Rezension zu
MAGIC: The Gathering - Die Kinder des Namenlosen

Sherlock und Watson im Land der Dämonen

Von: JKHuegel
17.05.2020

Tacenda lebt in einer Welt der alltäglichen Gefahren und des tiefen Glaubens. So sind Tacenda und ihre Schwester Willia gesegnet mit der Musik des Schutzes und gleichzeitig verflucht mit geteilter Blindheit. Die eine am Tage, die andere in der Nacht. Tacenda hat sich mit ihrem Schiksal abgefunden, bis sie eines Tages Zeugin davon wird, wie ihre gesamte Familie abgeschlachtet wird. Voller Rachegelüsten und Zorn macht sie sich auf den Weg, um den Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft zu ziehen… Ich bin vollkommen unvoreingenommen in diese Geschichte eingetaucht, da ich von der Magic-the-Gathering-Reihe bislang nichts gehört habe. Auch von Brandon Sanderson habe ich zu meiner Schande bisher noch nie ein Buch gelesen, auch wenn ich schon viel Gutes von diesem Autor gehört habe. Der Einstieg in die Geschichte verlief für mich etwas holprig. Ich bin keine Freundin von Einstigen, die einen abrupt in die Handlung werfen, so habe ich ein paar Seiten gebraucht, bis mich das Buch fesseln konnte. Aber danach, konnte es mich wirklich fesseln. Während unsere Protagonistin eher von trüber Gesinnung ist, ist der sekundäre Protagonist ein Freund von Witz und Lässigkeit und seine Art und Weise Dingen nicht viel Ernst beizumessen ist sowohl amüsant, als auch aufreibend. Ich hatte große Freude daran beide auf ihrer Reise zu begleiten und wurde mit der Zeit immer öfter an Sherlock Holmes und Watson erinnert. Ebenfalls aufgefallen ist mir, welche großartigen Zitate manche Textstellen abgeben, da diese nicht nur für diese High-Fantasy-Welt gelten könnten, sondern auch leicht auf uns anwendbar sind. Nichtsdestotrotz, gab es einen kleinen Kritikpunkt. Das Ende kam mir zu rasch daher und auch die Auflösung des ganzen war meiner Meinung nach zu leicht gelöst. So gebe ich diesem Buch 4,5/5 Sternen.