Das große Memoir einer tiefen Begegnung mit Bonhoeffer

Als ihr Mann eine Stelle in der US-Botschaft antritt, findet sich Laura Fabrycky mit ihren drei Kindern in Berlin wieder. Die Stadt wirkt auf sie befremdlich: Spannend, ja, aber auch schroff und nicht immer einladend. Zugleich - es ist das Jahr 2016 - spürt sie, wie eine Präsidentschaftswahl Amerika für immer verändert. Laura Fabrycky fühlt sich heimatlos, als sie zufällig auf den Namen Bonhoeffer stößt und bald schon dessen Elternhaus in der Marienburger-Allee besucht. Ein Ort, der sie in seinen Bann schlägt. Aus einem Besuch werden viele und schließlich engagiert sie sich ehrenamtlich: Als Fremdenführerin hilft sie englischsprachigen Gruppen das Haus, Dietrich Bonhoeffers Leben und sein Berlin zu entdecken.

In diesem Buch berichtet Laura M. Fabrycky, wie sie diese Arbeit verändert und ihrem Leben neue Richtung gibt. Sie erzählt, wie die Schlüssel, die sie als Mitarbeiterin für das Bonhoeffer Haus erhält, ihr zum Symbol werden. Dafür, wie sich ihr auf den Spuren Dietrich Bonhoeffers ihr eigenes Leben in einer Phase der Unsicherheit noch einmal neu erschließt. Ein hinreißendes Werk darüber, was Dietrich Bonhoeffers Beispiel noch heute bewirken kann.

Ein höchst aktuelles, anregendes
und sehr menschliches Buch

»Wir erleben eine suchende, junge Amerikanerin, die sich langsam und unbefangen an ihr Thema in Deutschland heranarbeitet. Dabei ergreift sie von Bonhoeffers Welt Besitz und wird ihrerseits ergriffen. Eine bescheidene aber gleichwohl packende und kundige Schilderung!«
Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm von Hase,
Verwandter Dietrich Bonhoeffers

»Ein höchst aktuelles, anregendes und sehr menschliches Buch über einen der wichtigsten Theologen der Bekennenden Kirche und einen der bekanntesten Märtyrer im Nationalsozialismus.«
Jürgen Werth

Hardcover
eBook
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»Was ein Haus bedeuten kann, ist heute bei den meisten
in Vergessenheit geraten, uns anderen aber ist es gerade
in unserer Zeit besonders klar geworden. Es ist mitten in
der Welt ein Reich für sich, eine Burg im Sturm der Zeit,
eine Zuflucht, ja ein Heiligtum.«
Dietrich Bonhoeffer: Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen
aus der Haft.



Von meinem Haus zu Dietrichs Haus brauchte ich mit dem Fahrrad siebzehn Minuten – zehn Minuten plauderte ich mit Pfarrer Martin Dubberke, dem Geschäftsführer des Bonhoeffer-Hauses, dann leistete ich eine Unterschrift und bekam einen Hausschlüssel. Wir verabschiedeten uns, ich stieg wieder auf mein Fahrrad, das ich an der Straßenlaterne vor dem Haus angeschlossen hatte, und radelte zurück. Unterwegs auf der langen Straße, die parallel zur Autobahn A115 verläuft, staunte ich darüber, welche Bedeutung ein so kleiner Gegenstand haben kann. Dieser Schlüssel symbolisierte meine Sehnsucht, Dietrich Bonhoeffers Geschichte kennenzulernen und sein Leben zu meinem eigenen in Beziehung zu setzen. Außerdem stand er für das Vertrauen, das man mir entgegenbrachte, und für eine neue Aufgabe.

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Laura M. Fabrycky
© privat

Laura Fabrycky über ihr Buch

„Dieses Buch ist ein Bericht über meine persönliche Begegnung mit Dietrich Bonhoeffers Lebensgeschichte während meiner zwei Jahre dauernden ehrenamtlichen Tätigkeit als Führerin im Bonhoeffer-Haus, die Teil unseres insgesamt dreijährigen Aufenthalts in Berlin war. Ich schrieb es, um aufzuzeichnen, was ich dort lernte, und so den Dialog zwischen seiner Biografie, wie ich sie kennenlernte und zusammen mit Besuchern des Hauses erforschte, und meinem eigenen Leben vor dem Vergessen zu schützen. Die Geschichte, die ich erzähle, pendelt zwischen seinem und meinem Leben, denn durch die Beschäftigung mit seinem Leben wurde ich, wie sich zeigte, immer wieder mitten hinein in die Realitäten meines eigenen geführt. Die beiden sind unentwirrbar verknüpft.

Dieses Buch ist also mein Weg, Ihnen die Tür des Bonhoeffer-Hauses zu öffnen. Ich habe darin meine Notizen und persönlichen Beobachtungen aus dem Haus, aus Berlin und anderen für Bonhoeffers Lebensgeschichte wichtigen Orten in Deutschland zusammengestellt. Dabei stütze ich mich stark auf die Werke anderer, vor allem seiner Freunde – Historiker, Theologen, Ethiker und Geschichtenerzähler –, die mir eine wertvolle Hilfen waren, um mehr über ihn herauszufinden. Unabhängig davon, ob Sie selbst Gelegenheit haben, das Bonhoeffer-Haus in der Marienburger Allee in Berlin-Charlottenburg zu besuchen, hoffe ich, dass meine Aufzeichnungen Ihnen bei einer imaginativen Reise dorthin zur Seite stehen werden. Ich möchte Ihnen einen Rahmen anbieten, der Ihnen hilft, Ihre eigenen Fragen an Bonhoeffers Leben zu entdecken und so in einen persönlichen Dialog mit ihm zu treten. Bei mir selbst erwiesen sich diese Fragen, die ich tief in mir herumtrug und die nach Aufmerksamkeit verlangten, als diejenigen, die ich im Hinblick auf Bonhoeffer besser kennenlernen und verstehen wollte."

Paradoxerweise erkannte ich, je mehr ich Bonhoeffers Leben studierte und lernte, den Besuchern des Bonhoeffer-Hauses seine Geschichte zu erzählen, immer deutlicher, dass seine Geschichte nicht meine Geschichte ist. Zwar wollte ich das Geheimnis seiner bemerkenswerten Tapferkeit und Zähigkeit herausfinden und war versucht, Analogien zwischen seiner Welt und meiner herzustellen, erkannte aber, dass seine Zeit nicht so war wie meine Zeit und dass die Welt, in der er lebte, nicht meine Welt ist. Was nicht heißen soll, dass es keinerlei Übereinstimmungen gäbe – ganz im Gegenteil. Vielmehr meine ich, dass wir uns, wie Bonhoeffer, entscheiden müssen, ob wir uns den Fragen unserer Zeit stellen, uns mutig und hoffnungsvoll mit ihnen auseinandersetzen wollen, oder ob wir sie ignorieren und versuchen, unserer Verantwortung auszuweichen, vor ihnen zurückweichen, aus Angst, Abgestumpftheit oder Verzweiflung. Vor allem schrieb ich dieses Buch als Zeichen, dass ich mich für die Hoffnung entschieden habe und Sie dazu einlade, sich genauso zu entscheiden“

Laura M. Fabrycky arbeitet als Autorin und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Washington, D.C. Während einer diplomatischen Mission ihres Mannes an der US-Botschaft in Berlin arbeitete sie als ehrenamtliche Reiseleiterin im Bonhoeffer-Haus im Berliner Stadtteil Charlottenburg.

Bonhoeffers spirituelle Quellen für heute entdeckt

Schlüssel zu Bonhoeffers Haus
Wie ich Welt und Weg Dietrich Bonhoeffers entdeckte

»Ich möchte Ihnen einen Rahmen anbieten, der Ihnen hilft, Ihre eigenen Fragen an Bonhoeffers Leben zu entdecken und so in einen persönlichen Dialog mit ihm zu treten. Ich versuche, mich immer wieder daran zu erinnern, was das Bonhoeffer-Haus für mich bedeutet, und seine Schlüssel dazu zu benutzen, die Zimmer meines eigenen Lebenshauses aufzuschließen.«
Laura M. Fabrycky

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