Rezension zu
MAGIC: The Gathering - Die Kinder des Namenlosen

Spannend bis auf die letzte Seite

Von: Bina
02.06.2020

Rezension zu „Die Kinder des Namenlosen“ Der im Mai erschienene Roman „Die Kinder des Namenlosen“ von Bestseller-Autor Brandon Sanderson handelt von der jungen Tacenda, die eine außergewöhnliche Gabe besitzt: Sie ist in der Lage, des Nachts einen mächtigen Schutzzauber zu wirken, der ihr Heimatdorf vor Monstern aus den Wäldern schützt. Sobald die Sonne aufgeht, verliert sie allerdings ihr Augenlicht. Eines Nachts versagt ihr Zauber jedoch aus mysteriösen Gründen und sie überlebt als einzige einen blutigen Angriff. Sie vermutet, dass Davriel Cane, der neue Lord eines nahegelegenen Herrenhauses, für die Geschehnisse verantwortlich ist. Auf ihrer Suche nach Rache muss sie jedoch feststellen, dass weitaus düsterere Mächte im Spiel sind… Die Handlung spielt im Multiversum von „Magic: The Gathering“, das einigen Menschen als Sammelkartenspiel mit Fantasy-Setting bekannt sein dürfte. Man muss jedoch nicht mit der Welt vertraut sein, um der Handlung folgen zu können. Während Kenner auf ihre Kosten kommen, ist das Setting auch für Neulinge leicht zugänglich. Die größte Stärke des Romans ist, dass er sehr kompakt geschrieben ist. Sanderson nimmt sich wenig Platz zum Ausschweifen der Handlung, der Spannungsbogen bleibt dadurch konstant. Allerdings läuft man dadurch auch beim unaufmerksamem Lesen in Gefahr, wichtige Zusammenhänge zu übersehen. Auch bleiben einige Optionen zur Abrundung der Handlung dadurch auf der Strecke. Die Charaktere überzeugen, brennen sich aber nur mäßig ins Gedächtnis. Insgesamt bietet der Roman eine gute Kost für Fans von Fantasy und Brandon Sanderson, setzt aber keine neuen Maßstäbe. Auch ist es Neulingen des Fantasy-Genres aufgrund seiner Kürze sehr zu empfehlen. • Alles in allem war dies ein sehr kurzlebige, aber durchaus spannende Fantasy Geschichte. Die Kinder des Namenlosen beweist, dass ein gutes Buch nicht immer 700 Seiten haben muss. Dennoch blieb das eine oder andere tiefere Eintauchen in das Setting und die Geschichte, wie auch der handelnden Charaktere verwehrt. Daher 3,5/5