mann Roger durch die Steine, wo er aber in einer anderen Zeit ankommt, als in der sich seine Schwiegereltern Claire und Jamie befinden. Doch Jem ist noch in der Gegenwart und die Entführer natürlich auch. Da Brianna sich und ihre Kinder durch die Entführer in Gefahr sieht, reist sie kurzerhand in die Zeit, in der sich ihr Mann Roger befindet. Dies ist nur ein kurzer Einblick meinerseits in diesen unfangreichen Roman, denn ich möchte einfach auch nicht zu viel vorwegnehmen. Was mir in diesem Band weniger als im ersten Band gefällt, ist zum einen, dass es hier wirklich zwischen den verschieden Zeiten und den Protagonisten hin und her springt. Im ersten Teil ging Claire von der Gegenwart durch die Steine und diese Zeit blieb dann bestehen. Aber die Übergänge sind überschaubar und man kommt in jede einzelne Geschichte schnell rein. Die Liebe zwischen Claire und Jamie ist trotz Alltag nahezu spürbar, was ich sehr schön finde, denn das ist einer der Gründe, warum ich "Feuer und Stein" nicht weglegen konnte, bis ich mit dem Band durch war. Es wäre schade gewesen, wenn diese Liebe durch die ganzen Kämpfe und Intrigen nicht mehr bestehen würde. Auch in "Ein Schatten von Verrat und Liebe" finden sich viele historische Erzählungen wieder, die man aus Filmen, Büchern und Reportagen schon kennt und welche darauf schließen lassen, dass die Autorin wieder sehr gut recherchiert hat. Nach vielen Schicksalschlägen findet die Familie am Ende dann doch zueinander, wobei sich mir nicht erschließt, wie Brianna mit ihrer Familie am Ende die Zeit gewechselt hat. Der 8. Band gefällt mir nicht ganz so gut, wie der 1. Teil und dennoch konnte ich auch hier wieder mit viel Begeisterung lesen und kann diese Bücher auch jeder Leseratte nahelegen. Auch ich werde mir die Teile 2-7 jetzt nach und nach verinnerlichen.

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Jamie Returns

Von: Aglaya

08.04.2015

„Ein Schatten von Verrat und Liebe“ beginnt mitten in der Geschichte, dort wo der Vorgänger „Echo der Hoffnung“ aufgehört hat. Da die Lektüre des Vorgängers bei mir schon einige Jahre her war, hätte ich mir eine kurze Zusammenfassung des bisher Geschehenen gewünscht, da ich so doch einige Zeit benötigte, um wieder reinzufinden, da ich mich nur düster an die Geschehnisse im vorherigen Band erinnern konnte. Wie immer in Diana Gabaldons Reihe spinnt sie ihre Erzählung um eine Vielzahl von Personen, bei denen ich nicht immer wusste, wer sie genau waren. Bei den Vorgängerbänden ist mir das bisher nicht aufgefallen, da ich jeweils einen Re-Read der ganzen Reihe eingeschoben hatte, bevor ich den neusten Band anhängte. Da ich zurzeit (auch wegen der Fernsehserie) ziemlich im Claire&Jamie-Fieber bin, werde ich das vielleicht noch nachholen, es sind ja „nur“ rund 7000 Seiten… Wie bei den Büchern von Diana Gabaldon gewohnt wechselt die Erzählweise zwischen der Ich-Perspektive von Claire und der Beobachterperspektive von verschiedenen anderen Charakteren ab. Auch „Ein Schatten von Verrat und Liebe“ verfolgt verschiedene Erzählstränge, teilweise getrennt durch mehrere Jahrhunderte und den Atlantik. Die Geschichte wechselt wie gewohnt zwischen Liebesszenen, Kriegshandlungen und medizinischen Eingriffen ab. Stellenweise trat die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu lange auf der Stelle. Seitenlange Beschreibungen über Armeelager und die dortigen Abendessen, ohne dass etwas Nennenswertes dabei interessiert, tragen leider nicht wirklich etwas zum Aufrechterhalten der Spannung bei. Eine Straffung um 100-200 Seiten hätte „Ein Schatten von Verrat und Liebe“ sicher gut getan. Zusammenfassend hat die Autorin Diana Gabaldon mit „Ein Schatten von Verrat und Liebe“ wieder das abgeliefert, was wir Fans von ihr erwarten: Herzschmerz, Blut und Jamie. Eine Empfehlung ist hier wohl müssig, da die Fans der Reihe den neusten Band wohl ohnehin lesen wollen (oder dies wahrscheinlich bereits getan haben, ich hatte das Buch zwar vorbestellt, es dauerte aber eine rechte Weile, bis ich mich aufraffen konnte, den 1000-Seiten-Wälzer in Angriff zu nehmen). Wer historische Liebesromane mit einem Hauch Fantasy mag, die Reihe noch nicht kennt, aber grundsätzlich interessiert ist, der sollte unbedingt mit dem ersten Band „Feuer und Stein“ beginnen. Die einzelnen Bände der Reihe bauen aufeinander auf, die Kenntnis der Vorgänger ist für das Verständnis der Handlung daher unabdingbar.

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Die verwitwete und nun frischgebackene Mrs. John Grey, Claire, staunt nicht schlecht, als ihr totgeglaubter Ehemann Jamie quicklebendig vor ihr steht, der keinesfalls bei einem Schiffunglück auf hoher See ums Leben gekommen ist. Auch Jamies Schwester Jenny weilt zur Freude aller, insbesondere ihres Sohnes Ian, noch unter den Lebenden, der seiner Mutter nun überglücklich seine geliebte Quäkerin Rachel vorstellen kann. Doch kaum sind die Frasers wieder vereint, türmen sich auch die Probleme schon wieder meterhoch vor ihnen auf. Zum einen nimmt es William keineswegs gut auf, dass nicht John, sondern Jamie Fraser sein leiblicher Vater ist und stürmt wutentbrannt aus dem Haus. Zum anderen haben auch Jamie und John ein Wörtchen miteinander zu reden, als John Jamie anvertraut, dass er Claire nicht nur geheiratet hat, sondern auch die Ehe mit ihr vollzogen hat (und wie es überhaupt dazu kommen konnte). Während die männlichen Kampfhähne außer Haus weilen, braut sich noch mehr Übles zusammen. Die politische Lage zwischen Engländern und der Kontinentalarmee spitzt sich zu, so dass allen britischen Bürgern und Loyalisten nahe gelegt wird, die Kolonien umgehend zu verlassen. In all dem Tumult möchte ausgerechnet der scharfsichtige Bruder von John Grey, Hal, dringende Familienangelegenheiten klären, und sucht dazu natürlich ebenfalls John auf. Der aber, wie Jamie seit ihrem Zusammenstoß, nach dem John, am Auge verletzt, in die Hände der Kolonisten fiel, spurlos vom Erdboden verschwunden ist. Claire und Jenny müssen sich etwas einfallen lassen. Erschwerend kommt dazu, dass ihnen der asthmakranke Hal fast unter den Händen wegstirbt. Doch Claire wäre nicht Claire, wenn ihr nicht eine gewagte, aber recht gute Idee kommen würde. Kurzerhand entführen sie Hal und halten ihn in Johns Stadthaus, unter Drogen gesetzt, versteht sich, gefangen und hoffen darauf, dass sich John und Jamie bald wieder bei ihnen einfinden werden, denn auch das Militär sucht bereits nach John. Währenddessen schafft es Jamie erneut, sich zur falschen Zeit am falschen Ort aufzuhalten. So wird er, obwohl er sich eigentlich von allen Kriegen und Scharmützeln in Zukunft fernhalten wollte, ausgerechnet von George Washington höchstpersönlich rekrutiert. In der fernen Zukunft müssen sich Roger und Brianna, mit zu allem, entschlossenen Entführern herumschlagen, die Jem angeblich in ihrer Hand haben. Da sie fürchten, dass Jem in die Vergangenheit verschleppt wurde, reisen Roger und sein Vorfahr ins historische Lallybroch, um Jem dort zu suchen. Doch scheinbar ist bei der Zeitreise etwas schief gelaufen, denn sie sind etwas weiter in der Zeit zurückgereist, als sie es vorhatten. Kein geringerer, als Jamies Vater Brian steht nämlich plötzlich vor ihnen und will ihnen, bei der Suche nach Jem helfen. Roger gerät in eine moralische Zwickmühle. Kann er es wirklich mit seinem Gewissen vereinbaren, Brian nicht davor zu warnen, was zwei Jahre später geschehen wird und Brians Tod zur Folge haben wird? Doch wenn er sich dazu entschließt, welche Folgen hätte das wiederum für Claire, Jamie und Brianna? Während Roger in der Vergangenheit nach seinem Sohn sucht, hat ihn Brianna längst gefunden. Doch die Entführer sind ihr immer noch dicht auf den Fersen. Nachdem sie einen versteckten Brief von ihrem verstorbenen Ziehvater Frank findet, in dem etwas äußerst Beunruhigendes steht, fürchtet sie, dass sie und ihre Familie nicht mehr in der Gegenwart sicher sind. Sie will mit den Kindern zurück in die Vergangenheit reisen und nebenbei auch Roger suchen. Doch wird ihr das gelingen? Lange erwartet und nun innerhalb einer Woche ausgelesen; der neue Diana Gabaldon Roman um Jamie und Claire. Und obwohl ich wieder einmal von den unterschiedlichsten Gefühlen beim Lesen heimgesucht wurde, wie Freude an den tiefsinnigen Dialogen, dem Humor und des Familienzusammenhalts innerhalb der Fraser-Familie und ihren Freunden den Greys, kam dennoch auch hier und da ein wenig Wehmut bei mir auf: Wenn ich den aktuellen Band nämlich mit den grandiosen ersten Teilen vergleiche, schleicht sich langsam aber sicher das Gefühl bei mir ein, das eigentlich schon alles Wissenswerte um den Fraser-Clan erzählt wurde (bis auf die Auflösung aller noch offenen Fragen bezüglich der Zeitreisen und Jamie und Claires Ende). Zugegeben, sowohl die Haupt und auch manche Nebenfiguren der Serie, sind mir im Laufe der Jahre sehr ans Herz gewachsen und einerseits kann ich es mir auch schlecht vorstellen, nie wieder etwas Neues über Claire und Jamie zu lesen- so lange schon haben diese Romanfiguren mein Leseleben bereichert, doch andererseits denke ich, dass es langsam Zeit wird, die Serie zu beenden und hoffe sehr, dass die Autorin diesen Schnitt mit dem angekündigten neunten Band dann auch wirklich machen wird, denn der achte Teil der Highlandserie hat mir gezeigt, dass Jamie und Claires Erlebnisse mich lange nicht mehr so berühren und atemlos vor Spannung zurücklassen können, wie einst. Im Grunde weiß man ja, dass das Paar alle Widrigkeiten überleben wird (okay, vielleicht nicht im neunten Teil) und auch Claires Heilkünste und operativen Fähigkeiten sind leider für mich nur noch schmückendes Beiwerk geworden. Überhaupt wirkte dieser Roman für mich ein wenig wie eine aneinander gereihte Sammlung von Kurzgeschichten über die Frasers und Greys. Dadurch, dass die Autorin die Story durch so (zu) viele Figuren vorantreibt und ich leider immer noch das Gefühl habe, dass dem Leser die Greys und William mit aller Macht aufgezwungen werden, (ob man will oder nicht, sie nehmen einen Großteil der Handlung ein; wobei zumindest Williams Story rund um die geflohene Prostituierte durchaus Potential hatte und dem Roman mehr Spannung verlieh) wirkt alles etwas unausgewogen für meinen Geschmack, der Fokus, der rote Faden, wie in früheren Bänden, ist meiner Meinung nach verloren gegangen. Natürlich fand ich es interessant, dass die Autorin in „Ein Schatten von Verrat und Liebe“ Roger, Brianna und die Kinder mit Jamies Vater Brian Fraser zusammentreffen lässt, doch warum und wieso, wenn sie bezüglich gewisser Warnungen für die Zukunft passiv bleiben? Auch Rogers Treffen mit seinem Vater ist für Leser, die bereits „Zeit der Stürme“ kennen, eigentlich ein alter, bereits erzählter Hut, der meiner Meinung nach nicht hätte nochmals aus Rogers Sicht erwähnt werden müssen. Positiv fand ich Briannas Überlegungen und den Inhalt von Franks Brief, der mich sehr neugierig auf die wahren Hintergründe der Zeitreisen hat werden lassen. Zugegeben, mir hätte es auch gereicht, wenn Briannas und Rogers Kinder allein die Fähigkeit zum Zeitreisen gehabt hätten, (was in diesem Band dazu kommt fand ich persönlich schon ein wenig „too much“) dennoch fand ich den Handlungsstrang in den 1980er Jahren spannend gestrickt. Auch Ian und Rachels und Denzell und Dotties Erlebnisse werden sehr süß und intensiv (Ian und Rachel) erzählt. Gegen Ende des Romans wird es dann sehr traurig und langjährigen Fans der Reihe empfehle ich, genügend Taschentücher bereit zu halten, doch diesmal gibt es keinen so großen Cliffhanger, wie im Vorgängerband, so dass man relativ gelassen die Zeit bis zum 9. Teil abwarten kann, finde ich. Was die historischen Hintergründe angeht, erzählt Diana Gabaldon gewohnt bildhaft und mit viel historischem Kolorit gewürzt. Allerdings sollte man schon ein gewisses Interesse für den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und seine Hintergründe mitbringen. Zugegeben, die Autorin hält sich nicht mit ellenlangen Schlachtenbeschreibungen auf, dennoch ist es ein wichtiges Thema in diesem Roman, mit dem sich nicht nur Jamie, Ian und William, sondern auch Lord John und Hal befassen. Wobei letztere eher auf der Suche nach Agenten bzw. Gegnern der Krone sind. Was mich immer noch „am Ball“ bleiben lässt, ist die immer noch so besonders innige Beziehung zwischen Jamie und Claire, die untermalt wird von unter die Haut gehenden Dialogen und die Frage, warum Claire einst durch die Zeit zu „ihrem“ Jamie gereist ist. Mittlerweile deutet sich nämlich schon an, dass alles kein reiner Zufall gewesen sein kann… Kurz gefasst: Auch wenn der achte Teil der Highlandreihe meiner Meinung nach keine großen Überraschungen mehr bietet, sticht er dennoch, dank des brillanten Schreibstils der Autorin, aus der breiten Masse der Historienschmöker heraus. Ein Wiederlesen mit dem Fraser-Clan verursacht bei mir, trotz kleiner Kritikpunkte, immer noch ein wohliges Lesegefühl, auch wenn ich nun inständig hoffe, dass die Serie mit dem kommenden 9. Teil ihr Ende finden wird, bevor der Serie die besondere Magie abhandenkommt.

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nicht so flüssig wie sonst

Von: Stefanie Henkel aus Baienfurt

07.01.2015

Ich bin großer Gabaldon Fan muss aber sagen, dass der 8. band doch streckenweise sehr langatmig ist. Gerade für eher GEschichts-Unerfahrene ist es oft schwierig in den geshcichtlichen Verstrickungen noch mitzukommen. Zum Ende hin wird er wieder flüssiger und hat mir gezeigt warum ich die Bücher so liebe, den zwischendurch war ich wirklich etwas enttäuscht!

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