Leserstimme zu
Sun Detective

Ein echter Pageturner vor der Kulisse Floridas

Von: Literaturblogsaarland
07.05.2019

Nach kalten Jahre in Chicago hat Ex-Cop Jack Starkey alles hingeschmissen und sich in einem Paradies auf Erden eingerichtet: Fort Myers im Sunshine-State Florida. Starkeys Kneipe „Drunken Parrot“ ist mittlerweile eine Institution. Ansonsten genießt er die Sonne am liebsten auf seinem Hausboot, vor allem, wenn Marisa an Bord kommt, seine schlagfertige kubanische Freundin ... So ganz hat er die Dienstmarke allerdings nicht weggeschlossen. Und das ist gut so, denn sein Kumpel Police Chief Hansen ist meist überfordert - vor allem, als eine Mordserie ihren Schatten auf Fort Myers wirft. Zeit für Starkey, wieder Detective zu spielen ... Sun Detective!Vita :William Wells weiß, worüber er schreibt. Wie sein Romanheld Jack Starkey lebte er zunächst in Chicago, bevor es ihn an die südwestliche Floridaküste verschlug. Wells schrieb Reden für Politiker (unter anderem für den Gouverneur von Michigan), gründete einen Corporate Publishing Verlag und verbringt seine Freizeit vor allem damit, die Sonne Floridas zu genießen und Bücher zu schreiben.Jack Starkey, ein Ex-Cop aus Chicago, geniesst seinen Ruhestand im sonnigen Fort Myers Beach in Florida. Er ist Inhaber der Strandbar " Drunken Parrot", lebt auf einem Hausboot und ist mit der rassigen und umwerfend attraktiven Marisa liiert.Eines Tages jedoch bitten ihn der Bürgermeister von Naples, Charles Beaumont und der Polizeichef  Wade Hansen um seine Mithilfe bei der Aufklärung von zwei undurchsichtigen Todesfällen. Und schon ist Starkey mitten drin in einem ebenso undurchsichtigen wie abstrusen Fall.Um an Hintergrundinformationen zu gelangen, muss er unter anderem als Frank Chance undercover in der "feinen" Gesellschaft von Naples recherchieren. Dafür wird er eigens von seiner " Tante " Ashley Howe gecoacht, was mir des öfteren vor Lachen die Tränen in die Augen getrieben hat.Jack Starkey ist ein sehr sympathischer und eigenwilliger Protagonist, der mir von der ersten Seite an sofort gefallen hat. Zu Beginn etwas ungehobelt und linkisch, verwandelt er sich mit Hilfe seiner Tante in den charmanten und reichen Playboy Frank Chance, der sich daran macht, die beiden ungeklärten Todesfälle zu untersuchen, bei denen es natürlich nicht bleiben wird.Nach und nach wird Frank Chance ein Teil der Reichen und Schönen von Naples und deckt Stück für Stück die dunklen Geheimnisse und Machenschaften auf. Stellenweise konnte ich nur noch atemlos die Seiten umblättern um endlich zu erfahren, wie es weitergeht und wer das nächste Opfer sein wird.Als zusätzlichen Leckerbissen empfand ich die kursiv gedruckten Einschübe mit Auszügen eines Manuskriptes, in dem es um die Ermittlungsarbeit des Detective Lieutnant Jack Stoney aus Chicago geht. Dieses Buch schreibt Bill Stevens, ein Polizeireporter aus Chicago, in Anlehnung an die Fälle von Jack Starkey. Und eben dieses Manuskript redigiert unser Protagonist zur Zeit.Ich empfand diesen Roman als echten Pageturner, auch wenn William Wells mit Sicherheit nicht die Krimi-Szene revolutionieren wird. Die Auflösung um die Dreierbande hat mir gut gefallen und falls es weitere Bücher von Jack Starkey geben wird, werde ich mir diese mit Sicherheit kaufen, allein schon um wieder an den Abenteuern des Sun Detectives aus Florida teilhaben zu können. Ausserdem bin ich sehr neugierig darauf, ob und wie die Geschichte mit Jack und Marisa weitergeht.Ich vergebe für dieses Buch 4 Sterne.Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.