Rebecca Serle: In fünf Jahren

Hier ins New Yorker Leben eintauchen und Raumduftset gewinnen!

Dies ist eine Liebesgeschichte ... aber nicht die Liebesgeschichte, die du erwartest.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Diese Frage kann die ehrgeizige New Yorker Anwältin Dannie beim Bewerbungsgespräch sofort beantworten. Sie weiß, wohin ihr Leben führt, mit wem sie verheiratet ist und wo sie auf ihrer Karriereleiter steht. Bis sie eines Nachts aufwacht, fünf Jahre in der Zukunft – und alles anders ist. Sie befindet sich in einer fremden Wohnung, neben ihr ein fremder Mann und an ihrem Finger steckt ein anderer Ring. Nach einer Stunde ist der Spuk vorbei. Denkt sie. Bis sie viereinhalb Jahre später dem Mann aus ihrem Traum begegnet und sich ihr Leben komplett auf den Kopf stellt ...

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»Was als romantische Komödie beginnt,

wandelt sich zu etwas weitaus Tieferem. Eine packende Erkundung über die Macht des Schicksals, Freundschaft und Liebe.« Booklist

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1
Fünfundzwanzig. Jeden Morgen, bevor ich die Augen aufmache, zähle ich bis fünfundzwanzig. Das ist eine meditative Technik zur Beruhigung, die dem Gehirn dabei hilft, sich besser zu erinnern, zu konzentrieren und achtsam zu sein, doch der eigentliche Grund, warum ich es tue, ist, dass mein Freund David genau so lange braucht, um neben mir aus dem Bett zu steigen und die Kaffeemaschine einzuschalten. Und so lange dauert es auch, bis ich die frisch gemahlenen Bohnen rieche.
Sechsunddreißig. So viele Minuten brauche ich, um mir die Zähne zu putzen, zu duschen, mein Gesicht mit Gesichtswasser zu reinigen, ein Serum, Tagescreme und Make-up aufzutragen und mir für die Arbeit ein Outfit auszusuchen. Wenn ich mir die Haare wasche, sind es dreiundvierzig.
Achtzehn. So lange brauche ich zu Fuß von unserer Wohnung in Murray Hill bis zur East Forty-Seventh Street, wo die Kanzlei Sutter, Boyt & Barn ihren Sitz hat.
Vierundzwanzig. So viele Monate sollte man meiner Meinung nach mit jemandem zusammen sein, bevor man sich eine gemeinsame Wohnung sucht.
Achtundzwanzig. Das richtige Alter, um sich zu verloben.
Dreißig. Das richtige Alter, um zu heiraten.
Mein Name ist Dannie Kohan. Und ich glaube an ein Leben nach Zahlen.

»Viel Glück für das Bewerbungsgespräch«, sagt David, als ich in die Küche komme. Heute. 15. Dezember. Ich trage einen Bademantel und habe mir ein Handtuch um die Haare geschlungen. Er ist immer noch im Schlafanzug, und sein braunes Haar zeigt für jemanden, der noch nicht mal die Schallgrenze von dreißig überschritten hat, einen bemerkenswert hohen Anteil an Grau, aber mir gefällt es. Er sieht dadurch würdevoller aus, besonders, wenn er seine Brille trägt, was er oft tut.
»Danke«, sage ich. Ich schlinge die Arme um ihn, küsse ihn auf den Hals und dann auf die Lippen. Ich habe mir bereits die Zähne geputzt, aber David hat morgens nie schlechten Atem. Nie. Als wir uns damals gerade erst kennengelernt hatten, dachte ich, er stehe vor mir auf, um sich rasch ein bisschen Zahnpasta auf die Zähne zu schmieren, doch als wir dann zusammenzogen, stellte ich fest, dass er von Natur aus frischen Atem hat. Er wacht einfach so auf. Von mir kann man das nicht behaupten.
»Kaffee ist fertig.«

(…)
Das hier ist es, was ich will. Was ich immer gewollt habe. An einem Ort zu sein, der niemals stillsteht. Umgeben zu sein vom Schritttempo und Rhythmus der Großartigkeit.
»Ms Kohan?« Eine junge Frau tritt auf mich zu. Sie trägt ein Etuikleid von Banana Republic, keinen Blazer. Eine Empfangsdame.
Das weiß ich, weil alle Anwältinnen bei Wachtell ein Kostüm tragen müssen. »Bitte hier durch.«
»Vielen Dank.«
Sie führt mich am Großraumbüro vorbei. Ich werfe einen Blick hinein, sehe die Arbeitsplätze in voller Pracht. Glas und Holz und Chrom. Money, money, money, klingelt es in meinem Kopf. Sie bringt mich zu einem Konferenzraum mit einem langen Tisch aus Mahagoni. Darauf stehen eine Karaffe mit Wasser sowie drei Gläser. Eine ebenso feinsinnige wie vielsagende Information. Dann werden also zwei Partner der Kanzlei an dem Vorstellungsgespräch teilnehmen, nicht nur einer. Das ist natürlich gut so, es ist wunderbar. Ich bin bestens vorbereitet. Ich könnte ihnen praktisch einen Grundriss ihrer Büros aufzeichnen. Alles kein Problem.
Aus zwei Minuten werden gefühlte fünf und dann zehn. Die Rezeptionistin ist schon lange weg. Gerade überlege ich, ob ich mir ein Glas Wasser einschenken soll, als die Tür aufgeht und Miles Aldridge hereinkommt. Jahrgangsbester in Harvard. Yale Law Journal. Und Senior Partner bei Wachtell. Der Mann ist eine Legende, und jetzt steht er im selben Zimmer wie ich. Ich hole tief Luft.
»Ms Kohan«, sagt er. »Ich freue mich sehr, dass Sie es einrichten konnten.«
»Natürlich, Mr Aldridge«, sage ich. »Freut mich sehr, Sie kennenzulernen.«
Er hebt ganz leicht die Augenbrauen. Es beeindruckt ihn, dass ich aus dem Stand weiß, wie er heißt. Volle Punktzahl.
»Wollen wir?« Er bedeutet mir, mich zu setzen, und ich nehme Platz. Er gießt für uns beide ein Glas Wasser ein. »Also«, sagt er. »Fangen wir an. Erzählen Sie mir ein bisschen von sich selbst.«
Ich ackere mich durch die Antworten, die ich mir in den vergangenen Tagen zurechtgelegt, die ich ausgefeilt und verfeinert habe. Gebürtig aus Philadelphia. Mein Vater war Inhaber eines Beleuchtungsgeschäfts, und mit gerade mal zehn Jahren half ich ihm im Hinterzimmer mit Verträgen und anderem Papierkram.
Bevor ich sie nach Herzenslust zuordnen und ablegen konnte, musste ich immer ein wenig hineinlesen und verliebte mich sogleich in das System, das dahintersteckte, und die Tatsache, dass Sprache – diese reine Wahrheit in den Worten – unverhandelbar war. Es war wie Poesie, doch eine Poesie, aus der etwas herauskam, Gedichte mit einer konkreten Bedeutung und einer Macht, die einklagbar war. Und ich wusste, genau das war es, was ich einmal machen wollte. Ich studierte Jura an der Columbia und wurde Zweite meines Jahrgangs. Zunächst war ich bei der Staatsanwaltschaft des Southern District of New York tätig, doch dann wurde mir klar, was ich immer schon gewusst hatte: dass ich Firmenanwältin werden wollte. Ich wollte als Juristin in einem Bereich tätig sein, bei dem viel auf dem Spiel steht, der von Dynamik und Konkurrenzdenken geprägt ist und in dem sich – o ja – eine Menge Geld verdienen lässt.
Warum?
Weil ich genau dafür geschaffen bin, dafür ausgebildet wurde. Und weil es mich genau hierhergebracht hat, an den Ort, an dem ich immer sein wollte. Das Mekka. Das Hauptquartier.
Wir gehen meinen Lebenslauf durch, Punkt für Punkt. Aldridge ist überraschend gründlich, was nur zu meinem Vorteil ist, weil es mir mehr Gelegenheit gibt, über das zu sprechen, was ich vorzuweisen habe. Er fragt mich, warum ich glaube, so gut zu der Kanzlei zu passen, und zu welcher Arbeitskultur ich neige.
Als ich aus dem Fahrstuhl gekommen sei, sage ich und dieses pulsierende, niemals endende Geschehen in den Büros gesehen habe, hätte ich das Gefühl gehabt, endlich zu Hause zu sein. Das ist nicht übertrieben, und das sieht er. Er schnalzt mit der Zunge. »Ein Ambiente, das immer auf Angriff gepolt ist«, erwidert er. »Und endlos, wie Sie sagen. Viele halten das nicht durch.«
Ich verschränke die Hände auf dem Tisch. »Ich kann Ihnen versichern, dass das bei mir kein Problem sein wird«, sage ich.
Und dann stellt er mir die sprichwörtliche Frage. Die, auf die man sich vorbereitet, denn sie wird immer gestellt.

Wo sehen Sie sich selbst in fünf Jahren?
Ich hole tief Luft, und dann gebe ich ihm meine hieb- und stichfeste Antwort. Nicht nur, weil ich sie mir zurechtgelegt habe. Sondern weil sie der Wahrheit entspricht. Ich weiß es. Das habe ich immer.
Ich werde hier arbeiten, bei Wachtell, als Senior Associate. Ich werde in meinem Jahrgang die Gefragteste bei Firmentransaktionen sein. Ich werde unfassbar gründlich und unglaublich effizient sein. Präzise und zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk. Und ich werde auf dem Weg zum Junior Partner sein.
Und im Privatleben?
Ich werde mit David verheiratet sein. Wir werden in Gramercy Park wohnen, mit Blick auf den Park. Wir werden eine Küche haben, die wir lieben, und am Tisch Platz genug für zwei Computer. Wir werden jeden Sommer in die Hamptons fahren, an Wochenenden gelegentlich in die Berkshires. Natürlich nur, wenn ich nicht ins Büro muss.

Aldridge ist zufrieden. Ich habe das Ding gerockt, das sehe ich. Wir geben uns die Hand, und dann ist die Rezeptionistin wieder da, führt mich durch das Großraumbüro hindurch zum Fahrstuhl, der mich zurück in das Land der Sterblichen bringt. Das dritte Glas neben der Wasserkaraffe war bloß dazu da, mich in die Irre zu führen. Cleverer Schachzug.

Nach dem Meeting fahre ich nach Downtown, zu Reformation, einem meiner liebsten Klamottenläden in SoHo. Ich habe mir freigenommen, und es ist erst Mittag. Jetzt, wo mein Vorstellungsgespräch vorüber ist, kann ich meine ganze Aufmerksamkeit auf das lenken, was heute noch vor mir liegt.
Als David mir sagte, er habe einen Tisch im Rainbow Room reserviert, wusste ich sofort, was das bedeutet. Wir hatten bereits darüber gesprochen, uns zu verloben. Ich wusste, dieses Jahr würde es passieren, doch eigentlich hatte ich schon nach dem Sommer damit gerechnet. Rund um die Feiertage ist die Hölle los, im Winter ist David im Job besonders eingespannt.
Aber er weiß, wie sehr ich die Stadt liebe, wenn sie festlich beleuchtet ist, und deshalb wird es heute Abend passieren.
»Willkommen bei Reformation«, sagt die Verkäuferin. Sie trägt eine schwarze Marlenehose und einen eng anliegenden weißen Rollkragenpullover. »Wie kann ich Ihnen helfen?«
»Heute Abend werde ich mich verloben«, sage ich. »Und dafür brauche ich was zum Anziehen.«
Eine halbe Sekunde lang schaut sie mich überrascht an, dann beginnt ihr Gesicht zu leuchten. »Wie aufregend!«, ruft sie. »Dann sehen wir uns doch mal um. Woran hatten Sie denn gedacht?«
Ich nehme tonnenweise Klamotten mit in die Kabine. Röcke und Kleider mit tiefem Rückenausschnitt, eine Hose aus rotem Crêpe mit passendem, locker schwingendem Oberteil. Das rote Outfit probiere ich als Erstes, und es sitzt perfekt. Ein bisschen Drama Queen, aber es hat auch Klasse. Seriös, aber mit dem gewissen Kick.
Ich betrachte mich im Spiegel. Ich strecke die Hand aus.
Heute, denke ich. Heute Abend.

2
(…) Zwei Stunden später sind wir zu Hause. Vor lauter Hunger und weil uns von dem vielen Champagner und Wein der Kopf schwirrt, hocken wir uns vor den Computer und bestellen Thai-Essen bei Spice-Online. So sind wir eben. Wir geben siebenhundert Dollar für ein Dinner aus, und dann kommen wir heim und essen gebratene Nudeln für acht Dollar. Hoffentlich wird sich das nie ändern.
Ich möchte mich, wie sonst auch, umziehen und meine Jogginghose anziehen, aber etwas hält mich davon ab – nicht heute Abend, noch nicht. Wäre ich anders, eine andere Frau – Bella zum Beispiel –, dann hätte ich jetzt Reizwäsche an. Diese Woche hätte ich mir etwas Schönes gekauft. Ich hätte mir einen knappen String und den passenden BH angezogen und verführerisch in der Tür gestanden. Scheiß auf das Pad Thai. Doch dann wäre ich vermutlich auch nicht mit David verlobt.
Wir sind beide keine großen Trinker, und der viele Alkohol hat seine Spuren hinterlassen. Ich rücke auf der Couch ein wenig von David ab und lege meine Füße auf seinen Schoß. Er drückt den Spann meines Fußes, massiert die zarte Stelle, die von den High Heels ein wenig malträtiert wurde. Ich spüre, wie mir ganz leicht schwindelig wird und mir die Augen zufallen. Ich gähne. Innerhalb einer Minute schlafe ich ein.

3
Langsam wache ich auf. Wie lange habe ich geschlafen? Ich drehe mich im Bett herum und schaue auf die Uhr am Nachttisch: zweiundzwanzig Uhr neunundfünfzig. Ich strecke meine Beine. Hat mich David ins Bett gebracht? Das Bettzeug fühlt sich frisch und kühl an, und ich ziehe kurz in Erwägung, die Augen einfach wieder zu schließen und weiterzuschlafen, doch dann würde ich die Nacht unserer Verlobung verpassen, und ich zwinge mich, die Augen offen zu halten. Wir haben immer noch Champagner zum Trinken, und wir müssen unbedingt Sex haben. Das gehört zu einer Verlobungsnacht einfach dazu.
Ich gähne, blinzele, setze mich dann auf, atme erschrocken aus.
Denn ich liege nicht in unserem Bett. Ich bin nicht einmal in unserer Wohnung. Ich trage ein rotes Abendkleid mit perlenbesetztem Ausschnitt. Und ich bin irgendwo, wo ich noch nie war.
Ich könnte mir einreden, dass ich träume, doch ich glaube es eigentlich selbst nicht. Ich kann meine Beine und Arme fühlen, höre mein ängstlich klopfendes Herz. Wurde ich entführt?
Ich schaue mich im Zimmer um. Bei näherem Hinsehen erkenne ich, dass ich mich in einem Loft befinde. Das Bett, in dem ich liege, steht direkt an einem hohen, durchgängigen Fenster, von dem aus man einen Blick hat auf … Long Island City? Ich schaue hinaus, versuche irgendein Gebäude zu erkennen, an dem ich mich orientieren kann. Dann fällt mein Blick auf das Empire State Building, das sich in weiter Ferne aus dem Wasser erhebt. Ich bin also in Brooklyn, aber wo? Ich sehe die Skyline von New York City auf der anderen Seite des Flusses, die Manhattan Bridge. Was bedeutet, dass ich in Dumbo bin, dem malerischen Viertel, abgekürzt Down Under The Manhattan Bridge Overpass. Hat mich David in ein Hotel gebracht?
Ich sehe einen Backsteinbau auf der anderen Straßenseite, mit einer Art braunem Scheunentor. Offenbar findet da eine Party statt. Ich sehe Kamerablitze und jede Menge Blumen. Vielleicht eine Hochzeit.
Die Wohnung ist nicht riesig, wirkt aber großzügig und luftig. Zwei mit blauem Samt bezogene Sessel stehen vor einem Couchtisch aus Glas und Stahl, am Fußende des Bettes eine orangerote Kommode. Bunte persische Teppiche machen den offenen Raum wohnlich, wenn auch einen Tick unordentlich.
An der Decke freiliegende Rohre und Balken. An der Wand hängt ein Druck. Er zeigt eine pyramidenförmige Typografie wie beim Augenarzt mit dem Text I WAS YOUNG I NEEDED THE MONEY. Ich war jung und brauchte das Geld …
Wo zum Teufel bin ich?
Ich höre ihn, bevor ich ihn sehe. Er ruft: »Bist du wach?«
Ich erstarre. Soll ich mich verstecken? Versuchen, abzuhauen? Ich sehe eine große Tür aus Stahl, am anderen Ende des Lofts, dort, wo die Stimme herkommt. Wenn ich schnell bin, könnte ich es dorthin schaffen, bevor …
Er kommt um die Ecke, wo sich vermutlich die Küche befindet. Er trägt eine schwarze Anzughose und ein schwarzblau gestreiftes Hemd, oben aufgeknöpft.
Ich reiße die Augen auf. Ich möchte schreien; vielleicht tue ich es auch.
Der gut gekleidete Fremde kommt auf mich zu, und ich rutsche schnell auf die andere Seite des Bettes, die zum Fenster liegt.
»Hey«, sagt er. »Alles okay?«
»Nein!«, sage ich. »Gar nichts ist okay.«
Er seufzt. Meine Antwort scheint ihn nicht zu überraschen. Habe ich so viel getrunken? »Du bist eingeschlafen.« Er fährt sich mit der Hand über die Stirn. Mir fällt auf, dass er über dem linken Auge eine Narbe hat.
»Was machst du hier?« Ich bin auf dem Bett so weit zurückgewichen, dass ich jetzt mit dem Rücken direkt am Fenster sitze.
»Na komm«, sagt er.
»Kennst du mich?«
Er kniet sich mit einem Bein aufs Bett. »Dannie«, sagt er.
»Fragst du mich das wirklich?«
Er weiß, wie ich heiße. Und die Art und Weise, wie er das sagt, macht mich irgendwie stutzig. Ich hole tief Luft. Er sagt es, als hätte er genau das schon öfter gesagt.
»Ich weiß nicht«, antworte ich. »Ich weiß nicht, wo ich bin.«
»Es war ein schöner Abend«, sagt er. »Findest du nicht?«
Ich schaue an meinem Kleid herunter. Erst jetzt wird mir klar, dass es mir gehört. Meine Mom und ich haben es bei einer Shoppingtour vor drei Jahren zusammen mit Bella gekauft. Bella hat das gleiche in Weiß.
»Doch«, sage ich, ohne nachzudenken. Als wüsste ich es. Als wäre ich dabei gewesen. Was geht hier vor?
In diesem Moment fällt mein Blick auf den Fernseher. Er war die ganze Zeit an, der Ton auf leise gestellt. Er hängt an der Wand gegenüber vom Bett, es laufen die Nachrichten. Auf dem Bildschirm sind unten das Datum und die Zeit eingeblendet. 15. Dezember 2025. Ein Mann in blauem Anzug plappert über das Wetter, hinter ihm eine Wolke, aus der Schneeflocken rieseln.
Ich versuche zu atmen.
»Was ist denn?«, fragt er. »Soll ich ausschalten?«
Ich schüttele den Kopf, wie ein Roboter. Ich sehe, wie er zum Couchtisch geht und nach der Fernbedienung greift. Auf dem Weg dahin zieht er sein Hemd aus der Hose.
»Der Wetterdienst warnt die Ostküste vor einem Schneesturm, der auf uns zukommt. Über Nacht ist mit bis zu fünfzehn Zentimeter Schnee zu rechnen, bis Dienstag mit weiteren heftigen Schneefällen.«
2025. Das kann nicht sein, natürlich nicht. Fünf Jahre …
Das hier muss irgendein übler Scherz sein. Bella. Als wir noch jünger waren, hat sie mir ständig irgendwelche Streiche gespielt. Zu meinem elften Geburtstag hat sie es zum Beispiel geschafft, ohne Wissen meiner Eltern ein Pony in unseren Garten zu stellen. Als wir morgens aufwachten, war es einfach da und schubste die Schaukel mit dem Kopf.
Doch selbst Bella würde es nicht schaffen, ein falsches Datum in die Nachrichtensendung der Öffentlich-Rechtlichen zu bekommen. Oder doch? Und wer ist dieser Typ hier?
O mein Gott, David.

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Das sagen unsere Leser*innen

In fünf jahren

Von: Träumerin
24.06.2022

Wer plant noch solange? Die zeit vergeht wie im flug, fragt man sich dann ob es vl anderst verlaufen wäre. Wenn man genauer hingesehen hätte?
Ich glaub schon. Bin gespannt auf das buch. Der anfang war schon mal spannend und fesselnd. Viel spass

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In fünf jahren

Von: Träumerin
24.06.2022

Wer plant noch solange? Die zeit vergeht wie im flug, fragt man sich dann ob es vl anderst verlaufen wäre. Wenn man genauer hingesehen hätte?
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Rebecca Serle: In fünf Jahren

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Rebecca Serle
© Ann Molen

Die Autorin

Rebecca Serle ist Autorin und Drehbuchschreiberin und lebt in New York und Los Angeles. »In fünf Jahren« wurde von Lesern und Presse begeistert aufgenommen, war Lieblingsbuch der amerikanischen Buchclubs und stand monatelang auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Der Roman erscheint in 24 Ländern und wurde von Judith Schwaab ins deutsche übersetzt.

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