Rezensionen zu
Der Übergang

Justin Cronin

Passage-Trilogie (1)

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Um was geht es in dem Buch: Ein kleines Mädchen, gerade mal sechs Jahre alt, wird von heute auf morgen die letzte Rettung der Erde sein. Die kleine Amy Harper Bellafonte wird vom FBI entführt, sie wird als überaus geeignet empfunden bei einem mysteriösen Experiment, als Versuchsperson zu fungieren und damit fängt ein Leben voller Leid, Angst aber auch Freude und Glück an. Doch das Experiment mit den anderen Versuchspersonen geht schief und nun hängt das überleben der Menschheit alleine von der kleinen Amy ab. Wird es ihr gelingen die Welt vor der kompletten Zerstörung zu retten? Wird sie die Kraft haben gegen das Böse auf der Welt anzukämpfen? Und wird sie Freunde und Unterstützer dabei haben? Das alles müsst ihr selbst lesen. Mein Fazit: Ich habe meine Ader für Dystopien entdeckt und muss sagen, Justin Cronin hat es geschafft, mich in der Welt rund um Amy, gefangen zu nehmen. Das Cover ist ein klein wenig erschreckend, aber passt wunderbar um die Story der kleinen Hauptprotagonistin. Ich hatte zwar auf den ersten 120 Seiten so meine Probleme in die Geschichte rein zu kommen, weil doch viel erstmal auf einen zuprasselt, doch wenn man weiter liest, weiß man wozu es gut war und versteht es. Mein liebster Charakter: Ganz klar ist mein Lieblingscharakter die kleine Amy, sie hat einfach eine einnehmende und fesselnde Art an sich, die mich von Anfang an begeistert hat. Auch fühle ich, als Mutter, sehr mit ihr mit, da doch sehr viel auf ihr lastet. Man möchte ihr am liebsten alles Abnehmen und sie an die Hand nehmen. Wer sollte dieses Buch lesen: Dieses Buch empfehle ich jedem der Dystopien liebt, jedem der solche Weltuntergang Szenarien mag und eine dem Anschein erscheinende Protagonistin wo man denkt, sie schafft es nicht. Meine Bewertung: Cover: 5 von 5 Schreibstil: 4,5 von 5 Handlung: 5 von 5 Charaktere: 5 von 5 Also alles in allem eine düstere und komplett Empfehlenswerte Dystopie von Justin Cronin, die von mir 5 von 5 Book Towern bekommt. Freue mich schon sehr die weiteren Bände von dieser Trilogie zu lesen.

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Als ich "Der Übergang" das erste Mal in den Händen hielt, musste ich etwas schlucken. Nicht nur wegen des intensiven, merkwürdig beunruhigenden Blicks des Mädchens auf dem Cover, sondern auch, weil der Roman mit seinen 1.040 Seiten ein richtiger Wälzer ist - ein wahrer Backstein von Buch. (Da tut man beim Lesen direkt was für die Armmuskeln.) Ich war skeptisch. Würde das Buch mich tatsächlich über so viele Seiten hinweg fesseln können, oder würde es sich endlos in die Länge ziehen? Waren 1.040 Seiten wirklich nötig, um diese Geschichte zu erzählen? Ja. Das ist meine Antwort, nachdem ich das Buch gelesen habe. Ja, meiner Meinung nach ist jede einzelne Seite nötig, um diesem epischen, wort- und bildgewaltigen Endzeitdrama genug Raum zu geben, sich in seiner vollen Wucht zu entfalten. Manche Geschichten brauchen einfach ihre Zeit, sind aber gerade deshalb etwas ganz Besonderes, und "Der Übergang" gehört für mich dazu. Der Autor lässt sich Zeit damit, dem Leser die harte, menschenfeindliche Welt dieses post-apokalyptischen Szenarios näher zu bringen, und das wird in meinen Augen nie langweilig oder verwirrend. Ich fand die Geschichte unglaublich originell, denn der Autor bringt viele interessante, überraschende Ideen und unerwartete Wendungen ein, so dass "Der Übergang" alles ist, nur nicht 'typisch', 'Standard' oder '08/15'. Ja, es gibt Kreaturen, die auf den ersten Blick an Zombies erinnern, und Zombiebücher gibt es tausende - aber eigentlich sind sie dann doch etwas ganz Anderes, sowohl schrecklicher als auch weniger schrecklich. Ich denke, das Buch kann auch Leser fesseln, die nicht unbedingt große Fans von Endzeitgeschichten sind, denn das bin ich normal auch nicht! Zu zartbesaitet sollte man allerdings nicht sein, denn die Gewalt wird zum Teil doch recht detailliert beschrieben. Neben dem ganzen Überlebenskampf und der Action bietet die Geschichte auch viele ruhige Passagen, in denen man sich als Leser fragt: was macht den Menschen eigentlich zum Menschen, und wann verliert er seine Menschlichkeit? Auch in diesen ruhigen Szenen war das Buch für mich spannend, nur eben auf eine andere Art. Die ethischen und moralischen Fragen, die es aufwirft, haben mich sehr gefesselt. Außerdem wollte ich immer wissen, wie es für die lieb gewonnenen Charaktere weitergeht! Und davon gab es wirklich einige. Normalerweise tue ich mich immer ein bisschen schwer, wenn ein Buch eine wahre Legion von Charakteren auf mich loslässt, aber in "Der Übergang" hatte ich überhaupt keine Probleme damit, mir zu merken, wer wer ist. Das liegt sicher auch an der Länge des Buches, denn so hat der Autor die Möglichkeit, jedem wichtigen Charakter eine Vielzahl von Szenen zu geben, die sich dem Leser ins Gedächtnis brennen und deutlich machen, wer dieser Mensch, reduziert auf den Kern seines Seins, wirklich ist. Ich möchte hier gar nicht auf die einzelnen Charaktere eingehen, denn ich denke, "Der Übergang" ist ein Buch, an das man am besten völlig ahnungslos herangeht! Aber ich fand sie alle großartig geschrieben, sehr komplex und glaubhaft. Sogar die "Bösen" sind nicht immer das, was sie auf den ersten Blick zu sein scheinen; so empfand ich zum Beispiel schon nach wenigen Kapiteln ein sehr tiefes Mitgefühl mit einem verurteilten Mörder... "Eine Zeitlang, Monate oder Jahre, hörte sie den MANN im Heulen des Windes und im Rascheln der Sterne, wenn sie nur zuhörte, und dann erwachte in ihrem Herzen die Sehnsucht nach seiner Fürsorge. Im Laufe der Zeit jedoch vermischte sich seine Stimme in ihrem Kopf mit den Stimmen der anderen, der Träumenden, die da waren und zugleich nicht da waren, wie die Dunkelheit ein Ding und doch kein Ding war, etwas Anwesendes und zugleich etwas Abwesendes. Die Welt war eine Welt aus träumenden Seelen, die nicht sterben konnten." Den Schreibstil fand ich einfach phänomenal, fantastisch, wunderbar, grandios... Sehr facettenreich, voller Bilder und Metaphern, bei denen ich mir erstmal dachte: wow. Je nachdem, durch wessen Augen wir die Geschichte gerade sehen, kann der Schreibstil drastisch unterschiedlich sein, aber er ist immer einzigartig und erzeugt eine sehr dichte Atmosphäre. Fazit: "Der Übergang" ist ein fetter Wälzer von Endzeitdrama, der meiner Meinung nach jede seiner 1.040 Seiten wert ist! Der Autor breitet ein zutiefst beunruhigendes, düsteres Epos vor dem Leser aus, das nicht nur oberflächliche Action und brutale Gewalt bietet, sondern eine intelligente Handlung, komplexe Charaktere und interessante ethische Fragen, und darüber hinaus einen außergewöhnlichen Schreibstil, der mich nicht mehr losgelassen hat.

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Spannende Geschichte, über ein Mädchen mit besonderen Fähigkeiten Als ich mir den Klappentext durchgelesen hatte fand ich die Geschichte echt spannend und ich war gespannt um was es genau geht. Aber dass es um Vampire/Virals geht, damit hatte ich nicht gerechnet. Gut, dies fand ich jetzt nicht so schlimm, trotzdem etwas irreführend der Klappentext. Den hätte man dann auch anders machen können. Die Geschichte um Amy ist sehr spannend, man lernt sie kennen und die düstere Aura um sie herum ist spürbar. Alle Protagonisten werden gut beschrieben und man kann diese sich gut vorstellen. Der Schreibstil ist flüssig und das ganze Buch liest sich in einem Rutsch weg, man merk die über 1000 Seiten gar nicht, sie fliegen nur so weg. Je nachdem aus welcher Sicht das Buch gerade geschrieben ist, ändert sich auch ein bisschen die Art des Schreibstils, was dem Buch seine Spannung verleiht. Die verschiedenen Erzählstränge, Zeitsprünge und Rückblenden können den Leser manchmal verwirren, man muss schon beim Lesen den Überblick behalten, sich einfach berieseln lassen geht bei diesem Roman nicht. 1000 Seiten, das kann erst mal deprimieren, wenn man das Buch in der Hand hält, aber es lohnt sich wirklich. Cronin bringt die düstere Endzeitstimmung wirklich gut rüber, man kann sich gut hineinversetzen und diese düstere Stimmung überträgt sich beim lesen. Die mittelalterlichen Zustände sind grausam und holen nicht das Beste aus den Menschen raus, eine grausame Welt hat sich gebildet, keine Zivilisation, zurückgeworfen um viele Jahre zählt nur noch man selber. Cronin schafft es in seinem Buch die Virals immer wieder spannend einzubringen, es sind Wesen von denen man im Buch liest, aber diese nicht so recht fassen kann, man weiß eigentlich gar nicht genau was es für Wesen sind, was sie ausmacht, wie genau sie aussehen. Denn obwohl er die Wesen mehrmals beschreibt, bildet sich bei mir kein klares Bild der Virals in meinem Kopf und jedes Mal sehen sie auch anders aus. Nur, dass sie ein schiefgelaufenes Experiment sind. Niemand versteht diese Wesen, daher wird dem Leser auch nicht klar was sie sind. Außer Amy hat keiner einen Bezug zu diesen Wesen. Das Thema über die Virals und der postapokalyptischen Welt ist ja zur Zeit der Renner und kommt bei den Lesern sehr gut an, Cronin hat es auch sehr gut und düster rüber gebracht. Trotz des Themas was im Moment viel genutzt wird, hat es Cronin geschafft es wieder anders an den Leser zu bringen, so dass man nicht das Gefühl hat dass man diese Geschichte schon mal gelesen hat. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, die Wesen, die ich als Kombination aus Vampir und Zombie empfinde, sind wirklich gruselig und als Leser hat man echt ein bisschen Angst wenn sie wieder auftauchen. Amy ist sehr undurchsichtig, man weiß nicht genau was man von ihr halten soll. Was auch daran liegt, dass Amy selbst in dieser Welt ihren Platz noch nicht gefunden hat. Die Charaktere die in dieser Geschichte zusammenfinden können unterschiedlicher nicht sein, was den Verlauf des Romans spannend gestaltet. Am Ende ist man gespannt auf den zweiten Teil, den habe ich direkt danach gelesen und ich sage schon mal, Es lohnt sich! Klare Leseempfehlung Ein klarer Kritikpunkt dieser Trilogie ist, dass man immer noch auf den dritten Band wartet und es keinerlei Infos darüber gibt wann dieser endlich erscheinen wird. Der erste Band erschien 2010 und der zweite Band 2012, seitdem wartet man gespannt auf die Ankündigung für den dritten Band. Diese Zeitspanne finde ich schon sehr extrem. Hätte ich gewusst dass ich so lange auf den letzten Band warten muss, hätte ich die beiden Bände noch nicht gelesen. Echt schade, ich bin gespannt ob es überhaupt noch erscheinen wird.

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1019 Seiten, keine zu viel und keine zu wenig. 'Der Übergang' von Autor Justin Cronin, Band 1 aus der Triologie 'Passage'. Wie viele Sterne vergebe ich für ein Buch, dass mich zu Tränen gerührt hat? Wie viele Sterne vergebe ich für ein Buch, dass mich gruselte, obwohl es taghell war? Das mich entführte in eine lange Geschichte um ein kleines Mädchen, eine besondere Frau, mutige Männer, Helden und Feiglingen und der Story um das Ende der Menschheit und die Hoffnung irgendwie zu überleben. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Zur Story: Ein Experiment geht schief, ganz gewaltig sogar. Die Folge, eine grausame Vernichtung der Menschen durch die Virals, eine Spezies die alles Leben tötet. Die wenigen die überlebten haben sich in einer Kolonie zusammen gefunden. Scheinbar in Sicherheit, doch die Gefahren sind selbst nach 100 Jahren nicht gebannt. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Der erste lange Teil des Buches gehört der kleinen Amy, die so besonders und außergewöhnlich ist. Die Geschichte um sie und den Agenten Wolgast ist so voller Güte und Liebe, dass die grausamen Geschehnisse um sie herum fast schon Nebensache werden. Die Entwicklung der Überlebenden 100 Jahre nach Anbruch der neuen Zeit führte mich in eine Art modernes Mittelalter. Es war ein mühsames Leben, geregelt und hinter hohen Mauern. Die Protagonisten sind viele an der Zahl, aber die Virals sind noch viel mehr. Die Kämpfe um das Überleben, miteinander aber auch gegeneinander sind sehr eindrucksvoll geschildert. Blutig, grausam und oft genug mit einer wahnsinns Spannung. Es gab stellenweise lange Erzählungen, aber es störte mich nicht, habe ich doch viel erfahren zu den Gefühlen, Gedanken, den kleinen und großen Alltäglichkeiten und wie es kam und wie es blieb und wie es wurde. Auch hat es nicht an Spannung gefehlt, stellenweise wurde es schon sehr gruselig und ich habe regelrecht mit gezittert. Die Sprachwahl des Autors ist sehr tiefgründig, lebensbejahend und voller Erfurcht vor denen, die besonders sind. Und davon gibt es einige in diesem Buch. Dieses Buch hat mich mitgerissen und fasziniert. Fast würde ich sagen, dass es einen religösen Einschlag in diesem Buch gibt, ganz verhalten nur, aber er ist da. Manchmal war es mir etwas zu schnell in den Sprüngen, als würde etwas fehlen, dass ich gerne lesen wollte, aber ich habe trotzdem alles erfahren, durch Rückblicke oder Tagebucheinträge. Ich vergebe die volle Sternenzahl. c ) K.B. - 2015 Band 2 'Zwölf' steht schon in meinem Regal und ich bin gespannt wie es weitergeht.

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FBI-Agent Brad Wolgast hat einen sehr undankbaren Job, der nicht viel mit dem zu tun hat, was man sich als normaler Bürger unter FBI-Arbeit vorstellt. Für ein geheimes Experiment soll er ein Dutzend Todeskandidaten davon überzeugen, ihren Körper zur Verfügung zu stellen - als Belohnung winkt die Umwandlung der Todesstrafe in eine lebenslange. Wolgast, selbst vom Leben enttäuscht und gestrauchelt, schafft es tatsächlich, dass sich 12 Männer bereit erklären, bei dem Experiment, in dem es um die Erforschung eines neuen Virus geht, mitzuwirken. Erst ein 13. "Versuchskaninchen" bringt ihn zum Straucheln, denn dieser Proband ist anders, als die übrigen. Es handelt sich um ein 6-jähriges Mädchen namens Amy Harper Bellafonte. Doch das Experiment geht gewaltig schief ... 97 Jahre später ist die USA entvölkert und in zwei Gruppen geteilt. Die "normalen" Menschen und die Virals (welche mit dem experimentellen Virus infiziert sind). Aus der Menschheit sind Jäger und Beute geworden. Tagsüber haben die Menschen die Oberhand, das Licht schützt sie vor den Virals, aber nachts ist deren Zeit gekommen. In einer kleinen Kolonie in Kalifornien konnte sich eine kleine Gruppe Menschen bisher erfolgreich mit Scheinwerfern gegen die Virals wehren, doch die technischen Anlagen sind veraltet, ihr Ausfall wird immer wahrscheinlicher und dann sind sie den Virals schutzlos ausgeliefert. In dieser Situation stößt Amy Harper Bellafonte zu der Gruppe. Sie ist kaum gealtert, ja gerade einmal im Teenageralter und sie hat die Fähigkeit, mit den Virals zu kommunizieren. Auch sie ist mit dem Virus infiziert worden, doch hatte dieses, im Gegensatz zu den 12 anderen Probanden, bei ihr die Wirkung, dass sie kaum altert und unsterblich zu sein scheint. Sie schließt sich der Gruppe an und gemeinsam machen sie sich auf die gefährliche Reise nach Colorado, zu dem Ort, an dem alles vor so langer Zeit begonnen hat. Doch werden sie dort das Geheimnis lüften, warum sich die Welt in den letzten 100 Jahren derart verändert hat und welchen Zweck dieses Experiment hatte? Der 1. Band der Übergang-Trilogie! Der Plot wurde sehr spannend und bildgewaltig erarbeitet. Während ich das Hörbuch hörte, hatte ich das Gefühl, ich wäre direkt dabei und ich konnte mir wahrhaft alles bildhaft vorstellen - einfach faszinierend. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Besonders gut hat mir die Figur der Amy gefallen, die aus schwierigen Verhältnissen kommt und deren Mutter sich sogar prostituierte, um ihr Kind durchzubringen und dennoch scheint es so, dass dieses Kind und später die junge Frau immer vom Guten in allem ausgeht und über eine Sanftheit verfügt, die sie sich in all den Jahren erhalten hat, dass ich sie einfach nur bewundern musste. Der Sprecher, David Nathan, schaffte es mit viel Einfühlungsvermögen und Dramatik, mich dermaßen an das Hörbuch zu fesselnd, dass ich mich zwischendrin kaum davon lösen konnte. Abschließend kann ich sagen, dass es sich um einen gelungenen Trilogie-Auftakt handelt und ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung bin.

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Worum geht's? Das Mädchen Amy ist gerade einmal sechs Jahre alt, als es von zwei FBI -Agenten entführt und auf ein geheimes medizinisches Versuchsgelände verschleppt wird. Man hat lange nach Amy gesucht: der optimalen Versuchsperson für ein mysteriöses Experiment, das nichts Geringeres zum Ziel hat, als Menschen unsterblich zu machen. Doch dann geht irgendetwas schief – völlig schief. Von einem Tag auf den anderen rast die Welt dem Untergang entgegen. Und nur eine kann die Menschheit vielleicht noch retten: Amy Harper Bellafonte. (via randomhouse) __________________ Wie hat es mir gefallen? Der Übergang ist der Auftakt eines Dystopie-Epos in ungeahnter Größe - nicht nur was die vielen Seitenzahlen betrifft. Daher fällt es auch sichtlich schwer, eine Rezension zu verfassen, die den Gedanken, Ideen und Schreibkünsten des Autors Justin Cronin in irgendeiner Weise gerecht werden. Ich will es dennoch versuchen... Warum wollte ich das Buch eigentlich lesen? Vielleicht weil ich mich in diesem ganzen Endzeit-/Sci-Fi-Genre immer wohler fühle und weil ja nun fast jeder, der sich häufig in diesem Genre bewegt, dieses Buch gelesen hat - und es einfach lobt. Ich hatte dennoch bedenken, vor allem weil das Buch ein ganz schöner Klopper ist, mir fällt es eigentlich sehr schwer, mich längerfristig auf eine Geschichte einzulassen. Was ist, wenn mich das Buch nach einer etwas längeren Lesezeit anödet? Naja, und das Coverbild selbst fand ich auch echt gruselig, aber als das Buch dann hier war, und ich nicht mehr allein in der Wohnung, war ich nicht mehr zu halten. Und es war gut, so gut! Der Übergang beginnt mit Amy's Geschichte: Woher sie kommt, was sie zu dem Kind machte, was sie letztlich war, bis zum Tag X, als ihr ein Virus injiziert wird und die Welt nicht mehr dieselbe ist. Dies ist eigentlich nur eine grobe Zusammenfassung all dessen, was auf nur 300 Seiten geschieht, eigentlich geschieht noch sehr viel mehr. Beim Lesen hat es sich aber teilweise so angefühlt, als würde ich mir einen rasanten Thriller anschauen, in dem Schlag auf Schlag etwas passiert, dass dich innerlich zusammen zucken lässt. Dann macht die Handlung einen abrupten, aber sinnigen Cut: Das Jahr Null, in dem es keine Kontrolle mehr gibt und... "Als alle Zeit zu Ende und jede Erinnerung gelöscht war; als der Mann, der er gewesen war, außer Sicht war wie ein davonsegelndes Schiff, das hinter der Krümmung der Erde verschwand und sein altes Leben im Laderaum mit sich nahm; als die kreisenden Sterne auf nichts herabschauten und der Mond auf seiner Bahn seinen Namen nicht mehr wusste und nichts mehr übrig war als das große Meer des Hungers, auf dem er für alle Zeit dahintrieb - da war noch immer in seinem tiefsten Innern dies: ein Jahr." (S. 295) ... um wenig später noch einen weiteren Cut folgen zu lassen, zum Jahr 92 n. V. - 92 Jahre nach dem Ausbruch der Virals. Denn es gibt Überlebende und es gibt noch immer Amy, die der Schlüssel für des Rätsels Lösung zu sein scheint und Wenige zum Übergang geleitet. Wer denkt, es wäre auf den ersten 300 Seiten nicht schon nervenzerreißend spannend gewesen, weiß nicht, wie nervenaufreibend es auf den letzten 700 Seiten zugeht. Vor allem immer in Hinblick darauf, dass es ja auch noch einen Fortsetzer-Band geben wird, und noch einen finalen Teil! Was kann denn da noch alles passieren? Was hat sich Justin Cronin noch alles erdacht? Es hat mich beinahe wahnsinnig gemacht - ich war schon lange nicht mehr so emotional bei einem Buch dabei, wie bei eben diesem (siehe auch Lesestatus-Verlauf via goodreads links). Wenigen negativen Kritiken, die äußern, es gäbe unnötige Längen, kann ich eindeutig widersprechen. Jede Seite ist immanent wichtig in diesem Roman. Was mir besonders gut gefallen hat, was für mich geradezu herausragend war, sind die vielen Beschreibungen. Diese lesen sich, aus dem Zusammenhang gerissen, jetzt vielleicht nicht besonders spektakulär, aber in der Lesesituation selbst hat es mich aus den Socken gehauen. Das sind Sätze dabei, die könnte ich mir immer und immer wieder durchlesen, weil sie einerseits so einfach und andererseits auch wieder so komplex sind. Hochachtung deshalb auch vor dem Übersetzer Rainer Schmidt! "(...) die ganze Vorstellung von Zeit. Sie war keine Linie, sondern ein Kreis, und nicht einmal das: Sie war ein Kreis, der aus Kreisen bestand, die aus Kreisen bestanden, und jeder lag über dem andern, sodass jeder Augenblick mit anderen verbunden war; alles geschah zugleich." (S. 269) Ebenso bewundernswert ist auch die Idee zur Geschichte selbst, die endlichendlichendlich bis ins Unendliche vollends ausgeschöpft wird! Und auch hier wieder meine Hochachtung vor diesem Gedankenkonstrukt Cronins: wie kommt denn ein einzelner Mensch auf sowas? Wie schafft er es, so ein großartiges Konstrukt zu erschaffen? Einerseits so komplex und dann auch wieder nicht. Dabei kommt er prinzipiell ohne viel Mord und Totschlag aus. Wer also Angst hat, Gewalt würde hier vorherrschen. Nö, massenhaftes Ausschlachten braucht Cronin irgendwie nicht. Das Kind wird ganz klar beim Namen benannt, aber ich persönlich hatte keinen einzigen Ekelmoment, wie man das aus so vielen anderen blutigen Thrillern kennt. Dennoch: für Der Übergang braucht man Zeit! Ich habe mich aufgrund dessen, dass eben so viel Schlag auf Schlag passiert, kaum in der Lage gefühlt, mehr als 100 Seiten zu lesen, selbst wenn ich gewollt hätte - ich musste mich danach auch immer selbst ein bisschen sortieren. Gewollt hätte auch, weil Cronin zwischen einzelnen Kapiteln selbst Cliffhanger und Perspektivwechsel einbaut, die einen schier wahnsinnig machen. Ich will als Leser natürlich wissen, was in der Situation passiert, es lässt mich aber auch nicht kalt, was andernorts geschieht. Deshalb war nach nur weniger Zeit war schon der Punkt erreicht, dass ich nicht wollte, dass die Geschichte nur so an mir vorbeizieht, ich musste mich beim Lesen durchaus ein wenig bremsen. Und auch der Montag, an dem ich mal eben die restlichen 200 Seiten am Stück gelesen habe, hätte ich mir das noch Zulesende eigentlich doch lieber aufgeteilt. Ich wollte diese Zeit mit dem Buch. Und Justin Cronin schafft es, bei all diesen Geschehnissen am Ende des Buches auch noch einen Cliffhanger einzubauen! Daher freue ich mich schon auf Die Zwölf, den zweiten Band dieser Trilogie, und bin in freudiger Erwartung, was Cronin sich da alles erdacht hat. Die Meinungen hierzu sind bisher nur positiv an mich herangetreten. Ein Urteil, was ja bei einem zweiten Band, der auch mal eben so 850 Seiten dick ist, meist nicht immer so positiv ausfällt. Ich könnte noch so viel mehr dazu schreiben, aber das würde den Rahmen einer normalen Rezension sprengen (wahrscheinlich sprengt alles Geschriebene jetzt schon), denn ausnahmsweise braucht es für 1040 Seiten mal ein wenig mehr Worte. Aber noch mehr würde sich dann womöglich keiner mehr durchlesen, und ich will euch ja eine absolute Lesempfehlung für Der Übergang aussprechen, also: ABSOLUTE LESEEMPFEHLUNG für all jene, die sich im Endzeit-Genre mehr als nur Zuhause fühlen und mal eine erwachsene Version des Ganzen lesen wollen. Eine Leseempfehlung für all jene, die auf tolles word-building stehen. Eine Leseempfehlung für all jene, die The Walking Dead mochten, und auf blutige Massaker verzichten können, bzw. sowieso nicht auf solches Stilmittel stehen. Eine Leseempfehlung für all jene, die Liebesgeschichten als Aufhänger satt haben ... Ich habe dem Buch Der Übergang von Justin Cronin aus dem Goldmann Verlag insgesamt 5 von 5 Sternen gegeben und weiß jetzt schon, dass es definitiv eins meiner absoluten Jahreshighlights ist. Wenn nicht sogar ein Buch meiner Lebenslesehighlights.

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Inhalsangabe (Quelle Amazon): Das Mädchen Amy ist gerade einmal sechs Jahre alt, als es von zwei FBI -Agenten entführt und auf ein geheimes medizinisches Versuchsgelände verschleppt wird. Man hat lange nach Amy gesucht: der optimalen Versuchsperson für ein mysteriöses Experiment, das nichts Geringeres zum Ziel hat, als Menschen unsterblich zu machen. Doch dann geht irgendetwas schief – völlig schief. Von einem Tag auf den anderen rast die Welt dem Untergang entgegen. Und nur eine kann die Menschheit vielleicht noch retten: Amy Harper Bellafonte. Meine Meinung: Bereits das Cover des Buches hat mich magisch angezogen und meine Erwartungen wurden zu 90% erfüllt. Ein sehr guter spannender Endzeit Roman. Justin Croning´s Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er schreibt sehr flüssig und in sich logisch. Durch seine beschriebenen Bilder und Metaphern schaffte er es, mich über die 1000 Seiten hinweg zu fesseln. Eine ganz besondere Endzeitstory die aus mehreren Personenperspektive und in mehreren Zeitebenen geschrieben wurde. Auch die Tagebucheinträge geben den Buch ewas besonderes. Die Charakter wurden alle sehr gut ausgearbeitet und so das jeder seine Stärken und Schwächen hat. Dadurch gibt es meiner Meinung nach in diesen Buch auch keinen "richtigen" Böswicht. Jeder hat gute und böse Seiten. Besonders gut fand ich, dass es nicht einen "Superhelden" gab der niemals durch Irgendwas verletzt wird. Dieses Buch hat von allen Etwas. Auch die Orte wurden einmalig beschrieben so dass man sich gut in die düsteren Atmosphären hereinversetzen konnte. Daher sehr lesenswert.

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Dieses Buch habe ich mir selbst zum Geburtstag geschenkt, als wir uns in einem Buchladen haben einschließen lassen. Ich bin schon sehr lange drum herum geschlichen, weil ich schon oft gehört hatte, dass es sehr gut sei - auch wenn ich gar nicht im Detail wusste, worum es geht. Auch die knapp 1000 Seiten sind etwas erschlagen, aber sie bringen auch viel Inhalt mit. Ein Buch, bei dem man sich definitiv nicht kurz fassen kann! Als die junge Amy von ihrer Mutter bei einer Nonne zurück gelassen wird, ahnt niemand, welche schrecklichen Ereignisse damit los getreten werden. Für ein geheimes Forschungsprojekt der Regierung ist Amy die perfekte Testperson. Keiner würde sie vermissen und man könnte ihre Existenz perfekt aus en Akten löschen lassen. Doch während Amy im Koma liegt und mit den Auswirkungen eines mutierten Virus kämpfen muss, brechen die anderen Probanten, ehemalige Schwerverbrecher, aus. Und menschlich sind diese Kreaturen längst nicht mehr. Amy gelingt dank einem FBI Agent die Flucht. Schon Wochen später scheint Amerika ausgerottet zu sein. Fast 100 Jahre nach diesen Ereignissen kämpft eine Kolonie in Kalifornien ums Überleben. Auf einem Versorgungstripp außerhalb der schützenden Mauern wird der junge Peter von Virals - den Infizierten - angegriffen. Ein junges Mädchen rettet ihn vor den Kreaturen. Wer ist die Fremde? Und warum scheinen die Virals auf sie zu hören? Was erwartet man bei dem Klappentext? Einen Endzeitroman, eine Art Zombieapokalypse, Verschwörungen bei Militär und FBI. Was ich nicht erwartet habe, sind Vampire! Zwar sind diese Vampire nicht die eleganten Capeträger, sondern wirklich mehr wie Zombies, aber trotzdem würde ich diese Kreaturen eher als Blutsauger bezeichnen, die auch einige Überschneidungen mit dem Mythos haben. Die Handlung beginnt mit der Vorgeschichte. Also, warum ist das Endzeitszenario so wie es ist, wie ist es entstanden, wer ist daran Schuld. Das, was man in anderen Dystopien auf wenigen Seiten neben her erfährt, nimmt hier direkt mehrere hundert Seiten ein. Ich fand den Einstieg einerseits sehr interessant, weil man so schon einige Charaktere kennenlernte und sehr viel Hintergrundinformation bekommen hat. Darauf stehe ich ja total. Und es beweist, dass der Autor echt versucht hat, alles zu durchdenken. Andererseits war es dann aber doch etwas sehr lang und man hätte es ganz gut straffen können. Man lernt sehr viele Charaktere kennen - Amy, ihre Mutter, die Nonne, die Amy findet, die FBI Agents, einen Schwerverbrecher im Todestrakt, Typen vom Militär. Jeder von ihnen hat eine eigene Geschichte und eine schwere Vergangenheit. Und jeder von ihnen muss sie erzählen! Das wird dann echt etwas depressiv und zäh. Man stellt schnell fest, dass es in diesem Roman keine Figur gibt, die bisher ein normales Leben und eine glückliche Kindheit hatte. Schrecklich. Und bei einigen echt unnötig, das zu erzählen. Die Handlung nimmt dann erst richtig Fahrt auf, als sie knapp 100 Jahre später wieder einsetzt und man die Kolonie und ihre Bewohner kennenlernt. Auch hier wird man von Charakteren und ihren Geschichten und Beziehungen etwas überflutet. Ich hatte hinterher öfter das Problem, dass ich die unwichtigen Nebenrollen, die nur zwei-, dreimal erwähnt werden, verwechselt oder vermischt habe. Das war echt eine Spur zu viel. Da hätte ich mir gerne mal ein Glossar mit einer Übersicht gewünscht. Dort hätte man dann auch die Karte der Kolonie abdrucken können, die einfach mitten ins Buch geklatscht war. Recht unglücklich, denn wer blättert denn bitte quer durchs Buch, wenn er sich noch mal die Karte anschauen will. Die Charaktere sind durch ihre Vorgeschichten und Hintergründe natürlich sehr stark. Man lernt sie, ihren Antrieb und ihre Entscheidungen gut kennen und ist als Leser relativ nah dran. Dadurch hat man schon zu einigen Figuren eine gute Bindung. Gerade Peter, Lish und Sara werden einem schnell sympathisch. Sie sind ein cooles Team, das sich super ergänzt und halten während ihres Abenteuers wie eine Familie zusammen. Einzig Amy steht da total außen vor. Ich glaube, es gibt maximal zwei Kapitel, die aus ihrer Sicht erzählt sind, sonst nimmt man das Mädchen nur durch die Augen der anderen wahr. Und das fand ich sehr schade. Gerade sie hätte mich interessiert und scheint ja auch der Mittelpunkt der Story zu sein. Der Stil ist recht schwerfällig. Tausend Seiten eines YA-Romans hätten sich schnell lesen lassen. Hier brauchte ich zwei (!!!) Wochen. Manchmal hatte man gerade mal 20 Seiten gelesen und war einfach geschlaucht. Es gibt Szenen, die lesen sich schnell. Die Dialoge z.B. sind recht lebhaft, manchmal auch witzig durch Ironie. Dann gibt es Tagebucheinträge und Emails, auch die lassen sich schnell lesen. Die spannenden Actionszenen ebenfalls. Aber dann kommt es vor, dass ich ein Charakter an irgendwas erinnert, über irgendwas nachdenkt und dabei fast schon philosophisch wird. Das zieht sich dann über Seiten und ist komplett ohne Dialoge oder andere Auflockerungen. Dann wird es echt zäh. Wenn ich mal 80 Seiten am Tag geschafft habe, war ich echt stolz auf mich. Deswegen werde ich mit dem zweiten Teil auch erstmal etwas warten. Der hat zwar "nur" knapp 800 Seiten, aber auf noch mehr schwere Kost habe ich gerade keine Lust. Vielleicht starte ich mit dem Buch in meinem nächsten Urlaub. Der dritte Band der Trilogie ist noch nicht mal auf Englisch erschienen und ein Erscheinungstermin ist auch nicht bekannt. Von daher kann ich mir ja erst mal Zeit lassen. Band 1 - Der Übergang Band 2 - Die Zwölf (erschienen 2013) Band 3 - Unbekannt Fazit: Justin Cronin entführt einen in "Der Übergang" in ein dramatisches Endzeitszenario, das mal spannend, mal nachdenklich ist. Mit tiefgreifenden Charakteren und einer bedrohlichen Welt überzeugt die Geschichte und das kann auch mal über Längen hinweg trösten. Wer ein Fan von postapokalyptischen Handlungen ist und auch mal wissen will, was psychisch mit dem Menschen passiert, wie er sich in Gruppen verhält und wie dieses Gruppengefüge eskalieren kann, sollte hier auf seine Kosten kommen.

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