Leserstimme zu
Vergib uns unsere Schuld

Bewegende Geschichte nach einer wahren Begebenheit

Von: Zeilenauslese
10.03.2020

Cover Wenn man das Cover eines Hera Lind Romans sieht, weiß man direkt, wo es hingehört, so ist es auch hier. Und auch zum Inhalt des Buches passt es sehr gut. Inhalt Es ist 1981, Carina trauert um ihren verstorbenen Mann und mit grade mal 36 Jahren ist sie nun Witwe und alleinerziehende Mutter von drei Kindern. Sie lebt in der DDR, dank des guten Berufes ihres verstorbenen Mannes ist sie finanziell recht gut abgesichert. Doch um neu anzufangen beschließt sie, dass gemeinsame Haus zu verkaufen, um gemeinsam mit ihren Kindern in eine Wohnung zu ziehen und neu anzufangen. Und in ihrem neuen Heimatort trifft sie auf eine alte Bekannte, die sie an den christlichen Glauben heranführt. Der Glaube gibt Carina Kraft, aus jeder doch so schlechten Situation das Beste zu machen. Um ihren Glauben zu festigen macht Carina sich auf die Suche nach einem Kreuz für ihre Wohnung. So kommt es, dass sie in einem Nachbarort auf Pater Raphael von Ahrenberg trifft. Beide verbindet zunächst eine tiefe Freundschaft, aus der irgendwann mehr wird. Und so spürt Carina plötzlich, wie sich die Kirche gegen sie wendet, weil sie ein Leben in Sünde führt und noch dazu bekommt immer wieder sie die Schuld für alles. Und jetzt, wo sie die christliche Gemeinschaft mehr bräuchte als je zuvor, wird sie fallen gelassen und verschmäht. Aber Carina ist eine starke Frau, die niemals aufgibt. Meine Meinung Dieses Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Es geht nicht nur um eine stupide Liebesgeschichte, sondern um sehr viel mehr. Eine verbotene Liebe, noch dazu in der DDR, wo man niemals wirklich frei war und nur dazu gehörte, wenn man mit dem Strom schwamm. Aber Carinas Lebensgeschichte und ihr Temperament sind so außergewöhnlich, dass sie in der DDR mehr als einmal aneckt. Ihren Weg mit zu verfolgen, war wirklich sehr interessant. Die ganze Geschichte wird in der ersten Person aus Sicht von Carina erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Das Hera Lind eine erfahrene und sehr gute Autorin ist, merkt man mit jeder Zeile, sie verleiht der ganzen Geschichte durch ihren lebhaften Schreibstil sehr viel Tiefe und Abwechslung. Fazit Ein Buch wie dieses zeigt sehr schön, wie eine Geschichte den Leser fesseln kann, wenn es gut geschrieben ist. Ich bin normalerweise kein Fan von weichgespülten Liebesgeschichten, aber hier ging es um sehr viel mehr. Wenn es überhaupt was zu bemängeln gibt, dann die vielen Bibelverse, das hätten meiner Meinung nach gerne auch ein paar weniger sein können, aber ansonsten bin ich restlos begeistert von der Geschichte, die ich sehr gerne weiterempfehle.