Rezensionen zu
Der Übergang

Justin Cronin

Passage-Trilogie (1)

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Inhalt Wissenschaftler experimentieren mit einem gefährlichen Virus, bis plötzlich das Undenkbare geschieht und die Träger des Virus ausbrechen und die Welt zu Grunde richten. 100 Jahre später: Die Menschheit lebt wie in der Vergangenheit, es gibt keine funktionierende Infrastruktur mehr und die wenigen Überlebenden schließen sich zu Kolonien zusammen, um irgendwie zu überleben. Die einzige Hoffnung ist Amy, die eines Tages vor den Toren steht… allerdings sieht sie immer noch aus, wie ein 6 Jahre altes Mädchen, wer ist sie wirklich? Eigene Meinung Lange stand „Der Übergang“ ungelesen in meinem Regal, völlig zu Unrecht, wie sich herausgestellt hat! Es fängt alles damit an, dass Wolgast die kleine Amy entführt und in das Labor der oben genannten Wissenschaftler bringt. Man erfährt viel über die Experimente der Wissenschaftler und vor allem auch über die Versuchspersonen. Leider ist der Abschnitt viel zu schnell vorbei gewesen. Nachdem das Experiment schief gelaufen und das Unheil losgelassen wurde, springt die Handlung ca. 100 Jahre weiter. Die Menschheit hat einen Rückschritt gemacht. Die wenigen, die die Virals überlebt haben, versuchen in kleinen Kolonien zu überleben. Cronin hat das Leben dort sehr anschaulich beschrieben. Man kommt sich vor, wie im Mittelalter. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Keiner verschwindet im Hintergrund und jeder hat seine eigene Persönlichkeit. Entgegen anderer Meinung, hat das Buch absolut keine Längen und hätte auch nicht gekürzt werden sollen. Es gibt unglaublich viele unerwartete Wendungen und Cronin konnte mich mit jedem Auftauchen der Virals neu überraschen bzw. ängstigen. Wer hier ein Buch über die kleine Amy erwartet, wird enttäuscht werden. Obwohl Amy im Hinblick auf die vielen Seiten, doch relativ selten vorkommt, ist sie der Mittelpunkt und Leitfaden der Geschichte. Egal, ob sie gerade zugegen ist, oder nicht, ständig kreisten meine Gedanken um Amy und wie sie wohl der Schlüssel zum Ganzen ist. Fazit Diese Endzeitstory und ganz speziell die Darstellung der Virals ist unglaublich gut gelungen! Immer wieder gibt es kleine Hoffnungsschimmer, die Seiten später wieder zerstört werden. Trotz der Dicke kam das Ende viel zu schnell und ich bin unglaublich gespannt auf den zweiten Band!!

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Das Buch hat einen eigensinnigen Schreibstil, aber im positiven Sinne. Nichtsdestotrotz lässt es sich nicht unbedingt einfach lesen – ich hatte zwischendurch ziemliche Probleme voran zu kommen, obwohl mich die Handlung gepackt hat. Denn das hat es, die Idee die einem dieses Buch präsentiert ist unglaublich gut! Die Handlung kommt einen so vor wie ein Zombieapokalypsen-Roman, nur mit einer besonderen Form von Vampiren. Diese neuen Wesen sind irgendeine Mischung aus Vampire, Zombie und einen Hauch von Golum. Das Buch hat auch seine sehr starken und brutalen Momente. In dieser Hinsicht ist es in gewissem Sinne wie Game of Thrones – man weiß nie wer als nächstes stirbt. Auch für die Abwechslung ist gesorgt, wir haben hier sehr viele Sichtwechsel in dem Buch, ab und an auch mal ein Regelwerk oder Karte. Und zum anderen wechseln recht oft die Erzähler (die Person dessen Sicht man hat) und auch die Art wie berichtet wird. Mal Live, dann einen Moment aus unterschiedlichen Sichten, kleine Zeitsprünge oder Tagebuchform. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich ab und an meine Probleme mit dem Vorankommen hatte. Zum Teil lag das an der Struktur des Buches, denn wir haben nach einen praktisch 300 Seitenprolog einen Zeitsprung von 100Jahren. Ich verstehe, dass man da etwas mehr erklären muss und eigentlich ist es sehr clever gemacht worden, wie einem der neue Alltag nahegelegt/gezeigt wurde – aber insgesamt war es dann doch ziemlich lang. Zusammengefasst kann man sagen: è Ersten 300 Seiten: Gut – Aufbau – wie kam es zur Katastrophe, neue Ideen, einfach klasse è 300-600: Wie das Leben 100J nach dem Crash aussieht – auch klasse vom Inhalt, aber es hat sich furchtbar gezogen – extrem gezogen! è 600-Schluss: Der Hammer – spannend – passiert viel – viele Sterben – recht brutal – man kriegt endlich eine Richtung

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Bevor sie Das Mädchen Von Nirgendwo wurde - das Mädchen, das plötzlich auftauchte, Die Erste Und Letzte und Einzige, die tausend Jahre lebte -, war sie nur ein kleines Mädchen aus Iowa und hieß Amy. So fängt die Geschichte an und ich finde, es ist ein guter Anfang, so fangen großartige Bücher an und ich habe mich in meiner Vermutung nicht getäuscht. Die Geschichte / Handlung sieht sich über verschieden Zeiten und Personen. Dies kann verwirrend sein, ich hatte damit aber fast keine Probleme, war aber trotzdem über manche Dezimierung der Handlungsblickwinkel froh, so war die Geschichte wieder fokussierter. Das Buch umfasst 1018 Seiten plus Leseprobe des zweiten Teiles am Ende, dies ist eine ganze Menge an Lesestoff. Trotzdem empfand ich es nicht als zäh oder langweilig. Schon nach den ersten Seiten empfand ich eine unterschwellige Spannung beim lesen, diese entlud sich auch einige male, war aber die meiste Zeit eher dezent. Ich würde die Handlung als komplex betiteln, im Vergleich zu anderen Büchern in dem Genre. Der Leser wird nicht gleich vor die Tatsachen gestellt, sondern diese werden langsam an ihn heran geführt, sodass er sich selbst ein Bild machen kann. Dies führt aber auch zu langen Beschreibungen, vielen Blickwinkeln, Erinnerungen und Gedanken, die die Handlung nicht wirklich voran treiben, aber ein besseres Bild der Person/ Welt / Gesellschaft schaffen. Diese Art des Schreibstil hat mich an Stephen King erinnert, auch er schafft es bei mir Nebensächliches so zu schildern, dass man das Gefühl hat es wäre elementar für das Verständnis des Geschehens. Auch haben mich mehrere Episoden der Geschichte an King Bücher erinnert. Man fand eine Möglichkeit, die Hoffnung nicht ganz aufzugeben, sie in eine Flasche zu füllen und irgendwo auf ein Regal zu stellen und die Pflichten des Lebens zu erfüllen S.559 Das Cover fand ich zu erst nicht sehr besonders, aber je mehr ich gelesen hatte, umso besser gefiel es mir. Ich finde es passt sehr gut zu dem Buch, besonders das abgegriffene am Rand gefällt mir und das blaue Auge, was hervor sticht. Da die Welt zu Grunde geht, setzen sich viele mit dem Thema sterben auseinander. Dies verleiht dem Buch so einen Nachdenklichen Touch und hat mich an machen Stellen zum Nachdenken angeregt. Ich könnte nun nicht sagen, dass ich eine Lieblingsperson in dem Buch habe, aber trotzdem hat mich das Schicksal der Menschen berührt und ich war an manchen Stellen emotional ergriffen. Fazit: Ein richtig tolles Buch, kann es nur weiter empfehlen. Es ist wunderbar zum abtauschen. Ein Meisterwerk. Ein Muss für Stephen King Fans

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Zur Handlung Bioforscher haben im bolivianischen Dschungel ein Agen entdeckt, mit dem sie sich erhoffen, dass der Mensch sich selbst heilen und damit ewig, zumindest länger, leben kann. Natürlich ist das Militär an diesem Gen interessiert, da es die Soldaten im Krieg nahezu unsterblich machen würde. Doch die Expedition endet in einem Desaster. Trotzdem wird die Forschungsreihe fortgesetzt, bis schließlich Versuche an Menschen durchgeführt werden. Dafür haben die FBI-Beamten Wolgast und Doyle den Auftrag, 12 Todeskandidaten, die im Gefängnis auf die Todesspritze warten, als Probanden zu gewinnen. Nachdem der 12. auf dem Weg ins Labor ist, kommt ein neuer Auftrag, den Wolgast nur widerwillig ausführt. Das 6jährige Mädchen Amy, gerade von seiner Mutter in einem Nonnenkonvent zurückgelassen, soll die nächste Testperson sein. Wolgasts Gewissen meldet sich und er will mit Amy fliehen - aber das Militär ist schneller. Während Amy im Labor mit dem Virus infiziert gegen den Tod kämpft, haben sich die anderen 12 Probanden auf ihre Flucht vorbereitet. Sie sind alle durch den Virus zu Blut saugenden Dämonen mutiert und haben in den letzten Wochen gelernt, sich in die Gedanken ihrer Wächter zu schleichen und sie zu beeinflussen. Das Chaos beginnt, als die Mutanten ausbrechen und alle töten oder mit dem Virus infizieren, die sich ihnen in den Weg stellen. Schnell breitet sich dieser Virus über ganz Amerika aus – innerhalb 2 Jahren ist fast die ganze Bevölkerung ausgerottet. Das war sozusagen der Vorspann, er umfasst ca. 1/3 des Buches und ist eine spannende Geschichte für sich. Ab jetzt geht die Handlung in der Kolonie 2 weiter, 97 Jahre nach dem Jahr Null. Als sich die Mutanten, Virals genannt, nach ihrem Ausbruch rasend schnell vermehrt haben und die Bevölkerung Amerikas fast ausgelöscht wurde, brachten die Militärs die Kinder in verschiedene Festungen, um das Überleben der Menschheit zu sichern. Wie diese nun damit knapp 100 Jahre später umgehen, ob es noch andere Überlebende in den Kolonien gibt und was passiert, als Amy in diese geschützte Welt einbricht … lasst euch überraschen :) Meine Meinung Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Es ist keine leichte Lektüre und anfangs switcht Cronin von Kapitel zu Kapitel zwischen verschiedenen Charakteren und Ereignissen hin und her. Doch man merkt schnell, dass man auf ein bestimmtes Ziel zusteuert und der packende Schreibstil lässt einen nur so durch das Buch fliegen. Natürlich hätte man einiges kürzer halten können. Die Vorgeschichte bis zum Jahr Null ist eine eigene Etappe für sich und ist dafür, dass so gut wie alle Charaktere, die man bisher kennen gelernt hat, sterben, sehr ausführlich. Trotzdem fand ich dieses erste Drittel sehr spannend und hat mich wunderbar auf das, was danach kommt, vorbereitet. Auch die Ereignisse und die Beschreibungen der Kolonie im zweiten Drittel hätte man etwas raffen können, trotzdem kam bei mir nie das Gefühl der Langeweile auf. Ich konnte mir zwar während des Lesens vorstellen, dass sich manch andere denken würden „Was zieht sich das jetzt so hin“, aber trotz dessen das manche Infos evtl. überflüssig waren, waren sie interessant und flüssig zu lesen und haben mich keinesfalls gelangweilt. Viele Wendungen, viele Entscheidungen, die sich auf die gesamte Handlung auswirken und immer wieder in andere Richtungen führen. Die verschiedenen Erzählperspektiven sind anfangs etwas irritierend, geben aber einen besonderen Einblick in die Geschehnisse. Man wird immer mehr in die Verwicklungen hineingezogen und ich war von Anfang an von der Handlung gefesselt. Es gibt viele Haupt- und Nebencharaktere, wobei ich hier nie den Überblick verloren habe. Sie alle haben ihren Platz und sind gekonnt den Handlungsverlauf eingeflochten. Vielschichtige aber auch typische Charakterzüge runden die Figuren ab, sie passen stimmig ins Bild und jeder von ihnen hat seine besondere Rolle. Die Story an sich ist super und für mich mal etwas völlig neues. Die Charaktere sind gut durchdacht und ich kann mich in sie hineinversetzen. (in der Kolonie vielleicht etwas zu viel des guten, da haben mich die vielen Personen manchmal etwas verwirrt), aber je weiter man kommt, erkennt man, das alles wichtig und in sich stimmig ist. Gut durchdachte Lösungen, bis auf ein – zwei Kleinigkeiten, die sich aber vielleicht in den Folgebänden noch auflösen. Fazit Ein grandioser Auftakt zu einem weit reichenden, gewaltigen Werk, auf dessen Fortsetzung ich mich schon sehr freue. Perfekt inszeniertes Zukunftsszenario, dass in dieser Form wirklich einzigartig ist.

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Wir befinden uns in Amerika. Das Land, dass der Ursprung jeder klima-, natur- oder gen-biologischbedingten Katastrophe zu sein scheint. Wie oft hat man schon Filme gesehen, wo es ein paar mutige heldenhafte Amerikaner in letzter Sekunde geschafft haben, die Erde zu retten? Sei es vor herabstürzenden Meteoriten, bösen Alieninvasionen oder gar seltsamen Insektenplagen. Ziemlich oft eigentlich. Je nach Zusammensetzung der Charaktere, kann das auch richtig unterhaltsam sein. Trotzdem bedient man sich oft dem klassischen Akte-X Schemata: Ein bis Zwei schwarze-Anzug-Agents in geheimer Mission. Ab und an tauchen gut aussehende Typen auf, die die Frauenherzen dahin schmelzen lassen, die hübsche Silikon-Blondine darf dabei ebenso nicht fehlen, wie der verstreute Professor oder der unsichtbare Informant. Kennen wir also die Serie Akte-X, kennen wir sie alle. Naja, fast. Silikonbusen war damals noch nicht so verbreitet. Aber auch sonst fällt die Endzeit Geschichte von Justin Cronin ein wenig durch das klassische feinmaschige Raster. Alles fängt mit einer Entdeckung im Urwald an, in dessen Folge seltsame Experimente an menschlichen Probanten durchgeführt werden. Doch nicht alles läuft immer glatt und so braucht man stetig wieder Nachschub. Eines Tages erhält nun der FBI-Agent Wolgast mit seinem Kollegen den Auftrag, das 6jährige Mädchen Amy zu holen. Zunächst sind die skeptisch, schließlich war kein Objekt, war bisher so jung. Allerdings: Auftrag ist Auftrag, also machen sich die beiden auf die Suche nach Amy. Wie ihre Auftraggeber richtig vermutet haben, ist dieses Kind etwas ganz besonderes. Irgendwann kommt es schließlich so, wie es kommen musste. Es kommt zum Zusammenbruch und zeitgleich dem Ausbruch, der Katastrophe, die alles zum erliegen bringt. Wirklich alles. "Es ging schnell. Zweiunddreißig Minuten, in denen eine Welt zu Ende ging und eine neue geboren wurde." [S.271] In der Zeit vor und nach diesem Unglück lernt man als Leser zahlreiche Figuren kennen. Man kann sie in unterschiedliche gedanklich Gruppen einteilen oder sich schlichtweg seine Lieblingsfiguren merken. Alle wird man nicht behalten können. Vor dem Ausbruch ist alles noch fein säuberlich voneinander getrennt. Danach jedoch, hat man zeitweise so eine Namensflut vor sich stehen, dass man eine Weile braucht, um sich die wichtigsten Namen mitsamt ihren Verbindungen und Eigenschaften merken zu können. Schön finde ich, dass der Ausbruch nicht nach Schönheit und Stärke sortiert hat. Zwar wurde mit menschlicher Hand nachgeholfen, trotzdem sind die Typen komplett unterschiedlich. Viele müssen sich auch erst noch entwickeln, werden in die neue Zeitrechnung hineingeboren. Diese Entwicklung der einzelnen Figuren verfolgt man sehr gerne. Man bang mit ihnen mit. Klammert sich an klein Strohhalme. Freut sich über schöne Erlebnisse und trauert, wenn es Verluste zu beklagen gibt. Das ist also ein dicker fetter Pluspunkt an das Buch: Es entwickelt sich nachvollziehbar. Keiner verharrt in seiner Position. Ein weiterer positiver Punkt ist die Aufteilung. Dank der Kapitelüberschriften hat man immer einen groben Überblick, wo und wann man gerade in der Handlung unterwegs ist und verliert somit nie den roten Faden. Die Spannung kommt ebenfalls nicht kurz. Ist es anfangs das Warten auf den Knall und mittig, die Sorge um die Lebenden, kommt am Ende die Hoffnung auf ein Überleben hinzu. Wenn man dann glaubt, alles sei im Reinen, kommt eine Wende, die einen wieder neu mifiebern lässt. Für Unterhaltung ist also von der ersten, bis zur letzten Seite gesorgt und das trotz der über 1000 Seiten! Die Zeit verfliegt wie im Flug! Leider hatte ich trotzdem einen tiefen Hänger mittendrin, wo ich einfach nur noch die Seiten überfliegen wollte. Es reihen sich hier zu viele Informationen aneinander. Man wird mit Familiennamen und Konstellation zugetextet und fühlt sich einfach überladen. Es hat auch einige Seiten gedauert, bis ich da wieder raus war und letztendlich hat sich gezeigt: Es wäre nicht nötig gewesen, den Leser so extrem ins Familienstammbaum Geschehen reinzudrängen. Man versteht die kommenden Ereignisse auch ohne diese vielen Details. Danach nimmt die Story zum Glück wieder mächtig Fahrt auf und man vergisst den trockenen Mittelteil wieder fast komplett. Gut für das Buch, schade um meine duchgequälten abendlich Lesestunden. Alles in allem hat mich das Buch dennoch überzeugt. Wer es schafft, so einen dicken Schmöcker zu schreiben und dabei auch noch so viele Leserherzen gewinnt, der muss etwas besonderes in seinen Werken versteckt haben. Das hat Justin Cronin auch, denn ich will mich dieses Jahr ein weiteres Mal in den 1000 Seiten Genuss schmeißen, wenn der zweite Band "Die Zwölf" verschlungen werden will.

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Bevor sie das Mädchen von Nirgendwo wurde – das Mädchen, das plötzlich auftauchte, die Erste und Letzte und Einzige, die tausend Jahre lebte – war sie nur ein kleines Mädchen aus Iowa und hieß Amy. Amy Harper Bellafonte. Das Mädchen Amy ist gerade einmal sechs Jahre alt, als es von zwei FBI-Agenten entführt und auf ein geheimes medizinisches Versuchsgelände verschleppt wird. Man hat lange nach Amy gesucht: der optimalen Versuchsperson für ein mysteriöses Experiment, das nichts Geringeres zum Ziel hat, als Menschen unsterblich zu machen. Doch dann geht irgendetwas schief – völlig schief. Von einem Tag auf den anderen rast die Welt dem Untergang entgegen. Und nur eine kann die Menschheit vielleicht noch retten: Amy Harper Bellafonte Meinung: Anfangs dachte ich, es geht um einen klassischen Zombie-Horror. Da musste ich mich aber recht schnell eines besseren belehren lassen. Ich finde die Kombination aus subtiler Gedankenmanipulation und dem Übermaß an Aggression sehr gelungen. Auch die verschiedenen Charaktere überraschen immer wieder aufs Neue. Jede Person hat eine eigene Vergangenheit, mit der sie sich während des Romans auseinander setzt. Manchmal fand ich es aber zu lange, bevor sich der nächste (teilweise überraschende) Handlungstrang herauskristallisierte. Trotzdem freue ich mich schon auf den Fortsetzungsband "Die Zwölf".

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Mir fällt es ziemlich schwer, dass Buch als Einheit zu beurteilen und etwas zu beschreiben. Was einfach darin liegt, dass es für mich aus 3 Teilen besteht, die zwar locker aufeinander aufbauen, aber eben doch eigenständige Blöcke sind. Und zwar so sehr, dass ich schon beim Lesen dachte, dass es fast sinnvoller gewesen wäre, statt einem 1000+ Seiten-Wälzer 3 dünnere Bücher mit je etwa 300 Seiten zu veröffentlichen. Aber gut. Das erste Drittel beziehungsweise der erste Teil war in etwa, was ich mir von dem Buch nach dem Klappentext erwartet habe. Horror–Thriller-Gedöhns mit Vampiren. Sehr spannend geschrieben und hat mich schnell gefesselt. Besonders gut gefallen haben mir die minimalen Abweichungen von der Realität, die einem nur bei genauem Lesen aufgefallen sind. Und die nie unglaubwürdig gewirkt haben. Diesen Teil fand ich gut geschrieben, die langsame Enthüllung, was da eigentlich vor sich geht, war sehr geschickt. Und auch gerade die Teile mit Amy und ihrer Mutter waren sehr schön. Ich will auf die anderen zwei Teile gar nicht so genau eingehen, weil es eh kaum möglich ist, ohne wichtige Entwicklungen des erstens Teils zu verraten. Nur so viel: Zwischen Teil eins und zwei liegt ein ziemlicher Zeitsprung und dementsprechend wechseln auch die Hauptpersonen komplett. Was mich total verwirrt hat, weil es sich echt anfühlt wie der Anfang eines komplett neuen Buches und die Zusammenhänge erst langsam nach und nach klar werden. Und es gibt einfach so einiges, was ich in dem Teil unlogisch oder zumindest vollkommen unzureichend erklärt finde (zum Beispiel die Zuflucht oder dass so unheimlich viel in relativ wenigen Jahren vergessen wird), was mir diesen Abschnitt ziemlich verdorben hat. Der dritte Teil baut recht gut auf dem zweiten auf, die Personen bleiben ziemlich gleich, nur begeben sie sich auf eine Wanderung. So weißt so gut, wenigstens war es nicht so verwirrend. Aber zu einem Großteil der Personen konnte ich keinerlei Beziehung aufbauen, weswegen mir ihr Schicksal ziemlich gleichgültig war. Was nicht gerad hilfreich ist, wenn die Handlung vor allem darauf basiert, dass die Personen in schwierige Situationen geraten. Es war trotzdem noch spannend, aber nicht in dem Maße, wie Teil 1. Alles in allem ist es – so widersprüchlich es klingt – ein hochspannendes aber gleichzeitig auch oft langatmig. Gerade die letzteren Teile hätten an einigen Stellen durchaus gestrafft werden können und dafür manche Konfrontationen (was passierte in der Nacht der Klingen und der Sterne?) detaillierter beschrieben werden können. Die Grundidee ist toll und der Autor hat sie auch recht konsequent über die Ereignisse im Klappentext hinaus gedacht und seine Entwicklung erscheint mir zwar ziemlich düster, aber auch wahrscheinlich. Wobei mich auch etwas die Konzentration auf die USA irritiert. Ist ja nicht so als, ob das eine Insel wäre. Aber dafür endet es wieder mit einer sehr interessanten Entwicklung, die mir Hoffnung gibt, dass sich im zweiten Band der Trilogie wieder mehr auf das eigentliche Thema – Amys Kampf gegen diese übermenschliche Bedrohung – konzentriert und sich nicht in unzähligen Nebenhandlungen verliert.

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Das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe und definitiv eines meiner Lieblingsbücher, wenn nicht sogar DAS Lieblingsbuch. Justin Cronin schreibt von Beginn an fesselnd und strukturiert. Man kommt dadurch sehr leicht in die Welt der Geschichte rein und fühlt mit jeder einzelnen Person mit. Die gesamte Geschichte ist komplett durchstrukturiert und weist nicht eine einzige Schwachstelle auf, bei der man zu viel nachdenken müsste, oder nicht folgen kann. Die einzelnen Personen haben Tiefe und Charakterstärke, und wirken sehr glaubhaft, es macht Spaß sie in ihrem Leben zu begleiten und man baut seine eigenen Bindungen zu den jeweiligen Protagonisten auf. Was mich an diesem Buch aber am meisten gefesselt hat, ist sicher die Tatsache, dass es einzigartig ist! Es ist kein Abklatsch von einer schon einmal da gewesenen Geschichte, oder Trittbrettfahrer auf dem Erfolg des Vampirs. Justin Cronin versteht es ein natürliches Gleichgewicht zwischen Detail und Geschichte herzustellen, wie sonst kaum jemand. Die Geschichte ist einzigartig, noch nie da gewesen und meisterhaft geschrieben! Einfach in jedem Punkt empfehlenswert!

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