Leserstimme zu
A single night

FASHION. FASHION. FASHION.

Von: BuchWinter
17.07.2020

Neben meiner Leidenschaft zu Büchern verfolge ich auch gerne die Mode- und Beautywelt. Daher konnte ich mein Glück kaum fassen, dass beide Interessen zusammenkommen und eine ganze Buchreihe über Mode erscheint. Worum geht es? Als die modebegeisterte Libby während der New Yorker Fashion Week auf den erfolgreichen Jungdesigner Jasper Chase trifft, ahnt sie nicht, dass sie wenige Stunden später eine unvergessliche Nacht mit ihm verbringen wird. Anderthalb Jahre danach kreuzen sich ihre Wege erneut: am Plymouth College of Art, wo sich Libby für ein Modedesign-Studium eingeschrieben hat. Das erste Wiedersehen verläuft jedoch alles andere als magisch, und Libby muss sich fragen, wieso sie in den letzten Monaten immer wieder an Jasper denken musste, denn dem ist der Starruhm offensichtlich völlig zu Kopf gestiegen. Jasper allerdings hat Libby keineswegs vergessen – genauso wenig dessen bester Freund Ian, dem die talentierte Amerikanerin ein gewaltiger Dorn im Auge ist … Meine Meinung. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, denn es gab so viel Positives, aber auch einige negative Dinge, die mich total gestört haben. Aber starten wir mal ganz am Anfang. Der Einstieg ins Buch war super und hat gleich etwas Spannung aufkommen lassen. Die Nacht zwischen Libby und Jasper hat gezeigt, dass die Beiden von Anfang an eine besondere Verbindung hatte, umso enttäuschender war der Fortgang und das Verhalten von Jasper. Anfangs ist mir nur eine Beschreibung zu ihm eingefallen: bockiges kleines Kind. Seine Gereiztheit, Aggressivität und Wutausbrüche fand ich oftmals so unangebracht, dass ich einfach nur so sauer war. Ian hingegen mochte ich auf Anhieb und wurde dann auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, als er sich zu einem Vollidioten erwiesen hat. Ich habe die Welt nicht mehr verstanden und fand das auch unglaublich schade, weil sich seine 180 Grad Drehung so gar nicht hat erklären lassen. Libby und ihre Freundinnen hingegen sind einfach nur toll. Die Clique und der Zusammenhalt der Mädels hat mir immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Das urige kleine Plymouth, indem sie studieren, hat es mir auch total angetan. Ich konnte mir die malerische Kulisse und die WG der Mädels bildlich vorstellen. Richtig gemütlich und wie ein Zuhause hat es sich angefühlt. Die Kollektionen und Entwürfe, die die Protagonisten zu Papier gebracht haben, haben mich total fasziniert und ich hätte gerne noch viel mehr über das Studium, den Lehrplan und allgemein über die Modewelt gelesen. Nicht ganz so toll fand ich die Tatsache, dass Libby und Jasper nicht einfach viel früher miteinander gesprochen haben und sich das alles hinausgezögert hat. Mit einem einzigen vernünftigen Gespräch hätten viele Missverständnisse schon Vorneherein vermieden werden können. Die beiden als Paar fand ich eher so lala. Jasper fand ich so schnulzig am Ende, dass ich nur noch den Kopf habe schütteln können. Hier war es mir dann einfach too much von allem. Auch das Ende fand ich eher naja. Mich hat die Auflösung etwas irritiert und auch ein bisschen enttäuscht. Trotzdem muss ich sagen, dass ich die Reihe definitiv weiterlesen werde, da mich jedes der Mädels total fasziniert hat und ich ihre Geschichten kennenlernen möchte. FAZIT. Ein tolles Buch mit ein paar Schwächen. Da ich oben sehr ausführlich berichtet habe, bleibt mir nur zu sagen, dass ich sehr viel Potenzial in der Reihe sehe und gespannt bin, ob der zweite Teil mich noch mehr überzeugen kann. Oxy war so sympathisch in diesem Teil, dass ich wirklich sehr neugierig auf ihre Geschichte bin. Bewertung: 3,5 von 5 Lesezeichen.