Rezension zu
Wahllos

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Wahllos (Kathryn-Dance-Thriller, Band 4) von Jeffery Deaver

Von: Elena Rohleder
20.06.2017

Meine Empfehlung "Wahllos" ist schon der 4 Fall für die Ermittlerin Kathryn Dance. Der Plot beginnt mit einem Knall und die Situation scheint für Dance kein gutes Ende zunehmen. Durch ein Feuer in der Küche eines Clubs bricht eine Massenpanik aus und verursacht eine immense Katastrophe für alle Beteiligten. Bei den Ermittlungen von Kathryn Dance wird jedoch schnell klar, dass es sich nicht um einen reinen Zufall oder gar Unfall handelt. Die Massenpanik wurde gezielt provoziert. Es stellen sich also die Fragen warum und wer tut sowas? Dance arbeitet als Köperanalytikerin und unterstützt mit ihrem speziellen Fachwissen verschiedene Ermittlungen. Als ihr ein Fehler unterläuft wird sie suspendiert und eine Zeitlang sogar degradiert. Meiner Meinung nach, war das völlig unnötig. Das würde wohl niemanden gefallen und ganz bestimmt keiner erfolgreichen Ermittlerin, mit einem so starken Durchsetzungsvermögen wie ihrem. Falls jetzt einer geglaubt hat, dass sie dieser Tiefschlag außer Gefecht setzten würde, der irrt sich gewaltig. Für den Clubbrand stellt sie weitere Ermittlungen an und entdeckt Beweise. Gab es schon ähnliche Fälle oder ist der Täter noch nicht fertig? Diese beiden Fragen kreisten mir während dem Zuhören mehrmals durch den Kopf. Was mir wirklich gut gefallen hat, neben der Ermittlungsarbeit, waren die Einblicke in die Pläne des Täters. Bei dem Katz und Maus Spiel, zwischen Ermittlern und Täter, konnte ich daher beide Perspektiven gespannt genießen. Der Täter wurde dabei geschickt Stück für Stück vorgestellt. Nebenbei erwähnt, finde ich das das Cover von der Symbolik her, passend gewählt worden ist. Von dem letzten Buch vom Autor J. Deaver war ich sehr begeistert, das hier ist ein untypischer Jeffrey Deaver, die rasante Spannung hat mir hier gefehlt, es war ein eher plätscherndes Tempo. Trotz allem sind alle Charaktere gewohnt vielschichtig. In Dance lernen wir nicht einfach eine überarbeitete Ermittlerin, sondern eine Mutter und Frau kennen. Ihre alltäglichen Probleme im Beruf und Privatleben, mit Kindern und Partner, machen sie sehr menschlich und lassen sie überzeugend realistisch wirken. Fazit - Bewertung: 4 Sterne Dieser Band konnte mich trotz kleiner Einschränkungen im Punkto Spannung mit einem flüssigem Schreibstil überzeugen. Die meisten kleinen Mängel konnte Dietmar Wunder wie immer brillant ausgleichen. Ich musste mir eingestehen, dass mir dieser Fall mit dem Schwerpunkt Massenpanik wieder einmal nur bestätigt hat, warum ich größere Veranstaltungen für gewöhnlich meide. Und vor allem, warum ich immer in der Nähe eines Ausgangs bleibe. Bei dieser Geschichte lief mir ein kalter Schauer über die Haut, wann immer die Panik ausbrach! Für jeden mit starken Nerven und Enthusiasmus für dieses Thema zu empfehlen.