Rezension zu
Der dunkle Grund des Sees

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Wieder ein spannender krimi vonb Frau Kasper

Von: Sabrina
11.07.2017

"Der dunkle Grund des Sees" ist der dritte Kriminalroman, den ich von Stefanie Kasper gelesen habe und ich bin wieder sehr begeistert von ihrer Idee, und wie sie diese umgesetzt hat. "Der dunkle Grund des Sees" ist im Gegensatz zu "Das Haus der dunklen Träume" und "Das verlorene Dorf" ein realer Kriminalroman, ohne mystische bzw. übersinnliche Elemente. Aber das Buch spielt auch wieder in zwei zeitebenen: Wir erleben die gegenwart, in der Isabel Radspieler zur Beerdigung ihrer Adoptivmutter wieder zurück in die Heimat kommt und wir erfahren die Erzählungen aus den 1950er Jahren von Elisa, wie sie diese auf den Kassetten hinterlässt, mit der Bitte an Isabel Licht in die Vergangenehit zu bringen. Der Schreibstil von Stefanie Kasper ist nach wie vor toll. Wenn man einmal in das Buch eingetaucht ist, ist es wirklich sehr schwierig das Buch aus den Händen zu legen, weil man so neugierig auf die Geschichte von Elisas Familie ist und die Umsiedlung von Foggen vor der Stauung. Genauso interessant ist aber die Entwicklung Isabels und ihrer Soziophobie, den neuen und alten Beziehungen, die sie eingeht und einfach dem kompletten Verlauf der Geschichte. "Der dunkle Grund des Sees" ist ein Buch, dass einen fesselt, das einen miträtseln lässt, Vermutungen anstellen, die man nach ein paar Seiten wieder verwirft um dann am Ende zufrieden und wissend zurückzusinken. Aber halt nicht ganz zufrieden, denn man weiß nicht: Wann erscheint der nächste Roman von Stefanie Kasper!? Das Cover passt perfekt zum Buch. Es ist stimmig, zeigt den Forggensee, mit Landschaft und wolkenverhangenem Himmel - genauso atmosphärisch wie die Geschichte um Elisa und ihre Familie!