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John Gwynne im Interview zu seinem neuen Buch »Nordnacht«

Gewaltig, komplex, dramatisch, mit unvergesslichen Helden und unheimlichen Wesen der nordischen Mythologie.

John Gwynne
© Caroline Gwynne
Bitte stellen Sie sich uns vor:
Mein Vater war bei der Royal Air Force, also sind wir den Großteil meiner Kindheit- und Teenagerjahre etwa alle drei Jahre umgezogen, wenn er wieder abkommandiert wurde. Nach meinem Abitur schlug meine Rock’n’Roll-Band – ich spielte Kontrabass – für ein paar Jahre einen ziemlich professionellen Weg ein. Danach habe ich einige Jahre Nordamerika bereist und bin schließlich in den Südosten des Vereinigten Königreichs zurückgekehrt, um an der Brighton University sowohl meinen Bachelor als auch meinen Master-Abschluss zu machen.
Ich bin verheiratet und habe vier wundervolle Kinder. Mein ältestes, Harriett, ist hochgradig behindert, weshalb meine Frau und ich von zu Hause arbeiten, sodass wir uns selbst um sie kümmern können. Harriett ist an Heiligabend vierunddreißig Jahre alt geworden.
Ich nehme an Wikinger-Spielen teil, wie auch meine drei Söhne.

Was ist Ihr gelernter Beruf bzw. üben Sie aktuell neben dem Schreiben noch eine weitere berufliche Tätigkeit aus?
Ich habe einen Bachelor in Kulturwissenschaften und Sozialpolitik sowie einen Master in Kulturwissenschaften, was ich auch an der Universität unterrichtet habe. Mittlerweile bin ich hauptberuflich Schriftsteller.

Würden Sie uns ein wenig von sich persönlich erzählen – von Ihren Hobbys, Ihrer aktuellen Lebenssituation, Ihrem Traum vom Glück …?
Ich liebe Geschichte und Mythologie und bin mime gerne Wikinger, genau wie meine drei Söhne. Wenn man mich also nicht beim Schreiben antrifft, dann bilde ich mit meinen Söhnen auch schon mal einen Schildwall. Ab und an spiele ich auch noch mal Kontrabass, nur so zum Spaß.
Das Leben ist ziemlich seltsam zurzeit, wegen Covid-19. Um unsere Tochter zu schützen (die ja schwerstbehindert und damit sehr gefährdet ist), haben wir uns einen Lockdown verordnet und befinden uns fast seit einem Jahr in freiwilliger Selbstisolation. Es ist eine eigenartige Zeit, die einen daran erinnert, was im Leben wichtig ist. Ich hoffe wirklich und strebe auch danach, ein guter Vater und guter Ehemann zu sein; das ist die wichtigste Sache für mich. Ich liebe es auch weiterhin zu schreiben, und ich hoffe, dass die Leute weiterhin meine Bücher lesen und genießen werden sowie die Welten und Charaktere, die meinem Kopf entsprungen sind.

Womit kann man Sie wütend machen und richtig auf die Palme bringen?
• Soziale Ungerechtigkeit
• Unfreundlichkeit
• Wenn der Deckel von der Eiscreme offengelassen wird …

Haben Sie ein Lebensmotto?
Wahrheit und Mut.

Was sind Sie für ein Büchermensch? Verraten Sie uns, nach welchen Kriterien Sie Ihr Bücherregal sortieren (nach Farben, Genres, Autoren, oder gar nicht)?
Nach Genre, favorisierten Autoren, manchmal in alphabetischer Reihenfolge.

Was ist Ihr liebstes Reiseziel? Wie sieht Ihr schönstes Urlaubsfoto aus, das Sie Ihren Lesern gern zeigen würden?
Tintage Castle in Cornwall.

Haben Sie ein Haustier, das Ihnen beim Schreiben, im Alltag und auf Reisen Gesellschaft leistet?
Ja, ich liebe Hunde, derzeit haben wir drei.

Wie kamen Sie zum Schreiben?
Ich habe, als ich Mitte dreißig war, hobbymäßig mit dem Schreiben angefangen.

Was inspiriert Sie und wie finden Sie Ihre Themen?
Mythologie und Geschichte sind meine Hauptinspirationsquellen.

Bitte fassen Sie in wenigen Sätzen Ihr aktuelles Buch zusammen:
»Nordnacht« ist Teil 1 der Blutgeschworenen-Saga. Es ist eine episches Fantasy-Setting, eingebettet in eine nordisch inspirierte Welt.
Die eigentliche Inspiration lieferten das Heldengedicht Beowulf und die Sage Ragnarök. In meiner Welt sind die Götter tot, bekämpft bis zur Vernichtung, nur die Gebeine und Reliquien sind geblieben. In dieser neuen Welt kämpfen niederträchtige Jarls (ein Jarl ist ein Fürst in den nordischen Ländern von der Germanischen Eisenzeit bis zum Hochmittelalter und entspricht in der Adelsordnung dem deutschen Grafen, Anm. d. Ü.), Könige und Königinnen um die Macht; oftmals heuern sie Söldnertruppen an, um den Überbleibseln der Götter nachzujagen.

Was bzw. welche Szene darin war am schwierigsten zu schreiben?
Ich liebe es zu schreiben und kann ehrlich sagen, dass ich keine Szene schwierig fand. Jede Szene hat ihre ganz eigene Herausforderung.

Haben Sie eine Lieblingsszene?
Drei Szenen in meinem letzten Buch wetteifern darum, meine Lieblingsstelle zu sein.

Haben Sie eine Lieblingsfigur?
Orka.

Wie haben Sie für ihr aktuelles Buch recherchiert?
Ich verbringe viel Zeit mit der Recherche, wovon der größte Teil reine Lesetätigkeit ausmacht.

Möchten Sie Ihren Lese*innen mit Ihrem aktuellen Buch eine bestimmte Botschaft mitgeben?
Die Macht der Wahl. Dass es die kleinen Entscheidungen sind, die wir jeden Tag treffen, die uns zu dem Menschen machen, der wir sind.

Ein kurzer Gruß an Ihre Leser*Innen:
Mein größter Dank gilt meinen Lesern. Es ist eine Freude zu wissen, dass Sie es genossen haben, Zeit mit meinen Büchern und Welten zu verbringen.

John Gwynne

Nordnacht

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