Rezensionen zu
Der Übergang

Justin Cronin

Passage-Trilogie (1)

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Von: Amelie

06.08.2018

Das Buch hat eine spannende Handlung und auch die Geschichte ist sehr fantasiereich. Die einzelnen Charaktere sind individuell und interessant. Zudem ist es sehr detailliert beschrieben, so dass es einem das Gefphl vermittelt live dabei zu sein. Jedoch ist mir diese Detailversessenheit manchmal schon einen Tick Zuviel, da es so einen gewissen Anflug von Spannung verliert. Trotzdem sehr gut geschrieben und nur empfehlenswert für leidenschaftliche Leser👍👍

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Allgemeine Infos Titel: Der Übergang Autor: Justin Cronin Verlag: Goldmann Seiten: 1133 Preis: 12,00€ Worum gehts? Bevor sie das Mädchen von Nirgendwo wurde – das Mädchen, das plötzlich auftauchte, die Erste und Letzte und Einzige, die tausend Jahre lebte – war sie nur ein kleines Mädchen aus Iowa und hieß Amy. Amy Harper Bellafonte. Das Mädchen Amy ist gerade einmal sechs Jahre alt, als es von zwei FBI-Agenten entführt und auf ein geheimes medizinisches Versuchsgelände verschleppt wird. Man hat lange nach Amy gesucht: der optimalen Versuchsperson für ein mysteriöses Experiment, das nichts Geringeres zum Ziel hat, als Menschen unsterblich zu machen. Doch dann geht irgendetwas schief – völlig schief. Von einem Tag auf den anderen rast die Welt dem Untergang entgegen. Und nur eine kann die Menschheit vielleicht noch retten: Amy Harper Bellafonte. Meine Meinung In diesem Buch erschafft die Autorin eine interessante Zukunftsvision, in der der Wunsch nach Unsterblichkeit die Menschen bestimmt. Und Amy - mittendrin. Der Schreibstil war ebenfalls sehr angenehm. Flüssig zu lesen, und mit dem Talent, in die Geschichte eintauchen zu können, sodass man wirklich gefesselt ist und weiterlesen muss. Soetwas schaffen nicht viele Autoren, aber angesichts der Länge ist das auch wirklich hilfreich. Durch die stattliche Länge des Buches tauchen auch viele Charaktere auf. Trotzdem behalten alle Protagonisten zum Glück mehr oder weniger ihre Tiefe. Natürlich wird es dadurch manchmal auch ein kleines bisschen undurchsichtig, aber durch die vielen Personen findet bestimmt jeder Leser einen Liebling. Fazit Zwar ist die Geschichte teilweise sehr komplex, aber es bleibt immer spannend und auch halbwegs nachvollziehbar. Eine wirklich gute Dystopie, auf dessen nächsten Teil ich mich schon freue!

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Erste Sätze Bevor sie Das Mädchen von Nirgendwo wurde – das Mädchen, das plötzlich auftauchte, die Erste Und Letzte Und Einzige, die tausend Jahre lebte -, war sie nur ein kleines Mädchen aus Iowa und hieß Amy. Amy Harper Bellafonte. Klappentext Die Welt, wie Sie sie kennen, wird es nicht mehr geben! Bevor sie das Mädchen von Nirgendwo wurde – das Mädchen, das plötzlich auftauchte, die Erste und Letzte und Einzige, die tausend Jahre lebte – war sie nur ein kleines Mädchen aus Iowa und hieß Amy. Amy Harper Bellafonte. Das Mädchen Amy ist gerade einmal sechs Jahre alt, als es von zwei FBI-Agenten entführt und auf ein geheimes medizinisches Versuchsgelände verschleppt wird. Man hat lange nach Amy gesucht: der optimalen Versuchsperson für ein mysteriöses Experiment, das nichts Geringeres zum Ziel hat, als Menschen unsterblich zu machen. Doch dann geht irgendetwas schief – völlig schief. Von einem Tag auf den anderen rast die Welt dem Untergang entgegen. Und nur eine kann die Menschheit vielleicht noch retten: Amy Harper Bellafonte. Meine Meinung Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben und berichtet aus der Sicht verschiedener Personen zu verschiedenen Zeiten. Jede dieser Personen hat eine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, eine eigene Geschichte und einen eigenen Charakter. Amy ist ein kleines Mädchen, welches unter den widrigsten Umständen groß wird und aufgrund von bestimmten Menschen mit neuen Problemen zu kämpfen hat, dabei ist sie nur auf der Suche nach einem Zuhause. Im Laufe der Zeit wird sie irgendwie älter und erwachsener, lernt sich selbst besser kennen und wächst über sich hinaus. Jeder der Charaktere war gut durchdachte. In manche konnte ich mich besser hineinversetzen, in Andere schlechte, aber die Gedanken und Handlungen aller waren nachvollziehbar. Die Geschichte beginnt in der heutigen Zeit, bevor sie Jahre in die Zukunft springt, um uns mit neuen Problemen zu konfrontieren. Sie spielt mit dem Wunsch der Unsterblichkeit, schafft ein postapokalyptisches Zukunftszenario, welches unglaublich interessant und spannend ist. An manchen Stellen war die Handlung aufgrund der Komplexität und der Länge der Geschichte ein wenig verwirrend, aber man merkt spürbar, wie viel Zeit und Ideen der Autor in diese Geschichte gesteckt hat. Das Buch konnte mich von Beginn an fesseln und mitreißen. Es gibt einige überraschende Wendungen und Entwicklungen. Der Schreibstil des Autors ist angenehm und flüssig zu lesen. Bewertung Ein gelungener Auftakt einer Reihe, die eine Menge Ideen bietet und sehr interessant und komplex ist, was mich ein wenig verwirrt hat, daher gibt es von mir 4,5 von 5 Würmchen

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Dieses Buch habe ich mir selbst zum Geburtstag geschenkt, als wir uns in einem Buchladen haben einschließen lassen. Ich bin schon sehr lange drum herum geschlichen, weil ich schon oft gehört hatte, dass es sehr gut sei - auch wenn ich gar nicht im Detail wusste, worum es geht. Auch die knapp 1000 Seiten sind etwas erschlagen, aber sie bringen auch viel Inhalt mit. Ein Buch, bei dem man sich definitiv nicht kurz fassen kann! Als die junge Amy von ihrer Mutter bei einer Nonne zurück gelassen wird, ahnt niemand, welche schrecklichen Ereignisse damit los getreten werden. Für ein geheimes Forschungsprojekt der Regierung ist Amy die perfekte Testperson. Keiner würde sie vermissen und man könnte ihre Existenz perfekt aus en Akten löschen lassen. Doch während Amy im Koma liegt und mit den Auswirkungen eines mutierten Virus kämpfen muss, brechen die anderen Probanten, ehemalige Schwerverbrecher, aus. Und menschlich sind diese Kreaturen längst nicht mehr. Amy gelingt dank einem FBI Agent die Flucht. Schon Wochen später scheint Amerika ausgerottet zu sein. Fast 100 Jahre nach diesen Ereignissen kämpft eine Kolonie in Kalifornien ums Überleben. Auf einem Versorgungstripp außerhalb der schützenden Mauern wird der junge Peter von Virals - den Infizierten - angegriffen. Ein junges Mädchen rettet ihn vor den Kreaturen. Wer ist die Fremde? Und warum scheinen die Virals auf sie zu hören? Was erwartet man bei dem Klappentext? Einen Endzeitroman, eine Art Zombieapokalypse, Verschwörungen bei Militär und FBI. Was ich nicht erwartet habe, sind Vampire! Zwar sind diese Vampire nicht die eleganten Capeträger, sondern wirklich mehr wie Zombies, aber trotzdem würde ich diese Kreaturen eher als Blutsauger bezeichnen, die auch einige Überschneidungen mit dem Mythos haben. Die Handlung beginnt mit der Vorgeschichte. Also, warum ist das Endzeitszenario so wie es ist, wie ist es entstanden, wer ist daran Schuld. Das, was man in anderen Dystopien auf wenigen Seiten neben her erfährt, nimmt hier direkt mehrere hundert Seiten ein. Ich fand den Einstieg einerseits sehr interessant, weil man so schon einige Charaktere kennenlernte und sehr viel Hintergrundinformation bekommen hat. Darauf stehe ich ja total. Und es beweist, dass der Autor echt versucht hat, alles zu durchdenken. Andererseits war es dann aber doch etwas sehr lang und man hätte es ganz gut straffen können. Man lernt sehr viele Charaktere kennen - Amy, ihre Mutter, die Nonne, die Amy findet, die FBI Agents, einen Schwerverbrecher im Todestrakt, Typen vom Militär. Jeder von ihnen hat eine eigene Geschichte und eine schwere Vergangenheit. Und jeder von ihnen muss sie erzählen! Das wird dann echt etwas depressiv und zäh. Man stellt schnell fest, dass es in diesem Roman keine Figur gibt, die bisher ein normales Leben und eine glückliche Kindheit hatte. Schrecklich. Und bei einigen echt unnötig, das zu erzählen. Die Handlung nimmt dann erst richtig Fahrt auf, als sie knapp 100 Jahre später wieder einsetzt und man die Kolonie und ihre Bewohner kennenlernt. Auch hier wird man von Charakteren und ihren Geschichten und Beziehungen etwas überflutet. Ich hatte hinterher öfter das Problem, dass ich die unwichtigen Nebenrollen, die nur zwei-, dreimal erwähnt werden, verwechselt oder vermischt habe. Das war echt eine Spur zu viel. Da hätte ich mir gerne mal ein Glossar mit einer Übersicht gewünscht. Dort hätte man dann auch die Karte der Kolonie abdrucken können, die einfach mitten ins Buch geklatscht war. Recht unglücklich, denn wer blättert denn bitte quer durchs Buch, wenn er sich noch mal die Karte anschauen will. Die Charaktere sind durch ihre Vorgeschichten und Hintergründe natürlich sehr stark. Man lernt sie, ihren Antrieb und ihre Entscheidungen gut kennen und ist als Leser relativ nah dran. Dadurch hat man schon zu einigen Figuren eine gute Bindung. Gerade Peter, Lish und Sara werden einem schnell sympathisch. Sie sind ein cooles Team, das sich super ergänzt und halten während ihres Abenteuers wie eine Familie zusammen. Einzig Amy steht da total außen vor. Ich glaube, es gibt maximal zwei Kapitel, die aus ihrer Sicht erzählt sind, sonst nimmt man das Mädchen nur durch die Augen der anderen wahr. Und das fand ich sehr schade. Gerade sie hätte mich interessiert und scheint ja auch der Mittelpunkt der Story zu sein. Der Stil ist recht schwerfällig. Tausend Seiten eines YA-Romans hätten sich schnell lesen lassen. Hier brauchte ich zwei (!!!) Wochen. Manchmal hatte man gerade mal 20 Seiten gelesen und war einfach geschlaucht. Es gibt Szenen, die lesen sich schnell. Die Dialoge z.B. sind recht lebhaft, manchmal auch witzig durch Ironie. Dann gibt es Tagebucheinträge und Emails, auch die lassen sich schnell lesen. Die spannenden Actionszenen ebenfalls. Aber dann kommt es vor, dass ich ein Charakter an irgendwas erinnert, über irgendwas nachdenkt und dabei fast schon philosophisch wird. Das zieht sich dann über Seiten und ist komplett ohne Dialoge oder andere Auflockerungen. Dann wird es echt zäh. Wenn ich mal 80 Seiten am Tag geschafft habe, war ich echt stolz auf mich. Deswegen werde ich mit dem zweiten Teil auch erstmal etwas warten. Der hat zwar "nur" knapp 800 Seiten, aber auf noch mehr schwere Kost habe ich gerade keine Lust. Vielleicht starte ich mit dem Buch in meinem nächsten Urlaub. Der dritte Band der Trilogie ist noch nicht mal auf Englisch erschienen und ein Erscheinungstermin ist auch nicht bekannt. Von daher kann ich mir ja erst mal Zeit lassen. Band 1 - Der Übergang Band 2 - Die Zwölf (erschienen 2013) Band 3 - Unbekannt Fazit: Justin Cronin entführt einen in "Der Übergang" in ein dramatisches Endzeitszenario, das mal spannend, mal nachdenklich ist. Mit tiefgreifenden Charakteren und einer bedrohlichen Welt überzeugt die Geschichte und das kann auch mal über Längen hinweg trösten. Wer ein Fan von postapokalyptischen Handlungen ist und auch mal wissen will, was psychisch mit dem Menschen passiert, wie er sich in Gruppen verhält und wie dieses Gruppengefüge eskalieren kann, sollte hier auf seine Kosten kommen.

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Das Buch hat einen eigensinnigen Schreibstil, aber im positiven Sinne. Nichtsdestotrotz lässt es sich nicht unbedingt einfach lesen – ich hatte zwischendurch ziemliche Probleme voran zu kommen, obwohl mich die Handlung gepackt hat. Denn das hat es, die Idee die einem dieses Buch präsentiert ist unglaublich gut! Die Handlung kommt einen so vor wie ein Zombieapokalypsen-Roman, nur mit einer besonderen Form von Vampiren. Diese neuen Wesen sind irgendeine Mischung aus Vampire, Zombie und einen Hauch von Golum. Das Buch hat auch seine sehr starken und brutalen Momente. In dieser Hinsicht ist es in gewissem Sinne wie Game of Thrones – man weiß nie wer als nächstes stirbt. Auch für die Abwechslung ist gesorgt, wir haben hier sehr viele Sichtwechsel in dem Buch, ab und an auch mal ein Regelwerk oder Karte. Und zum anderen wechseln recht oft die Erzähler (die Person dessen Sicht man hat) und auch die Art wie berichtet wird. Mal Live, dann einen Moment aus unterschiedlichen Sichten, kleine Zeitsprünge oder Tagebuchform. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich ab und an meine Probleme mit dem Vorankommen hatte. Zum Teil lag das an der Struktur des Buches, denn wir haben nach einen praktisch 300 Seitenprolog einen Zeitsprung von 100Jahren. Ich verstehe, dass man da etwas mehr erklären muss und eigentlich ist es sehr clever gemacht worden, wie einem der neue Alltag nahegelegt/gezeigt wurde – aber insgesamt war es dann doch ziemlich lang. Zusammengefasst kann man sagen: è Ersten 300 Seiten: Gut – Aufbau – wie kam es zur Katastrophe, neue Ideen, einfach klasse è 300-600: Wie das Leben 100J nach dem Crash aussieht – auch klasse vom Inhalt, aber es hat sich furchtbar gezogen – extrem gezogen! è 600-Schluss: Der Hammer – spannend – passiert viel – viele Sterben – recht brutal – man kriegt endlich eine Richtung

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Wir befinden uns in Amerika. Das Land, dass der Ursprung jeder klima-, natur- oder gen-biologischbedingten Katastrophe zu sein scheint. Wie oft hat man schon Filme gesehen, wo es ein paar mutige heldenhafte Amerikaner in letzter Sekunde geschafft haben, die Erde zu retten? Sei es vor herabstürzenden Meteoriten, bösen Alieninvasionen oder gar seltsamen Insektenplagen. Ziemlich oft eigentlich. Je nach Zusammensetzung der Charaktere, kann das auch richtig unterhaltsam sein. Trotzdem bedient man sich oft dem klassischen Akte-X Schemata: Ein bis Zwei schwarze-Anzug-Agents in geheimer Mission. Ab und an tauchen gut aussehende Typen auf, die die Frauenherzen dahin schmelzen lassen, die hübsche Silikon-Blondine darf dabei ebenso nicht fehlen, wie der verstreute Professor oder der unsichtbare Informant. Kennen wir also die Serie Akte-X, kennen wir sie alle. Naja, fast. Silikonbusen war damals noch nicht so verbreitet. Aber auch sonst fällt die Endzeit Geschichte von Justin Cronin ein wenig durch das klassische feinmaschige Raster. Alles fängt mit einer Entdeckung im Urwald an, in dessen Folge seltsame Experimente an menschlichen Probanten durchgeführt werden. Doch nicht alles läuft immer glatt und so braucht man stetig wieder Nachschub. Eines Tages erhält nun der FBI-Agent Wolgast mit seinem Kollegen den Auftrag, das 6jährige Mädchen Amy zu holen. Zunächst sind die skeptisch, schließlich war kein Objekt, war bisher so jung. Allerdings: Auftrag ist Auftrag, also machen sich die beiden auf die Suche nach Amy. Wie ihre Auftraggeber richtig vermutet haben, ist dieses Kind etwas ganz besonderes. Irgendwann kommt es schließlich so, wie es kommen musste. Es kommt zum Zusammenbruch und zeitgleich dem Ausbruch, der Katastrophe, die alles zum erliegen bringt. Wirklich alles. "Es ging schnell. Zweiunddreißig Minuten, in denen eine Welt zu Ende ging und eine neue geboren wurde." [S.271] In der Zeit vor und nach diesem Unglück lernt man als Leser zahlreiche Figuren kennen. Man kann sie in unterschiedliche gedanklich Gruppen einteilen oder sich schlichtweg seine Lieblingsfiguren merken. Alle wird man nicht behalten können. Vor dem Ausbruch ist alles noch fein säuberlich voneinander getrennt. Danach jedoch, hat man zeitweise so eine Namensflut vor sich stehen, dass man eine Weile braucht, um sich die wichtigsten Namen mitsamt ihren Verbindungen und Eigenschaften merken zu können. Schön finde ich, dass der Ausbruch nicht nach Schönheit und Stärke sortiert hat. Zwar wurde mit menschlicher Hand nachgeholfen, trotzdem sind die Typen komplett unterschiedlich. Viele müssen sich auch erst noch entwickeln, werden in die neue Zeitrechnung hineingeboren. Diese Entwicklung der einzelnen Figuren verfolgt man sehr gerne. Man bang mit ihnen mit. Klammert sich an klein Strohhalme. Freut sich über schöne Erlebnisse und trauert, wenn es Verluste zu beklagen gibt. Das ist also ein dicker fetter Pluspunkt an das Buch: Es entwickelt sich nachvollziehbar. Keiner verharrt in seiner Position. Ein weiterer positiver Punkt ist die Aufteilung. Dank der Kapitelüberschriften hat man immer einen groben Überblick, wo und wann man gerade in der Handlung unterwegs ist und verliert somit nie den roten Faden. Die Spannung kommt ebenfalls nicht kurz. Ist es anfangs das Warten auf den Knall und mittig, die Sorge um die Lebenden, kommt am Ende die Hoffnung auf ein Überleben hinzu. Wenn man dann glaubt, alles sei im Reinen, kommt eine Wende, die einen wieder neu mifiebern lässt. Für Unterhaltung ist also von der ersten, bis zur letzten Seite gesorgt und das trotz der über 1000 Seiten! Die Zeit verfliegt wie im Flug! Leider hatte ich trotzdem einen tiefen Hänger mittendrin, wo ich einfach nur noch die Seiten überfliegen wollte. Es reihen sich hier zu viele Informationen aneinander. Man wird mit Familiennamen und Konstellation zugetextet und fühlt sich einfach überladen. Es hat auch einige Seiten gedauert, bis ich da wieder raus war und letztendlich hat sich gezeigt: Es wäre nicht nötig gewesen, den Leser so extrem ins Familienstammbaum Geschehen reinzudrängen. Man versteht die kommenden Ereignisse auch ohne diese vielen Details. Danach nimmt die Story zum Glück wieder mächtig Fahrt auf und man vergisst den trockenen Mittelteil wieder fast komplett. Gut für das Buch, schade um meine duchgequälten abendlich Lesestunden. Alles in allem hat mich das Buch dennoch überzeugt. Wer es schafft, so einen dicken Schmöcker zu schreiben und dabei auch noch so viele Leserherzen gewinnt, der muss etwas besonderes in seinen Werken versteckt haben. Das hat Justin Cronin auch, denn ich will mich dieses Jahr ein weiteres Mal in den 1000 Seiten Genuss schmeißen, wenn der zweite Band "Die Zwölf" verschlungen werden will.

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Bevor sie das Mädchen von Nirgendwo wurde – das Mädchen, das plötzlich auftauchte, die Erste und Letzte und Einzige, die tausend Jahre lebte – war sie nur ein kleines Mädchen aus Iowa und hieß Amy. Amy Harper Bellafonte. Das Mädchen Amy ist gerade einmal sechs Jahre alt, als es von zwei FBI-Agenten entführt und auf ein geheimes medizinisches Versuchsgelände verschleppt wird. Man hat lange nach Amy gesucht: der optimalen Versuchsperson für ein mysteriöses Experiment, das nichts Geringeres zum Ziel hat, als Menschen unsterblich zu machen. Doch dann geht irgendetwas schief – völlig schief. Von einem Tag auf den anderen rast die Welt dem Untergang entgegen. Und nur eine kann die Menschheit vielleicht noch retten: Amy Harper Bellafonte Meinung: Anfangs dachte ich, es geht um einen klassischen Zombie-Horror. Da musste ich mich aber recht schnell eines besseren belehren lassen. Ich finde die Kombination aus subtiler Gedankenmanipulation und dem Übermaß an Aggression sehr gelungen. Auch die verschiedenen Charaktere überraschen immer wieder aufs Neue. Jede Person hat eine eigene Vergangenheit, mit der sie sich während des Romans auseinander setzt. Manchmal fand ich es aber zu lange, bevor sich der nächste (teilweise überraschende) Handlungstrang herauskristallisierte. Trotzdem freue ich mich schon auf den Fortsetzungsband "Die Zwölf".

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Mir fällt es ziemlich schwer, dass Buch als Einheit zu beurteilen und etwas zu beschreiben. Was einfach darin liegt, dass es für mich aus 3 Teilen besteht, die zwar locker aufeinander aufbauen, aber eben doch eigenständige Blöcke sind. Und zwar so sehr, dass ich schon beim Lesen dachte, dass es fast sinnvoller gewesen wäre, statt einem 1000+ Seiten-Wälzer 3 dünnere Bücher mit je etwa 300 Seiten zu veröffentlichen. Aber gut. Das erste Drittel beziehungsweise der erste Teil war in etwa, was ich mir von dem Buch nach dem Klappentext erwartet habe. Horror–Thriller-Gedöhns mit Vampiren. Sehr spannend geschrieben und hat mich schnell gefesselt. Besonders gut gefallen haben mir die minimalen Abweichungen von der Realität, die einem nur bei genauem Lesen aufgefallen sind. Und die nie unglaubwürdig gewirkt haben. Diesen Teil fand ich gut geschrieben, die langsame Enthüllung, was da eigentlich vor sich geht, war sehr geschickt. Und auch gerade die Teile mit Amy und ihrer Mutter waren sehr schön. Ich will auf die anderen zwei Teile gar nicht so genau eingehen, weil es eh kaum möglich ist, ohne wichtige Entwicklungen des erstens Teils zu verraten. Nur so viel: Zwischen Teil eins und zwei liegt ein ziemlicher Zeitsprung und dementsprechend wechseln auch die Hauptpersonen komplett. Was mich total verwirrt hat, weil es sich echt anfühlt wie der Anfang eines komplett neuen Buches und die Zusammenhänge erst langsam nach und nach klar werden. Und es gibt einfach so einiges, was ich in dem Teil unlogisch oder zumindest vollkommen unzureichend erklärt finde (zum Beispiel die Zuflucht oder dass so unheimlich viel in relativ wenigen Jahren vergessen wird), was mir diesen Abschnitt ziemlich verdorben hat. Der dritte Teil baut recht gut auf dem zweiten auf, die Personen bleiben ziemlich gleich, nur begeben sie sich auf eine Wanderung. So weißt so gut, wenigstens war es nicht so verwirrend. Aber zu einem Großteil der Personen konnte ich keinerlei Beziehung aufbauen, weswegen mir ihr Schicksal ziemlich gleichgültig war. Was nicht gerad hilfreich ist, wenn die Handlung vor allem darauf basiert, dass die Personen in schwierige Situationen geraten. Es war trotzdem noch spannend, aber nicht in dem Maße, wie Teil 1. Alles in allem ist es – so widersprüchlich es klingt – ein hochspannendes aber gleichzeitig auch oft langatmig. Gerade die letzteren Teile hätten an einigen Stellen durchaus gestrafft werden können und dafür manche Konfrontationen (was passierte in der Nacht der Klingen und der Sterne?) detaillierter beschrieben werden können. Die Grundidee ist toll und der Autor hat sie auch recht konsequent über die Ereignisse im Klappentext hinaus gedacht und seine Entwicklung erscheint mir zwar ziemlich düster, aber auch wahrscheinlich. Wobei mich auch etwas die Konzentration auf die USA irritiert. Ist ja nicht so als, ob das eine Insel wäre. Aber dafür endet es wieder mit einer sehr interessanten Entwicklung, die mir Hoffnung gibt, dass sich im zweiten Band der Trilogie wieder mehr auf das eigentliche Thema – Amys Kampf gegen diese übermenschliche Bedrohung – konzentriert und sich nicht in unzähligen Nebenhandlungen verliert.

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