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Katrin Burseg

Unter dem Schnee

Ungekürzte Lesung mit Maria Hartmann
Hörbuch MP3-CD
18,00 [D]* inkl. MwSt.
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Deutschland, 1978: Eine Familie muss sich ihren Wahrheiten stellen

Seit Ende der 1920er Jahre hat Luise von Schwan mit eiserner Hand die Geschäfte der Baumschule auf Schloss Schwanenholz geführt. Selbst ohne Nachkommen, hat sie ihre beiden Neffen Carl und Johann als Erben eingesetzt. Alles scheint klar. Doch als am 28. Dezember 1978 Familie und Freunde zu ihrer Beerdigung zusammenkommen, fegt plötzlich ein Schneesturm über das Land. Während die Familie tagelang auf dem Gut gefangen ist, drängen immer mehr Geheimnisse über Luise ans Licht und die Ankunft eines ungebetenen Gastes beendet das Schweigen, das Jahrzehnte lang über allem lag wie Schnee.


Originaltitel: Unter dem Schnee
Originalverlag: Diana
Hörbuch MP3-CD, 2 CDs, Laufzeit: 11h 25min
ISBN: 978-3-8371-5281-4
Erschienen am  04. October 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
Special zu Katrin Bursegs Roman "Unter dem Schnee"

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Dieses Buch spielt in: Schleswig-Holstein, Deutschland

Rezensionen

Schneeweiße Familiensaga ...

Von: Diane Jordan

24.11.2021

Unter dem Schnee Meine neueste Audio CD „Unter dem Schnee“ von Katrin Burseg gefällt mir richtig gut. Ich erinnere mich, als wäre es erst gestern gewesen, obwohl es doch schon sooooo lange zurück liegt. 1978 war ich süße 11 Jahre und noch Schulkind, aber an die Schneekatastrophe sowie den starken Eisregen im Dezember in Schleswig-Holstein erinnere ich mich noch genau. Meterhohe Verwehungen, klirrende Kälte von minus 20 Grad und die Ostsee war zugefroren. Viele Gemeinden und Dörfer waren von der Umwelt abgeschnitten. Alles spiegelglatt und nicht befahrbar. Es erinnert mich auch ein wenig an eine Geschichte, die meine Mutter meiner jüngeren Schwester und mir damals vorgelesen hat. „Als wir eingeschneit waren“ von Hans Peterson. Wir fanden das damals ganz witzig, weil meine Mama beim Vorlesen immer ganz rührselig wurde und weinen musste. Damals ;-) dauerte das Vorlesen deshalb sehr lange, denn sie kam über die Stelle gleich am Anfang, als alle eingeschneit waren nicht hinweg, ohne zu schniefen. Heute sehe ich das zum Glück etwas abgeklärter. Die zwei Random House Audio MP3-CDs „Unter dem Schnee“ laufen rund 11 Stunden und 25 Minuten. Sie werden angenehm von Maria Hartmann gesprochen, das CD-Cover ist ansprechend und treffend gestaltet. Der Plot hat es in sich. Die Protagonisten sind liebevoll erdacht und fein beschrieben. Eine Saga voll nach meinem Geschmack in der es um Rivalität, Verrat, Liebe, Schuld, Heimat und Flucht geht. Die Erzählung ist spannend und emotional geladen. Die Bedeutung der Farbe Weiß ist von der Autorin vortrefflich gewählt. Allerdings ist die Protagonistin Gräfin Luise von Schwan nicht wirklich ein Unschuldslamm. Der Schnee der später in der Geschichte fällt, ist zwar rein, dick und weiß, aber Weiß als Symbol der Wahrheit und Unverfälschtheit passt nicht wirklich zur Familie von Schwan. Obwohl der gleichnamige Schwan aus der Gattung der Entenvögel ja auch ein stolzer, weißer Zeitgenosse ist, der auch gerne in Märchen vorkommt. Auf den Audios kommen nach und nach dunkle Familiengeheimnisse ans Tageslicht. Die Familie kommt unter traurigen Umständen zusammen und möchte die alte Gräfin beerdigen. Allerdings bricht genau zu diesem Zeitpunkt die oben erwähnte Schneekatastrophe aus. Die Familie ist auf engstem Raum, fünf Tage von der Außenwelt abgeschnitten. Nach und nach kommen unangenehme Themen und Geheimnisse aus der Nachkriegszeit zur Sprache und an die Oberfläche. Das das nicht ohne Turbolenzen vonstatten geht, ist wohl jedem klar wie Kloßbrühe, mir zumindest. Die Spannungskurve ist geschickt aufgebaut und gefällt mir super gut. In Deutschland wurde Zwangsarbeit lange als Begleiterscheinung von Besatzung und Krieg bagatellisiert und wenn man anfängt darüber nachzudenken, wird einem beim Zuhören der CD schon etwas kalt und fröstelig. Aber ich möchte natürlich nicht zu viel verraten, diese Audio-CDs solltet ihr euch gönnen, denn mich hat die Geschichte sehr berührt und auch zum Nachdenken angeregt. Inhalt: Schloss Schwanenholz, Ende Dezember 1978: Fünfzig Jahre führte Luise von Schwan die Baumschule auf dem Gut an der Ostsee mit strenger Hand. Nun wird die Gräfin beerdigt. Doch als die Trauerfeier beginnt, fegt ein heftiger Schneesturm über das Land. Bevor das Familienanwesen von der Außenwelt abgeschnitten wird, trifft ein ungebetener Gast aus Frankreich ein. Wer ist die geheimnisvolle Frau, die behauptet, Luises Tochter zu sein? Und hat Luise tatsächlich während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter auf dem Gut ausgebeutet? Fünf Tage, in denen die Familie mit verborgenen Wahrheiten konfrontiert wird. Fünf Tage, die das Schweigen beenden, das sich jahrzehntelang über alles senkte wie Schnee. Die Autorin: Katrin Burseg, geboren 1971 in Hamburg, studierte Kunstgeschichte und Literatur in Kiel, bevor sie als Journalistin und Autorin arbeitete. Sie wuchs in einem mehr als hundert Jahre alten Bauernhaus in Schleswig-Holstein auf. Als Kind erlebte sie die Schneekatastrophe im Jahrhundertwinter 1978/1979, mit ihrer Familie war sie mehrere Tage lang eingeschneit. Diese Erinnerung inspirierte sie zu ihrem Roman »Unter dem Schnee«. Die Sprecherin: Unter dem Schnee Die Eishexe: Erica Falck & Patrik Hedström 10 In der Hölle tanzen: Wie ich Auschwitz überlebte und meine Freiheit fand Sommer der Träumer u.s.w. Weitere: Die Zofe der Königin Die vierte Zeugin Die rebellische Königin Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern In einem anderen Licht Fazit: ***** Die Audio CDs „Unter dem Schnee“ von Katrin Burseg ist im Random House Verlag erschienen und hat mir sehr, sehr gut gefallen.

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Eine Familie auf Spurensuche - spannend!

Von: Monika Caparelli-Hippert

18.10.2021

Der Klappentext sagt: „Deutschland, 1978: Eine Familie muss sich ihren Wahrheiten stellen. …(….)… Eine grosse Geschichte über Rivalität und Verrat, Liebe und Schuld, Heimat und Flucht.“ Und tatsächlich, das passt wunderbar. Hierum geht’s: wir sind in Schleswig Holstein, Ende Dezember 1978. Die alte Gräfin Luise von Schwan soll beerdigt werden. Zeitlebens hat sie das Familiengeschäft und -gut, die grosse Baumschule, erfolgreich geführt. Jetzt treffen sich die Hinterbliebenen zur Trauerfeier, und die gerät komplett anders als geplant. Ein landesweites Unwetter, ein epischer Schneesturm, führt zum Stromausfall, und die Beerdigung wird abgebrochen. Stattdessen finden sich die Familienmitglieder eingeschneit auf dem alten Gutshof wieder. Es gibt einen Kamin und Brennholz, und auch die alte Küche funktioniert im Ausnahmefall noch ohne Strom, aber man ist doch ein wenig gestresst. Das Erbe ist noch nicht ganz geklärt, die Neffen sich nicht ganz einig, die Teenager-Grossnichte ist mit ihrem neuen Freund zusammen eingeschneit, und eine Geburt steht bevor….ach ja, und wer ist eigentlich Aimee, diese Französin, die niemand – fast niemand! – zu kennen scheint, und die sich doch fast wie zuhause fühlt? Aimee entpuppt sich als die Tochter Luises, geboren 1945, und ihr Vater war ein ehemaliger Zwangsarbeiter auf der Baumschule. Und so ist man gezwungen, in der Vergangenheit auf Spurensuche zu gehen und jahrzehntelanges Schweigen zu beenden. Und peu a peu kommen sich die Familienmitglieder auch wieder etwas näher….. Ich finde den Plot extrem interessant. 1978 war der Krieg erst 3 Jahrzehnte vorbei, und die meisten Protagonisten haben ihn zumindest noch als Kind miterlebt. Da sind noch ganz viele Erinnerungen da gewesen. Erinnerungen, die man am liebsten begräbt – und das ist ja auch das kollektive Trauma der Deutschen, weswegen mich hier diese Geschichte auch so angesprochen hat. Die von Schwans haben es ja gemacht wie die allermeisten anderen Familien auch: Nach dem 2. Weltkrieg gab es die Stunde Null, da hat man komplett neu angefangen, und alles was davor war, unter Schweigen begraben. Und nun müssen die von Schwans plötzlich noch mal alte Dinge ausgraben. Und man stellt fest: ja, Luise hatte Dreck am Stecken, auch sie kam nicht um Auftragsarbeiten im NS Regime herum und beschäftigte Zwangsarbeiter. Aber sie tat alles, um ihre Menschlichkeit nicht zu verlieren, und war ein Licht im Dunkeln für viele. Auf ihrer familiären Spurensuche decken die Protagonisten auch andere Dinge auf: was geschah eigentlich mit Luises Sohn Fritz, der sich noch minderjährig in den letzten Kriegstagen zur Front meldete und nie wiederkam? Und wieso haben die beiden Schwestern Luise und Clementine jahrzehntelang nicht miteinander kommuniziert? Wenn man einmal anfängt, kommt viel ans Tageslicht – und es kann auch viel Heilung geschehen. Die Geschichte wird abwechselnd aus den Sichtweisen der verschiedenen Familienmitglieder erzählt. Nicht aus der Ich-Perspektive, aber doch jeweils mit Fokus auf die jeweilige Person. Das fand ich ganz spannend, das ist immer ein netter erzählerischer Kniff, und so bekommt jede Person ihre Aufmerksamkeit. Also, ich bin generell echt von der Story angetan, und es hat mir selbst auch einiges an Gedankenfutter geliefert. Mit der Bewertung tue ich mich jetzt allerdings ein wenig schwer. Als gelesenes Printbuch würde ich jetzt 5 Sterne raushauen, aber mit dem Hörbuch hab ich ein wenig gehadert. Gar nicht mal wegen der Sprecherin, die hat gut gelesen, unaufgeregt, mit angenehmer Stimme, aber ich hatte trotzdem ein paar Probleme, reinzukommen. Man wird sofort in die Geschehnisse hineingeworfen, und ich hatte anfangs meine Probleme, die verschiedenen Personen zu sortieren. Ich muss dazu sagen, ich höre meine Hörbücher immer beim Autofahren, da bin ich jetzt manchmal auch nicht zu sehr bei der Sache, und echt, ich habe geschlagene 30 Kapitel gebraucht, um richtig in die Geschichte einzusteigen. Und dann war ich auch gefesselt dabei. Aber ich war kurz vorm Abbrechen. Die einzelnen Hörbuchkapitel sind ohne Pause aneinander gereiht, und da jedes Kapitel eine andere Hauptfigur hat, war ich da beim Hören manchmal etwas überfordert. Also: Das Buch bitte lesen, und nicht hören! Herzlichen Dank an das Bloggerportal vom Randomhouse für das Rezensionsexemplar!

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Vita

Katrin Burseg, geboren 1971 in Hamburg, studierte Kunstgeschichte und Literatur in Kiel, bevor sie als Journalistin und Autorin arbeitete. Sie wuchs in einem mehr als hundert Jahre alten Bauernhaus in Schleswig-Holstein auf. Als Kind erlebte sie die Schneekatastrophe im Jahrhundertwinter 1978/1979, mit ihrer Familie war sie mehrere Tage lang eingeschneit. Diese Erinnerung inspirierte sie zu ihrem Roman »Unter dem Schnee«.

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Maria Hartmann

María Hartmann ist Schauspielerin und Sprecherin. Sie ist sowohl auf verschiedensten Bühnen zu sehen wie auch in zahlreichen Filmen und TV-Produktionen wie „Der Alte” oder „Tatort”. Neben ihrer Sprechertätigkeit beim Rundfunk ist sie außerdem eine gefragte Hörbuchsprecherin.

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