Rezension zu
Ein Traum am Kaminfeuer

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

nette Lektüre für zwischendurch

Von: Diana aus Sondershausen
31.12.2014

Inhalt: Amelia, die kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag steht und immer von einem Haus auf dem Land träumte, lebt gemeinsam mit ihrem Mann Jack und dem Kater Dexter in einer kleinen Londoner Wohnung. Schon länger denken sie über einen Umzug in eine ruhigere Gegend nach und als Amelia sich wieder an ihre Liste mit Dingen erinnert, die sie vor ihrem dreißigsten Geburtstag getan haben will, überredet sie ihren Mann Jack sich gemeinsam ein Haus außerhalb Londons anzusehen. Sie wagen es und kaufen etwas überstürzt ein in die Jahre gekommenes Cottage in einem kleinen Ort, in dem auch Amelias Mutter lebt. Nach dem Hauskauf ist ihr Budget für die Renovierung ziemlich gering und an dem Haus muss mehr gemacht werden als zunächst vermutet. Meine Meinung zum Buch: Mich lässt dieses Buch sehr zwiegespalten zurück. Einerseits finde ich die Grundidee gut und ich war gespannt, wie sich Amelia auf dem Land einlebt. Andererseits war das Buch absolut nicht das, was ich anhand des Klappentextes und vor allem des Covers vermutet hatte. Die Protagonistin Amelia, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist, fand ich nett, aber so richtig warm wurde ich einfach nicht mit ihr. Da gab es zu viele Sachen, die ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Einerseits möchte sie unbedingt ein Cottage kaufen und andererseits kündigt sie plötzlich kurz nachdem der Kredit bewilligt wird ihren Job, und überhaupt ihr ganzer Umgang mit dem wenigen Geld, das ihnen zur Verfügung steht, fand ich merkwürdig. Über Amelias Ehemann Jack erfährt man nur wenig und ich konnte ihn nur schwer einschätzen. Er arbeitet beinahe rund um die Uhr und so muss Amelia fasst alles alleine renovieren und einrichten. Letzten Endes war es nur eine Frage der Zeit, dass darunter die Beziehung leidet. Sehr gut gefallen hat mir jedoch der leichte und bildhafte Schreibstil. Ich konnte mir den Garten und die einzelnen Räume, die Amelia nach und nach einrichtet sehr gut vorstellen und auch die Ideensammlung am Anfang jedes Kapitels war dabei sehr hilfreich. Dennoch fand ich die Handlung dann auf Dauer einfach etwas fad. Es ging seitenweise nur um die Renovierung und wie welcher Raum eingerichtet wurde und ich hatte oftmals das Gefühl eine Reportage aus einem Einrichtungs-Magazin zu lesen. Außerdem kam so gut wie nichts zum Thema Weihnachten in dieser Geschichte vor und das fand ich in Bezug auf das Cover doch sehr verwirrend. Etwas positiver hat mich dann jedoch das Ende der Geschichte gestimmt und gerne hätte ich da im Nachhinein noch viel mehr über die Vorbesitzerin des Hauses, Eleanor erfahren. Mein Fazit: "Ein Traum am Kaminfeuer" ist eine lockere und leichte Lektüre für zwischendurch, von dem man sich jedoch nicht zu viel versprechen sollte. Meiner Meinung nach, sollte jeder selber herausfinden, ob das Buch passend ist oder nicht. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es besonders für Einrichtungsliebhaber die richtige Lektüre ist.